Erste Nominierungen für den „Deutschen Fernsehpreis 2017“ stehen fest

    „Winnetou“, „Club der roten Bänder“ und „Morgen hör ich auf“ im Rennen

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 19.12.2016, 15:28 Uhr

    Erste Nominierungen für den "Deutschen Fernsehpreis 2017" stehen fest – "Winnetou", "Club der roten Bänder" und "Morgen hör ich auf" im Rennen – Bild: Deutscher Fernsehpreis

    2016 kehrte „Der Deutsche Fernsehpreis“ runderneuert zurück, nachdem er 2014 in seiner bisherigen Form abgeschafft wurde: Die Relevanz der Auszeichnung tendierte nach oft nicht nachvollziehbaren Nominierungen und Preisträgern immer mehr gegen Null, und auch die Zuschauer wandten der Gala vermehrt den Rücken zu. Anstelle einer Fernsehgala wurden die besten und erfolgreichsten Produktionen eines Fernsehjahres lediglich bei einem Branchentreff gewürdigt, der nicht im Fernsehen übertragen wurde. Die Preise wurden im Rahmen eines „abendliches Award-Dinners“ verliehen – als Neujahrstreffen der Fernsehbranche „in attraktivem Ambiente und lockerer Atmosphäre“ in den Düsseldorfer Rheinterrassen. Daran wird sich auch 2017 nichts grundlegend ändern. Am 2. Januar werden die Trophäen in der gleichen Location vergeben.

    Im Fernsehen wird die Gala erneut nicht übertragen. Immerhin wird es einen Highlight-Zusammenschnitt im ZDF geben, das in diesem Jahr federführend für die Ausrichtung der Veranstaltung verantwortlich zeichnet, und zwar im Rahmen eines „Leute heute Spezial“. Live wurde die Preisverleihung ohnehin schon länger nicht mehr übertragen. Aus Angst vor schlechten Primetime-Quoten wurde die Ausstrahlung zuletzt meist ins Spätprogramm verschoben.

    Anders als in den vergangenen Jahren werden die Nominierungen nicht komplett veröffentlicht, sondern häppchenweise. Heute wurden die Nominierten in den fiktionalen Preiskategorien bekannt gegeben, die von einer zehnköpfigen Fachjury unter der Leitung von TV-Spielfilm-Chefredakteur Lutz Carstens bestimmt wurden. Im Rennen um den besten Fernsehfilm sind unter anderem der vielbeachtete ARD-Eventfilm „Terror – Ihr Urteil“ und die RTL-Verfilmung „Duell der Brüder – Die Geschichte von Adidas und Puma“. Nominiert als beste Mehrteiler sind „Der Fall Barschel“, „Familie!“, „Ku’damm 56“, „Mitten in Deutschland: NSU“ und die noch gar nicht ausgetrahlte RTL-Neuverfilmung von „Winnetou“.

    In der Kategorie „Beste Serie“ sind „Morgen hör ich auf“ mit Bastian Pastewka, die neue ZDFneo-Dramaserie „Tempel“ und der Vorjahrssieger „Club der roten Bänder“ nominiert. Über die Gewinner entscheidet das Gremium wie bisher am Tag der Preisverleihung. Die Bekanntgabe der Nominierungen in den Kategorien „Unterhaltung“ und „Information“ folgt im Januar 2017.

    Die Nominierungen im Überblick:

    Bester Fernsehfilm:

    – „Auf kurze Distanz“ (ARD/WDR/UFA Fiction)

    – „Das weiße Kaninchen“ (SWR/ffpnewmedia)

    – „Duell der Brüder – Die Geschichte von Adidas und Puma“ (RTL/Zeitsprung/G5 Fiction)

    – „Familienfest“ (ZDF/Moovie)

    – „Terror – Ihr Urteil“ (ARD/Degeto/Moovie)

    Bester Mehrteiler:

    „Der Fall Barschel“ (ARD/Degeto)

    „Familie!“ (ZDF/Moovie)

    „Ku’damm 56“ (ZDF/UFA Fiction)

    „Mitten in Deutschland: NSU“ (ARD/SWR/BR/WDR/MDR/Degeto/Gabriela Sperl Produktion für Wiedemann & Berg)

    „Winnetou – Der Mythos lebt“ (RTL/Ratpack)

    Beste Serie:

    „Club der roten Bänder“ (VOX/Bantry Bay)

    „Morgen hör ich auf“ (ZDF/Network Movie)

    „Tempel“ (ZDFneo/Polyphon)

    Beste Schauspielerin:

    Anna Maria Mühe für „Mitten in Deutschland: NSU“ (ARD/SWR/Degeto/MDR/Gabriela Sperl fur Wiedemann & Berg/Beta Film) und „Familie!“ (ZDF/Moovie)

    Jutta Hoffmann für „Ein Teil von uns“ (ARD/BR/Constantin Television)

    Katharina Marie Schubert für „Wellness für Paare“ (ARD/WDR/Riva) und „Wer aufgibt ist tot“ (ARD/Degeto Film/SWR)

    Petra Schmidt-Schaller für „Ein gefährlilches Angebot“ (ZDF/ZDFneo/Moovie), „Das Dorf des Schweigens“ (ZDF/Network Movie) und „Ein Mann unter Verdacht“ (ZDF/die film)

    Sonja Gerhardt für „Ku’damm 56“ (ZDF/UFA Fiction) und „Jack the Ripper“ (Sat.1/Pantaleon Entertainment/Fireworks Entertainment)

    Bester Schauspieler:

    Edin Hasanovic für „Auf kurze Distanz“ (ARD/WDR/Degeto Film/UFA Fiction) und „Familie Braun“ (ZDF/Polyphon/Quantum Film/Das kleine Fernsehspiel)

    Ken Duken für „Tempel“ (ZDFneo/Polyphon) und „Duell der Brüder“ (RTL/Zeitsprung/G5 Fiction)

    Lars Eidinger für „Familienfest“ (ZDF/UFA Fiction) und „Terror – Ihr Urteil“ (ARD/rbb/Degeto/Moovie/Beta Film)

    Martin Brambach für „Der Fall Barschel“ (ARD/Degeto/Zeitsprung) und „Wellness für Paare“ (ARD/WDR/Riva)

    Wotan Wilke Möhring für „Winnetou“ (RTL/Ratpack)

    Beste Regie:

    Sherry Hormann für „Tödliche Geheimnisse“ (ARD/ORF/Degeto/Gabriela Sperl)

    Philipp Kadelbach für „Auf kurze Distanz“ (ARD/WDR/Degeto/UFA Fiction)

    Lars Kraume für „Terror – Ihr Urteil“ (ARD/rbb/Deget/Moovie/Beta Film) und „Familienfest“ (ZDF/UFA Fiction)

    Bestes Buch:

    Annette Hess für „Ku’damm 56“ (ZDF/UFA Fiction)

    Arne Nolting und Jan Martin Scharf für „Club der roten Bänder“ (VOX/Bantry Bay)

    Holger Karsten Schmidt für „Auf kurze Distanz“ (ARD/WDR/Degeto/UFA Fiction), „Das weiße Kaninchen“ (ARD/SWR/ffp newmedia) und „Jack the Ripper“ (SAT.1/Pantaleon Entertainment/Fireworks Entertainment)

    Beste Kamera:

    Frank Lamm für „Mitten in Deutschland: NSU – Heute ist nicht alle Tage: Die Täter“ (ARD/SWR/Degeto Film/MDR/Gabriela Sperl für Wiedemann & Berg/Beta Film)

    Sten Mende für „Winnetou“ (RTL/Rat Pack/Mythos Film/Rialto)

    Christian Stangassinger für „Tempel“ (ZDFneo/Polyphon)

    Bester Schnitt:

    Benjamin Hembus für „Brief an mein Leben“ (ZDF/Bavaria Film)

    Andreas Radtke für „Der Fall Barschel“ (ARD/Degeto/Zeitsprung)

    Claudia Wolscht für „Die Zielfahnder – Flucht in die Karpaten“ (ARD/WDR/Degeto/Wiedemann & Berg)

    Beste Musik:

    Manu Kurz und Alexander Maschke für „Morgen hör ich auf“ (ZDF/ Network Movie)

    Heiko Maile für „Winnetou“ (RTL/Rat Pack/Mythos Film/Rialto Film)

    Sven Rossenbach und Florian van Volxem für „Das weiße Kaninchen“ (ARD/SWR/ffp newmedia)

    Beste Ausstattung:

    – Julian Augustin und Pierre Pfundt (Szenenbild) für „Duell der Brüder – Die Geschichte von Adidas und Puma“ (RTL/Zeitsprung/G5 Fiction)

    Matthias Müsse für „Winnetou“ (RTL/Rat Pack/Mythos Film/Rialto Film)

    – Maria Schicker (Kostüm) und Lars Lange (Szenenbild) für „Ku’damm 56“ (ZDF/UFA Fiction)

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