„L.A. Law“: ABC entwickelt Fortsetzung mit Blair Underwood

    Neuer Anlauf für eine Rückkehr des Gerichts-Klassikers

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 18.12.2020, 10:59 Uhr

    Das Original: „L.A. Law“ lief von 1986 bis 1994 bei NBC – Bild: NBC/20th Century Fox Television
    Das Original: „L.A. Law“ lief von 1986 bis 1994 bei NBC

    Könnte eine Neuauflage von „L.A. Law“ nun in zweiter Instanz Realität werden? Bereits vor drei Jahren bemühte man sich im Hollywood um eine Rückkehr der legendären Anwaltsserie. Nun startet ABC einen neuen Anlauf und entwickelt eine Fortsetzung des Dramas, in deren Zentrum Blair Underwood als Jonathan Rollins stehen würde. Underwood war in der gleichen Rolle bereits sieben Staffeln lang im Original zu sehen.

    Laut Deadline Hollywood würde die neue Serie zeigen, wie sich die Kanzlei McKenzie / Brackman inzwischen zu einer Firma gemausert hat, die nur besonders aufsehenerregende und kontroverse Fälle annimmt. Anwalt Jonathan Rollins ist längst weniger idealistisch und eher konservativ – vor allem im Vergleich zu seinem Millennial-Kollegen JJ Freeman. Gemeinsam müssen sie einen Weg finden, die Kanzlei nach vorne zu bringen und sie für den Anstoß von Veränderungen in Politik und Rechtsprechung einzusetzen. Zwar würde der Fokus auf einer neuen Generation von Anwälten liegen, dennoch ist davon auszugehen, dass auch einige bekannte Gesichter hin und wieder auftauchen würden, sollte das Projekt tatsächlich in Serie gehen.

    Hinter dem neuen Versuch stehen die „Arrow“-Produzenten Marc Guggenheim und Ubah Mohamed. Regie beim Piloten würde Anthony Hemingway („Shameless“) führen. Jesse Bochco, Sohn des damaligen Serienschöpfers Steven Bochco, fungiert als Produzent gemeinsam mit seiner Mutter Dayna Bochco. Das Projekt wird von 20th Television verantwortet, wo einst auch das Original zu Hause war.

    Auch Blair Underwood ist als Executive Producer mit dabei. Underwood ist seit seiner Zeit bei „L.A. Law“ ein bekannter Seriendarsteller geworden und hatte im Laufe seiner Karriere feste Rollen in „Sex and the City“, „Dirty Sexy Money“, „The Event“, „Quantico“ und „Dear White People“.

    „L.A. Law“ gilt als Vorreiter moderner Arbeitsplatz-Serien – der Vermischung von Fällen mit Geschehnissen unter den Mitarbeitern und gelegentlich deren Privatleben – und brachte es zwischen 1986 und 1994 bei NBC auf acht Staffeln. Viermal wurde das Format außerdem mit einem Emmy als Beste Dramaserie ausgezeichnet.

    In Deutschland hatte es der Gerichts-Klassiker dagegen immer etwas schwer. Nachdem die Kanzlei McKenzie / Brackman erstmals am 3. Oktober 1988 im Abendprogramm von RTLplus auftauchte, mussten sich Fans in den 1990er Jahren mit unvollständigen oder gar unchronologischen Wiederholungen im Nachmittags- und Vormittagsprogramm von ProSieben und Sat.1 herumschlagen. Mittlerweile liegt die letzte Wiederholung von „L.A. Law“ im deutschen Free-TV über 20 Jahre zurück.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1955) am

      RTL Plus war damals diletantisch, sie haben mal aus Versehen die L. A. Law Folge der kommenden Woche statt der laufenden gezeigt.
      Dann hieß es man würde in der Folgewoche die fehlende Folge ausstrahlen und danach chronologisch weiter (also auch die versehentlich ausgestrahlte nochmal).
      Und was passierte, in der Folgewoche strahlten sie einfach die nächste Folge aus.
      Hm was heißt eigentlich "war diletantisch", wenn ich mir das rumgeeire mit ständig wechselndem Programmablauf so ansehe, sind sie es immer noch. Und nur weil der Senderchef und sein Gefolge ständig die Windeln voll haben, wegen der Quoten. Weil die Quoten die irgendein TräumerIn sich vorgestellt hat, nicht erreicht werden 🙄
      • (geb. 1974) am

        "In Deutschland hatte es der Gerichts-Klassiker dagegen immer etwas schwer. Nachdem die Kanzlei McKenzie/Brackman erstmals 1989 im Abendprogramm von RTLplus auftauchte, mussten sich Fans in den 1990er Jahren mit unvollständigen (...)"

        Serienstart war am Montag, 03.10.1988!

        Gruß
        Chris7

        weitere Meldungen