Courteney Cox’ („Friends“) Horror-Comedy „Shining Vale“ geht in Serie

    Dysfunktionale Familie zieht unwissend in Horror-Haus

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 16.04.2021, 17:53 Uhr

    Courteney Cox als Jules Cobb in „Cougar Town“ – Bild: ABC Studios
    Courteney Cox als Jules Cobb in „Cougar Town“

    Starz und Starzplay haben der Horrorcomedy „Shining Vale“ nach Produktion eines Serienpiloten grünes Licht gegeben. Acht Episoden wurden bestellt, die in den USA beim Pay-TV-Sender laufen werden und hierzulande dann beim Streaminganbieter Starzplay verfügbar werden.

    „Shining Vale“ ist eine halbstündige Serie über eine dysfunktionale Familie, die von der Stadt in ein kleines Dorf in ein Haus zieht, in dem schreckliche Gräueltaten stattgefunden haben. Aber niemand scheint es zu bemerken, außer Patricia „Pat“ Phelps (Courteney Cox; „Friends“, „Cougar Town“), die überzeugt ist, dass sie entweder depressiv oder besessen ist – es stellt sich heraus, dass die Symptome genau die gleichen sind.

    Pat hatte eine wilde Jugend mit Drogen, Sex und Alkoholsucht – und verarbeitete das zu einem seichten aber enorm erfolgreichen Buch. In den letzten 17 Jahren stagnierte ihr Leben: Zwei Kinder kosten ihr den Nerv, sie ist trocken geworden, ihre Ehe ist sexlos und sie hat es nie geschafft, ein zweites Buch zu schreiben. Mit einem impulsiven Seitensprung mit einem Handwerker hatte sie das Familienleben aufs Spiel gesetzt – der jetzige Umzug soll die Ehe retten und alles besser machen.

    Ehemann Terry (Greg Kinnear) ist ein sehr optimistischer Typ Mensch, doch der Seitensprung hat ihn an den Rand seiner Leidensfähigkeit gebracht.

    Gaynor (Gus Birney), die 16-jährige Tochter des Paares, macht gerade eine Phase durch, in der sie schlauer als alle anderen und gleichzeitig wütend auf die Welt ist – allen voran auf ihre Mutter. Der Teen beschuldigt die Mutter – zu Recht – , die Familie von Brooklyn in den langweiligen Vorort in Connecticut entwurzelt zu haben. Gaynor diskutiert mit ihrer Mutter über Sex, Trinken, die Schule, Drogen, das Wetter – eigentlich über alles – vor allem, weil Gaynor genau so ist wie ihre Mutter, als Pat in ihrem Alter war. Die Dinge werden noch komplizierter, als Pat besessen wird.

    Jake (Dylan Gage) ist der pubertierende Sohn der Phelps, der in seiner Freizeit am liebsten auf einen Bildschirm starrt. Er hat schweres ADHS und Zwangsstörungen – und vergisst schnell wieder, wovon er gerade noch besessen war. Jake ist zugleich schrullig und sanftmütig. Er hat das Temperament seines Vaters geerbt, das, wie alles andere an Jake, in den seltsamsten Momenten ausbricht. Jake ist eine sensible Seele und zieht andere sensible Seelen an – von denen einige vor Jahren im neuen Haus der Familie gestorben sind…

    Eine davon ist womöglich Rosemary (Mira Sorvino). Entweder ist sie ein Dämon, der von Pat Besitz ergreifen will; eine verdrängte, abgespaltene Persönlichkeit; Pats Muse oder ihr ES – auf jeden Fall macht Rosemary Pat das Leben schwer.

    Merrin Dungey („Alias – Die Agentin“, „Big Little Lies“) porträtiert schließlich Pats älteste Freundin Kam, gleichzeitig eine Buchverlegerin.

    „Shining Vale“ basiert auf einer Idee von Produzent Aaron Kaplan, der die Umsetzung den beiden Autoren und Showrunnern Sharon Horgan („Divorce“, „Catastrophe“) und Jeff Astrof („Trial & Error“) überlassen hat. Regisseurin Dearbhla Walsh („The Handmaid’s Tale“) inszenierte den Serienpiloten. Hinter der Serie stehen Warner Bros. Television und Lionsgate Television in Zusammenarbeit mit Other Shoe Productions, Merman und Kapital Entertainment.

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