„Animaniacs“: Neuauflage des Kult-Cartoons in Arbeit

    Yakko, Wakko und Dot stehen vor Comeback

    "Animaniacs": Neuauflage des Kult-Cartoons in Arbeit – Yakko, Wakko und Dot stehen vor Comeback – Bild: Turner/Warner Bros. Animation
    „Animaniacs“: Dot, Yakko und Wakko

    Im aktuellen Reboot-Trend war es nur eine Frage der Zeit, bis auch beliebte Zeichentrickserien von früher neu aufgelegt werden. Den Anfang machten die „DuckTales“ von Disney (fernsehserien.de berichtete). Und demnächst könnte ein weiterer äußerst populärer Cartoon aus den 1990er Jahren zurückkehren: Wie die Seite IndieWire berichtet, befinden sich Steven Spielberg, Amblin TV und Warner Bros. in ersten Gesprächen über ein Comeback der „Animaniacs“.

    Stein des Anstoßes soll die Tatsache gewesen sein, dass sich die alten Folgen zu einem Überraschungshit entwickelt haben, seit sie der US-Streamingdienst Netflix im letzten Jahr in sein Angebot aufgenommen hat. Steven Spielberg, der die Originalserie als Nachfolger zu den „Tiny Toon Abenteuern“ kreierte, soll auch bei der potenziellen Neuauflage an Bord sein. Da man sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet, sind viele Fragen noch offen – etwa, auf welchem Sender das Reboot laufen könnte.

    Von den „Animaniacs“ wurden zwischen 1993 und 1999 insgesamt 99 Folgen sowie der abschließende Film „Wakkos Wunsch“ produziert. In den Vereinigten Staaten lief die Serie zunächst bei Fox Kids und wechselte 1995 zu Kids’ WB. Ähnlich wie der Vorgänger „Tiny Toon Abenteuer“ bestand das Format aus zahlreichen Charakteren, die in mehreren Kurzgeschichten pro Folge auftraten – darunter Slappy Squirrel, die Goodfeathers-Tauben, Chicken Boo, Katie Ka-Boom und natürlich das Mäuseduo „Pinky & der Brain“, das aufgrund der großen Beliebtheit eine eigene Spin-Off-Serie erhielt.

    Im Mittelpunkt der „Animaniacs“ standen allerdings die fiktiven Warner Brothers Yakko und Wakko und die Warner-Schwester Dot. Im Serienuniversum stellen sie drei anarchische Cartooncharaktere dar, die wegen ihrer Unzurechnungsfähigkeit in den 1930 Jahren in einen Wasserturm eingesperrt wurden – in den 1990ern allerdings entkommen konnten. Seitdem treiben sie wieder ihr Unwesen und bringen unter anderem den Psychiater Dr. Freudlos an den Rand der Verzweiflung. Charakteristisch für die „Animaniacs“ waren die zahlreichen Anspielungen auf Popkultur, die Hollywood-Szene und amerikanische Geschichte, so dass die Serie nicht nur bei Kindern beliebt war, sondern sich auch eine erwachsene Fanbase aufbauen konnte. Zudem schmuggelten die Macher immer wieder „Adult Humor“ in die Serie – und waren überrascht, wie oft sie damit durchkamen, ohne vom Jugendschutz zensiert zu werden.

    Ein weiteres Markenzeichen der Sendung waren die zahlreichen humorvollen Songs, in denen die Animaniacs beispielsweise sämtliche Länder der Welt aufzählten. Für die deutsche Synchronisation wurden diese Lieder in aufwendiger Kleinarbeit passend übersetzt.

    Die Serie erhielt einen Peabody Award und wurde mit insgesamt acht Daytime-Emmys ausgezeichnet. In Deutschland liefen die „Animaniacs“ ab 1994 zuerst auf ProSieben. Aktuell wird die Serie beim Pay-TV-Sender Boomerang wiederholt.

    31.05.2017, 11:26 Uhr – Glenn Riedmeier/fernsehserien.de

    Kommentare zu dieser Newsmeldung

    • Mike (1) am 31.05.2017 12:45 via tvforen.de

      Hätte die Tiny Toons besser gefunden, hoffe aber auf keine CGI Neuauflage.

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