Gestern Abend stieg im Ersten der große Jubiläums–„Schlagerbooom 2026“ zum 10-jährigen Bestehen der aufwendigen Musikshow aus der Dortmunder Westfalenhalle. Moderator Florian Silbereisen feierte live ab 20:15 Uhr mit Helene Fischer, Andrea Berg, Roland Kaiser und zahlreichen weiteren Schlagerstars – und viele Menschen feierten vor dem Fernseher mit: 3,87 Millionen Zuschauer bescherten der ARD starke 20,2 Prozent – der beste Marktanteil seit drei Jahren. Auch beim jungen Publikum spielte die mehr als dreistündige Schlagerparty vorne mit: 380.000 14- bis 49-Jährige sorgten in der Zielgruppe für sehr gute 11,0 Prozent.
Der „Schlagerbooom 2026“ übertrumpfte damit bei Jung und Alt die private Show-Konkurrenz: „Promi Big Brother“ kam in Sat.1 auf genau eine Million Zuschauer sowie insgesamt 4,9 Prozent Marktanteil. Davon waren 350.000 zwischen 14 und 49 Jahre alt, die in der Zielgruppe überdurchschnittliche 10,0 Prozent einfuhren. Die anschließende „Late Night Show“ kam noch auf 720.000 Gesamtzuschauer sowie 9,3 Prozent der Werberelevanten. Schwächere Zahlen erzielte Schwestersender ProSieben, wo die aktuelle Staffel von „The Voice of Germany“ in der Battle-Phase ging. Nur 7,3 Prozent der jungen Zielgruppe wurden erreicht. Insgesamt schalteten 990.000 Zuschauer ein, davon 260.000 14- bis 49-Jährige.
Als lachender Dritter tat sich Konkurrent RTL hervor, der nun genau das macht, was jahrelang Sat.1 praktizierte: Am Samstagabend schickte der Kölner Sender „Harry Potter und die Kammer des Schreckens“ in Rennen – und konnte von dem Dauerbrenner so richtig profitieren. Mit 11,5 Prozent Marktanteil in der jungen Zielgruppe stach der Film aus dem Jahr 2002 die Shows von Sat.1 und ProSieben aus und lag sogar leicht vor dem „Schlagerbooom“. Die Gesamtreichweite lag bei 1,02 Millionen Zuschauern.
Der haushohe Tagessieg ging allerdings an das ZDF, wo eine neue Folge des Samstagskrimis „Friesland“ zu sehen war. Der 90-Minüter „Der letzte Häuptling“ wurde von 5,72 Millionen Zuschauern gesehen, die für überragende 26,3 Prozent Gesamtmarktanteil sorgten. 331.000 14- bis 49-Jährige reichten in der jungen Zielgruppe für überdurchschnittliche 9,1 Prozent. Zweitmeistgesehene Sendung des Tages war die 20-Uhr–„Tagesschau“ im Ersten, in der sich 4,97 Millionen Menschen bei 24,8 Prozent über die Nachrichtenlage informierten. Das „heute-journal“ im ZDF sahen um 21:45 Uhr 3,1 Millionen Zuschauer bei 15,5 Prozent. Für eine Wiederholung von „Der Staatsanwalt“ blieben um 22 Uhr noch 2,21 Millionen bei 12,4 Prozent dran – zu dieser späteren Uhrzeit hatte Silbereisens „Schlagerbooom“ also deutlich die Nase vorn.
Wenig zu holen gab es für die Privatsender der zweiten Reihe: Für das Drama „Blind Side – Die große Chance“ bei VOX entschieden sich 540.000 Zuschauer, in der jungen Zielgruppe kamen immerhin 6,0 Prozent zustande. Weniger Glück hatte RTL Zwei, wo der Katastrophenfilm „Twister“ aus dem Jahr 1996 bei nur 380.000 Zuschauern sowie 2,8 Prozent der 14- bis 49-Jährigen hängen blieb. Auf ähnlich schwachem Niveau war Kabel Eins unterwegs, wo Wiederholungen der US-Crime-Serie „9-1-1 Notruf L.A.“ bei 2,9 und 2,4 Prozent verharrten. Insgesamt waren zwischen 460.000 und 480.000 Zuschauer dabei.