Staffel 1, Folge 1–2

Staffel 1 von „Geheime Unterwelten der SS“ startete am 06.12.2019 bei ZDFinfo.
  • Staffel 1, Folge 1
    Stockfotografie Befestigung Nazideutschlands – Bild: Deposit
    Stockfotografie Befestigung Nazideutschlands
    Kein anderes Bundesland wird mehr mit Geheimnissen des „Dritten Reiches“ in Verbindung gebracht als Thüringen – im Zweiten Weltkrieg ein Zentrum der unterirdischen Rüstungsindustrie. Unter Tage wurden modernste Waffen produziert. Die bekannteste Anlage ist Mittelbau-Dora, dort wurden V2-Raketen gefertigt. Auch Hitlers letztes Führerhauptquartier sollte im Jonastal errichtet werden. Zehntausende KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter waren beim Bau der unterirdischen Anlagen und in der V-Waffen-Produktion zu Tode geschunden worden. Den Amerikanern bot sich ein schreckliches Bild, als sie das Konzentrationslager Ohrdruf befreiten.
    Auf dem naheliegenden Truppenübungsplatz der SS sollen in den letzten Monaten vor der Befreiung angeblich noch Versuche mit nuklearen Sprengkörpern stattgefunden haben, wie aus russischen Militärakten hervorgeht. Unter der Erde sollen zahlreiche Anlagen in dieser durch Karsthöhlen durchzogenen Gegend existieren. Was die Amerikaner tatsächlich in der Region um Ohrdruf vorgefunden haben, unterliegt bis heute der Geheimhaltung. Auch in der russischen Besatzungszeit drangen kaum Informationen über das wahre Ausmaß der geheimen Aktivitäten der SS ans Tageslicht.
    Das Ausmaß dessen, was nach der Befreiung im Raum des Jonastales an Waffen oder wertvollen Gütern gefunden wurde, ist bis heute nicht bekannt. Zahlreiche Kunstschätze sollen noch in den Untertageanlagen und Bergwerken versteckt liegen. Auch über den Verwendungszweck dieser Unterwelten streiten sich seit Jahrzehnten die Historiker. Eine zu DDR-Zeiten ins Leben gerufene Kommission der Stasi suchte an mehr als 30 Orten, auch nach dem Bernsteinzimmer.
    Laut Behörden existieren im Raum Ohrdruf keine weiteren Anlagen – bis auf das nie fertiggestellte angebliche Führerhauptquartier und das von den Amerikanern demontierte Amt 10. Doch locken diverse Spekulationen immer noch Schatzsucher aus aller Welt nach Thüringen. Auch im brandenburgischen Ludwigsfelde, wo bereits von der Gemeinde veranlasste Bohrungen vom ZDF gefilmt und die dabei entdeckte Anlage besichtigt wurden, gab es Erkundungen. Auch hier stellt sich die Frage, welche Rolle die SS in den Unterwelten vor Ort spielte. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-PremiereFr 06.12.2019ZDFinfo
  • Staffel 1, Folge 2
    Das zur Zeit der NS-Herrschaft „Protektorat Böhmen und Mähren“ genannte Gebiet mit seiner weitläufigen, dünn besiedelten hügeligen Landschaft ist heute ein Teil von Tschechien. Jedes Jahr kommen zahlreiche Forscher und Schatzsucher hierher. Auch in dieser Region ist immer wieder von verborgenen Einlagerungen aus der NS-Zeit und geheimsten Entwicklungen deutscher „Wunderwaffen“ die Rede. Unterirdische Gewölbe einiger Schlösser, erweiterte ehemalige Bergwerke und ausgebaute Höhlen geben noch immer Rätsel auf. Tausende Häftlinge arbeiteten beim Bau von riesigen Untertageanlagen und in der Produktion für V-Waffen.
    Die Areale „Richard I, II, III“ bei Leitmeritz sind nur ein Beispiel für den Größenwahn der Nazis. Amerikanische und sowjetische Einheiten transportierten dort kurz nach dem Krieg modernste Waffentechnologie ab. Rätsel gibt auch der ehemalige SS-Truppenübungsplatz Beneschau auf, einst eine mehrere Quadratkilometer umfassende Sperrzone. Auch noch in der Nachkriegszeit suchten hier US-Geheimkommandos – unter Bruch des Völkerrechts – nach NS-Hinterlassenschaften. Tatsächlich wurden sie bei Stechovice fündig, zahlreiche Kisten und Geheimdokumente wurden entdeckt.
    Darin befanden sich Dokumente und verschlüsselte Hinweise über weitere unterirdische Depots beim nahe gelegenen Staudamm der Moldau. Seit Jahrzehnten versuchen Geheimdienste, Behörden und Schatzsucher, das Rätsel von Stechovice zu entschlüsseln. Die Meldung ging um den Globus: Im polnischen Walbrzych (ehemals Waldenburg) sei ein Panzerzug aus den letzten Tagen des „Dritten Reiches“ unterirdisch geortet worden, womöglich beladen mit Gold. Das entpuppte sich schließlich als Irrtum. Doch befinden sich mehrere Untertageanlagen in der Region. Es sind verschiedene Teile einer Unterwelt, die ihrem Namen gerecht wird: „Riese“.
    Geheime Kommandos der SS des nahe gelegenen Konzentrationslagers „Groß-Rosen“ bauten mit Tausenden Häftlingen bereits ab 1943 zahlreiche unterirdische Produktionsstätten in den Hügeln des Eulengebirges. Wissenschaftler rätseln, wofür die zum Teil domartigen Hallen unter Tage errichtet wurden. Sowjetische Elitetruppen sperrten die Areale nach dem Krieg ab. Hochrangige Wissenschaftler inspizierten die Anlagen. Dokumente deuten darauf hin, dass es offenbar Pläne der SS gab, den Widerstand nach dem Krieg aus unterirdischen Stellungen heraus fortzusetzen. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-PremiereFr 06.12.2019ZDFinfo

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