unvollständige Liste (Seite 3)

  • Timna Brauer singt und liest Arik Brauer. Mit einem Lieder- und Lese-Abend erinnert die Sängerin Timna Brauer an ihren Vater, den Universalkünstler Arik Brauer. Sie interpretiert Arik Brauers bekanntesten Lieder, liest aus seiner Biografie „Die Farben meines Lebens“ und teilt persönliche Erinnerungen an ihren Vater. Der auch humorvoll gespannte Bogen reicht von dramatischen Erlebnissen der Kindheit und Jugend Arik Brauers in der naziverseuchten Nachbarschaft in Wien über die schwungvollen 1950er und 60er Jahre in der Pariser Bohème mit seiner Frau Noemi und Künstlerfreunden des Phantastischen Realismus wie Ernst Fuchs und Friedensreich Hundertwasser bis zu den humorvoll geschilderten Erfahrungen beim Hausbau in Israel, geprägt durch interreligiöse Streitereien und kreative Zusammenarbeit der Handwerker. Zeitgeschichte und Kulturgeschichte, Erzählungen eines Wanderers zwischen Welten. Skurrile Begebenheiten wechseln mit gesellschaftlichen Reflexionen ab, Fantasie und Realität verschmelzen zu einem plastischen Portrait, das Timna Brauer mit Bildern ihres Vaters ergänzt, die die Gestalten in den Texten und Liedern humorvoll zum Leben erwecken. Musikalisch an der Gitarre begleitet wird Timna Brauer vom griechischen Gitarristen Jannis Raptis. „Die Farben meines Lebens“ wurde im Kongresssaal des Palais Ballhausplatz aufgezeichnet im Rahmen der Veranstaltungsreihe ‚Klangwelten Kanzleramt‘ – diese sind, kuratiert von Danielle Spera, Teil der nationalen Strategie gegen Antisemitismus. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Mo. 28.11.2022 ORF 2
  • Fasten ist nicht nur Selbstzweck, davon ist man im Stift Geras in Niederösterreich überzeugt. Seit vielen Jahren bietet das Kloster Menschen Raum und Zeit, gemeinsam zu fasten und dabei so manch neue Perspektive zu entdecken. Andrea Eder hat eine Fastengruppe im Stift Geras besucht und mit ihr über Beweggründe und Erkenntnisse gesprochen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 21.03.2023 ORF 2
  • Österreichische Erstausstrahlung ursprünglich angekündigt für den 28.02.2023
  • Der Traum von der Unsterblichkeit ist so alt wie die Menschheit selbst. Die Wege zu dieser sind vielfältig – einer von ihnen: Fasten. Doch was bewirkt Fasten wirklich? Und wie spielen hier Psyche und Körper zusammen? Manfred Hoschek hat sich für „kreuz & quer“ auf eine Spurensuche begeben und mit Experten und Expertinnen gesprochen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 24.03.2026 ORF 2
  • In allen Religionen gibt es bestimmte Speisen, die zu Fastentagen oder -zeiten zubereitet werden. ORF-Regisseurin Gundi Lamprecht hat Menschen aus verschiedenen Religionen gebeten, Einblicke in ihre Fastentraditionen zu geben. Für „kreuz & quer“ ist daraus eine „Koch-Show“ der besonderen Art geworden: Es geht nicht nur um Rezepte zur Fastenkulinarik, sondern auch um die religiösen und spirituellen Hintergründe der Kochkünste in Judentum, Christentum und Islam, in Buddhismus und Hinduismus. (Text: ORF)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 07.03.2026 ARD alphaOriginal-TV-Premiere So. 01.03.2026 ORF 2
  • Treffen sich ein Rabbi, ein Pfarrer und ein Imam Was wie der Beginn eines Witzes klingt, hat sich wirklich ereignet: „kreuz und quer“ hat die drei Herren aus Österreich ins Heilige Land begleitet, wo sie gemeinsam die bedeutendsten Pilgerorte ihrer Religionen aufgesucht und über Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Religionen gesprochen haben: Rabbi Schlomo Hofmeister, Pfarrer Ferenc Simon und Imam Ramazan Demir. Ein Film über das nicht immer leichte, aber mögliche Miteinander von Juden, Christen und Muslimen. (Text: ORF)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 17.04.2020 3satOriginal-TV-Premiere Di. 08.02.2022 ORF 2
  • 55 Min.
    Wünschelrutengänger.
    Pendeln und Wünschelrutengehen, Kartenlegen und Astrologie, Kinesiologie und Quantenheilung, Schamanismus und Feng Shui, Feuerlaufen oder Engelarbeit: nur eine kleine Auswahl an sogenannten esoterischen Praktiken, die heute immer mehr Menschen faszinieren. Der Markt esoterischer Angebote für religiöse Individualisten ist fast unüberschaubar geworden. Sogar Stadtverwaltungen scheuen sich nicht mehr, Esoterik-Messen zu organisieren. Und Volkshochschulen haben längst Angebote wie „Energiearbeit/​Pendeln“ oder „Grundkurs Tarot“ im Programm. Rationalistinnen und Rationalisten sehen Scharlatane am Werk und verweisen auf das einträgliche Geschäft mit der Spiritualität. Sie sehen Esoterik als Ausdruck einer „Wiederverzauberung“ der Welt und als Niederlage der Vernunft. Anhänger:innen betrachten esoterische Praktiken dagegen als überfällige Wiederverbindung des Menschen mit seiner religiösen Natur. Heilerfolge seien keineswegs Illusion, das esoterische Sinnangebot fülle die seelische Leere, die die technische Zivilisation erzeugt. (Text: ORF)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 09.10.2026 3satOriginal-TV-Premiere Di. 27.08.2024 ORF 2
  • Vom Bau von Laubhütten, über das Fasten bis hin zum Licht: höchst unterschiedlich sind die Symbole und Geschichten religiöser Feste. Wie genau Gläubige feiern und was hinter den unterschiedlichsten Traditionen steckt, erkundet der Kabarettist Rudi Roubinek in „Feiern wie die Götter“ gemeinsam mit einem Rabbi, einem Pfarrer und einem Imam. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 06.06.2023 ORF 2
  • Die katholische Kirche gilt als Feindin der Aufklärung – und vielfach als Bremserin aller Erneuerung. Doch der Befund historischer Entwicklungen ist überraschend: Die Aufklärung im 18. Jahrhundert war sogar wesentlich von katholischen Männern und auch Frauen mitgetragen. Erst mit der Französischen Revolution und ihren Folgen erklärte sich die katholische Kirche im 19. Jahrhundert zur leidenschaftlichen Bekämpferin aufklärerischer Ideen. Der Film von Martin Betz zeigt diese Entwicklung – und bildet so auch einen Verständnishorizont für die heutigen Grabenkämpfe zwischen katholischen Reformern und Traditionalisten. (Text: ORF)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 02.06.2023 3satOriginal-TV-Premiere Di. 06.09.2022 ORF 2
  • Pater Stephan Holpfer beim Spaziergang im Stiftpark von Stift Melk.
    „Ich gelobe, wenn notwendig auch mein Leben einzusetzen, um meinen Mitmenschen zu helfen.“ So heißt es in der Gelöbnisformel der Freiwilligen Feuerwehren in Österreich. Die ehrenamtlich tätigen Feuerwehrmänner und -frauen stehen jederzeit bereit, um zu retten, zu löschen, zu schützen und zu bergen. Stephan Holpfer ist Feuerwehrmann in Bad Vöslau, zugleich dort Pfarrer und als Benediktinerpater des Stiftes Melk gewissermaßen „Feuerwehrmönch“. Wie geht er mit der Belastung der Einsätze um? Welches Bild vom Leben prägt sein Engagement in seinem Team – und welche spirituelle Dimension ist seine Triebfeder, um freiwillig und ehrenamtlich zu helfen? (Text: ORF)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 18.10.2025 ARD alphaOriginal-TV-Premiere So. 12.10.2025 ORF 2
  • Naturwissenschaft und Kirche: Vielen erscheint das seit dem Fall Galilei als unüberbrückbarer Gegensatz. Tatsächlich standen Priester und Ordensleute jahrhundertelang an der Spitze naturwissenschaftlicher Forschung. Zahlreiche bahnbrechende Erkenntnisse gehen auf Namen zurück wie Gregor Mendel, Mönch und Urvater der Genetik, oder Georges Lemaître, Priester und Begründer der Urknall-Theorie. Heute jedoch sind Priester und Ordensleute, die beide Welten verbinden, eher die Ausnahme. Warum ist das so? Und was treibt die Frauen und Männer an, die den Spagat dennoch wagen? Regisseur Valentin Badura hat einige von ihnen besucht und filmisch portraitiert. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 23.05.2023 ORF 2
  • Franz von Assisi war der verwöhnte Spross eines reichen Tuchhändlers – und wurde zum Begründer eines Bettelordens. Er soll einer Legende nach 1223 in Greccio das erste Mal das Weihnachtsevangelium in Form einer lebenden Krippe darstellen lassen. In diesem Dorf in der Region Latium und in Franziskus’ Geburtsstadt Assisi in Umbrien traf ein Filmteam Pilger und Geistliche, die sich dem Leben und Wirken des Heiligen verbunden fühlen. (Text: ORF)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 27.12.2025 ARD alphaOriginal-TV-Premiere So. 21.12.2025 ORF 2
  • Dass sich das Rollenbild von Frauen im Zusammenhang mit Waffen in den vergangenen 20 Jahren geändert hat, zeigt schon ein Blick auf die Kommissarinnen in zwei der beliebtesten Krimiformate Österreichs: „Soko Kitzbühel“ und „Tatort“. „Frauen werden heute durchaus mehr im Zusammenhang mit Gewalt inszeniert“, stellt Medienethikerin Claudia Paganini nüchtern fest. „Wo es noch vor 20 Jahren immer die Aufgabe der Kommissarin war, die Rettung zu rufen, dürfen sie jetzt durchaus auch Waffen verwenden und körperliche Gewalt einsetzen.“ Schießen für den Selbstwert: Tatsächlich erobern sich Frauen auch in der Realität ihren Platz in den Schützenvereinen und Schießanlagen des Landes. Doch was steckt dahinter? Dieser Frage geht die neue, von Feature Film produzierte „kreuz und quer“-Dokumentation „Frauen an die Waffen?“ von Fritz Kalteis und Amelie Sztatecsny nach. Dabei ist schnell klar: Auch wenn sich viele Waffenbesitzerinnen als Sportschützen bezeichnen, meist ist es ein subjektives Gefühl der Unsicherheit, das hinter der Entscheidung steht, sich eine Waffe anzuschaffen. „Angst ist sicher ein Faktor, aber ich denke, dass der wichtigere Faktor der Macht- und Selbstwertgedanke ist – also, dass ich über die Waffe das Gefühl habe, ich kann meinen Selbstwert sehr gut stabilisieren“, meint Philosophin Paganini. Role Model Judith?: Die Heiligen Schriften von Christentum und Judentum haben zum Thema Frauen und Waffen überraschend wenig zu sagen – einfach, weil waffentragende Frauen in der Antike die absolute Ausnahme waren. Doch es gibt sie: Judith ist die zweifellos bekannteste bewaffnete Frau der Bibel. Sie enthauptet den feindlichen Heerführer Holofernes mit seinem eigenen Schwert und rettet so das Volk der Israeliten. Für den Judaisten Gerhard Langer steht dahinter nicht die Aufforderung, einen Gewalttäter zu töten, sondern sich als Frau zu wehren: „Lass es dir nicht gefallen! Du musst auch als Frau nicht hilflos und passiv sein.“ Der evangelische Theologe Ulrich Körtner bestätigt: „Im Mainstream der Theologie ist es so, dass das Recht auf Selbstschutz, oder sagen wir besser das Recht auf Notwehr, akzeptiert wird.“ Und so trifft Amelie Sztateczny nicht nur Frauen, die sich zur Steigerung des eigenen Sicherheitsbedürfnisses Waffen angeschafft haben, sondern auch eine Hausbesitzerin, die einen Einbrecher mit ihrem Jagdgewehr in Schach gehalten hat – und dabei vor der Wahl stand, zu schießen oder nicht. Im Gegensatz dazu steht etwa Ingrid Portenschlager, deren Vater als Zeuge Jehovas und Wehrdienstverweigerer in ein KZ kam. Sie lehnt Waffen prinzipiell ab – durchaus auch mit Verweis auf die Bibel: „Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen. Ich habe nicht das Recht dazu, weder einen Menschen das Leben zu nehmen noch ihn zu verletzen.“ Tatsächlich kann sich jede Waffe auch gegen den Schützen bzw. die Schützin richten, selbst, wenn sie im Dienst oder in Notwehr abgefeuert wird. Im Psychosomatischen Zentrum Eggenburg werden u. a. Menschen behandelt, die durch einen folgenschweren Schusswaffengebrauch schwer traumatisiert sind. „Das ist ganz einfach ein unglaublich einschneidendes Erlebnis“, sagt Psychiater und Psychotherapeut Fritz Riffer. Er ist überzeugt davon, dass die meisten, die sich eine Waffe zur Selbstverteidigung kaufen, schlichtweg ausblenden, was passieren kann, wenn im Extremfall die Waffe tatsächlich abgefeuert wird. Das bestätigt auch Schießtrainerin Silvia Geringer: „Wenn das meine einzige Option ist, dann nehme ich den Tod desjenigen zumindest in Kauf. Und die Einstellung habe ich einfach nicht.“ Was es braucht, um eine Schusswaffe auch in Extremsituationen einsetzen zu können, und welche anderen Möglichkeiten es gibt, sich im Notfall zu verteidigen, zeigt „kreuz und quer“ in „Frauen an die Waffen?“. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 14.05.2024 ORF 2
  • Jill McCartney (li.) organisiert Treffen auf und sieht sich als Teil einer Bewegung gegen das bestehende System.
    Sie unterstützen Trump und waren beim Sturm aufs Kapitol aktiv dabei. Doch wer sind diese Frauen? Noelle Cook, eine amerikanische Ethnographin hat sich gemeinsam mit einer Dokumentarfilmerin aufgemacht, um sie kennenzulernen. Die Doku zeigt, woran sie glauben und untersucht, wie Misstrauen Fuß fasst, wie Gemeinschaften polarisiert werden und was dies für den öffentlichen Diskurs und das demokratische Leben in den USA bedeutet. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 28.04.2026 ORF 2
  • Vor seiner Küste liegen tropische Inseln, Tansania selbst ist für seinen Naturreichtum bekannt. Und doch sind viele Menschen von extremer Armut betroffen. Besonders prekär ist die Lage von Frauen innerhalb der Massai. Die Frauenräte der Massai wollen dem entgegenwirken und dazu beitragen auch Frauen zu mehr Selbstermächtigung zu verhelfen. ORF-Redakteurin Amelie Sztatecsny ist nach Tansania gereist, um dort mit Massai-Frauen und Männern über Geschlechterrollen und die Zukunft der Massai zu sprechen. – Anschließend in „kreuz und quer PLUS“: Teil 3 der Reihe „ICONIC!“ – Die Bilder Codes in den Religionen. (Text: ARD alpha)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 29.11.2025 ARD alphaOriginal-TV-Premiere So. 23.11.2025 ORF 2
    Deutsche TV-Premiere ursprünglich angekündigt für den 25.10.2025
  • Zwei Seniorenfußballer des FC Bayern München.
    Alle suchen nach der großen Liebe. Doch übersehen wir dabei vielleicht die Freundschaft? Die Wissenschaft zeigt: Freundschaft ist eine außergewöhnliche Kraft. Sie formt unsere Identität, stärkt unser Wohlbefinden und kann unser Leben verlängern. Doch was entscheidet darüber, mit wem wir uns verbinden – und hat Freundschaft in Zeiten von Einsamkeit und KI überhaupt noch eine Zukunft? Die „kreuz & quer“-Neuproduktion „Freundschaft – eine Superkraft?“ von Manuela Richter-Jähnig zeigt am Dienstag, dem 14. April 2026, um 23:00 Uhr in ORF 2 und auf ORF ON, wie vielfältig diese Bindung unser Leben prägt: Für die Animationskünstlerin Émilie Tronche und ihre Freundin Ophélie Lepert ist sie ein Raum des Vertrauens; die Ballettstars Friedemann Vogel und Eleonora Abbagnato brauchen nur einen Blick, um zu wissen, alles wird gut; die Senioren des FC Bayern feiern Erfolge durch ehrliche Verbundenheit. Forschungen von Leiden über Linz bis Chicago belegen: Freundschaft aktiviert unser Belohnungssystem, stärkt Resilienz, schützt vor Einsamkeit – und ist vielleicht unsere wahre Superkraft. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 14.04.2026 ORF 2
  • 40 Min.
    Wenn eine hohe Erwartungshaltung unerfüllt bleibt, stellt sich Frustration ein. Das Gefühl macht sich breit, dass alle Anstrengungen umsonst waren. Die Dokumentation zeigt anhand von Beispielen, wie mit Frustration konstruktiv umgegangen werden kann – und auch, wie Religion und Spiritualität bei der Bewältigung von Frustrationen hilfreich sein können. Emotionen und Gedanken des Versagens und der Ohnmacht lähmen die vitalen Kräfte. Und vielleicht – je nach Charakter – regen sich auch aggressive Gefühle. Wer hingegen auf Enttäuschungserfahrungen dieser Art mit einer gewissen Gelassenheit reagieren kann und den niederdrückenden Emotionen Grenzen zu setzen vermag, hat offensichtlich eine ausgeprägte Frustrationstoleranz. Diese lässt sich Schritt für Schritt einüben – und macht innerlich freier. Frustration ist nicht umsonst. Carola Timmel hat für ihren Film Menschen getroffen, die auf dem Weg zu einer höheren Frustrationstoleranz bereits Fortschritte gemacht haben – ohne dass sie Rückschritte verschweigen. Ihr Film macht auch deutlich, dass eine weitere Perspektive auf das Dasein es leichter möglich macht, sich von den vielen ermüdenden und frustrierenden Begebenheiten des Alltags nicht kleinkriegen zu lassen: Unter dem Gesichtspunkt der Ewigkeit relativiert sich so manches irdische Ärgernis. Frustrationstoleranz hat so gesehen auch eine spirituelle Dimension. Reza Khabbaz, ehemaliger Profimusiker, ist jemand, der Frustration gut kennt. Sein Gitarrenspiel musste er wegen einer Krankheit aufgeben, bei der die Finger plötzlich streiken. Nach einem Tiefpunkt vor einigen Jahren suchte er nach einer beruflichen Alternative – und fand sie im Klavierbau. Der aus Persien stammende Musiker zeigt, dass es gelingen kann, große Frustrationen hinter sich zu lassen und neue Wege zu finden. Einer, der Frustrationstoleranz offensichtlich ebenfalls gut kultiviert hat, ist Stefan Schöner – Gastwirt im Wienerwald. Sein Universum ist ein Wirtshaus mit Gastgarten unter altem Baumbestand, ein Hühnerstall und ein Schuppen für den Traktor. An manchen Tagen ist der Garten mit Gästen voll besetzt – ein möglicher Stressfaktor, der Frustration vorprogrammiert. Als wichtigen Frustrationsgegenspieler nennt Stefan Schöner Ruhe und Gelassenheit. So kann ihn auch beim berühmten Vorführeffekt nichts aus der Ruhe bringen: Als die Motorsäge, die er anwerfen möchte, versagt, reagiert er ganz und gar nicht frustriert, sondern sagt entspannt: „C’est la vie!“ Frustration im Zusammenhang mit Krankheit ist ebenfalls ein Thema des Films: Pensionist Horst Haider erzählt, wie es ihm damit geht, dass er mit seiner an Alzheimer erkrankten Frau nicht mehr kommunizieren kann: „Sie ist heute für mich wie ein kleines Baby, das entdeckt, ob etwas schmeckt oder nicht – und dann die Freude, wenn sie hie und da die Augen aufmacht.“ Momente wie diese geben ihm Kraft, mit der großen Herausforderung einigermaßen umzugehen. Eine spannende Herangehensweise an Frustrationserfahrungen ist das von der buddhistischen Achtsamkeitsmeditation inspirierte Programm MBSR. Die Dharma- und Achtsamkeitslehrerin Tina Draszczyk gibt Einblicke in diese meditativen Techniken und stellt eine grundsätzliche Frage: „Was ist denn verkehrt an der Frustration – wenn ich weiß, wie ich mit ihr umgehe!?“ Gefühle der Frustration seien Momente, die einen daran erinnern, nach innen zu schauen: „Und diese Art, mit mir selbst in Beziehung zu treten, gibt mir eine gute Ressource, mich neu zu kalibrieren.“ Hinfallen und wieder aufstehen ist eine elementare Erfahrung, die Kinder möglichst früh lernen sollten, meint Zirkuspädagogin Ruth Schleicher. Sie ist Leiterin einer Zirkusschule – eine Institution, die mit Bewegungen der Zirkuskunst arbeitet und ein Spektrum zwischen anstrengenden Übungen und ästhetischer Körpererfahrung anbietet. In einer Zeit, in der Kinder viel Druck aushalten müssen, lernen sie dort Wesentliches im Umgang mit Frustration. „Viele der Kinder, die zu uns kommen, bringen Spannungszustände von der Schule mit. Erhöhte Leistungsanforderungen oder Gefangenheit in Gruppendynamiken sind wesentliche Gründe für Frustration“, sagt die Zirkuspädagogin. Hier sei Bewegung ein Regulativ, durch das Emotionen wie Frustration ausgedrückt und verarbeitet werden können. Denn nicht alle Kinder hätten eine Sprache dafür. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 09.02.2024 3satOriginal-TV-Premiere Fr. 04.09.2020 ORF 2
  • In den Bauernkriegen begehrten vor 500 Jahren Bauern, aber auch Städter und Bergleute in Deutschland und in heutigen österreichischen Gebieten aus ökonomischen und religiösen Gründen gegen die Obrigkeit auf. Initialzündung war die Reformation. Im Verlauf der Aufstände stellten die Bauern mit den Zwölf Artikeln von Memmingen erstmals Forderungen auf, die als frühe Formulierung von Menschenrechten gelten. Doch Luther wandte sich letztlich gegen die Bauern – die Aufstände wurden niedergeschlagen. Eine Doku über die gescheiterte Revolution und ihre langfristigen Folgen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 28.10.2025 ORF 2
  • Sie will Schülerinnen und Schüler gegen Hatespeech und problematische Onlinevideos wappnen: Renate Williwald ist Lehrerin und organisiert Schulworkshops durch externe Anbieter wie den Verein „Derad“ an einer Schule in Wien-Favoriten.
    Auf Social Media stoßen junge Menschen rasch auf islamistische Inhalte. Besonders orientierungssuchende Jugendliche geraten so mitunter in die Fänge von Ideologen, die ihnen scheinbar einfache Lösungen für ihre Probleme verkaufen. Doch es gibt mittlerweile auch Gegenstimmen: Etwa ein islamischer Geistlicher, der als Influencer seine zeitgemäße Sicht des Korans online darlegt, und ein Sozialarbeiter, der weiß, wo Jugendarbeit im digitalen Raum ansetzen muss. Wie man Jugendlichen Alternativen bietet, zeigt außerdem ein Workshop in einer sogenannten Brennpunktschule. kreuz & quer reportage blickt auf konstruktive Gegenstrategien und Präventionsmaßnahmen. (Text: ORF)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 08.11.2025 ARD alphaOriginal-TV-Premiere So. 02.11.2025 ORF 2
  • US-Präsident Ronald Reagan war davon überzeugt, dass der Vatikan neben den USA und der Sowjetunion eine dritte Supermacht sei. Nirgendwo sonst auf der Welt tummelten sich auf engstem Raum so viele Spione aus allen Lagern. Selbst die ostdeutsche Stasi platzierte Topagenten im Umfeld des Papstes. Durch die Wahl Johannes Paul II. rückte der Vatikan noch stärker ins Zentrum der Auseinandersetzung zwischen Ostblock und westlicher Welt. Im Mai 1981 findet der Konflikt ein tragisches Fanal: Die Schüsse des Ali Agça auf Papst Johannes Paul II. zählen bis heute zu den ungelösten Rätseln des Vatikans, verbunden mit zahlreichen falschen Fährten, Lügen, Täuschungen und Intrigen. „Geheimauftrag Pontifex“ beleuchtet dieses wenig bekanntes Kapitel aus der Zeit des Kalten Kriegs. Investigative Recherchen, seltene Archivaufnahmen sowie aufwändige Dreharbeiten in Italien, Polen, den USA und Deutschland sorgen für einen spannenden dokumentarischen Thriller mit überraschenden Einsichten. Zugespitzt auf die Geschehnisse im kleinsten Staat der Welt, dem Vatikan, entsteht ein einzigartiges Porträt des dramatischen Kampfes zweier Weltsysteme. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 26.04.2022 ORF 2
  • Original-TV-Premiere Di. 26.04.2022 ORF 2
  • Ein intimes Porträt der Amish über Familie, Leben und Glauben – dieser Film eröffnet eine Welt, die normalerweise geheim gehalten wird. Miriam und David sind „Old Order Amish“. Fotografieren ist nach den strengen Regeln der Amish Kirche nicht gestattet, dennoch erlaubt diese Familie den Filmemachern einen Einblick in ihr Zuhause und ihr Leben. Wir erfahren, was dabei für die Familie auf dem Spiel steht – und warum sie es trotzdem riskieren wollte, ihr Leben mit uns zu teilen. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 19.07.2022 ORF 2
  • 55 Min.
    Ao. Univ.-Prof. DDr. Matthias Beck (Theologe, Mediziner, Autor).
    Seit Menschengedenken forschen Ärztinnen und Ärzte an den Ursachen von Krankheiten. Gesucht war die Gesundheit, aber ihre Ursachen standen viel seltener im Fokus. Ebensowenig daher die Frage, was Gesundheit denn eigentlich ausmacht. Die Doku von Andrea Eder geht neuen Ansätze in der Medizin nach und dem Einfluss von Seele, Psyche, Lebenseinstellung und Religion auf die Gesundheit. (Text: ORF)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 27.09.2023 3satOriginal-TV-Premiere Di. 29.03.2022 ORF 2
  • Was ist Yoga? Die aus Indien stammende Lehre zeigt sich heute in vielen Formen und Farben. Für manche ist Yoga Trend-Sport, für andere Unterhaltungsmedium. Weitere nutzen es, um körperliche Leiden zu lindern. Die ursprüngliche, etwa 5000 Jahre alte, philosophische Lehre des Yoga ist um einiges komplexer und birgt Mysterien: mittels Atemtechniken (Pranayama) und Körperübungen (Asanas) sollen Praktizierende dabei eine Verbindung zu einem höheren Selbst finden. Yoga hat seine Wurzeln im Hinduismus und Buddhismus. Inwiefern, aber ist es selbst Religion? Was macht einen echten Yogi, eine echte Yogini aus? Das Streben nach ganzheitlicher Heilung und spirituellem Wachstum? Kreuz & Quer begibt sich auf die Suche nach den Ursprüngen der beliebten Praxis, seinen Ausprägungen und Schattenseiten heute. (Text: ORF)
    Original-TV-Premiere Di. 23.01.2024 ORF 2
    Österreichische Erstausstrahlung ursprünglich angekündigt für den 14.02.2023

zurückweiter

Erhalte Neuigkeiten zu kreuz und quer direkt auf dein Handy. Kostenlos per App-Benachrichtigung. Kostenlos mit der fernsehserien.de App.
Alle Neuigkeiten zu kreuz und quer und weiteren Serien deiner Liste findest du in deinem persönlichen Feed.

Auch interessant…

Hol dir jetzt die fernsehserien.de App