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    6 Folgen, Folge 1–7

    • Folge 1 (30 Min.)
      Mumbai, das ehemalige Bombay, ist die größte Hafenstadt des indischen Subkontinents. Mehr als 20 Millionen Menschen leben auf engstem Raum, mehr als die Hälfte davon in Slums. Die Lage auf einer Halbinsel verhindert, dass Mumbai mehr Fläche gewinnt. Wachstum heißt hier Verdichtung und in die Höhe bauen. In kaum einer anderen Metropolenregion liegt die Verantwortung für die Stadt so sehr in den Händen ihrer Bürger. Das Fehlen einer starken Stadtregierung gibt informellen Strukturen, Nachbarschaftsprojekten und lokalen Initiativen ein besonderes Gewicht. Das UDRI, das Urban Design Research Institute zum Beispiel kartiert, dokumentiert und bewahrt alte Gebäude in der Innenstadt. Viele dieser Gebäude wären längst schon neuen Hochhäusern gewichen und der letzte Park eingeebnet, wenn das UDRI keinen Widerstand organisiert hätte.
      Ein anderes Projekt, das Waterfront-Center, hat begonnen, ein paar Kilometer Küste zum öffentlichen Raum umzugestalten. Bisher ist das einmalig in Mumbai. Der Strand gilt als Müllkippe, kollektive Toilette und für Fischer und Wäscher als Arbeits- und Lebensort. Der Übergang zwischen Slums und Meer ist fließend. Ein paar engagierte Anwohner haben nun den Strand gesäubert und eine Promenade mit Bänken und Grünflächen angelegt. Nicht weit davon entfernt liegt der größte Slum. In einem Teil von Santa Cruz haben sich ursprünglich aus einer Laune heraus ein paar Jungs zusammengetan, um ihren Slum „upzugraden“. Entstanden ist Mumbai einst aus sieben kleinen Inseln, die durch Landaufschüttungen verbunden und zu einer Halbinsel gemacht wurden. Davon ist heute nichts mehr zu erkennen.
      Doch eine Summe vieler kleiner Inseln ist die Stadt auch als 20-Millionen-Metropole geblieben. (Text: Phoenix)
      Deutsche TV-PremiereSo 14.02.2010Planet
    • Folge 2 (30 Min.)
      Sao Paulo ist zwar nicht so berühmt wie Rio de Janeiro, aber wichtigste Stadt Brasiliens und die größte Metropolenregion auf der Südhalbkugel. Hier konzentrieren sich Wirtschaftskraft, Finanzen, Reichtum und Armut des Landes so dicht beieinander wie nirgendwo sonst. In 160 Jahren ist die Zahl der Einwohner Sao Paulos um das Vierhundertfache gestiegen. Elf Millionen Menschen wohnen in der Stadt und 20 Millionen in der Region. Sao Paulo ist ein Magnet – die Hoffnung auf Arbeit und der Traum vom Wohlstand locken. Doch mit dem Wachstum steigt auch die Zerrissenheit. Ghettos für extrem Reiche stehen denen der extrem Armen direkt gegenüber. Die Mehrheit der Paulistanos lebt unter prekären Verhältnissen.
      Der Transformationsprozess Sao Paulos von der Textil-, Kaffee- und Handelsmetropole hin zum Banken- und Verwaltungszentrum frisst den Raum in der Innenstadt. Für einfaches Leben ist da kaum noch Platz. In einem alten Fabrikgebäude haben 80 Familien einen vertikalen Slum geschaffen. Sie besetzen die hohe Industrieruine in der sie kleine Wohnungen geschaffen haben. Für sie war es die einzige Chance, in der Innenstadt und der Nähe ihrer Arbeitsplätze zu bleiben. Inzwischen ist das Hochhaus Beispiel und Vorbild für andere Projekte in Sao Paulo. (Text: Phoenix)
      Deutsche TV-PremiereSo 21.02.2010Planet
    • Folge 3 (30 Min.)
      Istanbul ist die wahrscheinlich älteste Stadt der Welt und die einzige Stadt, die auf zwei Kontinenten liegt. Der Bosporus trennt Europa und Asien und gibt der Stadt ihr Wahrzeichen und ihr Gesicht. Seit 2700 Jahren leben Menschen hier. – Das Römische Reich wurde von hier aus regiert, später das byzantinische, danach das osmanische. Die Stadt war schon immer Weltstadt, ganz gleich ob als Byzantion, Konstantinopel oder seit 1930 als Istanbul. Die Lage zwischen den Kontinenten, den Meeren und den Welten machen Istanbul zu einem Drehkreuz für Handel, Transport und Wirtschaft. Knapp 13 Millionen leben in der eigentlichen Stadt, noch einmal so viele im Großraum, dazu kommen ein paar Millionen Illegale. Istanbul ist schon heute die drittgrößte Stadt der Welt. 90 Prozent der Bevölkerung sind Zugezogene, die hier auf Arbeit und Wohlstand hoffen.
      An ihrer Integration hängt die Zukunft der Stadt. In einem Vorort wird das besonders deutlich. In Hütten, die eigentlich für ein Erdbebengebiet bestimmt waren, können junge Männer leben, die für ein Kinderheim zu alt, als Straßenjungs in Istanbul gestrandet sind. Wer älter als 18 Jahre ist, hat keine Chance auf staatliche Hilfe. Drogen, Kriminalität, Gefängnis und Obdachlosigkeit sind die üblichen Stationen für die Jungs, die hier Unterschlupf erhalten. (Text: Phoenix)
      Deutsche TV-PremiereSo 28.02.2010Planet
    • Folge 4 (30 Min.)
      Mexico City ist die höchst gelegene Megastadt der Welt und Sinnbild für städtischen Gigantismus. 2300 Meter über dem Meeresspiegel erstreckt sich die schwer durch Erdbeben gefährdete Stadt in einem 60 Kilometer langen und 100 Kilometer breitem Talkessel. Bis zum Horizont reicht das Meer von Häusern und Problemen: Smog, Kriminalität, Verkehrsinfarkt, Armut und Korruption sind allgegenwärtig. Bei näherer Betrachtung hat das Chaos der Stadt dennoch Strukturen. Kleine nachbarschaftliche Initiativen machen die Metropolenregion mit ihren knapp 20 Millionen Einwohnern extrem vielfältig und facettenreich. Da sind Projekte, in denen die Bewohner der Vororte für Arbeit in der Nachbarschaft sorgen, um den Kampf durch das tägliche Verkehrschaos zu vermeiden.
      Da sind Initiativen, die Immigranten in das städtische Leben integrieren, weil das Wachstum von Mexico City heute ganz überwiegend durch den Zuzug vom Land und aus Mittelamerika erfolgt. Und seit Kurzem geht es den kleinen privaten Verbindungen immer öfter auch um die Umwelt. Die Lage auf einer vulkanischen Achse und in einem von Bergen umgebenen Becken führt zu Erdbeben, Überschwemmungen, Trockenheit, Sandstürmen und immer öfter auch zum zeitweisen Verschwinden des Grundwassers. Die Arbeit für eine bessere Umwelt ist insofern immer auch eine Arbeit für das Überleben der Stadt. (Text: Planet)
      Deutsche TV-PremiereDo 19.08.2010Phoenix
    • Folge 5 (30 Min.)
      Kapstadt wird die „Mutterstadt“ Afrikas genannt. Die erste Stadt der Kolonialzeit liegt am westlichen Ende ganz im Süden des afrikanischen Kontinents. Keine fünfzig Kilometer sind es von hier bis zum Kap der Guten Hoffnung, wo früher die Hauptgefahr für Handelsschiffe auf dem Weg nach Indien lag. Die Universität von Kapstadt, eine alte Burganlage im Zentrum und einige Häuser an der Küste, erinnern heute noch an die Kolonialherrschaft der Niederländer und Briten. Wesentlich allgegenwärtiger sind jedoch die Spuren der Apartheid. (Text: Phoenix)
      Deutsche TV-PremiereFr 27.07.2012Phoenix
    • Folge 6 (30 Min.)
      Der Zuckerhut und die 38 Meter hohe Christusfigur sind die Wahrzeichen der Stadt und prägen das Bild von Brasilien in der Welt. Dabei ist Rio de Janeiro nur die zweitgrößte Stadt Brasiliens. Mehr als 6.3 Millionen Menschen leben in der City und gut 12 Millionen in der Metropolenregion.
      Die Copacabana, einer der berühmtesten Strände der Welt, zieht Touristen und teure Bauprojekte an. In unmittelbarer Nachbarschaft dazu wachsen die Favelas in die Berge. Wohl kein anderes Elendsviertel der Welt hat eine derart atemberaubende Aussicht. Die Kontraste der Stadt sind extrem und sie verschärfen sich mit den Neubauten für die Fußball-WM 2014 und Olympia 2016. Die Welt wolle Rio nur für die schönen Bilder, als Marketing für den Sport und nicht um der Menschen willen, so denken viele. Und die gewaltsame Befriedung von Favelas durch den massenhaften Einsatz von Militär und Polizei hat zwei Seiten. Wo der Drogenhandel weicht, kommen die Grundstücksspekulanten und der Herrschaft der Gangs folgt die der Polizei. Wo da der Platz für die einfachen Menschen ist, findet sich erst langsam.
      Ein Viertel der Einwohner lebt in Favelas. Im Norden der Stadt liegt der Complexo da Maré, eine Ansammlung mehrerer Favelas, in einige davon traut sich seit Jahren kein Polizist mehr hinein. Hier haben die Straßen keine Namen und die Post wird nicht zugestellt. Drogen und Waffen gehören zum Straßenbild. Eine kleine Initiative von Anwohnern will dieses Viertel lebenswerter machen, den Straßen Namen und den Menschen Adressen geben. Eine Kartierung und Volkszählung, angestoßen durch private Initiative, die einen einmaligen Blick in die soziologische Struktur der Favela gibt.
      Ein paar Straßen weiter: Die jahrelang vermüllten Flächen unter der Hochstraße haben junge Erwachsene zum Spielplatz verwandelt und spielen, basteln, toben und musizieren jeden Tag genau da mit Kindern der Nachbarschaft, wo sich zuvor rivalisierende Drogengangs Auseinandersetzungen und Schießereien geliefert haben.
      Am anderen Ende der Stadt, dort wo Investoren gut gesicherte moderne Wohnhochhäuser bauen und das neue Olympiagelände wächst, müssen Favelas weichen. 220 Familien wollen das nicht hinnehmen. Sie wehren sich mit Protest und mit eigenen Plänen. Sie haben die Universität zu ihrem Verbündeten gemacht und kontern die Baupläne der Stadt mit eigenen Plänen, die auf das Nebeneinader der unterschiedlichen Gesichter und Funktionen der Stadt setzen.
      Überall in Rio de Janeiro gibt es Projekte, bei denen die Einwohner selbst öffentlichem Raum für sich und ihre Interessen erobern und gestalten, abseits von Olympia und Fußball-WM. Die Stadt steckt mitten im vielleicht größten Veränderungsprozess ihrer Geschichte. (Text: Phoenix)
      Deutsche TV-PremiereDo 02.01.2014Phoenix

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