A7 – Brückenhochzeit über dem Kanal
27 Min.
Die neue Rader Hochbrücke an der A7 steht vor einem entscheidenden Bauabschnitt: über dem Nord-Ostsee-Kanal soll das letzte große Brückenteil eingesetzt werden. Für Schleswig-Holstein ist das ein Jahrhundertprojekt – und für die beteiligten Ingenieure eine logistische Meisterleistung. Fast jeder im Norden kennt die Rader Hochbrücke. Seit 1972 führt sie die Autobahn 7 über den Nord-Ostsee-Kanal und verbindet Schleswig-Holstein mit Dänemark und Skandinavien. Rund 54.000 Pendlerinnen und Pendler, Urlauber und Lkw-Fahrer nutzen die Brücke täglich.
Doch das 1500 Meter lange Bauwerk ist in die Jahre gekommen und wird durch eine neue Hochbrücke ersetzt. Der spektakulärste Moment des Neubaus ist die sogenannte Brückenhochzeit. Dabei wird das fehlende Mittelstück der neuen Brücke eingesetzt. Das Stahlsegment ist fast 120 Meter lang und wiegt mehr als 1000 Tonnen. Es wird direkt am Nord-Ostsee-Kanal gefertigt und muss anschließend über das Wasser transportiert, angehoben und millimetergenau zwischen die beiden Brückenhälften eingefügt werden. Für diesen Einsatz bleibt nur ein enges Zeitfenster: innerhalb von 16 Stunden muss alles erledigt sein.
So lange kann der Nord-Ostsee-Kanal für die Schifffahrt gesperrt werden. Eine Verlängerung ist kaum möglich, denn die Wasserstraße gehört zu den meistbefahrenen künstlichen Kanälen der Welt. Jede Verzögerung würde erhebliche Kosten verursachen. Gearbeitet wird deshalb in der Nacht. Der Grund: bei sommerlichen Temperaturen kann sich der Stahl ausdehnen. Das ohnehin riesige Brückenteil würde sich dadurch verändern, ein Risiko für die passgenaue Montage.
Auch Wind, Wetter oder technische Probleme können den Zeitplan gefährden. Verantwortlich für den Ablauf ist Bauleiter Hans-Jürgen Pätzold. Für ihn und sein Team muss jeder Handgriff sitzen. Die NDR „Nordreportage“ begleitet die Vorbereitungen und den Einhub des letzten Brückenteils, einen Moment, der über Jahre geplant wurde und für den Norden von großer Bedeutung ist. Der erste Teil der neuen Rader Hochbrücke soll Ende 2026 für den Verkehr freigegeben werden. Und auch danach bleibt die Baustelle an der A7 eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte in Schleswig-Holstein. (Text: tagesschau24)
Doch das 1500 Meter lange Bauwerk ist in die Jahre gekommen und wird durch eine neue Hochbrücke ersetzt. Der spektakulärste Moment des Neubaus ist die sogenannte Brückenhochzeit. Dabei wird das fehlende Mittelstück der neuen Brücke eingesetzt. Das Stahlsegment ist fast 120 Meter lang und wiegt mehr als 1000 Tonnen. Es wird direkt am Nord-Ostsee-Kanal gefertigt und muss anschließend über das Wasser transportiert, angehoben und millimetergenau zwischen die beiden Brückenhälften eingefügt werden. Für diesen Einsatz bleibt nur ein enges Zeitfenster: innerhalb von 16 Stunden muss alles erledigt sein.
So lange kann der Nord-Ostsee-Kanal für die Schifffahrt gesperrt werden. Eine Verlängerung ist kaum möglich, denn die Wasserstraße gehört zu den meistbefahrenen künstlichen Kanälen der Welt. Jede Verzögerung würde erhebliche Kosten verursachen. Gearbeitet wird deshalb in der Nacht. Der Grund: bei sommerlichen Temperaturen kann sich der Stahl ausdehnen. Das ohnehin riesige Brückenteil würde sich dadurch verändern, ein Risiko für die passgenaue Montage.
Auch Wind, Wetter oder technische Probleme können den Zeitplan gefährden. Verantwortlich für den Ablauf ist Bauleiter Hans-Jürgen Pätzold. Für ihn und sein Team muss jeder Handgriff sitzen. Die NDR „Nordreportage“ begleitet die Vorbereitungen und den Einhub des letzten Brückenteils, einen Moment, der über Jahre geplant wurde und für den Norden von großer Bedeutung ist. Der erste Teil der neuen Rader Hochbrücke soll Ende 2026 für den Verkehr freigegeben werden. Und auch danach bleibt die Baustelle an der A7 eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte in Schleswig-Holstein. (Text: tagesschau24)
Cast & Crew
Drehbuch: Jela Henning
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