Neuauflage von „Route 66“ in Entwicklung

    Serienklassiker aus den 1960er Jahren

    Bernd Krannich – 04.12.2014, 12:57 Uhr

    Bild aus dem Vorspann von „Route 66“

    Die unabhängige Produktionsfirma Slingshot Global Media bereitet ein Reboot des Serienklassikers „Route 66“ vor. Das Serienoriginal wurde zwischen 1960 und 1964 bei CBS ausgestrahlt und handelte weitestgehend von den beiden Freunden Tod Stiles (Martin Milner) und Buz Murdock (George Maharis) – weil Maharis später längere Zeit krankheitsbedingt ausfiel, wurde für die letzte Staffel Glenn Corbett als Lincoln Case verpflichtet. Die beiden Hauptfiguren bereisten in einer Chevrolet Corvette die USA, wobei am Rand ihrer actionreichen Abenteuer die gesellschaftlichen Veränderungen jener Zeit beleuchtet wurden.

    Auch in der neuen Serie, die mit keinem US-Sender verbunden ist, sollen laut Deadline zwei Hauptfiguren in einem Sportwagen durch das Herz der USA reisen und dabei mit „den sozialen Problemen und sich verändernden Sitten unserer Zeit“ konfrontiert werden. Dabei wird wohl auch die „Action“ den Maßstäben moderner Fernsehunterhaltung angepasst.

    Bereits 1993 gab es einen Versuch bei NBC, die Serie mit einem Sequel neu aufleben zu lassen. James Wilder spielte darin Buz Murdocks Sohn Nick Lewis, der dessen Corvette geerbt hatte und nun mit seinem Kumpel Arthur Clark (Dan Cortese. „Veronica“) auf Reisen ging. Nach vier Folgen wurde die Serie jedoch abgesetzt.

    Das Anfang 2014 gegründete Slingshot Global Media ist dabei, sich als unabhängiger Serienproduzent zu etablieren. Während in der Regel Fernsehsender die Anschubfinanzierung für neue Serien bereitstellen, ist es hier vor allem die Investment-Firma TPG Growth. SGM produziert zwei Projekte mit Keanu Reves und hat jüngst auch einen Rahmenvertrag mit EuropaCorp Television („Taxi Brooklyn“) geschlossen, unter dem zwei weitere Serien für den Weltmarkt entwickelt werden sollen.

    Günstig produzierte Serien (häufig nach dem direct-to-series-Modell) sind durch einen verstärkten Konkurrenzkampf mit international operierenden Kabelsender-Ketten und Video-on-Demand-Diensten auf den internationalen Fernsehmärkten gefragt. Bei Deadline wurde etwa angemerkt, dass die Originalserie dazu beitrug, die Corvette populär zu machen. So könnte auch in der Neuauflage ein Sportwagenhersteller als Großsponsor auftreten.

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