Barbara Schöneberger und Stefan Raab als Barbie und Ken in „Wer weiß wie wann was war?“
Bild: RTL/Raab Entertainment/Willi Weber
Gestern Abend strahlte RTL die zweite Ausgabe von „Wer weiß wie wann was war?“ aus. Das starke Auftaktniveau von vor einer Woche konnte die neue Nostalgie-Spielshow mit Barbara Schöneberger und Stefan Raab nicht halten – und dennoch lief es mehr als ordentlich. Die Quoten für die Show werden kurioserweise in zwei Teile gesplittet ausgewiesen. Zu Beginn waren ab 20:15 Uhr 1,38 Millionen Zuschauer dabei – im Verlauf des Abends steigerte sich die Reichweite ab 21:54 Uhr auf 1,58 Millionen. In der jungen Zielgruppe ging der Anteil der 14- bis 49-Jährigen von anfangs 470.000 auf 550.000 Zuschauer nach oben, so dass hier überdurchschnittliche Marktanteile von 12,8 und 14,0 Prozent für die insgesamt dreistündige Show drin waren – der Primetime-Sieg in der Zielgruppe war RTL nicht zu nehmen.
Nicht vergessen werden darf zudem, dass die zweite Ausgabe schon seit einer Woche on Demand auf dem Streamingdienst RTL+ zur Verfügung steht, worauf sicher einige User zurückgegriffen haben. RTL freut sich über den Erfolg und betont, dass seit über fünf Jahren (Mai 2020) keine Primetime-Showreihe im deutschen TV besser gestartet sei als die drei Raab-Shows „Chefsache ESC“, „Stefan und Bully gegen irgendson Schnulli“ und „Wer weiß wie wann was war?“. Daher wird es im zweiten Halbjahr mit neuen Folgen von „WWWWWW“ weitergehen, wie RTL am Sonntag bestätigt.
Zu kämpfen hatte die Raab-Schöneberger-Show diesmal unter anderem gegen den „Quiz-Champion“ im ZDF. Die von Johannes B. Kerner moderierte Show erreichte insgesamt 3,19 Millionen Zuschauer bei 15,4 Prozent und lag zudem mit 12,6 Prozent auf Augenhöhe mit RTL. Die meistgesehene Sendung am Samstag war jedoch mit großem Abstand die 20-Uhr–„Tagesschau“ im Ersten, die auf 5,71 Millionen Zuschauer bei 27,3 Prozent kam und mit 830.000 14- bis 49-Jährigen und 25,0 Prozent auch beim jungen Publikum vorne lag.
Die meisten Zuschauer um 20:15 Uhr vereinte wie so oft der Krimi des Abends, diesmal der Film „Der Beschützer – Wissen, das tötet“ in der ARD. Dieser brachte es auf insgesamt 4,91 Millionen Zuschauer bei 21,9 Prozent. Beim jungen Publikum waren immerhin 9,0 Prozent drin. Auf deutlich weniger Zuspruch stieß dagegen die international koproduzierte Thriller-Miniserie „Vanished“ mit Matthias Schweighöfer. Die ersten beiden Folgen wurden ab 22:05 Uhr ausgestrahlt und erreichten nur 1,94 bzw. 1,63 Millionen Zuschauer. Beim jungen Publikum fiel die Serie mit 3,9 und 4,7 Prozent völlig durch.
Sehr zu leiden unter der starken Show-Konkurrenz hatte Sat.1: Die Castingshow „The Voice Kids“ geriet gestern unter die Räder und musste sich mit nur noch einer Million Zuschauer sowie schwachen 5,0 Prozent Marktanteil bei den 14- bis 49-Jährigen begnügen. Eine anschließende Wiederholung von „Hast Du Töne?“ stürzte um 22:30 Uhr gar auf 2,3 Prozent. Besser, aber allenfalls mittelprächtig schnitt ProSieben ab, wo der Fantasyfilm „Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben“ 7,2 Prozent in der jungen Zielgruppe einfuhr, insgesamt mit 920.000 Zuschauern aber unter der Millionenmarke blieb.
Die Sender der zweiten Reihe rissen am Samstagabend allesamt keine Bäume aus: RTL Zwei kam noch am besten durchs Ziel und holte mit dem Science-Fiction-Klassiker „Deep Impact“ eine Reichweite von 610.000 Zuschauern sowie 4,2 Prozent in der jungen Zielgruppe. Auf erschreckend wenig Interesse stieß bei VOX eine neue Ausgabe der Musikdoku „So klingt Deutschland“. Nur 460.000 Zuschauer entschieden sich für „Unsere 50 beliebtesten Dance-Party-Hits“, in der jungen Zielgruppe verharrte die vierstündige Doku bei 3,4 Prozent. Auf ähnlich schwachem Niveau performte Kabel Eins, wo ältere Folgen von „FBI: Special Crime Unit“ einmal mehr versagten und nicht über 3,0 und 3,7 Prozent hinauskamen.
Kommentare zu dieser Newsmeldung
Bingo2018 am
Mir gefällt die neue Show von Raab und Schöneberger.
Was ich toll finde, ist die Gästeauswahl, die doch an manchen Stellen besonders ist. In der ersten Ausgabe Ricarda Lang, oder diesmal Jan Ulrich sowie Hugo Egon Balder und Hella von Sinnen. Was ich ein bisschen schade finde, die Gäste rücken oft in den Hintergrund und man könnte vielleicht noch ein paar Spiele einbauen