Expeditionen ins Tierreich Die Lübecker Bucht – Tiere an der Ostseeküste
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Die Lübecker Bucht – Tiere an der Ostseeküste
45 Min.
Sonne, Strand und Seebäder: Die Lübecker Bucht gilt als Inbegriff norddeutscher Urlaubskultur. Badeorte wie Kellenhusen, Grömitz oder Travemünde ziehen jedes Jahr Millionen von Menschen an. Dieser Film nimmt die Zuschauer*innen mit auf eine Reise in diese spektakuläre Natur. Eine Landschaft, die von der letzten Eiszeit geformt wurde und bis heute im Wandel ist: Steilküsten, die langsam ins Meer abrutschen, junge Dünen, die entstehen, und stille Rückzugsorte, die seltenen Arten eine Heimat bieten. Im Zentrum steht der Kiebitz, einst ein „Allerweltsvogel“, heute vielerorts vom Aussterben bedroht.
Der Film begleitet seinen Kampf ums Überleben – gegen Feinde, Wetterextreme und menschliche Eingriffe. Gleichzeitig erzählt er von Erfolgen des Naturschutzes, der dem Vogel eine Rückkehr ermöglicht. Doch die Lübecker Bucht ist auch Lebensraum für viele andere Tiere:
Seeadler ziehen ihre Jungen groß, Fischotter kehren in die Gewässer zurück, Uferschwalben nisten in steilen Klippen und Schweinswale jagen in den flachen Küstengewässern. Selbst in stark genutzten Landschaften haben sich überraschende Nischen erhalten, vom ehemaligen Grenzgebiet am Dassower See bis zu stillen Trockenrasen und Dünen.
Auch im Kulturland hinter der Küste gibt es viel zu entdecken. Im Herbst etwa streiten dort Wildschweine und Damhirsche um die Gunst der Weibchen. Tourismus, Landwirtschaft und Küstenschutz formen die Region ebenso wie historische Entwicklungen. Wo einst innerdeutsche Grenze und Sperrgebiet waren, sind heute wertvolle Rückzugsräume entstanden. Mit eindrucksvollen Bildern und Beobachtungen dokumentieren die Naturfilmer Klaus Weißmann und Wilma Kock, wie widerstandsfähig – und zugleich verletzlich – die Tierwelt der Lübecker Bucht ist. (Text: NDR)