• 10 Min.
    „BR Retro“ zeigt in seiner Ausgabe „Maibaumbräuche“ zwei Archivfilme mit unterhaltsamen Facetten des bayerischen Maibaum-Brauchtums. Die historischen Aufnahmen zeigen, wie lebendig und eigenwillig bayerische Traditionen gepflegt werden. Ein augenzwinkernder Beitrag zum Maibaumdiebstahl aus dem Jahr 1988: In Pfaffenhofen wacht eine eigens eingesetzte „Maibaumbegutachtungskommission“ über die Einhaltung der Tradition. Verboten und verpönt sind etwa das Zersägen des Maibaums, das Entwenden des Baums bereits im Wald, körperliche Gewalt gegen die Wachen sowie das Hinauszögern von Auslöseverhandlungen. Ganz anders geht es im niederbayerischen Neuhaus am Inn zu: Beim Maibaumsteigen 1985 gewinnt, wer den rund 16 Meter hohen Baum am schnellsten erklimmt. Buben und Männer schmieren sich Hände und Füße mit Pech ein, um besseren Halt zu haben und kraxeln nacheinander den Stamm hinauf. Manche von ihnen mit beinahe artistischem Geschick. (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Fr. 01.05.2026 BR
  • 30 Min.
    In der Sendung „BR Retro – Hopfenernte und Biergenuss“ öffnet das Archiv seine Schatzkiste und nimmt die Zuschauer mit in ein Bayern der 1960er- und 70er-Jahre – dorthin, wo Bier noch echte Handarbeit, harter Alltag und große Kultur war. Den Anfang macht ein filmischer Rückblick von Schriftsteller und BR-Autor Fritz Meingast von 1964 aus der Hallertau- oder wie die Einheimischen sagen „Holledau“. Sein schwarzweißer Film zeigt eine Welt kurz vor dem großen Wandel. Auf vielen Höfen wird der Hopfen noch von Hand geerntet, „gebrockt“ wie die Bauern sagen. Heerscharen von „Hopfazupfa“, Erntehelferinnen und -helfer kommen im Spätsommer in die Holledau. Wenn ein Hof abgeerntet ist, gibt es ein gemeinsames „Hopfenmahl“ – mal schlicht, mal üppig, je nach Hofgröße und Großzügigkeit des Bauern. Die Bilder erzählen vom Rhythmus eines Hopfenjahres, von den grünen Hopfenfeldern bis zu leeren Gerüsten nach der Ernte, von den ersten Maschinen, die die Handarbeit ablösen, über das Trocknen, Schwefeln und Pressen des Hopfens bis zur Sortierung nach Güteklassen und dem begehrten Hopfensiegel. Dazu kommen Szenen aus dem Frühjahr: Umpflügen, Düngen, Spritzen gegen Ungeziefer und, sogar Nistkästen für Stare an den Hopfenstangen. So entsteht das Porträt einer Landschaft, die vom Hopfen lebt – und sich unter dem Druck der Maschinisierung verändert. Ein weiterer Rückblick führt in das Jahr 1975 zur Bier-Qualitätsprüfung der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) in Frankfurt. 238 Brauereien aus der Bundesrepublik und Westberlin stellen sich freiwillig dem Urteil der Prüfer, 470 Flaschen- und Dosenbiere werden getestet. Im Fokus stehen die Eigenschaften, die den Biergenuss ausmachen: Geschmack, Schaum und Klarheit. Und die Frage, wie lange diese Eigenschaften stabil bleiben. Schließlich geht es in die Biergärten Münchens Anfang der 70er-Jahre. 1973 sorgt eine Neuerung für hitzige Debatten: Plastikmaßkrüge. Läutet der Plastikkrug eine neue Generation des Biertrinkens ein oder ist er ein Affront gegen die Tradition. Gäste, Wirte und Tester nehmen die neuen Krüge kritisch unter die Lupe und vergleichen: Wie steht es um Haptik, Temperatur, Schaum und Geschmack und vor allem um das Gefühl, eine echte Maß in der Hand zu halten? (Text: BR)
    Deutsche TV-Premiere Do. 14.05.2026 BR

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