„Damnation“ eingestellt, „American Rust“ wieder abbestellt

    USA Network trennt sich von zwei Serienprojekten

    Ralf Döbele
    Ralf Döbele – 26.01.2018, 11:45 Uhr

    Krawallmacher Creeley Turner (Logan Marshall-Green) und Priester Seth Davenport (Killian Scott) in „Damnation“ – Bild: USA Network
    Krawallmacher Creeley Turner (Logan Marshall-Green) und Priester Seth Davenport (Killian Scott) in „Damnation“

    Das USA Network schickt eine seiner Serien in die Verdammung. Eine Woche nach der Ausstrahlung des Staffelfinales steht fest, dass „Damnation“ nicht verlängert wird. Das 30er Jahre-Drama mit Logan Marshall-Green und Killian Scott endet damit nach nur zehn Episoden – in Deutschland wird Netflix die Serie am 1. Februar veröffentlichen (fernsehserien.de berichtete). Gleichzeitig trennt sich der Sender von dem Serienprojekt „American Rust“, obwohl erst im November eine komplette Staffel direct-to-series bestellt worden war. Diese wird nun doch nicht produziert.

    „Damnation“ war Anfang November mit unter einer Million Zuschauern bei USA gestartet und hatte danach mit noch weiter fallenden Quoten zu kämpfen. Die Serie drehte sich um Seth Davenport (Killian Scott), der sich in einer Kleinstadt in Iowa als Priester ausgibt, um einen Umsturz der bestehenden Verhältnisse anzuzetteln. Kontrastfigur zu diesem kommunistischen Geistlichen ist der Cowboy und Handlanger Creeley Turner (Logan Marshall-Green), der die Interessen des Kapitals vertritt. Entwickelt wurde die Serie von Tony Tost („Longmire“). In Deutschland ist sie ab dem 1. Februar auf Netflix abrufbar.

    „American Rust“ ist laut Deadline daran gescheitert, dass es den Produzenten nicht gelungen sei, einen großen Star für die Hauptrolle zu gewinnen. Davon sei die Serienbestellung durch USA abhängig gewesen. Bei dem Format handelte es sich um die Adaption des mit Kritikerlob überhäuften Romans von Philipp Meyer, der den Aufstieg und Fall einer vom Verbrechen gezeichneten Gemeinde nachzeichnet. Der Abstieg der amerikanischen Mittelschicht, das Aussterben gutbezahlter Arbeitsplätze und eine sich immer stärker ausprägende Depression der Bewohner werden thematisiert.

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