HBO Max wandelt mit neuem Serienpiloten auf den Spuren von „Baywatch“ und „Grey’s Anatomy“

    Ausbildungsprogramm für Rettungsschwimmer auf Hawaii im Zentrum

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 30.06.2021, 15:30 Uhr

    Szenenfoto aus dem Film „Baywatch“ von 2017 – Bild: Paramount Pictures
    Szenenfoto aus dem Film „Baywatch“ von 2017

    Zwei Seriengrundsätze gehen eigentlich immer: Hübsche Menschen und Geschichten um junge Protagonisten auf der Suche nach sich selbst (und romantischen Partnern). Beides wird im Serienpiloten „Ke Nui Road“ vereint, den HBO Max jetzt bei Erfolgsproduzent John Wells („Shameless“) und Autor Matt Kester („Animal Kingdom“) bestellt hat.

    In dem Projekt, das auf Hawaii gedreht wird, geht es um junge Lifeguards, die am Nordstrand der hawaiianischen Insel Oahu von erfahrenen Kollegen eine Ausbildung als Lebensretter erhalten – frei nach dem „Grey’s Anatomy“-Prinzip, das seit Beginn von Shonda Rhimes’ Erfolgsserie immer wieder kopiert und auf neue Berufsgruppen übertragen wurde.

    Denn die Ausbilder sind natürlich die erfahrendste Elite in ihrem Beruf, die auch vor schwierigen Rettungseinsätzen in der Brandung nicht zurückschrecken, während unter dem Nachwuchs am Ende der Teen-Jahre bis zum Anfang ihrer Zwanziger noch Unsicherheit und Zweifel herrschen, sowie je nach Gemüt übertriebene Furchtlosigkeit vor den Herausforderungen oder eben das Bewusstsein, dass man sich bei jeder Rettung auch selbst einer gewissen Gefahr aussetzt, die man mangels Berufserfahrung noch nicht ganz verlässlich einschätzen kann. Daneben besteht immer die Angst, dass man nicht mit den Kollegen mithalten kann (ob nun bei den Rookies oder den Veteranen). Und natürlich wollen alle Beteiligten im knappen Strandoutfit zudem noch eine gute Figur machen – was dann für Romanzen mit dem Reiz des Verbotenen zwischen „Älter“ und „Jünger“ sorgt.

    Der Drehort auf Hawaii soll auch eine gewisse Spiritualität mit sich bringen, bei dem die Ausbilder dem Nachwuchs den Geist von Aloha vermitteln wollen.

    Natürlich ruft das Projekt nicht nur unwillkürlich einen Vergleich mit „Grey’s“ hervor: Es gibt wohl niemanden, der beim Schlagwort „Rettungsschwimmer“ nicht an „Baywatch“ denkt. Das machte in seinen späteren Staffeln auch auf Hawaii halt. Durch eine digitale Überarbeitung der Serie (fernsehserien.de berichtete) und auch ein loses Film-Remake ist die finanziell extrem erfolgreiche Serie zuletzt wieder ins Bewusstsein gerückt worden.

    Der 1956 geborene John Wells arbeitet mit seiner John Wells Productions schon lange unter dem Dach von Warner Bros. TV und produzierte dort Serienerfolge wie „Emergency Room“, „Third Watch“ und „The West Wing“. Daneben gilt er als einer der einflussreichsten Produzenten und TV-Autoren der USA und fungierte in zwei Amtszeiten als Präsident der Autoren-Vertretung Writers Guild of America, West.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1994) am

      Hört sich gut an.
      Den Ausbilder könnte Alex O Laughin spielen der hätte jetzt Zeit und kennt Hawaii!
      • am

        Klingt 1 zu 1 wie die Handlung von Baywatch Hawaii. Bin ja mal sehr gespannt ob das was wird.

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