Silbereisens „Schlagerstrandparty“ holt starke Quoten und neuen Rekord beim jungen Publikum

    „Friesland“ punktet im ZDF, „Frei Schnauze“-Neuauflage lässt in Woche 2 Federn

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 10.07.2022, 10:58 Uhr

    Florian Silbereisen präsentierte „Die große Schlagerstrandparty 2022“ – Bild: ARD/JürgensTV/Dominik Beckmann
    Florian Silbereisen präsentierte „Die große Schlagerstrandparty 2022“

    Ein halbes Jahr lang gab es keine neue Schlagershow mit Florian Silbereisen im Ersten zu sehen – und offenbar haben die Zuschauer den Showmaster vermisst. Denn mit der gestern ausgestrahlten „großen Schlagerstrandparty 2022“ bewies Silbereisen wieder einmal die Zugkraft seiner „Feste“ im Ersten – und fuhr direkt einen neuen Rekord ein. 4,62 Millionen Menschen sorgten allein in Deutschland für satte 22,6 Prozent Marktanteil, aus Österreich kamen auf ORF 2 noch 519.000 weitere Zuschauer hinzu. Damit lag die starbesetzte Open-Air-Show aus dem Amphitheater in Gelsenkirchen trotz sommerlicher Temperaturen deutlich über dem Wert des Vorjahres, als in der ARD 3,82 Millionen Zuschauer gezählt wurden. Noch beeindruckender ist allerdings das Abschneiden in der jungen Zielgruppe: Silbereisen gelang es, mit 13,2 Prozent Marktanteil einen neuen Allzeit-Bestwert beim jungen Publikum zu erreichen und sich an die Spitze der Primetime-Quotencharts um 20:15 Uhr zu setzen.

    Noch gefragter waren am Samstagabend lediglich Nachrichten und das Genre, das die Deutschen noch mehr lieben als Schlager: Krimi. Die 20-Uhr–„Tagesschau“ sahen im Ersten 5,12 Millionen Zuschauer bei 25,5 Prozent Marktanteil insgesamt und 24,8 Prozent in der jungen Zielgruppe. Das ZDF punktete hingegen ab 20:15 Uhr mit einer Wiederholung der Samstagskrimireihe „Friesland“, für die sich 5,17 Millionen Menschen bei 23,7 Prozent Marktanteil entschieden haben. Tolle 10,2 Prozent sprangen auch bei den 14- bis 49-Jährigen heraus. Für eine Wiederholungsfolge von „Der Alte“ blieben um 21:45 Uhr noch 3,64 Millionen Menschen bei 17,3 Prozent dran.

    Deutlich abgeschlagen fanden sich die Privatsender wieder, die am gestrigen Samstagabend nur eine untergeordnete Rolle spielten. Am besten lief es noch für RTL, wo es die Clipshow „Dumm gelaufen – Die lustigsten Schlamassel der Welt“ um 20:15 Uhr auf eine Reichweite von gerade mal 1,12 Millionen und einen Zielgruppen-Marktanteil von 9,3 Prozent brachte. Im Anschluss fiel die zweite Ausgabe der neu aufgelegten Impro-Comedyshow „Frei Schnauze“ auf enttäuschende 660.000 Zuschauer und 7,2 Prozent Zielgruppen-Marktanteil.

    Sat.1 kam währenddessen mit der Animationskomödie „Ferdinand – Geht STIERisch ab!“ auf überschaubare 840.000 Zuschauer und 7,2 Prozent, während sich „Galileo Big Pictures: Die Bilder unseres Lebens“ auf Schwestersender ProSieben mit 490.000 Zuschauern und 6,9 Prozent bei den Umworbenen begnügen musste. Die gleiche Reichweite, aber aufgrund der längeren Dauer nur 5,0 Prozent Marktanteil erreichte VOX mit seiner vierstündigen Dokumentation „Nach der Flut – Ein Jahr zwischen Zerstörung und Zuversicht“ über die Auswirkungen der Flutkatastrophe des vergangenen Jahres.

    Magere 4,3 Prozent sprangen hingegen für RTL Zwei und die Dokureihe „Reeperbahn privat! – Das wahre Leben auf dem Kiez“ heraus, die lediglich 320.000 Menschen zum Einschalten bewegen konnte. Leicht besser lief es für Kabel Eins, wo zwei Folgen der US-Serie „9-1-1 Notruf L.A.“ 4,4 und 5,5 Prozent in der Zielgruppe holten. 480.000 und 550.000 Zuschauer waren insgesamt dabei.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • am

      Was haben Corona Infizierte und Schlagerfans gemeinsam?
      Keinen Geschmack.
      Die Jugend ist total anspruchslos was Musik angeht.
      • am

        Was für ein Mördergag... nicht. Manche Leute sind einfach nicht in der Lage zu kommentieren, ohne andere zu beleidigen. Aber immerhin ist bei Ihnen angekommen, dass Schlager längst nicht mehr Seniorenbespaßung ist, sondern auch junge Menschen darauf abfahren, wie die Quoten zeigen. Kann man mögen oder nicht, aber es gibt weitaus Schlimmeres in diesen Zeiten.
      • (geb. 1984) am

        Smarter Kommentar, John Steed

        Ich hab gefeiert
    • am

      Die Privatsender schlappenab, obwohl bei RTL braucht man keine Hoffnung mehr haben ...

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