Tatort

Tatort

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1970, Folge 1–2 
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  • Taxi nach Leipzig
    Folge 1
    Bild: NDR
    Taxi nach Leipzig (Folge 1) – © NDR

    Ein Fernschreiben des Generalstaatsanwalts der DDR fordert die Strafverfolgungsbehörden der Bundesrepublik zur Mithilfe bei der Klärung eines Falles auf. An einem Autobahnrastplatz bei Leipzig ist die Leiche eines Jungen gefunden worden, der Schuhe aus der Bundesrepublik trug. Wenig später ziehen die DDR-Behörden ihr Hilfeersuchen zurück. Dem Hamburger Hauptkommissar Paul Trimmel geht der Nebensatz mit den west-deutschen Schuhen nicht aus dem Kopf. Sein Ostberliner Kollege Karl Lincke, mit dem er früher im Reichskriminalamt zusammen gearbeitet hat, versichert ihm zwar: „Der Fall ist tot für euch“. Trotzdem beginnt Trimmel zäh mit eigenen Nachforschungen. Vergebens klingelt er an der Tür einer Villa an der Hamburger Elbchaussee. Der vermögende Chemiker Erich Landsberger – unehelicher Vater des Kindes, das die Mutter Eva Billsing in der DDR als ihren toten Sohn Christian identifiziert hat – ist mit seinem zweiten Jungen nach Frankfurt umgezogen. Als Trimmel ihn dort aufsucht, weicht der Witwer den Fragen des Kriminalbeamten kühl aus. Er kann aber nicht verhindern, dass dieser den auffälligen Dialekt seines Sohnes vernimmt. Auf eigene Faust fährt Hauptkommissar Trimmel mit seinem Wagen über die Zonengrenze in Richtung Westberlin. Bei Leipzig täuscht er eine Panne vor, mietet ein Taxi und sucht nach Eva Billsing, die im Vorort Markkleeberg wohnt. Er trifft sie nicht an und hat am nächsten Tag eine gefährliche Begegnung mit Evas Freund Peter Klaus, der Oberleutnant bei der Volkspolizei ist. Klaus, der dieses Zusammentreffen zuerst gewaltsam verhindern wollte, führt den unerwünschten Frager schließlich selbst zu Eva Billsing. Jetzt kann Hauptkommissar Trimmel die zwielichtige Affäre, in die sich Menschen aus beiden Teilen Deutschlands verstrickt haben, rasch klären. (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 29.11.1970 ARD
    NDR - Trimmel
  • Saarbrücken an einem Montag
    Folge 2

    Eva Konalsky, eine junge Datenverarbeiterin, ist in einem saarländischen Stahlwerk beschäftigt. Nach einem Telefonanruf an ihrem Arbeitsplatz, der bei ihren Kollegen Verdacht erregt hat, verschwindet sie spurlos. Mit der Klärung des Falles werden zwei Saarbrücker Kriminalisten beauftragt: Lierdahl, der zwar eine lebhafte Phantasie, ein besonders gut funktionierendes Gedächtnis, aber nicht viel Sympathie für bürokratische Genauigkeit hat, und Schäfermann, ein frisch nach Saarbrücken versetzter Beamter, für den Exaktheit im Gegenteil das wichtigste Arbeitsprinzip ist. Die Spuren, die sie verfolgen führen sie zunächst über die Grenze nach Frankreich, und in der Zusammenarbeit mit französischen Kollegen erhalten sie wichtige Hinweise. Aber als sie schon glauben, ihrem Ziel ganz nahe zu sein, geschieht ein Mord, der ihrer Ermittlung eine Wendung gibt. Trotz ihrer gegenseitigen Abneigung wegen der verschiedenen Dienstauffassung und einer Auseinandersetzung über die notwendigen Maßnahmen, lösen die beiden Beamten den Fall schließlich gemeinsam, und zwar durch das Zusammenwirken ihrer entgegengesetzten Methoden. Dieser „Tatort“ hat einen Fall zur Ausgangssituation, der sich vor Jahren tatsächlich in Saarbrücken ereignet hat. Der Film wurde zu einem großen Teil an saarländischen Originalschauplätzen gedreht: in der Innenstadt Saarbrückens, an der französischen Grenze bei Nassweiler und in einem großen saarländischen Stahlwerk. (Text: ARD)

    Deutsche Erstausstrahlung: So 13.12.1970 ARD
    SR - Liersdahl
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