Sendung vom 09.01.2026
Folge 3701 (46 Min.)
Bild: Arte(1): Alex Lutz: Wenn Trauer zu einem witzigen und bewegenden Dialog wird Alex Lutz, zweifacher Molière-Preisträger und César-Gewinner als bester Schauspieler, kehrt mit „Sexe, Grog et Rocking Chair“ auf die Bühne zurück. In dem neuen Stück würdigt der Schauspieler, Regisseur und Komiker seinen 2022 verstorbenen Vater und versucht, seine eigene Generation mit der seines Vaters zu versöhnen. Begleitet von seinem Pferd und dem Gitarristen Vincent Blanchard bewegt sich die Show zwischen Humor und Emotion. Zu sehen ist sie ab dem 5. Januar 2026 im Cirque d’hiver in Paris.Alex Lutz ist heute Abend unser Gast. (2): Venezuela: Trump und die „Donroe“-Doktrin – ein neuer US-Imperialismus? In der Nacht vom 2. auf den 3. Januar 2026 führten die USA in Caracas eine groß angelegte Militäroperation durch. Ziel war die Festnahme von Präsident Nicolás Maduro und seiner Frau sowie ein Machtwechsel in Venezuela. Maduro, derzeit in einem New Yorker Gefängnis inhaftiert, soll am Montag, den 5. Januar, wegen „Drogenterrorismus“ vor einen US-Richter treten. Die internationalen Reaktionen auf die Entführung des venezolanischen Staatschefs fallen unterschiedlich aus. Donald Trump kündigte an, auch Kuba, Kolumbien und Grönland ins Visier zu nehmen. Mit dem Einsatz beruft er sich auf die sogenannte „Donroe“-Doktrin, nach der die amerikanische Vorherrschaft in der westlichen Hemisphäre nicht mehr in Frage gestellt werden dürfe. Außerdem: Xavier Mauduit zum Auftakt des „Dry January“ über die Ursprünge des Kampfes gegen den Alkoholismus in Frankreich Ende des 19. Jahrhunderts und Marie Bonnisseau darüber wie Eidechsen ihre Paarungschancen zu erhöhen. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Fr. 09.01.2026 arte Sendung vom 10.01.2026
Folge 3702 (46 Min.)Bild: Arte(1): Trump will venezolanisches Öl: Schwarzes Gold, eine amerikanische Obsession? Die USA haben ihre Macht teilweise auf Öl aufgebaut und es zu einer Säule ihrer Außenpolitik gemacht. Die Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durch das US-Militär am 3. Januar fügt sich in diese Geschichte ein. Donald Trump erklärte anschließend, amerikanische Ölkonzerne würden nach Venezuela reisen, Milliarden investieren, die beschädigte Infrastruktur reparieren und Einnahmen für das Land schaffen.Zugleich kündigte er an, die USA würden „große Mengen Öl verkaufen“. Venezuela verfügt über die weltweit größten Ölreserven. Über die Rolle fossiler Energie in der amerikanischen Außenpolitik spricht „28 Minuten“ mit Marc-Antoine Eyl-Mazzega, Energiegeopolitik-Experte und Leiter des Zentrums für Energie und Klima am Ifri (Französisches Institut für internationale Beziehungen). (2): Proteste im Iran: Gnadenstoß für das Mullah-Regime oder ein Schlag ins Wasser? Am 28. Dezember begannen Juweliere und Devisenhändler im Teheraner Basar gegen den Verfall der Landeswährung Rial zu protestieren. Die Bewegung weitete sich rasch auf andere Händler und Universitäten aus. Wirtschaftliche Forderungen gingen in politische Parolen über, darunter „Tod dem Diktator“. Die Regierung reagiert mit Repression, erkennt aber zugleich wirtschaftliche Nöte an. Am 4. Januar kündigte sie eine monatliche Unterstützung von zehn Millionen Rial (umgerechnet sechs Euro) pro Person für vier Monate an. Diese vergleichsweise versöhnliche Haltung erklärt sich durch die regionale Schwäche des Regimes: der Verlust Syriens unter Baschar al-Assad, der Einflussverlust der Hisbollah sowie israelische und amerikanische Angriffe auf iranische Nuklearanlagen. Donald Trump drohte zudem mit militärischem Eingreifen, sollte es bei den Protesten zu zivilen Todesopfern kommen. Außerdem: Xavier Mauduit über die Ursprünge der ambulanten Medizin anlässlich des Streiks niedergelassener Ärzte und Marie Bonnisseau über den wachsenden Erfolg virtueller Kaminfeuer auf YouTube und Netflix. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Sa. 10.01.2026 arte Sendung vom 12.01.2026
Folge 3703 (46 Min.)Bild: Baptiste de Ville d'AvrayUnbegleitete Minderjährige in Frankreich: Superhelden „Alles ist gut“ – Diese drei Worte schicken unbegleitete Minderjährige nach ihrer Ankunft in Frankreich an ihre Familien. Sie stehen für Zurückhaltung und geben dem ersten abendfüllenden Dokumentarfilm von Thomas Ellis seinen Titel. Der Journalist und Mitbegründer der Agentur Babel begleitete in Marseille mit seiner Kamera fünf Jugendliche aus Guinea, der Elfenbeinküste und Algerien. Der Film zeigt ihren Alltag, ihre Hoffnungen und die Schwierigkeiten einer Gesellschaft, die Mühe hat, sie zu verstehen. Zum Kinostart am Mittwoch, den 7. Januar, begrüßen wir Thomas Ellis und Junior Tano, einen der Protagonisten.Ukraine, Grönland: Sind die Amerikaner Verbündete oder Gegner der Europäer? Am 6. Januar trafen sich in Paris die 35 Mitgliedstaaten der sogenannten „Koalition der Willigen“, zu der fast alle europäischen Länder, Kanada sowie die Führung von NATO und EU gehören. Ziel war es, Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Fall eines Waffenstillstands mit Russland zu beraten. Anwesend waren die amerikanischen Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner sowie der ukrainische Präsident Volodymyr Selenskyj. Die Koalition kündigte die mögliche Entsendung einer „multinationalen Truppe“ in die Ukraine sowie einen „Mechanismus zur Überwachung des Waffenstillstands unter amerikanischer Führung“ an. Doch nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten durch die USA und Donald Trumps wiederholten Äußerungen zur Souveränität Grönlands wächst in Europa die Frage, ob die Vereinigten Staaten weiterhin als verlässlicher Sicherheitsgarant gelten können. Eisige Luft aus der Arktis weht über Frankreich: Anlass für Xavier Mauduit, über Wilson Bentley zu berichten, einen Amerikaner, dem 1885 die erste präzise Fotografie einer Schneeflocke gelang. Marie Bonnisseau beschäftigt sich mit „Smart Bricks“, die neuen technologischen Bausteine von Lego. (Text: arte) Deutsche TV-Premiere Mo. 12.01.2026 arte
