Staffel 2, Folge 1–3

Staffel 2 von „Burgen und Schlösser in Österreich“ startete am 06.12.2021 auf 3sat.
  • Staffel 2, Folge 1 (45 Min.)
    v.l.n.r. Andrea Kager-Schwar, Dir. Schloss Seggau; Reinhard Holler, Dir. Weinbauschule Silberberg; Wilhelm Krautwaschl, Diözesanbischof Stmk.; Weinerntehelfer; Alfred Ninaus /​ Regisseur; Julian Schalk, Kameraassistent; Reinhold Ogris, Kameramann; Fritz Aigner, Drehbuchautor & Koregisseur bei der Weinlese auf Schloss Seggau in der Steiermark. – Bild: ORF/​RANFILM TV & Film Production GmbH
    v.l.n.r. Andrea Kager-Schwar, Dir. Schloss Seggau; Reinhard Holler, Dir. Weinbauschule Silberberg; Wilhelm Krautwaschl, Diözesanbischof Stmk.; Weinerntehelfer; Alfred Ninaus /​ Regisseur; Julian Schalk, Kameraassistent; Reinhold Ogris, Kameramann; Fritz Aigner, Drehbuchautor & Koregisseur bei der Weinlese auf Schloss Seggau in der Steiermark.
    Hier ein Bischofssitz, da ein Regionalmuseum – die Burgen und Schlösser von der Südsteiermark bis nach Slowenien sind bedeutend für das kulturelle Selbstverständnis der Grenzregion. Ein Leben zwischen historischer Bewusstseinsbildung und touristischem Auftrag – die Schlossbesitzer*innen von der malerischen Südsteiermark bis nach Slowenien zeigen Passion in ihrem Bemühen, die alten Gemäuer zeitgemäß mit Leben zu füllen. Im Herzen des südsteirischen Weinlandes befindet sich Schloss Seggau, das jahrhundertelang als Repräsentationssitz der steirischen Bischöfe diente und heute ein Bildungs- und Kongresszentrum beheimatet.
    Immer noch verbringt der amtierende Bischof Wilhelm Krautwaschl die Sommermonate hier, die gesamte Anlage ist ihm ein wahrer Kraftplatz. Im bischöflichen Weinkeller – einem der ältesten Europas – verkostet er alljährlich den Messwein aus dem schlosseigenen Weingarten. Dringt man tiefer ins Weinland vor, kommt man an Schloss Ottersbach nicht vorbei, das bereits in der fünften Generation im Besitz der Familie Abel ist. Heute leben hier drei Generationen unter einem Dach.
    Man hat sich als Familienbetrieb voll und ganz der Romantik verschrieben und stellt sowohl den lieblichen Schlossgarten als auch manch Prunkräume für Hochzeitsgesellschaften und ihre Feierlichkeiten zur Verfügung. Die filmische Reise führt weiter in den Südosten der Steiermark nach Bad Gleichenberg. Hier thronte einst das stolze Herrschaftshaus „Burg Neu-Gleichenberg“, das über mehrere Jahrhunderte im Besitz der bedeutenden Grafen Trauttmansdorff war und heute als Ruine von der Natur zurückerobert wird.
    Im Forsthof bei Bad Gleichenberg, einem beschaulichen Landschloss, das die Trauttmansdorffer im 19. Jahrhundert als Witwensitz genutzt haben, lebt und arbeitet heute die Schriftstellerin und Malerin Elisabeth Newzella mit ihrem Mann Clemens-Maria, der einem westfälischen Adelsgeschlecht entstammt. Ihre Privatresidenz trägt zum aristokratischen Flair bei, das Bad Gleichenberg seit seiner Gründung als Kurort für die Reichen und Schönen durch den steirischen Statthalter Reichsgraf von Wickenburg ausmacht. Eine ganze Stadt als mittelalterliche Burganlage – das war Bad Radkersburg direkt an der steirisch-slowenischen Grenze einst.
    Mächtige Bastionen und Wehrmauern umgeben noch heute den Stadtkern. Der passionierte Stadtführer Alois Münzer führt an jene Orte, die von der Wehrgeschichte Bad Radkersburgs erzählen; im Museum im alten Zeughaus, in dem sie die Stadtgeschichte hütet und aufbereitet, verdeutlicht die Historikerin Beatrix Vreča, wie aus der Festung ein Kurort wurde.Schließlich führt der Film nach Slowenien zu einer der größten und mächtigsten Schlossanlagen des Landes – Schloss Ptuj, das heute im Besitz des nationalen Kulturministeriums ist und ein bedeutendes Regionalmuseum beheimatet.
    Der Kurator Branko Vnuk wacht beherzt über die kunsthistorische Sammlung des Hauses und gewährt einen Einblick in die Restaurierungswerkstätten, in denen gerade an wertvollen Tapisserien aus dem 17. Jahrhundert gearbeitet wird. In seiner Schlossführung betont er die Verbindung des Hauses zur Steiermark anhand der steirischen Grafen Herberstein, die bis 1945 die letzten Besitzer von Schloss Ptuj waren, bevor es nationalisiert wurde. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-PremiereMo 06.12.20213sat
  • Staffel 2, Folge 2
    Ob als Ort des Gebets, der Seelsorge oder als Schauplatz für moderne Designkultur – die Schlösser vom steirischen Joglland bis in die Weststeiermark werden stärker genutzt denn je. Die Schlossdamen und -herren wollen die perfekten Gastgeber sein und setzen die Häuser ebenso traditionsbewusst wie bunt in Szene. So laden sie beispielsweise zur Hochzeit im romantischen Ambiente oder zum Boxtraining in einer barocken Anlage ein. Den Ausgangspunkt der filmischen Reise bildet Stift Vorau. Es ist eines der wichtigsten geistlichen Zentren der Steiermark, dessen wehrhafter Burg-Charakter bis heute spürbar ist.
    In der Stiftsbibliothek werden Handschriften gehütet, die für die Kulturgeschichte des gesamten deutschen Sprachraums von größter Bedeutung sind. Der erst 34-jährige Bernhard Mayrhofer lenkt als Probst die Geschicke der Augustiner-Chorherren, die sich von hier aus um die Seelsorge in der Region kümmern. Im steirischen Apfelland befindet sich das zweitgrößte Barockschloss Österreichs, Schloss Schielleiten. Was einst als stolzer Wohnbau der Reichsgrafen Wurmbrand-Stuppach errichtet wurde, beheimatet heute das älteste Bundessportzentrum Österreichs samt zugehörigem Hotel.
    Direktor Gerhard Reiterer lotst Sportler*innen aller Art hierher – vom Boxernachwuchs bis zum Tanz-Nationalteam. Schloss Schielleiten und sein Schlosspark bieten nicht nur Ruhe für jene, die konzentriert trainieren müssen – der steirische Schlosskutscher Rudi Allmer, der in unmittelbarer Nachbarschaft lebt, nutzt die barocke Anlage auch als Startpunkt für seine Rundfahrten quer durch das Land.Ein urbanes Zentrum der Oststeiermark ist die Stadt Hartberg.
    Hier verdeutlichen Reinhold Glehr und Johann Hofer vom historischen Verein Hartberg, dass die Geschichte des im 12. Jahrhundert als Teil der Stadtwehranlage errichteten Schlosses Hartberg, das heute vor allem als Veranstaltungsort dient, und die Entwicklung der Stadt untrennbar miteinander verbunden sind – ein Schloss als Keimzelle des weltlichen Kleinstadtlebens. Weiter südöstlich am Rande der Stadt Fürstenfeld befindet sich Schloss Welsdorf, eine beschauliche Schlossanlage und Eigenheim von Silvia und Clemens Sadnik, die den romantischen Schlosshof im Sommer als Hochzeits-Location vermarkten – mit Witz, Charme und Leidenschaft.
    Zudem sind sie Nebenerwerbslandwirte, halten und züchten Hochlandrinder.Abschließend führt der Film in die Weststeiermark zu Schloss Hollenegg, das seit 1821 im Besitz der Familie Liechtenstein ist. Hier lebt und wirkt Alice Stori Liechtenstein. Die Kuratorin bietet aufstrebenden Designer*innen Ausstellungsmöglichkeiten im Schloss, lädt sie aber auch zu Residenzprogrammen ein, um im historischen Ambiente, das viele Stilepochen vereint, an zeitgenössischen Designprojekten zu arbeiten. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-PremiereMo 06.12.20213sat
  • Staffel 2, Folge 3
    Burg Schlaining.
    Hier wird alles Alte im besten Sinne bewahrt – in den Burgen und Schlössern des nördlichen Burgenlands verliert man sich in einer Fülle von Details, die facettenreich Geschichte erzählen. Sie sind wahre Hüter historischer Details – aus Familientradition oder aus purer Leidenschaft. Die Schlossherren und Burgdamen des Nordburgenlandes legen höchsten Wert auf die Ausstattung ihrer Häuser, ob im stilvollen Hotel oder im randvollen Antiquitätenladen. Die Burgen und Schlösser im nördlichen Burgenland werden heute so mannigfaltig in Szene gesetzt wie kaum an einem anderen Ort in Österreich.
    Zu Beginn besucht das Filmteam Burg Bernstein, Heimat der Adelsfamilie Almásy. Erasmus Almásy pflegt hier auch das Erbe seines wohl bekanntesten Vorfahren Ladislaus, dessen Biografie als Forscher die Inspirationsquelle für den Film „Der englische Patient“ war. In erster Linie jedoch betreibt der junge Burgherr ein Hotel. Die Schlossführungen macht er höchstpersönlich, während seine Partnerin Johanna Krecké als Biologin über den Felsengarten im Burghof und dessen bunte Insektenwelt wacht.
    Burg Schlaining präsentiert sich runderneuert. Gerade erst wurden die umfassenden Sanierungsarbeiten auf der imposanten Burg abgeschlossen. Die Burg ist zum Haus für burgenländische Zeitgeschichte geworden – als „Friedensburg“ gilt sie schon länger. Das Schlaininger Urgestein Werner Glösl, der die Burg wie seine Westentasche kennt, zeigt, was die peniblen Arbeiten am Gemäuer und in den Räumlichkeiten im Zuge der Sanierung zutage gefördert haben – etwa Wandfresken mit einzigartigen Farbpigmenten oder einen Holzboden aus Zeiten der Batthyánys, jenem bedeutenden ungarischen Adelsgeschlecht, das untrennbar mit der Geschichte des Burgenlands verbunden ist und das auch Burg Schlaining über 370 Jahre lang zu seinen Besitzungen zählte.Prägend für das Burgenland war vor allem das Wirken der Familie Esterházy, die auch auf Schloss Lackenbach residierte, das im 16. Jahrhundert als Wasserburg erbaut wurde.
    Heute wird das Haus als Hotel geführt, ein Museum widmet sich der Esterházy’schen Jagd. Besonders besticht die Schlossanlage durch ihren weitreichenden Renaissance-Garten, für dessen Erhalt Schlossgärtner Michael Manak verantwortlich ist. Vom Arboretum im Vorhof des Schlosses bis zum sogenannten Kinniglhügel am Rande einer Streuobstkultur führt er stolz durch sein vielfältiges Reich, zu dem auch ein herrschaftlicher Kuchlgarten gehört, der heute das Hotel im Schloss mit Gemüse versorgt.Prall gefüllt ist Schloss Potzneusiedl im Nordosten des Landes.
    Hier lädt der Kunstsammler Gerhard Egermann in einen schier unendlichen Antiquitätenladen. Seit 1966 besitzt er das Schloss und hat es seither sympathisch überfrachtet mit Raritäten aller Art. „Alles ist verkäuflich hier“, sagt er mit einem Augenzwinkern, „außer mein Hund und meine wundertätige Ikone“. Die „Muttergottes von Kasan“ in seinem Ikonenmusem hat Schloss Potzneusiedl zum Ziel für Wallfahrer aus Russland gemacht.An der Grenze zur Slowakei besucht das Filmteam abschließend Kittsee und zwei Häuser, wie sie in ihrer Erscheinung unterschiedlicher nicht sein können: Schloss Kittsee – ein anmutiges Barockschloss, das wiederum von den Familien Esterházy und Batthyány geprägt wurde.
    Seit 1965 ist es im Besitz der Gemeinde und wird als Veranstaltungs-Location genutzt. Emmerich Bachmayer hat hier prägende Zeiten seiner Kindheit verbracht. Sein Vater und Großvater waren Kammerdiener der letzten Batthyánys.
    Heute genießt er die klassischen Schlosskonzerte.Nostalgische Klänge der anderen Art durchdringen die Mauern des alten Schlosses Kittsee aus dem 13. Jahrhundert, das einer kompakten Burg gleicht. Hier hat Gerald Strass ein Radiomuseum eingerichtet – mit Geräten aus der Pionierzeit des Radios. Der leidenschaftliche Sammler hat das Haus in den vergangenen Jahren renoviert und tut das immer noch. Auch der Ruine des ehemaligen Schüttkastens hat er wieder Leben eingehaucht und sich Platz geschaffen für seine angestaubte, aber liebevoll behütete Automobilsammlung. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-PremiereMo 06.12.20213sat

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