„Bayerischer Fernsehpreis“ an Berger, Frier, Knaup und Martens

    Jury vergibt „Blaue Panther“ an die besten TV-Darsteller des Jahres

    Michael Brandes – 23.05.2010

    "Bayerischer Fernsehpreis" an Berger, Frier, Knaup und Martens – Jury vergibt "Blaue Panther" an die besten TV-Darsteller des Jahres – Bild: BR/Foto Sessner

    Senta Berger bekommt den ‚Blauen Panther‘ als beste Schauspielerin in der Kategorie „Fernsehfilm“ für ihre Rolle in „Frau Böhm sagt nein“ (WDR/​ARD): „Ein wichtiges Stück zur richtigen Zeit mit einer großartigen Senta Berger“, heißt es in der Brgründung der Jury. „Sie interpretiert Rita Böhm mit großem Einfühlungsvermögen, Integrität und Mut. Durch ihr außerordentliches schauspielerisches Können wird die Protagonistin im Laufe des Films zu einer authentischen und kraftvollen Figur, die ganz ohne Pathos, vor allem auch durch ihre glaubhafte Körpersprache, überzeugt.“ Bei den Männern geht der Preis an Herbert Knaup für „Erntedank“ (BR): „Herbert Knaup in der Rolle des kauzigen Kommissar Kluftinger ist Mundart-Schauspielkunst in Vollendung. Seine Höchstleistung und die Entscheidung des Bayerischen Rundfunks für diesen schrägen Heimatkrimi haben ein ganz außergewöhnliche Stück Fernsehen hervorgebracht.“ Nominiert waren außerdem Iris Berben („Henning Mankell: Kennedys Hirn“), Heike Makatsch („Dr. Hope – Eine Frau gibt nicht auf“), Götz George („Zivilcourage“) und Matthias Schweighöfer („Marcel Reich-Ranicki: Mein Leben“).

    Annette Frier als „Danni Lowinski“ wurde als beste Schauspielerin in der Kategorie „Serien und Reihen“ ausgezeichnet. „Annette Frier gewinnt den Zuschauer auf Anhieb, man mag sie sofort und ist eingenommen von ihrer sympathischen Art, die Rolle auszufüllen. Annette Frier meistert diese tragende Rolle mit Leichtigkeit und großem Können“, so die Jury. Bester männlicher Darsteller in dieser Kategorie wurde Florian Martens dank seiner Rolle in der Krimireihe „Ein starkes Team“: „16 Jahre eine Rolle mit derselben faszinierenden Intensität, geradezu selbstverständlichen Glaubwürdigkeit und gleichbleibender schauspielerischer Brillanz zu verkörpern, ist eine Seltenheit in einem Medium, das nicht immer verlässlich auf Qualität und Kontinuität setzt“, lobt die Jury. „Mit seinem nuancenreichen Spiel meistert er perfekt die Balance eines Berliner Originals zwischen raubeinigem Charme und menschlicher Herzlichkeit. Er bewegt sich authentisch in den verschiedenen Milieus und gibt seinen Kontrahenten ein starkes Gegenüber, das sich nichts vormachen lässt. Mit großer Sensibilität hat Florian Martens es geschafft, seine Figur als wahren ‚Fels in der Brandung‘ im Kampf gegen das Verbrechen zu etablieren.“ Außerdem nominiert waren Maren Eggert (Tatort: Borowski und die Sterne“), Eva Mattes („Tatort: Der Polizistinnenmörder“), Richy Müller („Tatort“) und Henning Baum („Der letzte Bulle“).

    Der Bayerische Fernsehpreis wird seit 1989 vom Freistaat Bayern für „herausragende Leistungen im deutschen Fernsehen“ verliehen. Als Preisträger in diesem Jahr standen bereits Klaus Doldinger (Ehrenpreis) und Nina Gummich (Nachwuchsförderpreis) fest (fernsehserien.de berichtete).

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