„Kevin Can F*** Himself“ erhält Serienbestellung bei AMC

    Rassismus-Drama „61st Street“ ebenfalls geordert

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 02.10.2019, 11:30 Uhr

    "Kevin Can F*** Himself" erhält Serienbestellung bei AMC – Rassismus-Drama "61st Street" ebenfalls geordert – Bild: AMC

    AMC hat grünes Licht für zwei neue Serienproduktionen erteilt. Die Comedy „Kevin Can F*** Himself“ wirft einen bissigen Blick auf die Realität hinter dem Sitcom-Geschäft, insbesondere auf das Schicksal der weiblichen Hauptfiguren und ihrer Darstellerinnen. Das Gerichtsdrama „61st Street“ von „Undercover“-Schöpfer Peter Moffat untersucht in zwei Staffeln Rassismus im Rechtssystem von Chicago.

    „Kevin Can F*** Himself“ ergreift Partei für den Archetyp einer mitunter extrem gebeutelten Fernseh-Figur: die Sitcom-Ehefrau. Sie steht immer wieder an der Seite eines deutlich weniger attraktiven Darstellers, darf aber stets nur als Stichwortgeber für die Neandertaler-Sprüche der Hauptfigur fungieren.

    Das AMC-Format wechselt nun zwischen zwei Erzählebenen: den Dreharbeiten zur Serie und der Sitcomhandlung selbst. So soll nicht nur der Alltag der Schauspielerin im Zentrum stehen, sondern auch die gescholtene Figur, die als dreidimensionaler Charakter gezeichnet wird. Stilistisch wird die Serie somit reguläre Szenen mit vor Live-Publikum gefilmten Sitcom-Szenen kombinieren.

    Unverkennbar orientieren sich die Autorin Valerie Armstrong sowie die Produzenten Rashida Jones und Will McCormack an der Geschichte der inzwischen eingestellten CBS-Sitcom „Kevin Can Wait“ mit Kevin James. Dort musste am Ende der ersten Staffel die Serienehefrau (dargestellt von Erinn Hayes) den Serientod sterben, damit die Handlung um den Protagonisten sich „nicht bald totlaufen würde“, wie es damals begründet wurde (fernsehserien.de berichtete).

    „61st Street“ hat von AMC direkt eine Bestellung über zwei Staffeln erhalten, die dann zusammen eine abgeschlossene Geschichte erzählen sollen. Das Anwaltsdrama handelt von dem vielversprechenden Highschool-Athleten Moses Johnson, der von der Polizei in Chicago als vermeintliches Gangmitglied verhaftet wird. Tatsächlich scheint es den Strafverfolgungsbehörden aber eher um Vergeltung für den Tod eines Polizisten bei einer Drogenrazzia zu gehen.

    Peter Moffat fungiert als Showrunner. „Creed“-Star Michael B. Jordan und Alana Mayo produzieren die Serie mit ihrer Firma Outlier Society. Verantwortlich zeichnen zudem AMC Studios und BBC Studios.

    Das ebenfalls in Entwicklung geschickte Reha-Drama „Rainy Day People“ (fernsehserien.de berichtete) wird hingegen bei AMC nicht in Serie gehen.

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