„Nachtschwestern“-Quoten können nach Start noch Zuschauer-Transfusion vertragen

    Überlange „GZSZ“-Episode bringt nur wenig Starthilfe

    01.05.2019, 12:22 Uhr – Bernd Krannich

    "Nachtschwestern"-Quoten können nach Start noch Zuschauer-Transfusion vertragen – Überlange "GZSZ"-Episode bringt nur wenig Starthilfe – Bild: MG RTL D / Christoph Assma
    Die „Nachtschwestern“ (mit Pfleger und Ärzten): (v.l.) Marc Dumitru, Sila Şahin, Mimi Fiedler, Ines Kurenbach, Nassim Avat, Valerie Huber und Oliver Franck.

    Am Dienstag hat RTL mit „Nachtschwestern“ seine nächste Primetime-Eigenproduktion an den Start geschickt. Der Start gelang ordentlich, aber der Kölner Sender hätte sich sicherlich mehr erhofft.

    Denn um die neue Serie einzuleiten, wurde sie zwischen eine XXL-Episode von „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ in Spielfilmlänge ab 19.40 Uhr platziert sowie ein „GZSZ“-Special im Anschluss ab 22.15 Uhr platziert. Die überlange Episode des Soap-Dauerbrenners konnte zwischen 19.40 Uhr und 21.15 Uhr auch 2,76 Millionen Zuschauer anziehen, in der umworbenen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen sprangen 1,43 Millionen Zuschauer heraus, was gewohnt starke 21,8 Prozent Marktanteil in dieser Zielgruppe bedeutete.

    Die „Nachtschwestern“ verloren davon jedoch ab 21.15 Uhr ein Drittel: 880.000 junge Zuschauer bedeuteten einen Marktanteil von 11,2 Prozent. Insgesamt blieben 1,9 Millionen Zuschauer dran. Das liegt zum Start der neuen Staffel auf Augenhöhe mit dem aktuellen Senderschnitt, der im gerade zu Ende gegangenen April 11,5 Prozent bei den Umworbenen betrug.

    Allerdings liefen auf ähnlichen Niveau auch die zweite Staffel des gerade eingestellten „Beck is back!“ (durchschnittlich 11,3 Prozent Marktanteil bei den Jungen) und „Die Klempnerin“ (durchschnittlich 10,3 Prozent). Laut RTL waren beide Eigenproduktionen dem Anspruch nicht gerecht geworden, signifikant über dem Senderschnitt zu liegen und damit weitere Investitionen zu rechtfertigen (fernsehserien.de berichtete).

    Zwar vermag man sich vorzustellen, dass bei den „Nachtschwestern“ eine günstigere Produktion als bei den beiden eingestellten Serien möglich ist, weil die Handlung zum Großteil mit Innenaufnahmen in den Krankenhausräumen dargestellt werden kann. Aber von einem „Aushängeschild“ erwartet Deutschlands stärkster Privatsender sicher mehr.

    Bei RTL brachte das Special „GZSZ – Der Gerner Clan: Affären, Schicksale & Intrigen!“ die Primetime vor 1,55 Millionen Zuschauern zum Abschluss. Bei den Jungen blieben 860.000 Zuschauer dran, der Marktanteil schnellte auf 13,5 Prozent hoch.

    Ab kommender Woche werden die „Nachtschwestern“ schon um 20.15 Uhr ihre Schicht beginnen, „Sankt Maik“ kehrt dann um 21.15 Uhr mit der zweiten Staffel ins RTL-Programm zurück (fernsehserien.de berichtete).

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