zurückbisher 27 Folgen, Folge 15–27

    • Folge 15
      Noch einmal glücklich – Der Wünschewagen (Folge 15) – Bild: HR/Andreas Graf
      Noch einmal glücklich – Der Wünschewagen (Folge 15) – Bild: HR/Andreas Graf

      Jennifer Messing hat nur noch wenige Tage zu leben. Die 27-Jährige hat Gebärmutterkrebs. Vor einer Woche hat sie ihren Mann geheiratet. Sie hätte so gerne mit ihm noch eine Hochzeitsreise gemacht, ans Meer. Doch dafür ist sie zu schwach. Von ihrem Herzenswunsch hatte sie ihrem Mann Karsten immer wieder erzählt, sodass er das Team vom ASB-Wünschewagen in Wiesbaden anrief. Das Paar hatte Glück, der Wünschewagen kann ihren Wunsch erfüllen. 35 Menschen unterstützen das Projekt ehrenamtlich in ihrer Freizeit. So auch Malte Gohr und Christopher Loos. Sie erfüllen todkranken Menschen den letzten Wunsch. Auch den von Jennifer. Gemeinsam mit ihrer Familie fahren sie zum Edersee. Er liegt nur wenige Kilometer vom Hospiz entfernt. Dort kann Jennifer noch einmal ihre Füße ins Wasser halten, genauso wie sie sich das gewünscht hat. Für einen Hochzeitstanz hatte sie am Tag ihrer Trauung keine Kraft. Jetzt am See sollen Künstler um das junge Brautpaar tanzen mit Fackeln zu einer Musik, die sich Jennifer und Karsten ausgesucht haben. Die Fahrt zum Edersee soll ihre Hochzeitsreise sein; es wird ihr letzter gemeinsamer Ausflug. Christopher Loos und Malte Gohr sind fast jede Woche unterwegs, um Schwerkranken und deren Angehörigen Freude und Glück zu schenken. Noch einmal den Flughafen sehen oder noch einmal einen Wein am Rhein trinken – der Polizist und der Rettungssanitäter machen es möglich. Das Wünschemobil ist ein umgebauter Rettungswagen mit medizinischen Geräten. Die Reisen sind kostenlos. Das Projekt finanziert sich ausschließlich über Spenden und Sponsoren. Deutschlandweit gibt es inzwischen zehn solcher Wünschewagen. Videojournalist Andreas Graf durfte mehrfach mitfahren und Sterbende, Angehörige und Wünsche-Erfüller an diesem wichtigen Tag begleiten. Eine emotionale Reportage, die zeigt, wie wichtig solche Projekte auch für die Angehörigen sind, die so ihre todkranken Liebsten noch einmal glücklich sehen können. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 04.11.2017 Das Erste
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    • Folge 16

      Frankfurt Airport, Ort der Superlative. Hundertausende wälzen sich täglich durch seine Hallen, ein bunter Mix aus Reisenden, Airline- und Bodenpersonal. Und Obdachlosen. Bis zu 200 kommen täglich in die Terminals, 60 leben sogar dauerhaft im Frankfurter Flughafen. Mit Unterstützung der Fraport AG hat das Diakonische Werk Ende 2016 ein Pilotprojekt gestartet, das diesen Menschen helfen und gleichzeitig den Flughafenbetrieb vor Zwischenfällen mit ihnen bewahren soll. Erste Mitarbeiterin des Projekts: „Obdach-Lotsin“ Kristina Wessel. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 16.12.2017 Das Erste
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    • Folge 17

      Sie ist jung und hat einen sehr harten Job: Stefanie Keßler rettet Baby-Leben. Die 27-Jährige arbeitet auf der Kinderintensivstation des Universitätsklinikums Mannheim. Jeder Tag ist eine Herausforderung – medizinisch wie menschlich. Da ist zum Beispiel Frühchen Emil, er wurde in der 24. Schwangerschaftswoche geboren. Keiner weiß, ob er es schaffen und mit welchen Einschränkungen er belastet sein wird. Oder der kleine Lias, er kam schwerkrank mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik, die Ärzte stehen vor einem Rätsel. Trotz modernster Medizin und der Fürsorge von Ärzten und Pflegern wie Schwester Stefanie schafft es nicht jedes Kind. Die junge Frau lassen solche Fälle nicht richtig los, den Job und damit das Schicksal von Familien nimmt sie mit nach Hause. „Das geht gar nicht anders“, sagt die kinderlose Krankenschwester. Manchmal ist bei ihr die Grenze der Belastbarkeit erreicht. Wenn es allzu krass wird, geht sie raus in die Natur oder powert sich beim Sport aus. Die Reportage begleitet Schwester Stefanie in ihrem fordernden Alltag auf Station und ist dabei, wenn sie sich einen persönlichen Traum erfüllt: ein Mal richtig fallen lassen, natürlich mit Fallschirm. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 10.02.2018 Das Erste
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    • Folge 18

      Seit dem Brexit-Referendum gewinnt Frankfurt immer mehr an Bedeutung. Banken richten ihren Blick von der Themse an den Main, wollen rund 10.000 Arbeitsplätze dorthin verlagern. Doch schon jetzt wächst Frankfurt jedes Jahr um etwa 15.000 Menschen. Steigende Mieten und ein eklatanter Mangel an Wohnraum machen das Leben in der Stadt für viele zu teuer. Daniela Kolloch erwartet ihr erstes Kind. Doch die Vorfreude auf das Baby ist gedämpft, denn sie wohnt nicht mit dem Vater des Kindes zusammen. Seit fast einem Jahr sucht sie mit ihrem Partner vergeblich nach einer Wohnung. Ähnlich geht es Frank Remmert. Der Ersthelfer, bei einem angesehenen Wohlfahrtsverband angestellt, nächtigt zeitweise in einer provisorischen Bleibe, um in Frankfurt arbeiten zu können. Eigentlich gibt es ein großes Angebot an Wohnungen, doch viele können sich die Mieten nicht mehr leisten. Es werden auch neue Wohnhäuser gebaut, aber die sind teuer. Hochwertiger Wohnraum soll internationale Investoren anziehen und Finanzunternehmen von Frankfurt als Standort überzeugen. Erste Banken haben sich bereits für den Umzug an den Main entschieden. Für Menschen mit kleinen Einkommen wie die Paketzustellerin Daniela Kolloch und Ersthelfer Frank Remmert ist es kaum noch möglich, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Sie fühlen sich in der Stadt immer weniger erwünscht. Wird Wohnen in Frankfurt zum Luxus – und was bedeutet das für eine Stadt, die sich immer als offen für alle verstanden hat? (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 14.04.2018 Das Erste
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    • Folge 19

      Der Gemeinde Groß Kreutz geht es gut. Sie hat eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in ganz Brandenburg, neue Straßen, sanierte Häuser. Und doch scheint es unter der Oberfläche zu gären. Fast 20 Prozent der Bürger haben hier bei der vergangenen Bundestagswahl die AfD gewählt. Und wie in vielen anderen Orten im Osten Deutschlands scheinen die Menschen dort unzufrieden zu sein, mit dem Land, der Politik, der Regierung. Reporterin Birgit Wärnke kehrt zurück in ihre alte Heimat, um zu verstehen, woher die empfundene Unzufriedenheit kommt. Es geht immer noch um Ost-West, um Ängste, Vorurteile gegenüber Flüchtlingen und um Fragen nach Identität und Vergangenheit. Ein Erklärungsversuch. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 12.05.2018 Das Erste
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    • Folge 20

      Da müssen sie jetzt rauf: Die Drehleiter der Feuerwehr ragt 30 Meter steil in den Himmel. Und damit die Sache noch ein bisschen spannender wird, haben die Ausbilder festgelegt, dass die Bewerber auf der hinteren Seite der Leiter hochklettern müssen, in Rückenlage. Andreas, 26 Jahre alt und Zollobersekretär aus Bayern, macht sich bereit. Sein Job bei der Gepäckkontrolle am Flughafen war ihm zu langweilig. Darum ist er jetzt hier. Er hat sich zum Aufnahmetest für den neuen Lehrgang bei der „Zentralen Unterstützungsgruppe Zoll“ gemeldet. „Ich muss mich jetzt schon überwinden“, sagt er. „Aber ich will ja dazu gehören“. Die Anforderungen sind hoch: Von den 18 Bewerbern bei der ZUZ werden am Ende nur ganz wenige in den Lehrgang übernommen. Die Truppe ist dem Bundesfinanzministerium unterstellt und darauf spezialisiert, die gefährlichen Einsätze von Zollermittlern bundesweit abzusichern. Keine übertriebene Vorsicht: Denn im Bereich der Drogenkriminalität und des illegalen Waffenhandels schrecken die Täter vor Gewalt oft nicht zurück. Und so starten die Männer der ZUZ fast jede Woche von ihrer Zentrale in Köln aus zu Einsätzen in ganz Deutschland. Es sei der härteste Job, den der Bundesfinanzminister zu vergeben hat, sagen sie hier. Ausnahmsweise durfte Reporter Günther Henel die Beamten des ZUZ über fast zwei Jahre hinweg bei der Ausbildung und Einsätzen begleiten. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 25.08.2018 Das Erste
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    • Folge 21

      Thomas Jakob aus Themar in Thüringen kämpft gegen große Neonazi-Konzerte in seiner Heimatstadt. Vor einem Jahr hat es begonnen und nun soll bereits das vierte Konzert stattfinden, die NPD lädt ein zum Rechtsrockfestival. Themar hat sich innerhalb eines Jahres zu einem Treffpunkt der rechtsextremen Musikszene entwickelt. Hier versammelt sich die rechtsextreme Szene aus Deutschland und Europa, darunter militante Gruppen. Doch Thomas Jakob will seine Heimatstadt nicht einfach den Rechten überlassen. Er und seine Mitstreiter von der Initiative „Themar gegen Rechts“ wollen einen breiten Protest organisieren. Sie lassen sich nicht einschüchtern wie viele andere, die lieber wegsehen. Mit einem Bürgerfest stellen sie sich den braunen Konzerten entgegen und zeigen dabei mutig Gesicht. Aber kann Themar den Rechtsrock überhaupt noch loswerden? (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 15.09.2018 Das Erste
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    • Folge 22

      Montagmorgen. Der Warteraum ist voll. Oft wollen zu Wochenbeginn fast 300 Patienten in der Landarztpraxis im hessischen Hainzell behandelt werden. Dr. Sylvia Steinebach ist gern für ihre Patienten da. Sie ist Landärztin aus Leidenschaft. „Leider haben wir fast gar keine Zeit mehr“, klagt die junge Ärztin, „ich möchte mit meinen Patienten sprechen, sie untersuchen und beraten, aber den halben Tag bin ich mit Bürokratie beschäftigt, mit Hygienerichtlinien, Arbeitsschutz, Arznei- und Heilmittelrichtrichtlinien“. Und jetzt droht ihr auch noch eine Rückzahlung von 25.000 Euro – weil sie viele Patienten beim Sterben zuhause palliativ therapiert und begleitet hat. Zu viele, so sieht es zumindest die Prüfstelle der Kassenärztlichen Vereinigung und Krankenkassen. Vor fünf Jahren hat die Autorin Silke Kujas Silvia Steinebach zum ersten Mal begleitet, als diese die Landarztpraxis übernahm. Inzwischen ist die Praxis gewachsen und die Ärztin – gerade weil sie viele Hausbesuche macht – bekannt und geschätzt in ihrer Region. Sie hat mittlerweile sehr viel mehr Patienten, aber auch viel mehr Arbeit mit Vorschriften, Richtlinien und Dokumentation. Die Autorin zeigt, wie die Landärztin für die beste Versorgung ihrer Patienten kämpft und alles dafür tut, dass Hausbesuche auch weiterhin möglich sind. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 20.10.2018 Das Erste
      Erstausstrahlung ursprünglich für den 06.10.2018 angekündigt
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    • Folge 23
      Der 23-jährige Syrer war jahrelang auf der Flucht und hofft auf Asyl in Deutschland. – Bild: BR/Susanne Fiedler
      Der 23-jährige Syrer war jahrelang auf der Flucht und hofft auf Asyl in Deutschland. – Bild: BR/Susanne Fiedler

      Anas aus Syrien hat eine Odyssee hinter sich. Über Libyen und Griechenland hat er es bis nach Deutschland geschafft. Seine gesamte Familie ist im Syrien-Krieg ums Leben gekommen. In Bamberg wird der 23-Jährige registriert und nun liegt seine gesamte Hoffnung im „Entscheidungs- und Rückführungszentrum“ mit Platz für rund 1.400 Asylbewerber. Es ist eines der neu geschaffenen sogenannten Ankerzentren in Deutschland. Alle Behörden sind hier ansässig, vom Asylbundesamt BAMF bis zum Verwaltungsgericht. Ziel ist es, durch die enge Koordinierung innerhalb von acht Wochen über einen Asylantrag zu entscheiden. Doch kann das funktionieren, bei über 15 Nationalitäten auf einem Areal, ohne Beschäftigung für die Betroffenen, ohne eine gemeinsame Sprache und Kultur? Ein Team des Bayerischen Rundfunks erhielt erstmals die Erlaubnis, ohne Auflagen hinter die Kulissen der Bamberger Asylunterkunft zu blicken. Einrichtungsleiter Markus Oesterlein ist vom Konzept des neuen Ankerzentrums überzeugt. Gerade erst hat er einen Shuttlebus für die Flüchtlinge in die Stadt organisiert – gegen große Widerstände der Bevölkerung. Er gibt zu, dass es zwischen den Flüchtlingen immer wieder zu Konflikten kommt. Über 300 Polizeieinsätze gab es allein im vergangenen Jahr. Doch laut Oesterlein handelte es sich immer um kleinere Reibereien. Die Polizei betont, dass es bisher zu keinen schweren Straftaten gekommen sei. In Block 5 ist Anas untergebracht, gemeinsam mit sechs anderen Männern aus Syrien. Die Verwaltung achtet darauf, dass Landsleute zusammen wohnen, sofern die Nationalitäten überhaupt klar sind. Das Kochen ist verboten, zu oft hat es gebrannt. Stattdessen gibt es eine riesige Kantine auf dem Gelände. Seine erste Anhörung hatte Anas bereits. Nun wartet und hofft er. Schnelle Entscheidungen scheinen in Theorie und Statistik gut zu funktionieren. Doch viele Flüchtlinge müssen länger bleiben, wie etwa die kurdisch-syrische Familie von Ali. Er hat drei Kinder und lebt schon seit mehr als eineinhalb Jahre in Bamberg. Inzwischen fühlt er sich psychisch am Ende. Seine Familie ist über Litauen eingereist, nun könnte er nach dem Dublin-Abkommen dahin zurückgeschickt werden. Wie sieht seine Zukunft aus? (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 27.10.2018 Das Erste
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    • Folge 24
      Gast bei Frank Plasberg: Hamed Abdel-Samad (deutsch-ägyptischer Politikwissenschaftler, Buchautor „Integration – Ein Protokoll des Scheiterns“). – Bild: WDR/Dirk Borm
      Gast bei Frank Plasberg: Hamed Abdel-Samad (deutsch-ägyptischer Politikwissenschaftler, Buchautor „Integration – Ein Protokoll des Scheiterns“). – Bild: WDR/Dirk Borm

      Sein Leben ist massiv bedroht: Hamed Abdel-Samad, 46 Jahre, Schriftsteller und deutscher Staatsbürger. Als einer der ganz wenigen Menschen lebt er, obwohl er kein öffentliches Amt bekleidet, seit fünf Jahren unter engmaschigem Polizeischutz: 24-Stunden Rundumbewachung durch eine Spezialeinheit des Landeskriminalamtes Berlin, keinen festen Wohnsitz, Bewegung in gepanzerten Fahrzeugen, sogar im Flugzeug fliegen bewaffnete Beamte mit. Ein Leben, fast so abgesichert wie das der Bundeskanzlerin. Grund dafür ist ein internationaler Mordaufruf, der im Juni 2013 zunächst von ägyptischen Dschihadisten, dann 2015 sogar von deutschen Salafisten übers Fernsehen und im Internet verbreitet wurde. Die Fatwa ist bis heute in Kraft. Auslöser war ein Vortrag des gebürtigen Ägypters an der Universität von Kairo und seine Publikation islamkritischer Thesen, die er in Deutschland auch in seinen Büchern „Der islamische Faschismus“ oder „Mohammed – eine Abrechnung“ publiziert hat. Seitdem schützt das Land Berlin den prominenten deutschen Islamkritiker. Abdel-Samad hat sich entschlossen, nicht abzutauchen und keine falsche Identität anzunehmen. Er will weiter schreiben und hat den Mut, seine Thesen zu Reformen des Islams weiterhin in öffentlichen Lesungen vorzustellen. Derzeit reist er mit seinem aktuellen Titel: „Integration – Protokoll eines Scheiterns“ durch Deutschland. Denn das Recht, seine Meinung frei zu äußern, sieht Abdel-Samad als höchsten Wert einer offenen Gesellschaft an. Den Preis, den er dafür zahlt, erleben wir in diesem Film: sich nicht mehr frei und ohne Schutz bewegen zu können, Verzicht auf Familie, auf ein Zuhause. Ein hoher Einsatz für dieses Menschenrecht. Die Reportage begleitet Hamed Abdel-Samad bei streng abgesicherten öffentlichen Lesungen, an geheimen Orten im Alltag und bei seltenen Treffen mit Freunden. Der Film gibt auch erstmals exklusiv Einblicke in die riskante Arbeit von Personenschützern. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 16.02.2019 Das Erste
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    • Folge 25

      Zentimeter für Zentimeter nähert sich das riesige Kreuzfahrtschiff der Pier im Geiranger Fjord. Der Anleger ist mit nur 150 Meter halb so lang wie der Luxusliner. Behutsam steuert Nicole Langosch die 50.000 PS starken Schiffsmotoren. Dabei hat sie alle Instrumente auf der Brücke im Blick. „Das passt schon“, sagt sie, „die Passagiere werden auf Deck 3 über die Gangway aussteigen.“ Der Ausgang ist genau in der Mitte des Schiffs. Der Wind will den 300 Meter langen Giganten von der Pier wegdrücken. Doch die junge Kapitänin hält den Stahlkoloss auf Kurs. Nicole Langosch ist Deutschlands erste Kreuzfahrtkapitänin. Weltweit haben nur neun Frauen das Kommando auf Passagierschiffen. Die 34-Jährige aus Herborn hat im März ihre Ausbildung abgeschlossen und die AIDAsol übernommen. Ihre erste große Tour führt in die Fjorde Norwegens. Die Route gilt unter Kapitänen als anspruchsvoll. Viele Berge, Felsen, enge Wasserstraßen, Wind und unbeständiges Wetter fordern höchste Konzentration für die Offiziere auf der Brücke und ihre Kapitänin. Nicole Langosch trägt die Verantwortung für das Schiff, für 2480 Passagiere und 633 Crew-Mitglieder. Sie ist auch für Sicherheit und Ordnung verantwortlich, Restaurants, Spa, Bars und die Landausflüge fallen unter ihre Aufsicht. Sie ist quasi auch Geschäftsführerin. An Bord ist die Hessin ein Star. Die Gäste wollen Fotos, Autogramme und gratulieren ihr zur Beförderung. Drei Monate Dienst, anschließend drei Monate Urlaub, das ist jetzt ihr Arbeitsrhythmus. Ein Job, der wenig Raum für Privatleben lässt. Andreas Graf durfte „Frau Kapitän“, wie sie sich nennt, auf ihren ersten Fahrten durch die Fjorde begleiten und bekam exklusive Einblicke hinter die Kulissen eines Kreuzfahrtschiffes. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 30.03.2019 Das Erste
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    • Folge 26
      Danielas Sohn Denis ist zum ersten Mal als Erntehelfer dabei und will durchhalten. – Bild: SWR
      Danielas Sohn Denis ist zum ersten Mal als Erntehelfer dabei und will durchhalten. – Bild: SWR

      „Wie können diese Frauen das machen, habe ich oft gedacht. Wie können sie ihre Kinder allein lassen?“ – Daniela hat zwei Töchter und sechs Söhne – alles Wunschkinder. Ihnen eine schöne, behütete Kindheit und eine gute Schulbildung zu geben, das war und ist ihr sehr wichtig. Sie ist Mutter mit Leib und Seele. Und trotzdem – oder gerade deshalb – kam sie vor vier Jahren an einen Punkt, an dem klar wurde: Es geht nicht mehr anders. Auch sie muss es tun – für drei bis vier Monate als Erntehelferin nach Deutschland gehen! Erst hatte die Familie bei einem Brand fast ihr gesamtes Hab und Gut verloren – und dann wurde ihr Mann schwer krank. So schwer, dass er nicht mehr arbeiten kann. Es fehlte am Nötigsten. „Es sind ja nur drei Monate“, versucht sie sich selbst klar zu machen. „Aber manchmal ist es wie drei Jahre.“ Und das, obwohl sich Daniela mittlerweile sogar ein bisschen zuhause fühlt auf dem Martinshof bei Speyer. Die Arbeitsbedingungen sind vergleichsweise gut, die Familie, die den Hof betreibt, gibt sich viel Mühe. 130 Erntehelfer – fast alle aus Rumänien – kommen jedes Jahr zu den Ballreichs. Diese auf dem Hof unterzubringen und zu verköstigen ist eine Herausforderung. Immer wieder kommt es da auch zu Unstimmigkeiten und Querelen. Das bekommt besonders Denis zu spüren, Danielas zweitältester Sohn. Er ist dieses Jahr zum ersten Mal mit dabei. Als Erntehelfer will er sich Geld für ein eigenes Auto verdienen. Für ihn der Schlüssel zu einem besseren Job in Rumänien – und für Freiheit und Unabhängigkeit. „Ich möchte natürlich unbedingt, dass Denis das schafft“, sagt Daniela. „Dass manche aus seinem Team ihn schlecht behandeln tut mir als Mutter unheimlich weh. Sollen sie doch über mich herziehen – aber nicht über meinen Sohn.“ Die Sorge, ob Denis durchhält, die Sehnsucht nach Mann und Kindern, die immense körperliche Anstrengung, die Rückenschmerzen – all das bringt Daniela an ihre Grenzen. Aber dann denkt sie wieder: „Ich muss einfach durchhalten! Ich kann und ich will und ich werde. Für meine Kinder!“ (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 18.05.2019 Das Erste
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    • Folge 27
      Thorsten Ren, seine Lebensgefährtin Simone Justi und Tochter Haley. – Bild: HR
      Thorsten Ren, seine Lebensgefährtin Simone Justi und Tochter Haley. – Bild: HR

      „So eine Minute kann Dein ganzes Leben verändern“, sagt Thorsten Ren und er weiß, was das bedeutet. Am 3. September 2017 wurde der Tischlermeister aus Limburg aus seinem bisherigen Leben geschleudert. Nach einem Autounfall ist der 47-Jährige querschnittgelähmt. Das Leben der kleinen Familie wurde aus den Angeln gehoben. Seitdem kämpft sich Thorsten Ren zurück ins Leben. Partnerin Simone Justi und Tochter Haley sind Ansporn und Hilfe zugleich. Wie wird es sein, wenn er nach einem Jahr nach Hause kommt – in ein Zuhause, das nicht mehr das seine ist. Schafft er es, Rückschläge wegzustecken? Er kämpft gegen Ämter und Behörden und will wieder teilhaben am Alltag. Thorsten Ren gibt nicht auf. „Geht nicht, gibt es nicht“, sagt er immer. Und das, was er schafft, hätte niemand für möglich gehalten – nicht einmal seine Ärzte. (Text: ARD)

      Deutsche Erstausstrahlung: Sa 15.06.2019 Das Erste
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