301 Folgen erfasst (unvollständige Liste), Seite 12

  • „Guten Morgen, Mama!“ ruft die zweijährige Soleil jeden Morgen. Doch ihre Mutter kann nicht mehr antworten. Wenige Wochen nach der Geburt ihrer Tochter ist Shalon Irving gestorben. Die Ärzte hatten die Beschwerden der jungen schwarzen Mutter nach der Entbindung nicht ernst genommen – bis sie ins Koma fiel. Shalons tragischer Tod ist kein Einzelfall. In den USA ist das Risiko während einer Schwangerschaft oder Entbindung ums Leben zu kommen für Afro-Amerikanerinnen rund viermal so hoch wie für weiße Frauen. In den Südstaaten sieht es noch schlimmer aus. Die Statistik zur Müttersterblichkeit gilt seit langem als nationale Schande. ARD-Korrespondent Stefan Niemann und das Team vom ARD-Studio Washington sind für die phoenix Reportage-Reihe mein ausland mit Hebammen und Ärzten unterwegs: Ob im Kreißsaal oder bei einer Hausgeburt, für die sich viele Afroamerikanerinnen entscheiden müssen. Das Krankenhaus ist schlicht zu teuer oder zu weit weg. In Georgia und anderen Bundesstaaten kämpfen Bürgerrechtlerinnen, Geburtshelferinnen und Hebammen gegen Vorurteile, Ignoranz und Rassismus im Gesundheitswesen. Soleil wächst heute bei ihrer Großmutter Wanda auf. Die 66-Jährige fordert Gerechtigkeit, der Tod ihrer Tochter Shalon müsse die Nation endlich wachrütteln Sogar bis nach Washington in den Kongress hat Wanda ihre Wut und Trauer schon getragen. Sie will helfen, die schreiende Ungerechtigkeit für schwangere schwarze Frauen zu beenden. (Text: Phoenix)
  • Sie sind schön und bunt und sie gehören unverwechselbar zur Samburu-Kultur in Kenia: die Perlenketten, die wohl jeden Touristen faszinieren. Doch der prächtige Perlenschmuck hat für die jungen Mädchen des Samburu-Volkes eine traurige Seite: Die Perlen sind Geschenke von Kriegern, für die sie als Gegenleistung mit den Mädchen Sex haben dürfen, wann immer es die Männer wollen. So ist die Tradition. Dagegen kämpft die Samburu-Frau Josephine Kulea im abgelegenen Norden Kenias. Ihr Ziel: Mädchen vor sexuellem Missbrauch zu retten. ARD-Korrespondentin Sabine Bohland war im Samburu-Land unterwegs und hat die bewegenden Geschichten der Mädchen gesammelt. Geschichten einer Gesellschaft, deren Riten nicht mehr zum modernen Kenia passen. (Text: Phoenix)
  • „Keep Portland weird – Portland bleibt anders!“ Das Motto dieser Stadt im Nordwesten der USA ist nicht nur so daher gesagt. Im Einheitsbrei amerikanischer Städte sticht Portland heraus. Was genau macht diese Stadt so „weird“, so anders, so verrückt? ARD-Korrespondent Ingo Zamperoni sucht die Antwort in einer ganz speziellen Boomtown, die vor allem junge Leute anzieht. (Text: Phoenix)
  • Eine rote Ampel in Hanoi! Auf der Kreuzung davor rauscht ein nicht endender Strom aus Mopeds vorbei – bepackt mit allem, was sich transportieren lässt: Fünf Schweine im Käfig, 200 Hühner oder sechs Leute bequem auf der Sitzbank. Geschäftig, rasant, mit fast italienischem Herzblut und sanftem Lächeln – so sind die Vietnamesen. Mit seiner Knatterkiste entdeckt ARD-Korrespondent Philipp Abresch die malerische Bergwelt entlang der chinesischen Grenze. Er kraxelt zu den Bergvölkern, trinkt mit Reisfarmern Schlangenschnaps und lässt sich die Schönheit von Vietnams pazifischer Inselwelt zeigen. (Text: Phoenix)
  • Wenn man wissen will, wie die Sowjetunion auf dem jüdischen Erbe herumgetrampelt hat, muss man mit Amit Belaite auf Spurensuche gehen. Startpunkt ist der Sportpalast. Es ist eine Reise auf der Suche nach der verlorenen Zeit. „Und dein Vater hatte dich gewarnt?“ – „Und mein Vater hat mich gewarnt: ‚Tritt nicht auf diese Stufen!‘ Und ich habe mich gefragt: Warum?“ Es gibt eine Generation, deren Wissbegier größer ist als der Schmerz. Und es weht ein neuer Wind durch Vilnius: Jetzt werden die Steine gesammelt – und wieder etwas in Ordnung gebracht. Niemand soll mehr auf jüdischen Grabsteinen herumtreten. (Text: Phoenix)
  • General Lothar von Trotha, der 1904 den Vernichtungsbefehl gegen die Herero erlassen hat
    Der erste Völkermord des 20. Jahrhunderts wurde von Deutschen begangen. Im damaligen Deutsch-Südwestafrika – dem heutigen Namibia – hatten sich zwischen 1904 und 1908 die beiden Volksgruppen der Herero und der Nama gegen die deutschen Kolonialherren erhoben. Das Kaiserreich hatte Jahre zuvor eigene Kolonien verlangt und auch bekommen, Deutsch-Südwestafrika war eine von ihnen. Das Gebiet war damals schon riesig, aber karg und trocken. Die Rinderherden der Herero und der Nama wanderten frei über das Land, auf der Suche nach Gras. Die Deutschen aber zogen willkürlich Grenzen ein, immer häufiger kam es zu gewaltsamen Konflikten. 1904 erhoben sich die Herero gegen die Besatzer, 1905 die Nama. Beide Aufstände wurden brutal niedergeschlagen, Vernichtungsbefehle wurden erlassen, Konzentrationslager eingerichtet. 2021 erst bezeichnete die Bundesregierung die Gräueltaten als das, was sie waren: ein Völkermord. Ein Versöhnungsabkommen wurde verhandelt, bis heute aber ist es nicht in Kraft. Die Opferverbände der Herero und der Nama sagen, sie seien nicht ausreichend eingebunden gewesen. 2025 sollte das Abkommen dann ratifiziert werden, aber wieder passierte nichts. Wann kommt endlich die Versöhnung? (Text: Phoenix)
  • Greg Mahle hat eine Mission: Er rettet Hunde. Ein lustig verknautschter Optimist, der ausgestoßene und verwahrloste Hunde aus den Todeszellen der Tierheime in Amerikas Südstaaten rettet. Unterstützt von lokalen Tierschützern fährt er mit seinem alten Truck jeden Monat zigtausende Meilen, um den Tieren ein glückliches Zuhause zu suchen. Seine Route: immer von Süd nach Nord – denn ein Hundeleben zählt nicht viel in Texas, Alabama oder Louisiana im tiefen Süden der USA. Tierliebe hat hier wenig Tradition. Wer hier lebt, hat andere Sorgen: keine Arbeit, keine Bildung, keine Perspektive. (Text: Phoenix)
  • Urlaub in der Ferne machen, wenn das Heimatland einen Krieg führt? Geht das so einfach? Offensichtlich, denn massenhaft strömen russische Touristen nach Thailand. Kein Wunder, es ist 30 Grad wärmer als zuhause, und die Gäste dürfen sich willkommen fühlen. Thailand hat Moskaus Angriff auf die Ukraine nie verurteilt und beteiligt sich nicht an Sanktionen. Für das Urlaubsparadies scheint nur zu zählen, dass endlich wieder zahlungskräftige Kundschaft kommt nach der harten Zeit der Pandemie. 14 Tage Sonne – den Krieg und all die Sorgen wenigstens mal kurz vergessen. In Thailand geht das. Wir treffen Russen, die Urlaub machen als wäre nichts geschehen. Aber es gibt auch nachdenkliche Stimmen. Maxim fragt sich: „Was ist, wenn wir hier auf Ukrainer treffen? Wenn sie uns Fragen stellen, auf die wir keine Antwort haben?“ (Text: Phoenix)
  • Der 19. September 2021 wird allen Bewohnern von La Palma für immer im Gedächtnis bleiben: Es ist der Tag, an dem der Vulkan ausbrach und die Insel für immer veränderte. Ein Trauma, das auch viele Deutsche erfahren mussten, die dorthin ausgewandert sind. Wie lebt und überlebt man mit der Zerstörung, der Asche, der Not? (Text: Phoenix)
  • Transsilvanien, das klingt nach einsamen Bergtälern, in denen Wölfe heulen und Graf Dracula im bleichen Licht des Vollmonds sein Unwesen treibt. In dieses sagenumwobene Land geht die Winterreise von Till Rüger. Er begegnet interessanten Zeitgenossen und reist durch spektakuläre Schneelandschaften. (Text: Phoenix)
  • „Europa weiß wohl, wo Portugal liegt, doch ich wage weiterhin zu bezweifeln, dass dieses Europa weiß, was Portugal ist.“ Diesen Satz schrieb der verstorbene Literatur-Nobelpreisträger José Saramago schon vor etlichen Jahren, er hat noch immer Gültigkeit. Vinho Verde, Fado, Fußball, Meer und Sonne – das sind die Begriffe, die meist fallen, wenn man Deutsche nach Portugal fragt. Über das Land selbst sagt das nicht viel. Wie tickt Portugal eigentlich? Dieser Frage ist Christel Haas mit ihrem Team nachgegangen und hat dabei einen tiefen Blick in die portugiesische Seele werfen können. Da ist zum Beispiel Miguel, der sein Leben dem Einsammeln von Plastikmüll an den Küsten gewidmet hat. Oder Isabela, die einen Job gefunden hat und das erste Mal das Gefühl hat, gebraucht zu werden. Sie tauchen auch ein in die Alfama, die Altstadt der boomenden portugiesischen Hauptstadt Lissabon, in der nun ein anderes Leben herrscht als noch vor wenigen Jahren. (Text: Phoenix)
  • Europas Sicherheit hängt von der Stärke der NATO ab. Die Zukunft des Militärbündnisses aber ist alles andere als sicher. Denn Amerika wählt einen neuen Präsidenten. Die ZDF-Korrespondenten aus Washington und Brüssel werfen einen Blick in den Maschinenraum der NATO und zeigen, welche Herausforderungen von innen und außen das Militärbündnis bewältigen muss. An Rumäniens Grenze zur Ukraine begleitet ZDF-Brüssel-Korrespondent Florian Neuhann eine junge französische Panzerkommandeurin bei einer NATO-Übung. Allein das Training zeigt, wie hart das Geschäft der Abschreckung ist, wenn Equipment wie die Panzer aus den 1980er-Jahren stammen und viel zu oft repariert werden müssen. Hinter den Kulissen der größten Cyberübung der NATO erklärt der estnische Verteidigungsminister Hanno Pevkur die Lage im Cyberkrieg: „Wir werden permanent aus Russland angegriffen.“ In Texas begleitet USA-Korrespondent Elmar Theveßen junge deutsche Piloten bei der Ausbildung auf der „Sheppard Air Force Base“, wo sie mit anderen NATO-Staaten für künftige Einsätze in Eurofightern, Tornados, F16- und F35-Kampfjets trainieren. Gemeinsames Training zeigt das Zusammengehörigkeitsgefühl der NATO, aber auch die Schwierigkeiten mit längst veralteten Waffensystemen. Im Kosovo begleiten die Korrespondenten die KFOR, den aktuell einzigen NATO-Einsatz auf europäischem Boden. Ein Einsatz, der zeigt, wie umstritten die Rolle der NATO ist. Im albanisch geprägten Süden des Landes begrüßen die Menschen die Truppen, im serbisch dominierten Norden werden sie gehasst. Die „Clear Space Force Station“ in Alaska ist Teil des großen Frühwarnsystems der USA und der NATO, mit dem sie jede Bedrohung durch Atomwaffen frühzeitig erkennen wollen. Dort schieben amerikanische Soldaten rund um die Uhr Wache, auch, um den Verbündeten jederzeit den Rücken freizuhalten. Gleichzeitig aber wächst die Kritik in den USA an den Bündnispartnern in Europa, die aus Sicht Amerikas zu wenig zur gemeinsamen Verteidigung beitragen. Sollte Donald Trump erneut zum US-Präsidenten gewählt werden, könnte er die Struktur der NATO grundlegend verändern. Er droht mit dem Ausstieg aus der Allianz, will so massive Umschichtungen erzwingen. Über Monate hinweg blicken beide Korrespondenten in den Maschinenraum der NATO. Hinter den Kulissen begleiten sie unter anderen den neuen deutschen NATO-Botschafter, Géza Andreas von Geyr, der im Sommer 2023 direkt aus Moskau nach Brüssel wechselte. Die Aussicht auf eine Rückkehr zur Normalität mit Russland schätzt er außerordentlich pessimistisch ein: „Ich wünschte, dass es irgendwo ein Licht am Ende eines Tunnels gäbe. Aber ich sehe im Moment nicht einmal mehr den Tunnel, an dessen Ende irgendwo ein Licht sein könnte.“ „auslandsjournal – die doku: Wächter des Westens. Kann die NATO uns noch schützen?“ blickt auf das Selbstverständnis der NATO, die Rolle in aktuellen Konflikten, aber eben auch auf Alternativen. Was unternimmt die Europäische Union, was kann sie unternehmen, um die eigene Sicherheit zu garantieren? Die Korrespondenten begleiten den obersten EU-Militär, den österreichischen General Robert Brieger, unter anderem bei der allerersten Militärübung, die die EU jemals veranstaltet. Er kämpft um Ressourcen für eine neue Eingreiftruppe und hadert mit EU-Regierungen, die versprochene Mittel nicht bereitstellen: „Wir brauchen Geld und politischen Willen! Es geht um die Sicherheit Europas, seiner Bürger und der künftigen Generationen – und das kostet viel Geld“, sagt Brieger. Die Dokumentation blickt auf die aktuellen Herausforderungen und die Zukunft der NATO. Beim „Allied Command Transformation“ in Norfolk, Virginia, arbeiten Experten aus allen NATO-Ländern unter der Führung eines französischen und eines deutschen Generals an Konzepten für die Aufstellung des Bündnisses in den kommenden Jahrzehnten. Es geht hier auch um autonome Waffensysteme, künstliche Intelligenz, Interoperabilität der nationalen Streitkräfte und die Vernetzung der Kampffähigkeit über alle Waffengattungen hinweg. Zum 75. Geburtstag des Bündnisses muss sich die NATO neu erfinden. (Text: Phoenix)
  • Abholzung, Armut, Klimawandel sind in Panama ein Teufelskreis. Zwei Unternehmer setzen dem den „Generationenwald“ entgegen: Sie forsten auf – und schaffen damit ein nachhaltiges Geschäftsmodell. Armien und Eke wollen beweisen, dass es geht. Der Wald im fruchtbaren Panama kann wertvoll werden, eine Lebensgrundlage, ein Einkommen bieten. Sie haben den „Generation Forest“ gegründet, eine Genossenschaft mit Sitz in Hamburg. Wer einen Anteil für knapp 1400 Euro kauft, kann 500 Quadratmeter Tropenwald aufforsten und damit etwas gegen den Klimawandel tun. (Text: Phoenix)
  • In Wales finden sich traumschöne Strände, dramatische Landschaften, Aus- und Bergsteiger, eigensinnige Touristen und findige Unternehmer. Beim EU-Referendum hat Wales für den Brexit gestimmt. Anders als in England ist die Reue hier groß: Schäfer bangen um die europäischen Absatzmärkte für ihr Lammfleisch, Tierschützer um EU-Subventionen für ihre Arbeit und deutsche Werkzeugmacher um ihre Lagerkapazitäten. In Wylfa hatten alle auf ein Atomkraftwerk gehofft, das die Japaner nun doch nicht bauen wollen. Die von der Deindustrialisierung gebeutelte Nation könnte einen weiteren wirtschaftlichen Tiefschlag nur schwer verdauen. Derweil regen sich Einfallsreichtum und Unternehmergeist. Der walisische Willy Wonka etwa, der in seinem Heimatdorf eine exklusive Schokoladenfabrik aufgebaut und 20 Arbeitsplätze geschaffen hat. Eine Gruppe von Aussteigern, die ohne Strom- und Abwassernetz auskommen, und ein Paar, das seinen Buchladen versteigert, um sich seinen Lebenstraum zu verwirklichen, sind weitere Beispiele. Auch der Straßenkünstler Banksy hat sich für sein letztes Werk den Stahlstandort Port Talbot ausgesucht und dort einen regelrechten Tourismusboom ausgelöst. Das ZDF-Studio London wirft in der Reportage „mein ausland: Wales – die schöne Arme“ einen umfassenden Blick auf die walisische Nation in Brexit-Zeiten. (Text: Phoenix)
    Deutsche TV-Premiere So. 24.03.2019 Phoenix
  • Korrespondentin Griet von Petersdorf und das Team aus dem ARD-Studio Warschau machen sich in einem alten blauen Polizeiwagen der Marke Nysa auf den Weg und entdecken die verborgenen Welten, die in der boomenden polnischen Hauptstadt leicht übersehen werden. Sie besuchen die Holzhaussiedlung „Freundschaft“, die einst für die sowjetischen Bauarbeiter errichtet wurde, die den berühmten, aber wenig geliebten Kulturpalast („Stalins Stachel“) bauten, einst eine Art geschlossenes Dorf in der Stadt. Auf dem Weg liegt auch das Fotoplastikon, das älteste Kaiserpanorama Europas, das noch an seinem ursprünglichen Platz steht. (Text: Phoenix)
  • Kaum eine Landschaft ist so schön wie Südostalaska – und kaum eine so gefährlich für Piloten. Ständig muss Tony Dupea damit rechnen, dass er mit seinem Wasserflugzeug wegen des dichten Nebels nicht in einer der vielen Inselbuchten landen kann, oder dass ihn heftige Winde zur Umkehr zwingen. ARD-Korrespondent Stefan Niemann hat den Piloten zwei Wochen lang begleitet: zu wilden Bären, gigantischen Walen und prachtvollen Lachsen. (Text: Phoenix)
  • Offiziell ist die Kinderhochzeit in Indonesien verboten. Dennoch werden auf dem Inselarchipel mehr Kinder verheiratet als in jedem anderen Land in Asien. Laut Unicef sind 14 Prozent der Mädchen verheiratet, bevor sie 18 sind. Jetzt aber regt sich Widerstand bei den indonesischen Frauen. Mithilfe staatlicher Programme sind auf immer mehr Inseln Betroffene selbst unterwegs, um vor den Gefahren zu früher Ehen zu warnen. Die ARD-Korrespondentin Annette Dittert hat zwei von ihnen begleitet. Ibn Raihan und ihre Freundin Ulla, die es sich zum Ziel gemacht haben, vor allem die jungen Mädchen auf ihrer Insel Lombok zu mehr Selbstbewusstsein zu erziehen. Mit einem Moped fahren sie über Land, zeigen Filme und reden vor allem über ihre eigenen leidvollen Erfahrungen. Zwei mutige Frauen, die ein Zeichen setzen wollen. (Text: Phoenix)
  • Sabine Boland ist Studioleiterin im ARD-Studio Nairobi. Sie porträtiert in dieser exklusiv für phoenix produzierten Reportage engagierte und starke Frauen, die in ihren Familien und im Beruf an einem selbstbewussten, unabhängigen Afrika mitwirken. Im Mittelpunkt stehen Frauen in Ruanda, der Demokratischen Republik Kongo, Nigeria und Kenia. Sie haben studiert oder sind Analphabetinnen, sie sind Künstlerinnen, Handwerkerinnen, Geschäftsfrauen, Politikerinnen oder verdienen ihren Lebensunterhalt mit dem Verkauf von Gebäck. Alle aber sind sie irgendwie besonders und verändern etwas in ihrer unmittelbaren Umgebung – so wie Salz oder ein Blumenstrauß einen Unterschied machen. (Text: Phoenix)
    Deutsche TV-Premiere So. 03.03.2019 Phoenix
  • Der ägyptische Jasmin gehört zu den teuersten Düften der Welt, viele der weltbekannten Parfumhäuser in den USA oder Frankreich verwenden das betörend-kräftige, fruchtige Aroma für ihre Kreationen. Wenn die Sonne untergeht über dem Nil, öffnen sich langsam, wie in Zeitlupe, ihre Blütenblätter. Tausendfach, Millionenfach. Ein nasenbetäubender Duft wölbt sich über den Plantagen, wenn die Königin der Blumen sich in alle Winde verströmt. (Text: Phoenix)
  • Der Gestank ist bestialisch. Ranger Rendani Nethengwe schneidet tief ins Fleisch des toten Elefanten – er muss die Gewehrkugel finden, mit der illegale Jäger das Tier getötet haben. „Es ist traurig“, sagt er. „Wilderer zerstören die Zukunft unseres Landes – die Tiere sind unser Kapital, sie bringen Touristen und damit Geld ins Land.“ Nethengwe ist einer der erfahrensten Ranger im südafrikanischen Krüger Nationalpark und für den Schutz der Tiere in jeder Hinsicht verantwortlich: mal ist er im Kampf gegen die Wilderer im Einsatz, mal mit den Tierärzten unterwegs. Die sind zurzeit sehr besorgt um die Elefanten im Park, da sie vor kurzem im Blut eines toten Tieres den menschlichen Tuberkulose-Erreger entdeckt haben. „Es ist uns ein Rätsel, wie der Elefant sich infiziert hat. Die Krankheit könnte eine große Bedrohung für unsere Elefanten werden“, sagt Tierarzt Peter Buss. Was die meisten nicht wissen: zu den seltensten Tieren im Krügerpark gehören die Wildhunde. Ihre Zahl ist in den vergangenen Jahren weiter zurückgegangen. ARD-Korrespondent Thomas Denzel begleitet die Hüter des Krügerparks auf ihren Streifzügen: bei der Betäubung eines Elefanten für den Tuberkulose-Check, bei der Jagd nach Wilderern und bei der Beobachtung des Familienlebens der Wildhunde. (Text: Phoenix)
  • Die Westküste Irlands ist der Gewalt des Atlantiks ungeschützt ausgesetzt. Das Meer formt bizarre Klippen und eine wilde Landschaft von faszinierender Schönheit. ARD-Korrespondent Frank Jahn folgt der spektakulären Küstenstraße des Wild Atlantic Way und besucht Menschen, die nach der Krise der letzten Jahre wieder nach vorne sehen. (Text: Phoenix)
  • Wenn der Winter nach Norwegen kommt, entfaltet die Natur ihre kalte und einzigartige Pracht. Die Menschen, die im Norden leben, spüren am eigenen Leib, wie mächtig Wind und Wetter sind. Und sie passen sich den Gegebenheiten an. (Text: Phoenix)
  • Asien ist in Bewegung. Und wo viel Bewegung herrscht, da wachsen die Herausforderungen. Not bekämpfen, Missstände beheben, Fortschritt schaffen, Zukunft gestalten. Immer öfter sind es Frauen, die dabei nach vorne gehen. Frauen, die nicht auf fremde Hilfe warten wollen. Frauen, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Überlebenskünstlerinnen. Problemlöserinnen. Wir treffen Asiens starke Frauen. Asien ist in Bewegung. Und wo viel Bewegung herrscht, da wachsen die Herausforderungen. Not bekämpfen, Missstände beheben, Fortschritt schaffen, Zukunft gestalten. Immer öfter sind es Frauen, die dabei nach vorne gehen. Frauen, die nicht auf fremde Hilfe warten wollen. Frauen, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen. Überlebenskünstlerinnen. Problemlöserinnen. Wir treffen Asiens starke Frauen. Indira Ranamagar ist eine Urgewalt, ein Kraftwerk. Ihre ganze Energie gilt denen, die sonst vergessen wären in Nepal. Kinder, deren Eltern im Gefängnis sitzen. Kinder, die dem Staat nur eine Last sind. Das Schicksal würde sie wohl auf die Straßen treiben, in die Obdachlosigkeit und Chancenlosigkeit. Manche von ihnen haben gerade erst laufen gelernt. Indiras Auffangstation ist ein Zuhause. Es gibt Essen, Schutz, Bildung, die Hoffnung auf eine Zukunft. Alle paar Wochen besucht Indira mit den Kindern die Mütter im Gefängnis. „Denn was ich auch tue“, sagt Indira, „die Umarmung einer Mutter kann man durch nichts ersetzen“. Hexenwahn ist keine düstere Episode längst vergangener Zeiten. Hexenwahn lebt – in den Bergen Papua-Neuguineas. Frauen werden gefoltert, verstümmelt, um ihnen das Böse auszutreiben. So war es schon immer. So ist es noch. Aber Lorena, Ordensschwester aus der Schweiz, will das nicht hinnehmen. Mit aller Kraft stemmt sie sich dagegen, kümmert sich um die Opfer, spricht mit den Tätern. Und immer, wenn sie eine weitere geschundene Frau umsorgt, hat Lorena eine Hoffnung: Möge sie die letzte gewesen sein, die durch diese Hölle gehen musste. Gewalt gegen Frauen. Indien ist ein Land, das in dieser Hinsicht ein furchtbares Image hat. Und nicht zu unrecht. 40.000 Vergewaltigungen jedes Jahr. Und das ist nur die offizielle Zahl. Die Dunkelziffer ist weit höher. Kaum ein Mädchen, kaum eine Frau, die nicht schon belästigt wurde. Das gibt es überall: auch in Bollywood – Indiens schillernder Filmschmiede. Die „MeToo“-Welle ist von Hollywood auch nach Bollywood geschwappt, mit einigen spektakulären Fällen. Doch inzwischen scheint es, als sei das große Schweigen zurückgekehrt in Indiens Traumfabrik. Im indischen Rajastan rückt eine besondere Einheit aus im Kampf gegen sexuelle Gewalt: eine rein weibliche Polizeitruppe. Der Auftrag für Nirmala und ihre Kolleginnen ist auch Erziehungsarbeit. Männer müssen begreifen, dass sie sich nicht alles nehmen können. Mädchen müssen begreifen, dass sie sich wehren sollen. Es gibt viel zu tun für die Frauenpolizei von Jaipur. Poo hat es geschafft. Als kleines Mädchen schon kochte sie – an einer Straßenecke von Bangkok im Slum Klong Tuey. Inzwischen hat sie dort eine Kochschule, die sich als Goldgrube erwiesen hat. Poo ist berühmt, hat sogar an der Seite des britischen Fernsehstars Jamie Oliver gekocht. Touristen kommen jetzt aus aller Welt, denn mehr „Erlebnisküche“ geht eigentlich nicht: thailändische Spezialitäten, garniert mit einem Marktbummel auf dem größten Slum der Stadt – ein gefährliches Pflaster eigentlich. Aber an Poos Seite kein Problem – das ist ihr Revier. Ein Monstrum ragt aus dem Wasser des Irrawaddy. Ein Koloss aus Stahl und Beton. Doch über die Grund-Pfeiler ist dieser Staudamm nicht hinausgekommen. Es war ein Milliardenprojekt, das die Chinesen in Myanmar stemmen wollten. Aber der Widerstand der Bevölkerung war so groß, dass Myanmars Regime tatsächlich einknickte. Ein vorläufiger Baustopp wurde verhängt. Sehr zum Ärger Pekings. Daw Ja, diese kleine zierliche Frau, hat den Kampf an vorderster Linie geführt. Aber ist ihr Sieg von Dauer? Oder kommen die Chinesen zurück und fluten die Dörfer der Region? Daw Jas Kampf ist noch nicht vorüber. Das Leben kann herrlich sein: Australien, Sydney, Coogee Beach. Strand, Sonne – das ist die pure Freiheit. Aber nicht für alle. Lange waren muslimische Frauen außen vor. Zwischen all den knappen Bikinis haben sie, die sie ihre Reize verhüllen müssen, ihren Platz nicht gefunden. Bis Aheda Zanetti kam und den Burkini erfand – eine perfekte Mischung für alle, die den Bikini zu frivol und die Burka zu freudlos empfanden. (Text: Phoenix)
  • Auf den Spuren des IS in Syrien, unterwegs in Ägypten, Saudi-Arabien oder dem Irak – als ARD-Korrespondent für die arabische Welt berichtet Thomas Aders aus dem Nahen Osten, einer ziemlich explosiven Weltregion. In seiner Reportage liefert er, jenseits des Nachrichtenalltags, faszinierende Einblicke in eine Region der Extreme. (Text: Phoenix)

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