ARD gibt „Heiter bis tödlich“-Label auf

    Schmunzelkrimis künftig ohne Dachmarke

    Glenn Riedmeier
    Glenn Riedmeier – 14.12.2015, 11:58 Uhr

    ARD gibt "Heiter bis tödlich"-Label auf – Schmunzelkrimis künftig ohne Dachmarke – Bild: ARD/Design

    Ab 2011 schickte die ARD unter der Dachmarke „Heiter bis tödlich“ mehr als ein Dutzend verschiedener Krimiserien an den Start, vor allem mit dem Ziel, das schon seit Jahren vorherrschende Quotenproblem am Vorabend in den Griff zu bekommen. Nach dem Vorbild des „Großstadtrevier“ sollten es weitere regional eingefärbte Krimiserien mit humorvollen Aspekten dem Dauerbrenner gleichtun – geboren waren die sogenannten „Schmunzelkrimis“, die anfangs dienstags bis freitags um 18.50 Uhr im Ersten gezeigt wurden.

    Doch mit den zahllosen gleichförmigen Fließbandkrimis hat die ARD ihr Quotenproblem nicht in den Griff bekommen. Abgesehen von „Hubert und Staller“ fielen die meisten anderen Vertreter beim Publikum durch. 2014 wurde die Dosis aus diesem Grund bereits auf zwei Serien pro Woche reduziert (dienstags und mittwochs). Am Donnerstag ist seit Anfang 2015 „In aller Freundschaft – Die jungen Ärzte“ zu sehen, den Freitag bespielt das Erste seit dem Ende von „Verbotene Liebe“ mit Doppelfolgen seiner Vorabendquizshows – mit deutlich mehr Erfolg.

    Nach Informationen von DWDL wird sich die ARD ab 2016 vollständig von dem Label „Heiter bis tödlich“ trennen und der entsprechende Vorspann wird dann nicht mehr zu sehen sein. Dies bedeutet allerdings nicht, dass es keine Vorabendkrimis mehr geben wird. Neben „Hubert und Staller“ geht es im Februar mit der dritten Staffel von „Akte Ex“ weiter (fernsehserien.de berichtete). Darüber hinaus werden die „Rentnercops“ mit einer zweiten Staffel zurückkehren. Mit „Matterns Revier“, „Huck“ und „Unter Gaunern“ sind in diesem Jahr drei weitere neue Vorabendkrimis gestartet – ohne „Heiter bis tödlich“-Label, aber mit den üblichen Zutaten und ebenso schlechten Quoten. Eine Fortsetzung erscheint unter diesen Vorzeichen unwahrscheinlich.

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

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      Hauptsache, "Hubert & Staller" gehen weiter. Das ist wirklich die TOP-Serie aller "Spaßkrimis". Allein die Folge "Die Japaner kommen". Grandioser "Wahnsinn". So ein Highlight der Serie, und das in der 5. (!) Staffel. Da sind wirklich keinerlei Ermüdungserscheinungen feststellbar, weder bei den Autoren der Serie noch bei den Darstellern, und wohl auch nicht beim Publikum. Ich jedenfalls kann von dieser Serie gar nicht genug bekommen. Die Dialoge der Textschreiber und das Mienenspiel der Schauspieler sind einfach wunderbar. Das Zusammenspiel beider Teile, was ja unumgänglich ist, funktioniert. Der beste Text kann von einem miesen Schauspieler verhunzt werden, und umgekehrt kann ein schlechter Text von einem sehr guten Schauspieler noch irgendwie gerettet werden. Aber wenn beide sehr gut sind, dann kommt eben so ein Glücksfall wie diese Serie heraus. Danke.
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        Eigentlich egal, Hauptsache die Serien gehen weiter.
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