Hund, Rabe, Fuchs: Tierische Filmstars – Tiertrainerin Fränzes wilde WG
30 Min.

Bild: NDR/blend film
„Ich arbeite von der Fliege bis zum Elefanten mit allen!“, sagt Fränze Lüttich. Ob Skorpion, Nandu oder Ziege: Die selbstständige Tiertrainerin setzt Tiere vor der Kamera in Szene. Fränze wohnt, werkelt und probt gemeinsam mit ihren eigenen Tieren, drei Hunden, zwei Füchsen, einem Kolkraben sowie diversen Katzen, Hühnern und Tauben, allein auf einem riesigen Grundstück in einem Wald in Schleswig-Holstein. Zudem ist sie eine der wenigen Tiertrainer in Europa, die auch mit Füchsen vor der Kamera arbeiten. Die 39-Jährige ist mit Hunden, Rabe und Fuchs bei einem Schmuck-Shooting, einem Musikvideo-Dreh, oder dreht mit Dackel Polly Lehrvideos für Kinder im Straßenverkehr.
Hinzu kommt der Alltag zu Hause rund um Impfungen, Umbauten und intensiven Trainings, eine Art norddeutsche „Villa Kunterbunt“ und Ruhepol für die wilde WG. Fränzes größte Herausforderung ist der Spagat zwischen professionellen Anforderungen am Set und dem Schutz sowie dem Vertrauen der Tiere. „Ich beschäftige mich jeden Tag einzeln mit jedem. Und abends bring ich auch jeden einzeln ins Bett. Ob’s der Rabe ist, die Hühner oder die Kaninchen.
Die sind einfach meine Familie und nicht bloß Kollegen.“ Ihre Arbeit beginnt lange vor dem eigentlichen Dreh: Sie muss die Tiere an ungewohnte Requisiten, Lichter und Menschen gewöhnen, den Transport absichern, Futternachschub organisieren, neue Tricks einstudieren, ihr Netzwerk aus Filmern, Fotografen und Make-up-Artists pflegen und vieles mehr. Polly ist die unangefochtene Chefin der Wald-WG: Fränzes Dackel steht regelmäßig für das Eisenbahnverkehrsunternehmen AKN vor der Kamera, ist das tierische Sprachrohr der Regionalzüge, verweist auf die Netiquette und erklärt Kindern zu Schulbeginn, wie sie sicher mit dem Zug fahren.
Kolkrabe Hitchi wohnte noch bis vor Kurzem in Fränzes Wohnzimmer. Jetzt soll der charakterstarke Vogel sein eigenes Gehege bekommen. Das baut Fränze in Eigenregie. In der freien Wildbahn ist es zu gefährlich für den Raben, seine Artgenossen haben es auf ihn abgesehen. Und von Fuchs Louis muss ihn die Tiertrainerin auch jederzeit fernhalten. Hitchi hat seinen großen Auftritt bei einem Fotoshooting für eine norddeutsche Schmuckmarke. Je mehr Tiere pro Shooting, desto größer der Aufwand für Fränze.
Gerade mit den empfindlichen Wildtieren wie Fuchs Louis und Rabe Hitchi muss sie besonders behutsam umgehen: Die Tiertrainerin und die drei Hunde müssen immer dabei sein, sonst wäre das „Lampenfieber“ zu groß. Maximal eine Stunde am Set, keinerlei Ablenkung, Requisite oder Essen in der Nähe. Nur so können sich Louis und Hitchi auf ihre Drehs konzentrieren, alles andere wäre eine komplette Reizüberflutung. Dasselbe gilt für den jährlichen Check beim Tierarzt. Fränzes einjähriger Weimaraner Kahlo soll ein Stunt-Hund werden. Dafür lässt die Tiertrainerin das Energiebündel vom Quad springen, ihn im Rudel von 20 Hunden sein Sozialverhalten trainieren und für ein neues Musikvideo neben fahrenden Autos hersprinten – mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometer pro Stunde.
Neben ihren eigenen trainiert Fränze auch die Tiere ihrer Kundschaft: Die Bengalkatze Cassiel soll einmal groß herauskommen, dafür braucht Frauchen Sabine regelmäßige Trainings bei Fränze – ob im Wald, im Studio oder bei einem gemeinsamen Shooting mit Dackel Polly. Geduld, Training und eine enge Bindung zwischen Mensch und Tier sind die Grundlagen für jede Szene mit den tierischen Filmstars. (Text: 3sat)
Hinzu kommt der Alltag zu Hause rund um Impfungen, Umbauten und intensiven Trainings, eine Art norddeutsche „Villa Kunterbunt“ und Ruhepol für die wilde WG. Fränzes größte Herausforderung ist der Spagat zwischen professionellen Anforderungen am Set und dem Schutz sowie dem Vertrauen der Tiere. „Ich beschäftige mich jeden Tag einzeln mit jedem. Und abends bring ich auch jeden einzeln ins Bett. Ob’s der Rabe ist, die Hühner oder die Kaninchen.
Die sind einfach meine Familie und nicht bloß Kollegen.“ Ihre Arbeit beginnt lange vor dem eigentlichen Dreh: Sie muss die Tiere an ungewohnte Requisiten, Lichter und Menschen gewöhnen, den Transport absichern, Futternachschub organisieren, neue Tricks einstudieren, ihr Netzwerk aus Filmern, Fotografen und Make-up-Artists pflegen und vieles mehr. Polly ist die unangefochtene Chefin der Wald-WG: Fränzes Dackel steht regelmäßig für das Eisenbahnverkehrsunternehmen AKN vor der Kamera, ist das tierische Sprachrohr der Regionalzüge, verweist auf die Netiquette und erklärt Kindern zu Schulbeginn, wie sie sicher mit dem Zug fahren.
Kolkrabe Hitchi wohnte noch bis vor Kurzem in Fränzes Wohnzimmer. Jetzt soll der charakterstarke Vogel sein eigenes Gehege bekommen. Das baut Fränze in Eigenregie. In der freien Wildbahn ist es zu gefährlich für den Raben, seine Artgenossen haben es auf ihn abgesehen. Und von Fuchs Louis muss ihn die Tiertrainerin auch jederzeit fernhalten. Hitchi hat seinen großen Auftritt bei einem Fotoshooting für eine norddeutsche Schmuckmarke. Je mehr Tiere pro Shooting, desto größer der Aufwand für Fränze.
Gerade mit den empfindlichen Wildtieren wie Fuchs Louis und Rabe Hitchi muss sie besonders behutsam umgehen: Die Tiertrainerin und die drei Hunde müssen immer dabei sein, sonst wäre das „Lampenfieber“ zu groß. Maximal eine Stunde am Set, keinerlei Ablenkung, Requisite oder Essen in der Nähe. Nur so können sich Louis und Hitchi auf ihre Drehs konzentrieren, alles andere wäre eine komplette Reizüberflutung. Dasselbe gilt für den jährlichen Check beim Tierarzt. Fränzes einjähriger Weimaraner Kahlo soll ein Stunt-Hund werden. Dafür lässt die Tiertrainerin das Energiebündel vom Quad springen, ihn im Rudel von 20 Hunden sein Sozialverhalten trainieren und für ein neues Musikvideo neben fahrenden Autos hersprinten – mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometer pro Stunde.
Neben ihren eigenen trainiert Fränze auch die Tiere ihrer Kundschaft: Die Bengalkatze Cassiel soll einmal groß herauskommen, dafür braucht Frauchen Sabine regelmäßige Trainings bei Fränze – ob im Wald, im Studio oder bei einem gemeinsamen Shooting mit Dackel Polly. Geduld, Training und eine enge Bindung zwischen Mensch und Tier sind die Grundlagen für jede Szene mit den tierischen Filmstars. (Text: 3sat)
Cast & Crew
Drehbuch: Fabian K. Wolf, Timo Gramer
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