„Dexter: New Blood“: Staffel bringt Quotenrekorde, wirft Frage nach Staffel 2 auf

    Rückkehr von Dexter Morgan erfolgreich für Showtime

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 12.01.2022, 12:45 Uhr

    Dexter (Michael C. Hall) hat es vom warmen Miami in den Schnee verschlagen: „Dexter: New Blood“ – Bild: Showtime
    Dexter (Michael C. Hall) hat es vom warmen Miami in den Schnee verschlagen: „Dexter: New Blood“

    In den USA wurde am Sonntag das Finale des als Miniserie angekündigten „Dexter: New Blood“ veröffentlicht. Dieses lieferte für den Pay-TV-Sender Showtime großartige Quoten ab, unterstrich den sich schon zuvor abzeichnenden Erfolg der Miniserie als „erfolgreichste Serie in der Geschichte von Showtime“ – und wirft damit Fragen nach einer Fortsetzung auf.

    Die gesamte Serie „Dexter: New Blood“ mit ihren zehn Folgen erreichte nach aktuellen Zahlen bei Showtime durchschnittlich pro Folge acht Millionen Zuschauer über die diversen Plattformen. Am Sonntag wurde das Finale direkt von drei Millionen Zuschauern gesehen, was das beste Ergebnis seit dem Finale von „Homeland“ vor acht Jahren war. Davon kamen zwei Millionen Zuschauer durch Streaming und On-Demand-Plattformen, was ebenfalls ein Rekord für Showtime ist.

    Schon bei Interviews zum Serienfinale hatte der für die Miniserie zurückgekehrte „Dexter“-Schöpfer Clyde Phillips aufgrund des anfänglichen Quotenerfolgs Bereitschaft signalisiert, offene Enden von „Dexter: New Blood“ in einer Fortsetzung aufzuarbeiten, falls Showtime das beauftrage.

    „Dexter: New Blood“ spielt zehn Jahre, nachdem Dexter Morgan (Michael C. Hall) seinen Tod in einem Hurrikan vorgetäuscht hatte. Mittlerweile hat er sich in der (fiktiven) Kleinstadt Iron Lake im Bundesstaat New York niedergelassen und tut sein Redlichstes, seinen Dark Passenger nicht an die Oberfläche kommen zu lassen, begeht keine Morde. Doch dann holt ihn die Vergangenheit ein und ein Serienkiller in Iron Lake drängt sich als neuer Gegenspieler auf.

    SPOILER zum Finale von „Dexter: New Blood“

    Eine mögliche zweite Staffel von „Dexter: New Blood“ muss natürlich mit den Geschehnissen der ersten Staffel umgehen. Wir haben ein ausführliches Recap zum Finale von „Dexter: New Blood“ veröffentlicht, die wichtigsten Entwicklungen (SPOILER) sind noch einmal unterhalb des Posters zusammengefasst.

    Poster zu „Dexter: New Blood“ Showtime

    In „Dexter: New Blood“ hat Dexters Sohn Harrison (Jack Alcott) seinen Vater ausfindig gemacht. Nach seinen traumatischen Erlebnissen im Umfeld der Ermordung seiner Mutter Rita (Julie Benz) weist auch Harrison eine schwere Persönlichkeitsstörung auf. Dexter beschließt schließlich, sich und sein Leben als Vigilant dem Sohn zu enthüllen, um diesen unter seine Fittiche zu nehmen – und Harrison einen Lebenssinn und einen Verhaltenskodex zu vermitteln, wie es einst sein Vater Harry (James Remar) mit ihm getan hat.

    Allerdings entlarvt Harrison die Lebensphilosophie des Vaters kurz darauf als hohle Selbstrechtfertigung: Letztendlich ist Dexter auch „nur“ ein Serienkiller, der sich für sein Tun eine fadenscheinige Rechtfertigung gibt. Harrison will, dass sich der Vater der Polizei stellt, jener kann sich nicht vorstellen, ins Gefängnis zu gehen. Da Harrison den Vater mit vorgehaltenem Gewehr von der Flucht abhalten will, fordert Dexter Harrison auf, ihn zu erschießen, da es das Beste für beide sei – Dexter muss nicht ins Gefängnis, wo ihn letztendlich die Todesstrafe erwarten würde, gleichzeitig sieht und bedauert Dexter seinen zerstörerischen Einfluss auf den Sohn, der damit auch beendet wird und schließlich nimmt Dexter das Geheimnis um Harrisons Störungen mit ins Grab. So erschießt Harrison seinen Vater.

    Am Ende verlässt Harrison alleine Iron Lake wieder, während eine Polizistin die Tötung von Dexter auf ihre Kappe nimmt und Harrison aus dem Vorgang gehalten wird.

    Eine Fortsetzung von „New Blod“ müsste sich also alleine um Harrison drehen, was Clyde Phillips auch deutlich machte: Einerseits ist Dexter tot, andererseits gibt es in Harrisons Lebensgeschichte sowohl in seiner Zukunft als auch der Geschichte aus der Zeit zwischen „Dexter“ und „New Blood“ noch diverse Dinge, die es zu beleuchten gebe.

    Während die Geschichte von Dexter Morgan also endgültig auserzählt ist, muss das nicht heißen, dass Michael C. Hall damit aus dem Franchise raus sein muss: Schließlich gehört es zu den dort etablierten Erzählmechanismen, dass der Protagonist in Gedanken Zwiesprache mit einem Verstorbenen hält.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • (geb. 1971) am

      Ich glaube , Dexter taucht als Geist wieder auf..
      • (geb. 1976) am

        Bitte keine Fortsetzung alleine um Harrison drehen. New Blood war SUPER. Die Geschichte von Dexter Morgan ist endgültig auserzählt.

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