„Live nach Neun“: ARD startet neues Vormittagsmagazin

    Konkurrenz für „Volle Kanne“ im ZDF

    26.03.2018, 13:59 Uhr – Glenn Riedmeier

    "Live nach Neun": ARD startet neues Vormittagsmagazin – Konkurrenz für "Volle Kanne" im ZDF – Bild: WDR/Linda Meiers
    Isabel Varell und Tim Schreder

    Seit vielen Jahren fährt das ZDF vormittags mit „Volle Kanne – Service täglich“ tolle Quoten ein. Eigentlich überraschend, dass Das Erste nicht schon längst ein ähnliches Format an den Start gebracht hat. Doch demnächst ist es soweit: Am 14. Mai geht „Live nach Neun“ auf Sendung, wie die ARD nun offiziell bestätigt hat. Von 9.05 Uhr bis 9.50 Uhr soll die Sendung an das „ARD-Morgenmagazin“ anschließen. Die bisher an dieser Stelle gezeigte Wiederholung der Telenovela „Rote Rosen“ wird aus dem Programm genommen.

    Die neue Live-Sendung will „raus ins Leben“ gehen – und das in allen Regionen Deutschlands, in denen die ARD verwurzelt ist: Es gibt Live-Schalten zu den Menschen auf dem Land und in den Städten – „immer auf der Suche nach Alltagshelden und Anpackern, Menschen, die unser Land am Laufen halten, auf Baustellen und Bahnhöfen, in Fitnessstudios und Frisiersalons“. Auch das Wetter wird eine Rolle spielen: Die ARD-Meteorologen sollen sachkundig die Wetterlage vertiefen – von aktuellen Wolken- und Windbewegungen bis hin zum Bio- und Pflanzwetter.

    Mit „Live nach Neun“ will die ARD Jung und Alt erreichen – und bildet deshalb auch Moderatorenpaare aus zwei Generationen. „Generation Pop trifft auf Digital Natives, alte Schule auf neue Lässigkeit“ lautet das Credo. Zum Start führen Schauspielerin und Sängerin Isabel Varell und KiKA-Moderator Tim Schreder („logo!“) durch das Format. Zwei weitere Moderatorenpaare werden in den folgenden Wochen das Team verstärken.

    „Live nach Neun“ ist eine ARD-Gemeinschaftssendung, die der WDR im Auftrag der ARD-Familienkoordination erstellt. Laut DWDL-Informationen ist das neue Format innerhalb der Öffentlich-Rechtlichen umstritten. So sieht das ZDF das Alleinstellungsmerkmal von „Volle Kanne“ gefährdet – und auch der SWR sei nicht glücklich über diese Pläne, da man inhaltliche Überschneidungen mit dem „ARD-Buffet“ um 12.15 Uhr befürchtet.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • User_458192 am 26.03.2018 15:30

      Für was die Gel haben.. Immer alles doppelt und dreifach machen. Und dann wieder mehr GEZ Zwangsgelder fordern.
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