Staffel 6, Folge 1–2

    • Staffel 6, Folge 1
      Bild: SWR

      Schwarzwald wie aus dem Bilderbuch – das ist Oberried. Ruhige Täler, raue und windige Höhen. Die Gemeinde mit knapp 3.000 Einwohner*innen in der Nähe von Freiburg im Breisgau möchte trotz des enormen Tempos im Digitalzeitalter ihren eigenen Takt finden. Das ist gar nicht so einfach, denn Oberried verteilt sich auf 53 Dörfer, Weiler und Höfe – von den Höhen des Schwarzwalds bis hinunter ins Tal des Flusses Dreisam. Dort ist das Zentrum, das Dorf Oberried. Hier bekommen die Oberrieder*innen alles für den alltäglichen Bedarf. Apotheke, Ärztinnen und Ärzte, Schule, alles ist da. Was fehlt noch? Wo brauchen die Menschen Hilfe? Und wer von ihnen besonders? Die Oberrieder*innen wollten mehr Gemeinschaft. Dazu gehört auch, die alten Menschen nicht im Stich zu lassen. 2015 haben sie eine Bürgergemeinschaft gegründet, die die Tagespflege und eine Senioren-WG auf die Beine gestellt hat. Hier können seit 2020 alte Menschen den Tag miteinander verbringen. Die Angehörigen wissen die Eltern oder Großeltern versorgt. Viele der alten Menschen kennen sich schon ein ganzes Leben lang. In der Wohngemeinschaft können sie miteinander schwatzen, lachen und essen, anstatt zu vereinsamen. Ehrenamtliche, Profis und Angehörige teilen sich die Aufgaben. Den eigenen Takt zu finden, das heißt auch, manche Traditionen über Bord zu werfen. Damit die Schwarzwaldhöfe nicht sterben, entwickeln junge Bäuerinnen und Bauern neue Ideen und stecken mit ihrer Energie auch andere an. Unten im Tal und oben auf 1.000 Metern Höhe weht ein neuer frischer Wind. Nicht nur auf den Höfen, auch in den Gasthöfen, Hotels und Ferienwohnungen. In den vergangenen Jahren hat sich viel verändert in Oberried. Auch wenn einige Kilometer zwischen den einzelnen Ortsteilen liegen. Gemeinsam können sie einfach mehr erreichen. Sie haben noch viel vor in Oberried. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungFr 19.03.2021SWR FernsehenDeutsche Online-PremiereDo 18.03.2021ARD Mediathek
    • Staffel 6, Folge 2

      Mehrstetten liegt auf der Schwäbischen Alb und ist die kleinste Gemeinde im Landkreis Reutlingen mit nur 1.440 Einwohner*innen. Ein bisschen „gallisches Dorf“ schwingt da auch mit. sie sind hier nicht nur unabhängig, sondern auch selbstbestimmt: Die Mehrstetter*innen bewegen viel. Für ihren Ort packen die Bürger*innen mit an, ganz gleich, ob Heimkehrer*innen, „Neigeschmäckte“ oder Ur-Mehrstetter*innen. Die Corona-Pandemie zeigt, dass die Nahversorgung lebenswichtig ist. Das haben sie hier schon vor der Pandemie erkannt. Als die letzte Kaufmannsfamilie ihren Laden im Ortskern aus Altersgründen geschlossen hatte, nahmen die Mehrstetter*innen sich der Sache an: Sie wollten keinen Supermarkt auf der grünen Wiese. Aktuell baut die Gemeinde ein neues Geschäft in der Ortsmitte – mit Vollsortiment. Die Bürger*innen verwalten es genossenschaftlich. Nahezu gleichzeitig haben sie eine weitere Genossenschaft gegründet, die „EFB -Energie für Bürger“: Auf der Wiese hinter Bauhof und Schule wird bald das neue Holzkraftwerk für Nahwärme entstehen. Ursprünglich war es nur für die öffentlichen Gebäude des Ortes gedacht, doch den Mehrstetter*innen war schnell klar, wie vorteilhaft diese gemeinschaftliche Wärme auch für Privathaushalte ist. Bereits mehr als 150 Interessentinnen und Interessenten haben sich gemeldet. Nachhaltig ist es auch, das Holz kommt vorwiegend aus dem Gemeindewald. Doch damit nicht genug, mit der Rohrverlegung für die Nahwärme kommt auch das schnelle Internet unter die Erde. Bei so viel Bereitschaft, sich zu engagieren, wundert es kaum, dass die Mehrstetter Jugend schon seit mehr als 40 Jahre ihr Jugendzentrum erfolgreich selbst verwaltet. In Mehrstetten geht halt immer ein bisschen… mehr. (Text: SWR)

      Deutsche ErstausstrahlungFr 26.03.2021SWR Fernsehen

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