Digitalabrufe machen „Das Boot“ zur stärksten Eigenproduktion von Sky

    Pay-TV-Anbieter mit Auftaktzahlen zufrieden

    Digitalabrufe machen "Das Boot" zur stärksten Eigenproduktion von Sky – Pay-TV-Anbieter mit Auftaktzahlen zufrieden – Bild: Sky/Bavaria/Sonar
    Auf der Suche nach einem Serienerfolg ist Sky wohl fündig geworden

    Nachdem die Quoten der linearen Ausstrahlung der neuen Prestigeserie von Sky, „Das Boot“, für erste Unkenrufe sorgten, gibt es jetzt wohl Entwarnung: Der Sender sieht die Serie dank der Digitalabrufe voll auf Kurs.

    Am Freitag ist „Das Boot“ gestartet. Einerseits mit der Ausstrahlung einer Doppelfolge beim Sender Sky 1, andererseits mit der Veröffentlichung der kompletten achtteiligen Staffel über die digitalen Verbreitungswege Sky Go, Sky on Demand und Sky Ticket. Insgesamt hat „Das Boot“ dabei den letzten Prestigestart, „Babylon Berlin“, übertrumpft.

    Die Sky Original Production erreichte binnen des ersten Wochenendes netto insgesamt 540.000 Zuschauer im TV und weitere 757.000 „on Demand“. Für ein Sky-Original ist das nach Unternehmensangaben der reichweitenstärkste Start.

    Am Samstag hatte Meedia berichtet, dass die Premiere der Auftaktfolge von 330.000 Zuschauern gesehen worden war, zu Folge zwei aber 90.000 Zuschauer erstmal nicht dran blieben, die nur 240.000 erreicht habe – eine „hohe Abschaltquote“ wurde konstatiert. „Babylon Berlin“ war vor Jahresfrist übrigens vor 170.000 Zuschauern gestartet.

    Zusätzlich zu diesen TV-Zuschauern erreichten die ersten beiden Folgen am Wochenende noch 372.800 on-Demand-Abrufe. Die noch nicht im TV ausgestrahlten Episoden drei bis acht erzielten von Freitag bis Sonntag schon mal 384.700 Abrufe.

    Die Bewertung dieser Zahlen gestaltet sich naturgemäß schwierig, da man sicherlich weitergehende Angaben benötigt, um belastbare Rückschlüsse auf das Zuschauerverhalten zu erlangen.

    Einerseits haben viele Zuschauer wegen des Serientitels „Das Boot“ vielleicht wirklich ein reines Remake erwartet und waren dann negativ überrascht, dass es gar nicht um das „Boot“ aus dem Film geht – grundsätzlich orientiert sich die Serie ja auch eher an der Fortsetzung zu dem Buch, das die Filmvorlage wurde.

    Andererseits ist es den Machern zweifellos gelungen, eine international konkurrenzfähige Serie herzustellen, die sich auch gut verkaufen ließ: Schon vor der Premiere konnte die Serie von Sky, Sonar Entertainment und Bavaria in mehr als 100 Länder lizenziert werden.

    28.11.2018, 15:26 Uhr – Bernd Krannich/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Mantis (geb. 1966) am 28.11.2018 18:28

      Entäuchend! Nach zwei Folgen höre ich auf weiter zu schauen. Das heute üblich Oberflächige zeigt sich hier ganz intensiv. Für das Ami Publikum reicht es vielleicht noch...
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