Staffel 3, Folge 1–4

    • Staffel 3, Folge 1

      Was tun, wenn der Schnee ausbleibt? Viele Gemeinden im Schwarzwald suchen nach neuen touristischen Konzepten. So auch die Gemeinde Häusern am nördlichen Rand des Hotzenwalds mit etwa 1.300 Einwohnern. Der Skilift kommt bestenfalls zum Einsatz, damit die einheimischen Kinder das Skifahren lernen. Viele private Pensionen wurden geschlossen, weil ihnen der Aufwand der Modernisierung zu groß war. So sind die Übernachtungszahlen von 110.000 Übernachtungen auf die Hälfte geschrumpft. Der Kurpark hatte kaum noch Besucher. Daraufhin verkaufte der Gemeinderat dieses Areal an einen Discounter. Der musste als Auflage außerdem einen Kreisel bauen, um viele zum Halten zu animieren, denn die älteste touristische Straße, die B500, führt durch Häusern. Der Plan zeigt Erfolg. Die Übernachtungszahlen sind auf über 70.000 pro Jahr gestiegen, fast 100 Schweizer haben in Häusern einen Zweitwohnsitz angemeldet. Zudem lebt die Gemeinde stark von Tagestouristen aus der Schweiz. Die kaufen nicht nur ein, vor allem im neuen Discounter, sondern bevölkern auch die gastronomischen Angebote. Eine Heimkehrerin, die Tochter des Sternekochs am Ort, lockt mit einem Spanisch-Schwarzwälder Mix auch junge Leute. Ein Texaner hat jüngst eine Galerie eröffnet, sogar ein Tattoo-Studio bietet seine Dienste an. Nun folgen noch ein großer Drogerie- und ein Handwerkermarkt. Und das alles in einem Dorf mit 1.300 Einwohnern. Zusammen mit der Nachbargemeinde Höchenschwand betreibt Häusern Deutschlands höchst gelegenes Waldschwimmbad, beheizt, allerdings wetterbedingt nur ein paar Monate im Jahr geöffnet. Hier hilft vielleicht der Klimawandel, dass es bald länger geöffnet ist. „Landleben4.0“ ist eine Reihe im SWR Fernsehen, die sich mit dem Thema Demografie beschäftigt. „Das ist eine Sendung, die Hoffnung macht“, sagt Baden-Württembergs Gemeindetagspräsident Roger Kehle über diese Reihe. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungFr 06.04.2018SWR Fernsehen
    • Staffel 3, Folge 2

      Die Bürger um Daun in der Eifel haben ein Zukunftsprojekt namens „WEGE“ entwickelt. „WEGE“ steht dabei auch für „Wandel erfolgreich gestalten“. Der Ruf der Eifel als rheinland-pfälzisches Sibirien ist längst Vergangenheit. Die Menschen um Daun herum haben verstanden, wenn sie nichts tun, dann bluten ihre Dörfer aus und sterben. Mit anderen gemeinsam etwas zu unternehmen und die Geborgenheit in der Gemeinschaft zu spüren, ist ein wichtiger Gesundheitsfaktor. So hat die Verbandsgemeinde Daun die Idee der „Sorgenden Gemeinschaft“ entwickelt, die bald jeder Ort einrichten will. Ein Netzwerk unterschiedlicher Partner, darunter Caritas, Kirche, der Verein „Bürger für Bürger“, kümmert sich um diejenigen, die Hilfe brauchen. Ehrenamtliche und Profis machen das gemeinsam. Unternehmen fühlen sich verantwortlich für eine gesunde Umwelt. Orte werden wieder schön, weil mitten ins Dorf das Leben zurückgekehrt ist. Landwirte und Hoteliers übernehmen Verantwortung für Mensch und Umwelt. Mit pfiffigen Ideen locken Gemeinden andere Menschen in ihre Region und beleben die Ortskerne. Kreative vernetzen die Gemeinden virtuell und wirklich. Die Eifler haben inzwischen erkannt: Alles, was wichtig ist, kann man nicht kaufen – Gesundheit, Achtsamkeit, Glück, Schönheit. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungFr 13.04.2018SWR Fernsehen
    • Staffel 3, Folge 3

      In Wutöschingen, einer knapp 7.000 Einwohner zählenden Gemeinde am Hochrhein, wollen die jungen Menschen bleiben. Und das, obwohl die Bürger hier Standortnachteile haben, darunter keinen direkten Autobahnanschluss, die Eisenbahn hat nur lokale Bedeutung, die EU-Außengrenze erschwert überdies den Weg in die Schweiz – und derzeit gibt es nur noch einen Hausarzt am Ort. Was machen die Bürger hier anders als andere? Den demografischen Wandel spürte die Gemeinde, als die weiterführende Schule 2009 geschlossen werden sollte. Zu wenig Schüler. Da steuerte der Bürgermeister gegen und baute eine neue Gemeinschaftsschule, die Alemannenschule Wutöschingen. Heute ist diese Schule, kurz ASW, das Herzstück der Kommune. Die drei Buchstaben des Kürzels sind auch das Leitbild: Anstand – Selbstverantwortung – Willen. Jeder Schüler geht hier seinen eigenen Weg, hat seinen maßgeschneiderten Lernplan. Manche sagen deshalb, es sei die innovativste Schule Europas. Die Anmeldezahlen haben sich in fünf Jahren verdreifacht. Ein Funke erfasst den ganzen Ort. Viele Lernerfahrungen finden außerhalb der Schule statt, mitten im Leben. Geschichte im Rathaus, Religion in der Kirche, Biologie auf dem Bauernhof. Schon mehr als 100 Jahre wächst die Aluminium-Industrie in der Gemeinde. Heute ist sie der größte Arbeitgeber am Ort. Nichts ist öde, verlassen oder langweilig. Sogar das Kloster hat keine Nachwuchsprobleme. Das Vereinsleben boomt. Gemeinschaft wird gelebt. 170 Familien wollen noch nach Wutöschingen derzeit ziehen, wenn sie einen Bauplatz bekommen. Und ein von der Gemeinde gebautes Ärztehaus soll die medizinische Versorgung wieder verbessern. Wutöschingen zeigt, wie man dem demografischen Wandel erfolgreich trotzen kann. Vorbild für andere Kommunen. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungFr 20.04.2018SWR Fernsehen
    • Staffel 3, Folge 4

      Gomadingen ist ein Dorf auf der Alb, in dem mehr als 80 Prozent der Bewohner pendeln. Das ist weit mehr als der bundesdeutsche Durchschnitt. Wie funktioniert ein Gemeinsinn, wenn tagsüber fast alle Menschen unterwegs sind? Die Gomadinger machen es vor. Im intakten Dorfkern gibt es keine Leerstände. Viele junge Leute verwirklichen neue Projekte. Außerdem gibt es genügend Räume, die Gemeinsamkeit schaffen, und der rührige Bürgermeister weiß, dass es in einem Pendlerort auf eine gelungene Infrastruktur ankommt. Die Gomadinger zeigen, wie Landleben gelingen kann, wie ein Dorf für Zugezogene und Alteingesessene gleichermaßen eine Heimat ist und wie man Fremde integriert. Zahllose Älbler nehmen lange Wege zur Arbeit in Kauf, weil sie unbedingt auf diesem Flecken leben wollen. Andere sind im Ort selbst aktiv. Darunter ist ein junger Landwirt, der mit viel Tierliebe den Hof der Eltern umkrempelt und in die Zukunft führt. Ein Bäckerssohn verzichtet auf seine Modelkarriere, kehrt zurück und plant im Dorfkern ein neues Café mit Schaubäckerei. Ein Jungunternehmer geht in puncto Ökologie und Nachhaltigkeit neue Wege. Die Reihe „Landleben4.0“ aus Gomadingen im Lautertal macht klar, dass Heimat Herzenssache ist und viel mit gelungener Gemeinschaft zu tun hat. Wenn dies gelingt, zieht niemand weg und viele kommen hinzu. „Die SWR Reihe ‚Landleben4.0‘ ist eine Sendung, die Hoffnung macht“, sagt der baden-württembergische Gemeindetagspräsident Roger Kehle. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungFr 27.04.2018SWR Fernsehen

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