Kriminalkommissar Lauri Räihä (Johannes Holopainen) wird mit seiner Kollegin Sanna Tervo (Maria Sid) überraschend in seine nordfinnische Heimat Varjakka beordert.
Bild: Hannele Majaniemi
Für strenge moralische Maßstäbe sind sie bekannt, die sogenannten Laestadianer, die einer konservativen, lutherischen Erweckungsbewegung mit Schwerpunkten in Nordamerika und Skandinavien angehören. Über die Hälfte der Gläubigen sind Finnen. Viele von ihnen lehnen Verhütungsmittel ab und sehen den Menschen als zu bekehrendes sündiges Wesen an. Doch bietet diese so fromm wirkende Anschauung auch einen Nährboden für religiös motivierte Morde? In „All the Sins“ geht ein finnisches Ermittlerduo dieser Frage nach. Die erste Staffel der Nordic-Noir-Thrillerserie, die bereits 2019 als Stream auf RTL+ verfügbar war, feiert hierzulande nun endlich ihre lineare TV-Premiere. Ab dem 19. Februar zeigt arte die sechs Teile jeweils donnerstags im Dreierpack ab ca. 21:45 Uhr. Bei arte.tv können die Folgen schon jeweils eine Woche im Voraus gestreamt werden.
Ausgangspunkt der Handlung ist der Mord an zwei Mitgliedern einer laestadianischen Religionsgemeinschaft in der finnischen Kleinstadt Varjakka. Lauri Räihä, ein junger Kriminalkommissar, der selbst in Varjakka aufgewachsen ist, soll den Fall, der sich zu einer Mordserie entwickelt, aufklären. Vor zehn Jahren flüchtete er aus der strenggläubigen Gemeinde, weil diese seine Homosexualität nicht tolerierte. Zur Seite steht ihm seine lebenslustige und erfahrene Kollegin Sanna Tervo. Gemeinsam versuchen die beiden, die dunklen Geheimnisse hinter der makellos und redlich wirkenden Fassade aufzudecken.
Die Kommissare Lauri Räihä (Johannes Holopainen) und Sanna Tervo (Maria Sid) setzen ihre Ermittlungen zur rätselhaften Mordserie fort. RTS/NBC Universal
Die erste Staffel von „All the Sins“ erhielt 2019 den Nordisk Film & TV Fond Preis für das „herausragende Drehbuch einer nordischen Dramaserie“ und wurde zudem auf dem Zurich Film Festival (ZFF) für das Goldene Auge als beste internationale Serie nominiert.