Lust aufs Land – Bayerische Hofgeschichten Staffel 7, Folge 5: Alles außer gewöhnlich!
Staffel 7, Folge 5
41. Alles außer gewöhnlich!
Staffel 7, Folge 5 (45 Min.)
Auf ihrem Biohof Häng bei Frauenau im Bayerischen Wald bauen Martin und Birte Straub auf nur einem Hektar Land mehr als 50 Gemüse- und seltene Obstsorten an.
Ob sie als ungleiche Brüder auf einem Einödhof in Niederbayern leben oder mit nachhaltigen Anbaumethoden und exotischen Früchten im Bayerischen Wald experimentieren – Bayerns Landwirte und Landwirtinnen lieben ihren Job mit und von der Natur. Und sind dabei immer offen für neue Ideen. „Lust aufs Land“ erzählt von ihren Zielen, Träumen und Herausforderungen, die sie meistern müssen, um ihre Betriebe erfolgreich in die Zukunft zu führen. Wie die Familie von Christian Mießlinger zu ihrem Einödhof Osterwind in der Nähe von Landshut gekommen ist, ist eine wahrlich ungewöhnliche Geschichte: Christians Großeltern haben einst als Knecht und Magd auf dem jahrhundertealten Hof gearbeitet.
Ihr Sohn Jakob, Christians Vater, wurde später vom kinderlosen Besitzerpaar adoptiert. So hat er den Osterwind-Hof geerbt und ihn als Öko-Pionier in der Region zum Biobetrieb umgebaut. Heute sind Jakobs Sohn Christian und seine Frau Stefanie die Chefs des Milchvieh- und Schweinezuchtbetriebs. Am Hof lebt auch Christians Bruder Michael. Als älterer der beiden Söhne wäre er
eigentlich der nächste Bauer von Osterwind geworden, doch Michael wollte lieber malen statt melken.
Heute verschönert er die Fassaden der Gebäude und kümmert sich um das Bauernhofmuseum am Dachboden. Der Osterwindhof – tatsächlich alles, außer gewöhnlich. Das würden die Nachbarn bestimmt auch von Martin Straub und seinem Hänghof im Bayerischen Wald bei Frauenau behaupten. Gemeinsam mit Ehefrau Birte baut er auf nur einem Hektar Land mehr als 50 Gemüsesorten an. Was das junge Paar erntet, geht über eine Abo-Kiste wöchentlich an 35 feste Kunden.
Martins große Leidenschaft aber gehört dem Obstbau. Er experimentiert gerne mit Obstsorten, die im Bayerischen Wald auf 700 Meter Höhe außer ihm wohl noch keiner angepflanzt hat: Feigen oder Mandeln, Stechäpfel, Tellerpfirsiche oder essbare Vogelbeeren. Alles Exoten, auf die sie am Hänghof stolz sind, auch wenn sie noch nicht wirklich zur Finanzierung des Betriebs beitragen. Kein Wunder – sind doch Martin und Birte auch ein bisschen exotisch mit ihrem Verständnis von Landwirtschaft im Bayerischen Wald. (Text: BR)
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