Bild: ARD/Andrea Enderlein
    Die Bräuteschule 1958 – Bild: ARD/Andrea Enderlein

    Die Bräuteschule 1958

    D 2007
    Deutsche Erstausstrahlung: 09.01.2007 Das Erste

    Deutschland im Jahr 1958. In der Adenauer-Republik gilt: keine Experimente! Besonders für die Frauen: Sie sollten – lächelnd – dafür sorgen, dass der Ehemann zufrieden ist. Um als Hausfrau und Mutter bestehen zu können, wurden die Backfische auf so genannte Bräuteschulen geschickt. Dort erhielten sie Unterricht in Sachen Putzen, Kochen und Anstand. Es sollte ihnen vor allem eines klar werden: Der Hausfrauenberuf führt direkt in den sicheren Hafen der Ehe. Zehn junge, selbständige Frauen von heute begeben sich auf eine Zeitreise und lernen kennen, was die Gesellschaft von einer Frau in den 50er Jahren erwartet. Zusammen mit der Direktorin, ihren Lehrerinnen, dem Hausmeister und zwei Gehilfen leben sie für sechs Wochen in einem originalgetreuen Bräute-Internat. Aus Sandrin, Elisabeth und Hannah werden Fräulein Sandrin, Fräulein Elisabeth und Fräulein Hannah. Die Verwandlung geht nicht ohne Schwierigkeiten über die Bühne. Besonders Hannah, die Tochter der Direktorin, hat ihre Probleme die gewohnten Freiheiten aufzugeben. Gut, dass sie im Hausmeistergehilfen Adrian einen Lichtblick im strengen Internatsalltag finden kann. Sie flirtet, was das Zeug hält. Auch für die burschikose Sport- und Deutschstudentin Sandrin ändert sich so gut wie alles: sie hat bisher weder Kleider getragen noch vom Kochen viel Ahnung. Und nun wird ausgerechnet sie in der Bräuteschule eine tragende Rolle spielen. Sabrina hat mit Autoritäten so ihre Probleme. Wird sie es schaffen, mit Oberlehrerin Frau Limbrock, von den Mädels nur der Drachen genannt, auszukommen? Die Mädchen entdecken vieles, von dem sie zuvor so gut wie nichts wussten. Wer von ihnen wäre etwa auf die Idee gekommen, sich ein Abendkleid selbst zu schneidern? Hätten sie sich den Unebenen des Standardtanzes ausgesetzt? Ein Mal pro Woche dürfen die „Bräute“ die graue Schuluniform ablegen und mit Petticoat und Dauerwelle losziehen. Dann geht es in die Milchbar, wo Cocktails, Rock ‚n‘ Roll und die Tanzpartner aus der Kreisstadt warten. Die Mädels werden zu einer eingeschworenen Truppe, die sich auch in den Scharmützeln mit der Internatsleitung behaupten kann. Ihr beliebtestes Spiel: heimlich rauchen und sich ja nicht dabei erwischen lassen. Schwer genug, denn die Direktorin und die Lehrerinnen haben stets ein Auge auf die jungen Damen. (Text: Das Erste)

    Kauftipps von Die Bräuteschule 1958-Fans

    Die Bräuteschule 1958 – Community

    Wodoma (geb. 1943) am 04.01.2016 17:56: ich kann Ihren Beitrag nicht unwidersprochen lassen. Wie Sie aus meinem Geburtsdatum ersehen können, sind das genau meine Jugendjahre und als ich die Serie sah, habe ich mich mit meiner Schulfreundin darüber unterhalten. Wir waren beide der festen Meinung, das hätte genau in unserer Schule / Klasse / Umfeld gedreht worden sein können. Heute amüsieren wir uns allerdings darüber, aber damals war es bei uns wirklich so. Eine Frau hätte nie ohne Erlaubnis ihres Mannes arbeiten gehen dürfen. Warum glauben Sie, gibt es in meiner Generation noch so viele "Paschas"? Die haben es bei ihren Vätern nicht anders gesehen.
    Frau Ute (geb. 1965) am 21.02.2013: Was ist aus den Bräuten/Burschen/Lehrerinnen geworden? Meine Tochter geb.2000 liebt diese Serie und wir müssen sie uns immer wieder ansehen. Was ist aus dem Buch geworden,welches geschrieben werden sollte? Mit Elisabeth als Co Autorin. Das ist doch ein schönes Format, besser als jedes Jahr andere bekannte Shows.Von den Siegern hört man man kaum etwas. ;-)
    Ronny (geb. 1977) am 17.04.2007: Also ich fand die Serie klasse und hab mittlerweile DVD und Buch! Auch beides super gemacht - auf der DVD ist übrigens noch eine ungezeigte Folge zu sehen!!! Lohnt sich auf alle Fälle! Übrigens: Es gibt ein Fanforum: www.braeuteschule.de.vu
    Maike (geb. 1947) am 25.02.2007: Diese Sendungen habe ich mir anschließend in Ruhe auf DVD angeschaut. Für verheiratete Frauen gab es damals nichs anderes als den Haushalt. Darin ging sie voll und ganz auf. Die Werbung suggerierte ihr, dass man eine gute Hausfrau an ihrer weißen Wäsche erkennen kann. In dieser Zeit ging ich in einem Internat zur Schule, so dass mir die Zucht und Ordnung im Bräuteinternat nicht fremd war. Genauso habe ich es erlebt. Uniform, Schürzen, Disziplin. Der Tag war minutiös verplant. Wir mussten damals im Deutschunterricht einen Aufsatz über das Thema aus Goethes Hermann und Dorothea schreiben "Dienen lerne das Weib beizeiten nach ihrer Bestimmung, denn durch Dienen allein gelangt sie zum Herrschen". So sollten wir auf das Leben vorbereitet werden. Wie gut, dass wir im 21. Jahrhundert leben und diese Ansichten antquiert sind. Auch die heutige Zeit hat ihre Werte, wenn auch andere als damals. Maike
    - (geb. 1980) am 18.02.2007: Ich fand die Doku auch gut, aber: meine Mutter ist in den 40/50ern aufgewachsen und kann dieses Frauenbild nicht bestätigen. Und meine Omas waren trotz Ehe und Kinder eigenständige, selbständige Menschen. Auch im Bekanntenkreis wurde die Frau nicht vom Mann untergebuttert. So war es 1900! Jedenfalls ärgern sich meine Omas über dieses verzerrte Frauenbild

    Cast & Crew

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