„Alias Grace“: Ausführlicher Trailer zur Margaret-Atwood-Verfilmung bei Netflix

    War verurteilte Doppelmörderin wirklich die Täterin?

    Bernd Krannich
    Bernd Krannich – 10.09.2017, 10:00 Uhr

    Sarah Gadon in der Huaptrolle von „Alias Grace“ – Bild: CBC
    Sarah Gadon in der Huaptrolle von „Alias Grace“

    Am 3. November wird bei Netflix die sechsteilige Miniserie „Alias Grace“ veröffentlicht. Im Zentrum steht eine wegen Beihilfe zum Mord verurteilte Frau im Jahr 1843, die sich aber angeblich (?) nicht an die Tat erinnern kann. Einem Psychiater kommen Zweifel an ihrer Schuld. Die Serie basiert auf einem Roman von Bestseller-Autorin Margaret Atwood („The Handmaid’s Tale“), der wiederum auf einem realen Vorbild beruht. Die Serie wurde von Netflix in Ko-Produktion mit dem öffentlich-rechtlichen kanadischen Sender CBC („Heartland“, „Anne with an E“) hergestellt.

    Im Zentrum steht die für die Beihilfe zu einem brutalen Mord verurteilte Grace Marks (Sarah Gadon). Die wanderte in den frühen 1840er Jahren aus dem ärmlichen Irland ins heutige Kanada aus, als Teenager arbeitete sie als Magd in einem Haushalt, wo es zu einem Doppelmord kam – die Hausherrin und ein Diener wurden erschlagen. Dass die Tat von dem Stallburschen begangen wurde, war unbestritten – er wurde zügig abgeurteilt und hingerichtet. Aber Graces Beteiligung sorgte für eine öffentliche Diskussion: War sie volle Mittäterin oder hatte sie in Angst um ihr Leben nur „Handreichungen“ getan? Grace wurde schließlich verurteilt und nach fast zwei Dekaden rehabilitiert. Dass sich nach ihrer Freilassung ihre Spur verloren hat, hat zur Legendenbildung beigetragen.

    In der Dramatisierung ist Grace mittlerweile seit 15 Jahren inhaftiert, „arbeitet“ allerdings „auf Freigang“ in einem angesehenen Haushalt. Doch sie weiß, dass sie hauptsächlich als Schaustück für die reichen Leute dort ist, als Kurriosität. Und sie weiß, dass die Leute sich über sie die unterschiedlichsten, aber jeweils unumstößlichen Meinungen gebildet haben, die rein auf Hörensagen und eigener Interpretation beruhen und nichts mit ihr zu tun haben.

    Grace macht die Bekanntschaft eines Arztes, der die Berichte über den grausamen Doppelmord nicht mit der sanftmütigen Grace in Einklang bringen kann und der ihr glaubt, dass sie sich an den Tag der Bluttat nicht erinnern kann, dass sie wirklich an Amnesie leidet.

    Trailer zu „Alias Grace“ (leider nur auf Englisch veröffentlicht)

    Weitere Hauptrollen haben Edward Holcroft, Zachary Levi („Chuck“), Anna Paquin („True Blood“), Paul Gross („Ein Mountie in Chicago“), Kerr Logan, Michael Therriault und Rebecca Liddiard.

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