RTL produziert drei neue Sitcoms u.a. mit Mirja Boes und Jochen Busse

    Projekte mit Caroline Frier, Sina Tkotsch und Verena Altenberger

    RTL produziert drei neue Sitcoms u.a. mit Mirja Boes und Jochen Busse – Projekte mit Caroline Frier, Sina Tkotsch und Verena Altenberger – Bild: RTL/Guido Engels
    Mirja Boes und Sina Tkotsch sind „Beste Schwestern“

    Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre waren bei RTL die goldenen Zeiten der deutschen Comedyserien. „Das Amt“, „Die Camper“, „Ritas Welt“, „Nikola“ und „Mein Leben & ich“ brachten am damals noch exisitierenden Comedy-Freitag Top-Quoten. Doch nach und nach wurden die Serien beendet und vor einigen Jahren herrschte eine regelrechte Ebbe, nicht nur im Bereich eigenproduzierter Sitcoms, sondern bezogen auf das gesamte Spektrum an hauseigenen Serien. Abgesehen von „Alarm für Cobra 11“ hatte RTL zeitweise nichts mehr im Angebot. 2013 versuchte man sich an einer kleinen Serienoffensive, doch „Doc meets Dorf“, „Christine. Perfekt war gestern!“ und „Sekretärinnen – Überleben von 9 bis 5“ überlebten alle nur eine Staffel.

    Dieser Misserfolg hielt den Kölner Sender lobenswerterweise nicht davon ab, 2014 einen Aufruf an Autoren und Produzenten zu starten, die Ideen für neue Sitcoms einreichen sollten. Dieser Sitcom-Pitch war nach Senderangaben äußerst erfolgreich und es gingen rund 330 Konzepte ein. Nach gründlicher Sichtung wurden sieben Stoffe zur Weiterentwicklung ausgewählt, wovon nun drei neue Comedyserien produziert werden, die in Zukunft das Programm bereichern sollen.

    Das erste Projekt trägt den Arbeitstitel „Beste Schwestern“ und erzählt von zwei Schwestern, die die Herausforderungen des Lebens in der Familie, im Job und in der Liebe meistern, aber auch für ungeahnte Verwicklungen sorgen. Für die Hauptrollen in der Warner-Produktion wurden Mirja Boes und Sina Tkotsch verpflichtet.

    Auch der ehemalige „7 Tage, 7 Köpfe“-Moderator Jochen Busse findet den Weg zurück zu RTL und spielt gemeinsam mit Caroline Frier die Hauptrolle in der Pro TV-Produktion „Nichttotzukriegen“ (AT). Die Serie handelt von einem reichen, alten Ekel, der seine Villa an zwei ahnungslose junge Pärchen verkauft. Der große Haken: Der ehemalige Besitzer behält lebenslanges Wohnrecht …

    „Magda macht das schon“ ist der Arbeitstitel der dritten Serie, die von Polyphon produziert wird. Sie erzählt von einer osteuropäischen Pflegekraft, gespielt von Verena Altenberger, die zum unverzichtbaren Mittelpunkt einer zerrissenen deutschen Großstadtfamilie wird.

    Von allen drei Serien werden ab Frühjahr 2016 in Köln und Berlin jeweils mindestens acht Folgen produziert. „Wir waren überwältigt von den vielen Einreichungen und Ideen. Daraus auszuwählen, war nicht einfach“, so Philipp Steffens, Bereichsleitung RTL Fiction. „Nach einer intensiven und engagierten Entwicklungszeit mit unseren kreativen Partnern freuen wir uns nun über die ersten drei neuen Sitcoms, die wir noch in diesem Jahr in einer ersten Staffel produzieren werden. Wir hoffen mit den neuen 30-Minütern ganz in der Tradition erfolgreicher Sitcoms bei RTL wieder neue Impulse für das Genre zu setzen und die Zuschauer zu begeistern.“

    RTL wagt also erneut den Schritt – und die Vorzeichen für einen potentiellen Erfolg stehen derzeit nicht schlecht, schließlich konnte sich die Dramedy „Der Lehrer“ nach einer schweren Geburt inzwischen eine richtige Fanbasis aufbauen. Und wie man an dem Erfolg von „Club der roten Bänder“ sehen konnte, ist die Bereitschaft der Zuschauer, sich trotz des US-Serienbooms auch auf deutsche Serien einzulassen, durchaus gegeben – sofern die Qualität stimmt.

    11.02.2016, 10:33 Uhr – Glenn Riedmeier/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • ReCon am 13.02.2016 01:29

      Die Grundideen klingen eher öde. Mehr Mut bitte!
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      • bugmenot_is_back am 12.02.2016 11:56

        Was ist eine Dramedy? Hieß das früher tragik-komisch?
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