Die Geschichte der Deutschen Staffel 1, Folge 2: Römer und Germanen
Staffel 1, Folge 2
2. Römer und Germanen
Staffel 1, Folge 2 (45 Min.)
Im Teutoburger Wald treffen im Jahr neun nach Christus zwei Welten aufeinander: Römer und Germanen. In der sogenannten Varusschlacht werden auch Familienmitglieder gegeneinander gekämpft haben. Die Römer werben mit dem Versprechen auf ein luxuriöses Leben germanische Kämpfer an, die sie bei ihrem Eroberungszug unterstützen sollen.
Bild: ZDF und Elena Nenkova
Als die Römer in das Gebiet des heutigen Deutschlands einfallen, treffen zwei Welten aufeinander: die römische Kultur und germanische Traditionen. Das Erbe dieser Zeit prägt uns bis heute. Städte, Straßen, Wein und auch Wörter zeugen von römischem Einfluss. Doch die Römer erobern nicht ganz Germanien, durch das Land und sogar durch Familien zieht sich ein Riss. „Eine Teilung, die man bis heute spürt“, so Schauspieler Matthias Brandt. Die „schäl sick“, die „Falsche Seite“, nennen die Kölner bis heute die rechte Rheinseite. Es ist die Seite, die den römischen Eroberern Probleme bereitet, als sie kurz vor unserer Zeitrechnung hier ankommen.
Dort siedeln die Germanen. Den Namen hat Julius Cäsar geprägt. Er stellt sie als einheitliches Volk wilder Krieger dar. In Wahrheit handelt es sich um eine Vielzahl von Stämmen und Verbänden – Sueben, Chatten und viele andere. Manche von
ihnen verbünden sich mit Römern, manche bekämpfen sie. Der Cherusker Arminius zum Beispiel. In der berühmten Varusschlacht gelingt es ihm im Jahr 9 nach Christus, germanische Verbände zu vereinen und drei römische Legionen vernichtend zu schlagen. Zu einer nationalen Symbolfigur der „Deutschen“ wurde „Hermann der Cherusker“ allerdings erst im frühen 19. Jahrhundert verklärt.
Die Varusschlacht markiert das Ende der römischen Expansion bis zur Elbe. In der Folge sichern die Römer ihre Grenze: Der Limes ist eine der eindrucksvollsten Grenzanlagen der Antike. Auf rund 550 Kilometern Länge trennt und verbindet er zugleich die römische und die germanische Welt. Der jahrhundertelange Austausch zwischen Römern und Germanen wirkt bis heute nach. Aber auch die Trennung hinterlässt Spuren: hier die römisch beherrschten Provinzen mit Städten wie Köln oder Trier, dort die Regionen jenseits des Reiches. (Text: ZDF)
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