• Staffel 1, Folge 1 (45 Min.)
    Die ersten Spuren von Menschen in unserem Land finden sich auf der Schwäbischen Alb. Um 40.000 vor Christus erreichen einige hundert Jäger und Sammler entlang der Donau die Region. Die Landschaft ist karg und wüst, bietet ihnen aber alles, was sie zum Überleben brauchen. – Bild: ZDF und Elena Nenkova
    Die ersten Spuren von Menschen in unserem Land finden sich auf der Schwäbischen Alb. Um 40.000 vor Christus erreichen einige hundert Jäger und Sammler entlang der Donau die Region. Die Landschaft ist karg und wüst, bietet ihnen aber alles, was sie zum Überleben brauchen.
    Kann es sein, dass die ersten „Deutschen“ eine dunkle Hautfarbe, aber blaue Augen hatten? „Von Knochen und Genen“ handelt von unseren Ursprüngen, von Migration und Innovation. Aus Jägern und Sammlern der Eiszeit wurde allmählich die Gesellschaft, die wir heute kennen. Schauspieler Matthias Brandt nimmt die Zuschauer mit auf eine Zeitreise in das Gebiet des heutigen Deutschlands, als auf der Schwäbischen Alb die ersten Flötentöne erklingen. Die erste Folge der „Geschichte der Deutschen“ verbindet neueste Erkenntnisse aus Archäologie, Genetik und Sprachwissenschaft mit eindrucksvollen Bildern historischer Fundorte. Die Reise beginnt vor 40.000 Jahren auf der Schwäbischen Alb. Dort hinterließen die ersten modernen Menschen nicht nur Werkzeuge und Jagdwaffen, sondern auch beeindruckende Zeugnisse kreativen Schaffens. Die weltberühmte Flöte aus Gänsegeierknochen gilt als einer der ältesten Belege für Musikkultur überhaupt. Die Venus vom Hohle Fels zählt zu den frühesten bekannten Menschendarstellungen weltweit. Genetisch tragen wir bis heute Spuren dieser Jäger und Sammler in uns. Tausende Jahre später bringen Einwanderer aus Anatolien Ackerbau, Viehzucht und eine neue Lebensweise nach Mitteleuropa. Weitere Zuwanderungen aus den eurasischen Steppen verändern die Gesellschaft erneut. Bis heute prägen diese Einwanderungswellen unsere Gene. Mit der Bronzezeit entstehen ausgedehnte Handelsnetze. Rohstoffe, Wissen und Innovationen verbreiten sich über weite Entfernungen: Mobilität und kultureller Austausch sind keine Erfindungen der Moderne. Die Himmelsscheibe von Nebra ist das wohl bekannteste Zeugnis des Wissens und der handwerklichen Fertigkeiten, die sich in jener Zeit verbreiten. Historikerinnen und Historiker trennen Mythos von gesicherter Forschung und berichten von den Menschen, die nur wenige hundert Generationen vor uns im Gebiet des heutigen Deutschlands lebten. Zu den Höhepunkten der Dokumentation zählen archäologische Fundorte und Objekte wie die Familiengräber von Eulau, das Ringheiligtum von Pömmelte, die Himmelsscheibe von Nebra sowie die Heuneburg, eine der frühesten stadtartigen Siedlungen nördlich der Alpen. Schlüsselszenen werden in Form von Reenactments szenisch rekonstruiert. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 09.11.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 15.11.2026 ZDF
  • Staffel 1, Folge 2 (45 Min.)
    Im Teutoburger Wald treffen im Jahr neun nach Christus zwei Welten aufeinander: Römer und Germanen. In der sogenannten Varusschlacht werden auch Familienmitglieder gegeneinander gekämpft haben. Die Römer werben mit dem Versprechen auf ein luxuriöses Leben germanische Kämpfer an, die sie bei ihrem Eroberungszug unterstützen sollen.
    Als die Römer in das Gebiet des heutigen Deutschlands einfallen, treffen zwei Welten aufeinander: die römische Kultur und germanische Traditionen. Das Erbe dieser Zeit prägt uns bis heute. Städte, Straßen, Wein und auch Wörter zeugen von römischem Einfluss. Doch die Römer erobern nicht ganz Germanien, durch das Land und sogar durch Familien zieht sich ein Riss. „Eine Teilung, die man bis heute spürt“, so Schauspieler Matthias Brandt. Die „schäl sick“, die „Falsche Seite“, nennen die Kölner bis heute die rechte Rheinseite. Es ist die Seite, die den römischen Eroberern Probleme bereitet, als sie kurz vor unserer Zeitrechnung hier ankommen. Dort siedeln die Germanen. Den Namen hat Julius Cäsar geprägt. Er stellt sie als einheitliches Volk wilder Krieger dar. In Wahrheit handelt es sich um eine Vielzahl von Stämmen und Verbänden – Sueben, Chatten und viele andere. Manche von ihnen verbünden sich mit Römern, manche bekämpfen sie. Der Cherusker Arminius zum Beispiel. In der berühmten Varusschlacht gelingt es ihm im Jahr 9 nach Christus, germanische Verbände zu vereinen und drei römische Legionen vernichtend zu schlagen. Zu einer nationalen Symbolfigur der „Deutschen“ wurde „Hermann der Cherusker“ allerdings erst im frühen 19. Jahrhundert verklärt. Die Varusschlacht markiert das Ende der römischen Expansion bis zur Elbe. In der Folge sichern die Römer ihre Grenze: Der Limes ist eine der eindrucksvollsten Grenzanlagen der Antike. Auf rund 550 Kilometern Länge trennt und verbindet er zugleich die römische und die germanische Welt. Der jahrhundertelange Austausch zwischen Römern und Germanen wirkt bis heute nach. Aber auch die Trennung hinterlässt Spuren: hier die römisch beherrschten Provinzen mit Städten wie Köln oder Trier, dort die Regionen jenseits des Reiches. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 09.11.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Di. 17.11.2026 ZDF
  • Staffel 1, Folge 3 (45 Min.)
    Der Sachsenjunge Hathumar wird im Zuge der fränkischen Eroberung als Geisel in ein Kloster gebracht. Dort erhält er eine christliche Ausbildung und steigt schließlich zum ersten Bischof von Paderborn auf.
    Wie wurden aus Heiden Bischöfe? Im frühen Mittelalter verbreitet sich ein neuer Glaube im heutigen Deutschland. Der Sachsenjunge Hathumar wird als Geisel in ein fränkisches Kloster gebracht und zum Kleriker ausgebildet. Es ist eine Zeit, in der Karl der Große die Menschen zu Christen macht und Europa neu ordnet. Nach dem Untergang des Weströmischen Reiches geben die Franken Mitteleuropa eine neue Ordnung. Ihr Einfluss verändert das Leben der Menschen von Grund auf. Karl der Große begründet ein Riesenreich und lässt sich in Rom schließlich zum Kaiser krönen. Seine Untertanen macht er zu Christen, vielfach mit Gewalt. So wie den Sachsenjungen Hathumar. Er wird als Geisel in einem fränkischen Kloster ausgebildet, später bringt er es sogar bis zum Bischof. Unter Karl werden die Klöster zu Zentren von Bildung und Wissen. In ihren Schreibstuben kopieren Mönche die Klassiker der antiken Literatur und bewahren sie für die Nachwelt. Ohne sie wären viele Texte von Caesar, Cicero oder Vergil heute vergessen. Eine vereinheitlichte Schrift erleichtert den Mönchen das Lesen und Schreiben, während sich in dieser Zeit auch eine Sprache entwickelt, die dem heutigen Deutsch zunehmend ähnelt. Doch die meisten Menschen leben als Bauern in einer Welt, die von harter Arbeit und Abhängigkeit geprägt ist. Geringe Ernteerträge, die Angst vor Missernten und die Brutalität kriegerischer Auseinandersetzungen sind Alltag der Menschen zwischen Nordsee und Alpenraum. Nach Karls Tod wird sein Reich aufgeteilt. Aus dem Ostteil entsteht schließlich das ostfränkische Reich, das große Teile des heutigen Deutschlands umfasst. An dessen Spitze setzt sich der Sachse Otto der Große. Er schafft es, die widerspenstigen Stämme – Bayern, Schwaben und Franken – hinter sich zu vereinen. Später lässt er sich sogar in Rom zum Kaiser krönen. Und begründet damit eine Tradition, die einmal zum „Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation“ führen wird. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 09.11.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere So. 22.11.2026 ZDF
  • Staffel 1, Folge 4 (45 Min.)
    Heidnische Slawen überfallen 1147 die neugegründete Stadt Lübeck. Sie wollen einem Kreuzzug gegen sich zuvorkommen. Doch am Ende werden sie Teil des nach Osten expandierenden Reichs. Ritter und Städte sind die neuen Kräfte im hohen Mittelalter. Aus berittenen Kriegern entwickelt sich ein Adelsstand mit besonderem Ethos und Regeln. Und in den neuen Städten schließen sich „Bürger“ zu einer neuartigen Gemeinschaft von Freien zusammen. Vieles kommt in Bewegung im 12. Jahrhundert, begünstigt durch wärmeres Klima wächst die Bevölkerung im Gebiet des heutigen Deutschlands rasant. Städte schießen zu Hunderten aus dem Boden; Lübeck, die Handelssiedlung an der Trave, ist dabei eine besonders erfolgreiche Gründung. Sie wird bald aufsteigen zu einer der mächtigsten Städte des Landes. Aus der Perspektive der Neusiedler werden die Vorzüge des Modells Stadt sichtbar, vor allem die persönliche Freiheit, die sich von der Abhängigkeit der meist unfreien Bauern stark unterscheidet. Auch wenn überall neue Städte gegründet werden, noch leben über 90 Prozent der Menschen im Gebiet des heutigen Deutschlands auf dem Land. Nach welchen Regeln leben sie? Was gilt als Unrecht? Und wie wird es bestraft oder verhindert? Dies herauszufinden und aufzuschreiben ist das Lebenswerk von Eike von Repgow. Der Adlige aus dem heutigen Sachsen-Anhalt verfasst im 13. Jahrhundert das erste Rechtsbuch in deutscher Sprache: den Sachsenspiegel. In dieser Folge tritt er selbst als Beteiligter in einem fiktiven Gerichtsprozess auf, der nach den Regeln des Sachsenspiegels geführt und entschieden wird. (Text: ZDF)
    Deutsche Streaming-Premiere Mo. 09.11.2026 ZDFmediathekDeutsche TV-Premiere Di. 24.11.2026 ZDF

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