Nach einer Woche „Dschungelshow“: Nur noch zwei Millionen schalten ein

    „IBES“-Dschungelcamp-Ersatz immer weniger gefragt

    Glenn Riedmeier – 22.01.2021, 14:21 Uhr

    Daniel Hartwich und Sonja Zietlow blicken mit ehemaligen Campern zurück

    Halbzeit bei der „großen Dschungelshow“. Die erste Woche der diesjährigen Alternative zum regulären Dschungelcamp „Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“ ist rum – und allzu rosig fällt das Fazit nicht aus. Blickt man auf den Quotenverlauf, ist ein klarer Abwärtstrend des RTL-Formats zu erkennen.

    Zum Start am vergangenen Freitag (ausführliches Review zur Auftaktsendung) waren ab 22:15 Uhr noch 4,18 Millionen neugierige Menschen dabei, die für solide 15,8 Prozent Gesamtmarktanteil sorgten. Damit bewegte man sich zwar nicht auf dem Quoten-Niveau des regulären Camps, aber mit 1,99 Millionen Zuschauern aus der werberelevanten Zielgruppe konnte RTL definitiv zufrieden sein – 28,8 Prozent sprangen in dieser Altersklasse heraus.

    Bei der zweiten Ausgabe am Samstag gab es einen ersten Absturz auf 3,57 Millionen Zuschauer – beim jungen Publikum verlor man mit immerhin noch 1,64 Millionen 14- bis 49-Jährigen nicht ganz so viel und holte 22,0 Prozent. Schon mit der dritten Ausgabe am Sonntag verlor die Sendung erneut an Boden – mehr als eine Million Zuschauer gingen flöten. 2,40 Millionen Dschungelfreunde blieben noch am Ball – mehr sollten es in den darauffolgenden Tagen nicht mehr werden. Der Zielgruppen-Marktanteil fiel bei einer Reichweite von 1,03 Millionen jungen Zuschauern auf 17,2 Prozent.

    Zum Wochenstart am Montag sowie am Dienstag stagnierte die „Dschungelshow“ bei insgesamt 2,22 Millionen Zuschauern. Davon waren 940.000 bzw. 900.000 aus der jungen Zielgruppe, die am Montag für 20,1 und am Dienstag für 16,7 Prozent Marktanteil sorgten – der bisherige Tiefstwert.

    Einen kleinen Aufschwung gab es in der nur einstündigen Mittwochsfolge, die von 2,36 Millionen Menschen gesehen wurde – 1,06 Millionen 14- bis 49-Jährige sorgten in der Zielgruppe für 17,3 Prozent. Doch am Donnerstag verschiedeten sich erneut einige Zuschauer, wodurch die Gesamtreichweite auf den bisherigen Negativrekord von genau 2,00 Millionen sackte. Glück für RTL: Beim jungen Publikum hat die Sendung noch am meisten Zuspruch, so dass trotz des Einbruchs eine Million 14- bis 49-Jährige für einen guten Marktanteil von 19,2 Prozent sorgten.

    Man mag nun argumentieren, dass die „Dschungelshow“-Quoten für RTL weiterhin ein Erfolg sind – angesichts des deutlich geringeren Aufwands im Vergleich zu einer regulären Staffel in Australien. Die Zielgruppen-Marktanteile liegen auch immer noch deutlich über dem derzeitigen Senderschnitt von RTL, der bei 10,7 Prozent liegt. Doch das täuscht nicht darüber hinweg, dass die „Dschungelshow“ weit hinter den Werten des „Dschungelcamps“ zurückbleibt.

    In den besten „IBES“-Zeiten wurden mehr als acht Millionen Zuschauer gezählt und auch in den Staffeln der vergangenen drei Jahre lag die durchschnittliche Reichweite noch zwischen 5,24 und 5,54 Millionen. Zielgruppen-Marktanteile bis zu 37,9 Prozent wurden erreicht – von solchen Werten ist die „Dschungelshow“ weit entfernt.

    Es sind zufriedenstellende, aber keineswegs fantastische Quoten. Insbesondere wenn man berücksichtigt, dass sich Deutschland gerade im Lockdown befindet, wovon zahlreiche andere Sendungen profitieren und in ungeahnte Reichweiten-Sphären vordringen. Die Krimireihe „Nord bei Nordwest“ durchbrach gestern Abend im Ersten etwa die 10-Millionen-Zuschauer-Marke – etwas, das normalerweise nur dem „Tatort“ gelingt. Auch Serien wie „Die Toten vom Bodensee“, „Ein starkes Team“ und „Marie Brand“ holen plötzlich Reichweiten von mehr als acht Millionen. Allem Anschein nach hält RTL mit dem Konzept seiner „großen Dschungelshow“, einer Mischung aus Casting- und Rückblickshow aus Hürth, nur noch die ganz hartgesottenen Fans des Formats bei der Stange.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1976) am

      Ach @ Mioni, Du hast scheinbar auch keine Ahnung vom Leben.
      Wenn ich als Reicher Mensch (was ich nicht bin) in irgendeiner Sendung mit machen würde und 50 000€ bekäme, wäre das dann auch nicht recht, weil ich es ja nicht gebrauchen kann?
      Da spricht nur der pure Neid!
      Und wer kann es denn gebrauchen, möchtest Du 12 Obdachlose in der Sendung?
      Und ich sag es immer wieder, es gibt einen OFF-Button auf der Fernbedienung.
      • (geb. 1986) am

        Für solches Vögel springen 50,000€ 🤦‍♀️🤦‍♀️🤦‍♀️. Das Geld können sie jemand geben der es wirklich gebrauchen kann und nicht für irgendwelche komisch aussehende 😴 zZzZ Prominenz.
        Von schreiende bis hin zu Horror aussehende Prominenz. Da gab es schon bessere Z Prominenz. Die Influenza und Youtuber gehen einen mächtig auf die Eierstöcke und es werden jedes Jahr mehr. Nee danke!!!
        • am via tvforen.de

          "Nur noch zwei Millionen?"

          Finde ich unglaublich viel für so ein Format. Es gibt wirklich zwei Millionen Personen, die sich so einen Schrott antun?
          • am

            Es ist immer leicht auf etwas ruzuhacken wenn etwas nicht so läuft. Ich schaue es gerne. Werde es auch weiter schauen. Ich habe mich gefreut das trotzdem eine Art Dschungel stattfindet. Ich hatte es mir auch etwas anders gedacht, aber ich werde auch so unterhalten. Viele verstehen auch nicht das es eine Art casting für 22 ist. Das ist meiner Meinung nach ein Problem mit. Bei einigen bekannten wenn man sich sieht sagen die, was ist das denn dieses jahr für ein Dschungelcamp. Die verstehen dann einfach auch nicht das es dieses Jahr, wegen Corona, nicht geht. Ich freu mich duas RTL sich die Mühe gemacht hat. Wer es scheisse findet, der schaltet einfach um. Es ist doch gar nicht so schwer, gibt ja noch mehr im TV.
            • (geb. 1974) am

              Bei anderen Sendungen (neue Shows oder Serien) hätte man bei so einem desaströsen Publikumszuspruch abgesetzt. Da haben die Macher kein Arsch in der Hose um Entwicklung abzuwarten. Und hier quält man sich und vor allem das gelangweilte Publikum.
              • am

                Big Brother schaue ich bisher nur auf SAT1, jetzt also auch auf RTL in einer Sparversion. Kaum vorstellbar, dass man davon eine Sparversion machen kann *LOL*
                • am

                  Ich brauche RTL nicht und diese ganzen Trash-Formate sind mir total egal. Daher schaue ich schon lange kein RTL mehr.
                  • am

                    Wer B-Ware kauft und A-Ware beim Auspacken erwartet hat den Sinn der Aktion nicht verstanden.
                    • am

                      Ist genau so wie mit handys: viele bleiben bei einem model weil sie meinen es ist und bleibt das beste. Aber neue sachen probieren will man nicht.
                      • am

                        Sentinel2003 weiter so du hast recht rtl is müll geworden diese sendungen sind so ausgeluscht. DSDS Dschungelshow supertalent das is alles nur noch aufgewärmt. Gibts so viele andere neue sendungen
                        • (geb. 1976) am

                          Also langsam reichts mal, oder lieber Sentinel?
                          Wir wissen mittlerweile das Du RTL nicht magst.
                          Und es dauernd in allen Foren zu schreiben macht Dich einfach nur lächerlich und das mit über 50 Jahren....
                          Dann kommentiere doch nicht, wenn es Dir nicht passt.
                          Und übrigens ist Dein Satz völlig sinnlos, natürlich möchte kein Sender miese Quoten.
                          Merkst was?
                          • (geb. 1967) am

                            Ob sich DAS schrott RTL sooooooo vorgestellt hat mit solchen miesen Quoten??
                            • am

                              Sendung wird in D produziert und ist damit weitaus billiger als die Australien-Staffeln. Da fällt die Quote nicht so sehr ins Gewicht, die Werbepartner sind noch dabei. Dass sie nicht die gleichen Zuschauer haben wie bei regulären Staffeln wird RTL völlig klar gewesen sein. Dein Kommentar ist daher völlig sinnlos. ^^

                          weitere Meldungen