Dokumentation in 4 Teilen, Folge 1–4

    • Folge 1 (43 Min.)
      Vor allem samstags kommen viele zusätzliche Freiwillige auf den Permakulturhof Vorm Eichholz in Wuppertal. Den Höhepunkt bildet ein gemeinsames Mittagessen, zu dem die eigenen Produkte auf den Tisch kommen: Kartoffeln, Salat, Gemüse, Obst. – Bild: Joerg Adams/​Johannes Backes
      Vor allem samstags kommen viele zusätzliche Freiwillige auf den Permakulturhof Vorm Eichholz in Wuppertal. Den Höhepunkt bildet ein gemeinsames Mittagessen, zu dem die eigenen Produkte auf den Tisch kommen: Kartoffeln, Salat, Gemüse, Obst.
      Ende Juni in einem Bauerngarten im Bergischen Land. Diese Folge der vierteiligen Dokumentation – „Ein Tag im Sommergarten“ – widmet sich der warmen Jahreszeit auf dem Hof, der leidenschaftlich nach den Regeln der Permakultur bewirtschaftet wird. Dieses etwas andere Konzept basiert darauf, die Natur genau zu beobachten und nachzuahmen.
      Während der Sommermonate ist der Hof vor allem mit Herausforderungen im Zeichen des Klimawandels konfrontiert: Wie lassen sich Bohnen, Mais und Kürbis ernten, wenn es nur wenig regnet? Die verantwortungsvolle Philosophie der Permakultur stellt einige Regeln herkömmlicher Gartentraditionen auf den Kopf: Wassergefüllte Tongefäße werden nach spanischer Tradition verbuddelt, es wird permanent Mulch ausgebracht und die Nutzung des Komposthaufens wird zu einer Wissenschaft für sich… Nicht immer läuft alles nach Plan, aber Grundsatz ist das Miteinander aller Bewohnerinnen und Bewohner des Gartens – der Regenwürmer ebenso wie der Wild- und Honigbienen, Ameisen, Schnecken und Blattläuse. Ziel ist der Erhalt einer möglichst großen Biodiversität. Ein weiterer wichtiger Leitsatz des nachhaltigen Konzepts besteht in der genauen Beobachtung des Gartens.
      Denn nur diese erlaubt es zu erkennen, wie man die geheimen Schätze schonend nutzen kann. Auch so ein Garten hat seine Gesetze: Vogelstimmen- und Blumenuhr schaffen einen natürlichen Rhythmus, den man nur zu lesen wissen muss. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereMo 19.04.2021arte
    • Folge 2 (43 Min.)
      Die Pflege des Bodens spielt eine besondere Rolle in der Permakultur. Der Boden gilt als „Magen“ der Vegetation. Entsprechend viel Aufmerksamkeit bekommt der Kompost. Hier entsteht das „Gold des Gärtners“.
      Anfang Oktober: Rückkehr in den Bauerngarten im Bergischen Land. Die Folge „Ein Tag im Herbstgarten“ der vierteiligen Dokumentation lädt dazu ein, den Permakulturhof im Herbst wiederzuentdecken. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Konkurrenz und der Zusammenarbeit einzelner Pflanzen. Außerdem steht nun die Ernte an. Die nachhaltigen Gärtnerinnen und Gärtner bringen Obst, Kartoffeln und Gemüse ein. Auch selbst gewonnenes Saatgut wird geerntet. Sie soll das Überleben alter Gemüsesorten sichern. Um aussichtsreiche Erträge zu sichern, ist Kompostieren unabdingbar. Dafür werden nicht nur Pferdeäpfel, sondern auch der spezielle Dünger Terra preta verwendet. Die Herstellung des fruchtbaren Bodens greift auf traditionelle Methoden indigener Gemeinschaften des Amazonas zurück.
      Denn das Kompostieren ist eine Wissenschaft für sich, die nach jahrtausendealten Regeln funktioniert… Am Ende hat sich die viele Arbeit gelohnt: Zum feierlichen Abschluss des Herbsttages veranstaltet die Truppe ein Festmahl aus ihren eigenen Erträgen. Obwohl sich die Freiwilligen nicht vollkommen selbst versorgen können, genießen sie die Vorzüge ihrer Leidenschaft. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereMo 19.04.2021arte
    • Folge 3 (43 Min.)
      Die Kälte ist oft erbarmungslos: Der Frost setzt der Natur und dem Garten zu und so zieht sich alles zurück oder verendet.
      Die Folge „Ein Tag im Wintergarten“ der vierteiligen Dokumentation widmet sich der kalten Jahreszeit auf dem Hof. Die Temperaturen liegen nachts weit im Minusbereich und eine Schneedecke liegt über der Vegetation des Gartens. Die Natur scheint zu dieser Jahreszeit stillzustehen. So schön der Winter vielleicht aussieht, so paradiesisch der Frieden auch wirkt: Die Kälte ist oft erbarmungslos. Der Frost setzt der Natur zu und so zieht sich alles zurück oder verendet. Die Tiere müssen sich daher bemühen, etwas zu essen zu finden. Der Winter ist eine Herausforderung. Während die Natur sich weitgehend ausruht, muss am Permakulturhof einiges passieren, damit der Garten gut ins neue Jahr starten kann.
      Trotz eisiger Temperaturen stehen die Zeichen auf Umbau: In diesen Wochen müssen die Beete für die Aussaat im Frühjahr vorbereitet und Kompost ausgebracht werden. Einen Teil der Ernte müssen die Permakulturgärtner und -gärtnerinnen auch im Winter einfahren, denn selbst in der kalten Jahreszeit wächst Gemüse in den Beeten: Filderkraut, Sellerie, Mangold, Lauch und vor allem Kohl. Vor 20 Jahren war hier noch ein Bauernhof. In der Nachbarschaft siedelten sich Schrebergärten an und irgendwann übernahm eine Initiative den Hof, um ihr Projekt zu realisieren, einen Bauerngarten: den Permakulturhof Vorm Eichholz. Seitdem läuft ein Experiment: der sanfte Versuch, ein Paradies zu schaffen – im Einklang mit der Natur. Als die Temperaturen langsam steigen, setzt das Tauwetter ein.
      Doch die Schneeschmelze setzt Kälte frei und macht den pflanzlichen Zellen oft schwer zu schaffen. Von nun an fehlt die schützende Schneedecke. Wenn es erneut friert, sind Keime und Triebe dem Frost ausgeliefert. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereMo 21.02.2022arteDeutsche Online-PremiereMi 20.04.2022arte Mediathek
    • Folge 4 (43 Min.)
      In der Permakultur haben die Menschen eine untergeordnete Bedeutung -– denn hier zählt die Natur.
      So langsam erwacht der Garten aus dem Winterschlaf. Die Folge „Ein Tag im Frühlingsgarten“ zeigt den Permakulturhof Ende April, zu Beginn des Frühlings. In dieser Zeit zeigt sich, was den Winter überlebt hat. Alles im Garten verändert sich binnen weniger Tage: Die ersten Triebe und Knospen sprießen und die Tiere werden wieder munter. Die Vögel singen in der üblichen Reihenfolge. Zuerst der Gartenrotschwanz, dann die Schwalben, Rotkehlchen, Meisen, Stare, Buchfinken. Jeden Morgen in derselben Abfolge. Die meisten Singvögel sind jetzt in der Brutzeit und daher eifrig mit dem Bau ihrer Nester beschäftigt. Manche bauen ihre Nester auf Balken, Simsen und Ablagebrettern im Schuppen, von denen sie hoffen, dass sie für die Katzen unerreichbar sind.
      Manche Amseln ziehen ihre Brut sogar in bodennahen Nestern groß, geschützt nur durch möglichst undurchdringliche Hecken. Elstern hingegen bauen in zehn Meter Höhe in Bäumen mit beweglichem Geäst. Nicht nur die Vögel sind in der Balz- und Brutzeit. Der Permakulturhof ist zurzeit ein Liebesnest und überall stehen die Zeichen auf Vermehrung. Die Feuerwanzen sind ineinander verkeilt und selbst die Hundertfüßer können nicht voneinander lassen. In der Permakultur haben die Menschen eine untergeordnete Bedeutung, denn was hier zählt, ist die Natur. Die Gärtner und Gärtnerinnen haben sich zum Ziel gesetzt, diese zu respektieren und zu unterstützen. Dem Einzug des Frühlings sind in den letzten Wochen viele Arbeiten vorangegangen: Der Bauerngarten ist aufgeräumt, Beete sind gesäubert und erste Saatreihen akkurat ausgerichtet.
      Und schließlich ist die Zeit gekommen: In den Beeten sprießt es. Auch im Kräutergarten wachsen die frischen Triebe, vor allem die der heimischen Küchen- und Heilpflanzen. (Text: arte)
      Deutsche TV-PremiereMo 21.02.2022arteDeutsche Online-PremiereSo 20.02.2022arte Mediathek

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