[UPDATE] Programmreform im Ersten: Neue Doku-Labels am Montagabend

    „ARD Wissen“, „ARD History“ und „ARD Story“ starten im neuen Jahr

    Lukas Respondek
    Lukas Respondek – 19.12.2022, 12:19 Uhr (erstmals veröffentlicht am 05.12.2022)

    [UPDATE] Programmreform im Ersten: Neue Doku-Labels am Montagabend – "ARD Wissen", "ARD History" und "ARD Story" starten im neuen Jahr – Bild: Das Erste

    UPDATE: Wie Das Erste heute bekanntgegeben hat, wird der Sender zugunsten von „ARD Wissen“ eine andere Wissensreihe einstellen: Für „W wie Wissen“ ist nach fast 20 Jahren Schluss. Einst als Magazin gestartet, wurde die Marke „W wie Wissen“ dieses Jahres bereits nur als Sendeplatz für Wissensdokumentationen am Samstagnachmittag genutzt. Die letzte Ausgabe lief somit bereits am 19. November. Den Sendeplatz übernehmen werden ARD-Fernsehfilme aus den letzten Jahren.

    ZUVOR: Frischer Wind im Hauptprogramm: Zum Jahreswechsel ordnet Das Erste seine Programmstruktur um und ersetzt im Zuge dessen die langjährigen Doku-Marken „Die Story im Ersten“ und „Geschichte im Ersten“ durch die neuen Labels „ARD Story“ und „ARD History“. Neu hinzu kommt mit „ARD Wissen“ ein fester Sendeplatz für Wissensdokumentationen.

    Der 9. Januar 2023 bedeutet nicht nur für die ARD-Talkshow „Hart aber fair“, die fortan von Louis Klamroth moderiert wird, eine spürbare Veränderung. Auch das Programm am späteren Montagabend wird sich wandeln, wie ein Sendersprecher gegenüber fernsehserien.de bestätigte.

    Den Sendeplatz nach den „Tagesthemen“ übernimmt ab dem 9. Januar 2023 die neue Wissens-Dokumentationsreihe „ARD Wissen“. Montags um 22:50 Uhr werden unter diesem Label Dokumentationen etwa zu Pandemien von morgen, zu Tierschutzmethoden, zur Neuauflage berühmter Sozialexperimente oder zu den Lebenswelten der Anthroposophie gesendet. Los geht es am 9. Januar mit dem ersten Teil der zweiteiligen BR-Doku „Deutschland im Ernstfall“, die der Frage nach dem Schutz der deutschen Infrastruktur und der Sicherheit unserer Energieversorgung nachgeht. „ARD Wissen“ soll – anders als viele andere Doku-Labels in den Dritten Programmen – ausschließlich originäre Inhalte präsentieren.

    Anschließend folgt um 23:35 Uhr mit „ARD History“ der Programmpunkt für Geschichtsdokumentationen. Das Label „ARD History“ löst somit den langjährigen Sendeplatz „Geschichte im Ersten“ ab. Der neue Titel bedeute jedoch keine thematische Neuorientierung, so der Sender. Zum Start von „ARD History“ untersucht Artem Demenok („Berlin – Schicksalsjahre einer Stadt“) die Schlacht von Stalingrad.

    Auch „Die Story im Ersten“, die zuletzt meist am Montagabend um 22:50 Uhr gesendet wurde, wird umbenannt: Künftig firmiert die Doku- und Reportagereihe unter dem Titel „ARD Story“. Diese werde fortan auf verschiedenen linearen Sendeplätzen geplant. Ein Starttermin stehe noch nicht fest.

    Digitaler Umbau

    Hintergrund dieser Programmreform ist auch der „digitale Umbau“ in der ARD. Die Label dienen der Orientierung für die Nutzer:innen, bilden eine inhaltliche Klammer für die Formate und sind auf die gemeinsame lineare und non-lineare Nutzung ausgerichtet, da die ARD gezielt die dokumentarischen und investigativen Angebote in der Mediathek ausbauen und stärken will, so der Sender. „ARD Story“ und „ARD History“ werden weiterhin linear ausgestrahlt und konstant, besonders im Hinblick auf die Mediatheksnutzung, weiterentwickelt.

    Bereits seit 2021 fasst die ARD Mediathek Dokumentationen, Reportagen und Magazine „über die Welt und uns selbst“ in einer eigenen Themenwelt „ARD Wissen“ zusammen. Dort in der Mediathek wird beispielsweise auch die Doku „Deutschland im Ernstfall“ zwei Tage vor der linearen Ausstrahlung im Ersten verfügbar sein.

    Veränderung auch im NDR Fernsehen

    Auch das NDR Fernsehen nimmt am späten Montagabend eine Änderung vor: Das montags um 22:45 Uhr gesendete „Kulturjournal“ wird ab 9. Januar 2023 den neuen Titel „NDR Kultur – Das Journal“ tragen. Die Sendung ist seit 1999 Teil des NDR-Programms und wird derzeit von Julia Westlake präsentiert, die 2007 die Moderation von Vorgängerin Caren Miosga übernahm.

    Ziel der Umbenennung des „Kulturjournals“ ist die Bündelung aller Kulturangebote der Sendeanstalt unter einem Absender: NDR Kultur. Unabhängig vom Ausspielweg solle den Nutzer:innen der Zugang zu den Kulturinhalten durch die klare Absenderschaft erleichtert werden. Unter dem Namen NDR Kultur betreibt der Norddeutsche Rundfunk bereits seit Januar 2003 einen eigenen Kultursender im Hörfunk.

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