• Folge 185 (30 Min.)
    „La Dolce Vita“ – das süße Leben: Kaum ein Begriff steht so sehr für das italienische Lebensgefühl wie dieser. Er beschreibt Leichtigkeit, Leidenschaft und eine Haltung, die sich tief in die Identität des Landes eingeschrieben hat und weltweit fasziniert. Doch was ist von diesem Mythos geblieben – in einer Zeit politischer und gesellschaftlicher Umbrüche? Im Vorfeld der Parlamentswahlen 2027 richtet diese ZDF-Dokumentation den Blick auf ein Italien im Wandel. Die Regierung unter Giorgia Meloni hat gute Chancen auf eine Wiederwahl und prägt eine politische Entwicklung, die das Land nachhaltig verändert. Zwischen Aufbruch und Rückbesinnung ringt Italien um seine Zukunft – und um sein Selbstverständnis. Die Dokumentation begibt sich auf einen Streifzug von Nord nach Süd und zeichnet ein vielschichtiges Porträt der Gegenwart: von Mailand als Spiegel des wohlhabenden Nordens über Rimini, Sinnbild vergangener Lebenslust, weiter in die oft übersehenen Abruzzen bis nach Neapel, wo sich die ganze Intensität italienischer Kultur entfaltet. Den Abschluss bildet die abgelegene Insel Pantelleria – ein Ort zwischen Ursprünglichkeit und Isolation. Der Film stellt zentrale Fragen: Ist das „Dolce Vita“ heute Motor oder Mythos? Steht es für neue Kraft oder für Stillstand? Wo prägt es noch den Alltag der Menschen – und wo ist es längst verblasst? „Auf der Suche nach Dolce Vita“ ist eine atmosphärisch dichte Reise durch ein Land zwischen Tradition und Transformation – und eine Spurensuche nach dem Herzschlag Italiens von heute. (Text: 3sat)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 21.10.2026 ZDF
  • Folge 186 (30 Min.)
    Die Midterms entscheiden, ob Präsident Trump die Mehrheit im US-Kongress behält. In der Bevölkerung wachsen die Unzufriedenheit und die Sorge über den zunehmenden Einfluss auf Wahlen. Während bei den Demokraten überraschend der linke Flügel im Aufschwung ist, bröckelt an Trumps eigener Basis der Rückhalt. Der Iran-Krieg und die massiv steigenden Lebenshaltungskosten lassen Trumps Umfragewerte abrutschen. Aber verliert er wirklich seine Mehrheit im amerikanischen Kongress? Und was wären die Folgen? Es ist der entscheidende Test für den Trumpismus, insbesondere in Regionen, die bisher als Hochburgen der republikanischen Partei und ihres Präsidenten galten. Die Washington-Korrespondenten des ZDF, Claudia Bates, David Sauer und Elmar Theveßen, reisen vor den so entscheidenden Wahlen durch die USA, um die Stimmung im Land zu erkunden. Sie sprechen mit Republikanern, die weiter fest zu Donald Trump halten, dokumentieren aber auch die wachsenden Zweifel bei seinen Anhängern angesichts steigender Preise und gebrochener Wahlversprechen. Sie fahren zu den Rinderfarmern in Fentress County, Tennessee. Sie sind weiterhin eingeschworene Trump-Wähler, auch wenn der Präsident jetzt billiges Rindfleisch aus dem Ausland importieren lässt, um kurzfristig die Verbraucherpreise zu senken. Die Korrespondenten zeigen, welchen Einfluss ehemalige Trump-Lautsprecher wie Tucker Carlson noch auf die MAGA-Bewegung haben. Einige von ihnen wenden sich bereits medienwirksam von Donald Trump ab, weil sie meinen, dass er ihre „America First“-Agenda betrogen habe. Bei den Demokraten tobt ein interner Kampf um den besten Weg zu Wahlerfolgen bei den Midterms und mit Blick auf die Präsidentschaftswahlen 2028. Der linke Parteiflügel greift den Frust vieler Menschen über die Politik Donald Trumps auf und ist in der Wählergunst mit sozialen Versprechen auf dem Vormarsch. Doch auch innerhalb der eigenen Partei bestehen Zweifel, ob Kandidaten, die zu weit vom Establishment entfernt sind, für die breite Masse der Demokraten wählbar sind. Gefährden sie die Chance der Partei, sich die Kontrolle über den Kongress zurückzuholen? Über all diesen inhaltlichen Diskussionen steht die Frage, ob diese Kongresswahlen überhaupt frei und fair stattfinden werden. Donald Trump will die Regeln ändern und setzt Wahlleiter im ganzen Land unter Druck. Das Team des ZDF trifft republikanische Wahlleiter in Colorado, die über die Einmischung des Präsidenten empört sind. Und in Texas begleitet das Team einen Sheriff, der verhindern will, dass Agenten der Einwanderungsbehörde ICE Wähler einschüchtern. Kurz vor den entscheidenden Wahlen steht die amerikanische Demokratie vor einer weiteren Zerreißprobe. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 28.10.2026 ZDF
  • Folge 187 (45 Min.)
    Wo beginnt, wo endet der Staat Israel? Das Land hat seine Grenzen nie festgelegt – und die Regierung Netanjahu weitet ihre Kontrolle seit dem Hamas-Überfall so weit aus wie nie zuvor. Seit dem 7. Oktober 2023 stärkt Israel die eigene militärische Präsenz in Gaza, im Westjordanland, auf dem Golan, im Südlibanon. ZDF-Korrespondent Thomas Reichart fährt diese Linien ab, von Eilat bis an die libanesische Grenze. Entlang von Israels Grenzen trifft er Menschen, deren Leben an einer politisch festgelegten Linie hängt. Er trifft Rückkehrer in einem Kibbuz, der am 7. Oktober 2023 von der Hamas überfallen wurde. Er besucht palästinensische Familien im Westjordanland, denen der Abriss ihres Zuhauses und die Vertreibung drohen und einen Sanitäter in Jerusalem, der im Wettlauf mit der Zeit für seine Patienten vor geschlossenen Checkpoints steht. Er trifft Drusen in Israel, deren Verwandte hinter dem Grenzzaun in Syrien leben. Eine Familie aus Gaza erzählt, welche alltäglichen Folgen das Leben an der gelben Linie mit sich bringt. An Israels Grenzpolitik lässt sich ablesen, wohin das Land steuert. Und welche Chancen es nach drei Jahren Krieg noch gibt auf einen Ausgleich zwischen Israelis und den Palästinensern. (Text: ZDF)
    Deutsche TV-Premiere Mi. 25.11.2026 ZDF

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