Dokumentation in 3 Teilen, Folge 1–3

    • Folge 1

      Spanische Eroberer berichteten im 16. Jahrhundert von grausamen Massenhinrichtungen im Reich der Azteken: Die Priester der ehemaligen mexikanischen Hochkultur opferten Tausende von Menschen auf steinernen Altären, indem sie den Unglücklichen das Herz bei lebendigem Leib herausrissen. Das noch pochende Organ wurde dann den alten Azteken-Göttern geopfert. Nicht nur, wie man heute weiß, um diese gnädig zu stimmen, sondern auch, um den großen Huitzilopochtli mit Lebensenergie zu versorgen. Ohne diese blutigen Gaben an ihren Kriegs- und Sonnengott, so glaubten die Azteken, würde ihnen der Weltuntergang drohen. Barbarische Ritualmorde und brutale Fruchtbarkeitsriten als Schutz vor Missernten und Katastrophen hatte es jedoch nicht nur auf dem amerikanischen Kontinent gegeben. Auch in alten europäischen Kulturen wurde diese Form des Werbens um die Göttergunst praktiziert. Gerichtsmedizinische Untersuchungen an Moorleichen in England, Irland und Deutschland erhärten die Theorie, dass auch Germanen und Kelten Menschen opferten, um von den todbringenden Launen der Natur verschont zu bleiben. Diese spannende DISCOVERY GESCHICHTE-Dokumentation rekonstruiert, mit welch grausamen Methoden unsere Vorfahren versuchten, Hungersnöten, Seuchen oder Dürreperioden zu entgehen. (Text: DMAX)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 04.06.2010 DMAX
    • Folge 2

      Schon der bloße Anblick eines ihrer imposanten Drachenboote am Horizont löste der Überlieferung nach bei fremden Völkern bloßes Entsetzen aus, denn die Wikinger galten als kriegerisches Barbarenvolk, das plündernd und mordend durch die Lande zog. Darüber hinaus huldigten die berüchtigten Nordmänner angeblich einem blutigen Opferkult. Um Odins Beistand in der Schlacht zu erbitten, richteten die Wikinger ihre Opfer offenbar mit einer besonders schmerzhaften Technik hin: dem so genannten „Blutadler“. Aber auch in vermeintlich hoch entwickelten Kulturen, wie bei den Maya beispielsweise, wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit Menschenopfer dargebracht – als „Geschenk“ an die Götter. Reliefs in den Ruinen der alten Maya-Zentren lassen erahnen, wie viel Blut dort vergossen wurde, zum Schutz vor Krankheiten, Hungersnöten und Umweltkatastrophen. (Text: DMAX)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 25.06.2010 DMAX
    • Folge 3

      Der Glaube an übernatürliche Wesen ist so alt wie die Menschheit. Um sich die Gunst der Götter zu sichern, wurden ihnen seit jeher Blutopfer gebracht – auch im Alten Ägypten. Um das Jahr 3000 vor Christus spielte das Leben nach dem Tod bereits eine zentrale Rolle in der ägyptischen Kultur. Die Macht der Herrscher erstreckte sich damals bis ins Jenseits – mit grausamen Folgen: Damit ihnen ihre engsten Berater auch im Totenreich zur Seite stehen konnten, schnitt man den gelehrten Männern die Kehle mit einer Kupferklinge durch. Zu dieser Annahme gelangten Forscher auf der Basis von alten Tuschezeichnungen. Noch barbarischer huldigte man den Ahnen in Zentral-China zu Zeiten der Shang-Dynastie, die das Schicksal der Lebenden aus ihrem Geisterreich heraus lenkten sollten. Ihnen zu Ehren verbrannte man besiegte Feinde nach der Schlacht oder teilte ihre Körper mit einem riesigen Beil in zwei Hälften. (Text: DMAX)

      Deutsche Erstausstrahlung: Fr 14.10.2011 DMAX

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