Staffel 2
Staffel 2 von Die Küsten des Königreiches startete am 17.12.2025 im NDR.
4. Nordwärts nach Scaborough
Staffel 2, Folge 1 (60 Min.)Geheimnisvolle Castles mit schrulligen Schlossherren, bezaubernde Orte in atemberaubender Landschaft, altehrwürdige Colleges, prächtige Kathedralen und Erfinder, die die Welt verändert haben: all das verspricht die Ostküste Englands. Gezeiten, Wind und Wellen haben sie geprägt, Angelsachsen und Normannen haben hier ihre Spuren hinterlassen. Heute ist es ist die Heimat eines traditionsbewussten Inselvolkes, „very british“ und voller Geschichten. Zwei norddeutsche Segler, Wilhelm Ruempler und sein Sohn Gerrit, brechen abenteuerlustig auf, die Ostküste Großbritanniens zu entdecken – mit ihrem traditionellen Segelboot, der „Johanna von Amrum“.Zunächst geht es die Nacht hindurch 120 Seemeilen über die Nordsee nach Lowestoft, wo die Angeln und Sachsen einst landeten und 500 Jahre lang blieben. Im Hinterland liegen die Norfolk Broads, altes Moorland und heute das wohl beliebteste Binnenwasserrevier der Engländer, Heimat der historischen Norfolk Wherrys. Das waren die typischen Frachtsegler, als es in den Broads noch keine Straßen gab. Mitten in den Broads erinnert eine ausgemusterte Radarstation daran, dass an der englischen Küste im Zweiten Weltkrieg das weltweit erste Radarsystem zur Flugabwehr betrieben wurde. Weiter nördlich liegt Wells-next-the-Sea, eine Hafenstadt tief in einer atemberaubenden Landschaft aus Watten und Salzwiesen Und binnenwärts blühen lila die Lavendelfelder. Der nächste Stopp gilt der Hanse: King’s Lynn war einer ihrer wichtigsten Häfen. Von dort wurden über die Flüsse viele Grafschaften im Landesinneren versorgt, auch die berühmte Universitätsstadt Cambridge. Und Ely, wo eine großartige normannische Kathedrale mit ihrer ganz eigenen Geschichte steht. In den Schlössern der Insel, wie in Castle Howard und Harewood House, leben immer noch die alten Adelsfamilien. Und in das Tudor-Schlösschen Kentwell Hall hat sich ein Kronanwalt verliebt: vor 50 Jahren. Seitdem restauriert er es. An der Ostküste geht es weiter zum Humber und über Flüsse nach Sheffield, Keimzelle der industriellen Revolution und über mehrere Jahrzehnte lang Eisen- und Stahlzentrum der Welt. Dort gibt es noch einen Messermacher, ein faszinierender Mensch und Künstler. York, auch die „Ewige Stadt“ genannt, ist die nächste Station dieser Reise. Für viele ist York die schönste Stadt in Britannien. Wieder zurück an der Küste liegt das Ziel der Reise voraus: Scarborough. Dem Scarborough fair, dem alten Handelsmarkt der Stadt, haben Simon & Garfunkel ihren berühmten, gleichnamigen Song gewidmet. Scarborough gehört zu den liebsten Urlaubszielen der Engländer – mit dem North York Moors Nationalpark im Hinterland. Eine schier unendlich weite, mit purpurner Heide bewachsene Hochebene voller Spuren jahrhundertealter Geschichte. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Mi. 17.12.2025 NDR 5. Von Scaborough nach Edinburgh
Staffel 2, Folge 2 (60 Min.)Schmugglernester an zerklüfteter Küste, berühmte Seefahrer und große Entdecker, Dracula, Harry Potter und Robin Hood: Die Ostküste Britanniens ist voller Legenden und Geschichten. Mit einem Traditionssegler auf Entdeckungsreise – zwischen Ebbe und Flut. Vom englischen Scarborough bis Edinburgh, der Hauptstadt Schottlands. Ein Königreich, in dem Dudelsackspiel und Baumstammwerfen im Kilt Nationalsport sind. Los geht die Reise im Seebad Scarborough, einem der beliebtesten Urlaubsziele der Engländer. Von dort ist das malerische Schmugglernest Robin Hood’s Bay nicht weit.Im Hinterland liegt der North York Moors Nationalpark, eine schier unendlich weite, mit purpurner Heide bewachsene Hochebene. Mittendrin der kleine, zauberhafte Bahnhof Goathland, im Harry-Potter-Film der Hogsmeade-Bahnhof. Dampfloks fahren hier im Linienverkehr. Etwas weiter nördlich, in Shildon, fuhr die weltweit erste öffentliche Eisenbahn, mit der Locomotion 1 begann die Revolution auf der Schiene. Die North-York-Moors-Museumsbahn hat ihre Endstation in Whitby. Ein Küstenort wie aus dem englischen Bilderbuch und die Heimat von James Cook, der als Entdecker und Kartograf berühmt wurde. Er hat in Whitby das Segeln erlernt. Und der Schriftsteller Bram Stoker erschuf dort den Grafen Dracula, der immer noch durch die Abbey spuken soll … Lindisfarne, auch Holy Island (Heilige Insel) genannt, hat einen Heavy-Metal-Professor zu einer Ballade über den heiligen Cuthbert inspiriert. Das war ein Einsiedler und Mönch, dessen Gebeine sich angeblich jahrhundertelang dem Zerfall widersetzt hatten. Diese Legende lockt noch heute unzählige Pilger zur Kathedrale nach Durham, die zum UNESCO-Welterbe zählt. Alnwick Castle, Stammsitz des Duke of Northumberland, ist ein Muss für alle Hogwarts-Schüler um Harry Potter. Wo sonst sollten sie das Besenfliegen lernen? Landein führt der Hadrianswall, das Bollwerk der Römer gegen die Schotten. Die schottisch-englische Grenze verläuft im Osten heute durch den River Tweed. Um die Grenzstadt Berwick-upon-Tweed haben Engländer und Schotten jahrhundertelang blutig gekämpft. Schottland – ein Königreich, berühmt für die Highland Games mit kuriosen Disziplinen und Athleten im traditionellen Kilt. In der Hauptstadt Edinburgh designt ein Kiltmacher den Herrenrock zum Alltagsoutfit um. Die Stadt in graugelbem Granit, berühmt für enge, steile Gassen und düsteren Spuk und für das alljährliche Military Tattoo auf dem Castle, ein Feuerwerk aus Dudelsackmusik und Schottenkaro. Das Ende dieser abenteuerlichen Reise nordwärts an der britischen Ostküste entlang. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Do. 18.12.2025 NDR 6. Von London nach Portsmouth
Staffel 2, Folge 3 (60 Min.)Very british und amüsant erleben zwei Segler ihren Sommertörn auf eigenem Kiel an der englischen Südküste entlang. Eine wilde, atemberaubende Küste mit schroffen Kliffen aus weißer Kreide und buntem Sandstein. Der deutsche Skipper Christian Ide und sein Segelfreund Andreas Künzi brechen auf, um die Südküste Großbritanniens zu entdecken. Abenteuerlustig und immer auf der Suche nach Geschichte und Geschichten über dieses königliche Land der Seefahrer. Nach einem 24-Stunden-Törn über die Nordsee steuern sie über die Themse zunächst London an.Schon seit den Römern ist die Themse Lebensnerv der heutigen Millionenmetropole und Hauptstadt Englands. Vor fast 1000 Jahren ließ Wilhelm der Eroberer direkt am Ufer den Tower bauen. Die Yeoman Warders bewachen ihn seit Jahrhunderten … und füttern die Raben. Denn sollten die Raben den Tower verlassen, geht der Legende nach das britische Königreich unter. Etwas weiter die Themse aufwärts messen sich die Besten der Besten bei der Henley Royal Regatta – das „Wimbledon“ für Vereinsruderer. Und entsprechend elegant und bunt „behütet“ zeigt sich das Publikum am Ufer. Von London aus, Themse abwärts, führt die Reise zum Historic Dockyard nach Chatham. Eine königliche Werft aus der Zeit der Segelschiffe, als die Royal Navy die Ozeane beherrschte und Großbritannien als Weltmacht etablierte. An der Südküste geht es weiter: In Broadstairs weilte der Schriftsteller Charles Dickens im Sommer. Aus dem Puppenstuben-Örtchen Sandwich kommt die berühmte „Klappstulle“. Benannt nach dem 4. Earl of Sandwich, John Montagu, der für ein Mahl an der Tafel sein Kartenspiel nicht unterbrechen wollte. Die Landschaft im Südosten Englands ist landwirtschaftlich geprägt, historisch berühmt für Hopfen. Und den kunterbunten Great Dixter Garden, seit 100 Jahren ein Vorbild für die ideale Gartengestaltung. Die Kreidekliffe von Dover sind atemberaubend. Bei Hastings gingen 1066 Wilhelm der Eroberer und die Normannen an Land. Mit der Schlacht von Hastings gegen die bis dahin herrschenden Angelsachsen brach für das Inselreich eine neue Ära an. Im Charleston Farmhouse lebten Schriftstellerin und Verlegerin Virginia Woolf und ihre Künstlerfreunde ein fortschrittlich-freizügiges Liebesleben. Eastbourne und Brighton mit ihren Piers stehen wie kaum andere Orte im Südosten Englands für Sommerfrische am Meer. Und in Portsmouth, dem Ziel dieser filmischen Reise, liegt die „HMS Victory“ im Trockendock, das Flaggschiff von Lord Nelson in der Seeschlacht von Trafalgar. 260 Jahre alt ist sie noch heute im Dienst der Royal Navy, ganz im Sinne britischer Tradition Flaggschiff des Ersten Seelords ihrer Majestät. Von Portsmouth aus fährt die wohl weltweit letzte Hovercraft-Fähre zur Isle of Wight, einer der beliebtesten Inseln der Engländer mit malerischen kleinen Orten und spektakulären Klippen. Der Inselort Cowes gilt als Wiege des Segelsports. Die Segelregatta Cowes Week inspirierte den letzten deutschen Kaiser Wilhelm II., die Kieler Woche ins Leben zu rufen. Wie damals ist England mit seiner wunderschönen Küste, der langen Historie und den oft skurrilen Geschichten auch heute noch ein Land der Inspiration. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Fr. 19.12.2025 NDR 7. Westwärts nach Cornwall
Staffel 2, Folge 4 (60 Min.)Den Südwesten Englands zu entdecken ist ein Abenteuer: eine fantastische Reise durch ein sagenhaftes Königreich mit magischen Orten, großer Historie und atemberaubender Kliffküste aus Kreide und rauem Granit. Und wie könnte man dieses königliche Inselreich, dieses Land großer Seefahrer und Entdecker, besser erkunden als vom Wasser aus? Für den deutschen Skipper Christian Ide und seinen Segelfreund Andreas Künzi ist diese abenteuerliche Reise seit Langem ein Traum. Sie starten in Southampton, von wo aus 1912 die „Titanic“ in See stach.Ihr Boot ist eine Segeljacht, mit der sie kleine verwunschene Häfen und Flussmündungen erkunden können. Den Beaulieu River zum Beispiel, der in einen wunderschönen Gezeitenästuar mündet. Oder die Stadt Poole mit einem der größten Naturhäfen der Welt, dessen Bewohner schon seit der Antike berühmt sind für ihre „Jagd“ auf Venusmuscheln. In Shaftesbury, etwas landeinwärts, gibt es die wohl schönste steile Kopfsteingasse Englands: den Gold Hill aus angelsächsischer Zeit, den alle Jahre wieder ausgeflippte Enthusiasten erstürmen; „verry british“ mit einem 25 Kilogramm schweren Cheddarkäse im Arm. Die Küste in dieser Region ist besonders: Als Jurassic Coast hat die UNESCO sie in ihre Welterbeliste aufgenommen. 1814 hat ein junges Mädchen hier ein Saurierskelett gefunden. Aus dem Mädchen wurde eine berühmte Forscherin. Und bis heute gibt es kaum einen Fossiliensammler, der hier nicht fündig wird. Aus dem Kalkstein der nahen Beer Quarry-Höhlen wurde die Hälfte aller Kathedralen Englands erbaut. Auch die berühmte Kathedrale in Exeter, in der Archäologen gerade unter dem Altar Erstaunliches zu Tage fördern. Je weiter man der Südküste westwärts folgt, desto mediterraner wird das Flair. In malerischen Flussmündungen und felsigen Buchten liegen romantische Hafenorte. Man nennt diese Küste auch „Englische Riviera“, Agatha Christie ist hier geboren worden. Auf der winzigen Gezeiteninsel Burgh Island hat sie sich zu weltberühmten Kriminalgeschichten inspirieren lassen. Bei Hochwasser kommt man auf dieses Klippeneiland nur mit dem sogenannten Sea-Tractor. Ein kurioses Gefährt Marke Eigenbau. Wie auch das am South Sand’s Beach, hier müssen die Passagiere einer kleinen Fähre, um an Land zu kommen, mitten in der Badebucht auf einen Sea-Tractor übersteigen. Im Land dahinter erstreckt sich das sagenhafte Dartmoor mit seinen verwinkelten, mittelalterlichen Dörfern, uralten Steinbrücken und spukigen Moorwäldern. Sir Conan Doyle hat Sherlock Holmes hierhergeschickt, um für seinen Roman den „Hund von Baskerville“ zu jagen. Südlich davon, an der Küste liegt Plymouth. Einst starteten dort mutige Weltumsegler und Missionare in die Neue Welt. Heute gibt es mehr als 50 Orte auf der Erde, die Plymouth heißen. Devon und Cornwall heißen die Grafschaften im Südwesten Englands, für viele Europäer sind sie die beliebtesten auf der Britischen Insel. Einst waren sie weltberühmt als Kupfer- und Zinn-Bergbaugebiete. Die Minensiedlung am historischen Flusshafen Morwellham Quay erzählt bis heute aus dieser Zeit. Sehr lebendig geht es in Polperro zu, ein in eine enge Küstenschlucht hineingebautes Fischerdorf. Mit Glück – und nur bei Hochwasser – trifft man dort die singenden Fisherman im Hafen mit ihren Shantys über Sehnsucht und Meer. Nicht zu vergessen die Change Ringers, die das uralte Ritual des Wechselläutens pflegen. Fast jede englische Kirche hat sechs oder mehr Glocken im Turm, und die lassen die Change Ringers sogar im Wettstreit erklingen. Das Klima in Cornwall ist dank des nahen Golfstroms nicht wirklich typisch „englisch“, eher sonnig und mild und oft bis in den November hinein warm. Daher wachsen am Straßenrand Palmen. Bunt und vielfältig sind die Geschichten entlang der Südwestküste Englands mit ihren kleinen Inseln wie dem alten Klosterfelsen St. Michael’s Mount, bunten Künstlerdörfern wie St. Ives, liebenswerten Gutsherren wie denen in Padstow, deren Familienschlösschen Prideaux Place die Kulisse vieler Rosamunde Pilcher-Filme war. Und natürlich Land’s End, wo am westlichsten Punkt der englischen Insel diese Filmreise endet. (Text: NDR) Deutsche TV-Premiere Di. 30.12.2025 NDR
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