Deutsche Erstausstrahlung: 12.09.2002 Sat.1

    Die Anstalt – Zurück ins Leben, das ist die geschlossene Station P2 einer psychiatrischen Klinik in Berlin. Das sind bewegende Schicksale, dramatische Konflikte und amüsante Begegnungen. Drinnen die psychiatrische Abteilung, draußen die gesunde Welt. Aber sind die Grenzen zwischen Krank und Gesund, Gut und Böse, Wahn und Wirklichkeit tatsächlich so scharf, wie wir alle hoffen? Werden wir nicht erstaunt in den Krankheiten immer wieder Eigenes wiedererkennen? Ist jemand psychisch gestört, wenn er die Chromteile seines Autos mit der Zahnbürste putzt oder das Haus nicht verlassen kann, ohne immer wieder zu kontrollieren, ob der Herd aus ist? Irgendwo zwischen Marotte und Neurose beginnt der Weg in die Krankheit. In jener Grauzone, die wohl jeder von uns schon mal betreten und sich gefragt hat: „Bin ich noch normal?“ (Text: Typhoon AG)

    Die Anstalt – Zurück ins Leben – Community

    casi (geb. 1983) am 29.07.2011: Hi. Ich fand die Serie klasse und würde mir wünschen, dass sie nochmals im TV ausgestrahlt werden würde oder auf maxdome und co. verfügbar wäre. Auf DVD gibt es sie ja leider auch nicht. Schade. LG casi
    ingrid (geb. 1956) am 06.09.2010: ich wollte noch sagen, dass das Thema psychische Erkrankung immer prisanter wird... SAT 1 sollte mutig sein und die Sendungen wiederholen... oder wenigstens die Serie zum downloaden bereitstellen... unter den Teppich kehren ist zu einfach...
    Ingrid (geb. 1956) am 06.09.2010: War eine sehr einfühlsame und aufschlussreiche Serie über die Gefühlswelt der Menschen sowie Schicksalsschläge die die Gefühle aus der Bahn werfen können... Ich würde es begrüßen, wenn die Serie nochmal läuft... Hat mir sehr gefallen...
    Carsten (geb. 1980) am 26.10.2009: Hi. Ich fand die Serie ganz toll! Schade das sie weder auf DVD, noch bei Online-Video-Portalen wie maxdome zu finden ist. Nicht mal eine TV-Wiederholung. Echt Schade Alles
    Sabrina (geb. 1973) am 26.03.2005: Auf diese Serie habe ich mich immer gefreut, war mal was anderes. Ich warte heute noch auf die Fortsetzung. Aber sowas wollen die meisten nicht sehen, hätte ich mir denken können. Echt schade!

    Cast & Crew

    Dies und das

    Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

    14 tlg. dt. Krankenhausserie über das Leben auf einer geschlossenen Station einer psychiatrischen Klinik.

    Dr. Constanze von Weyers (Jenny Gröllmann) ist die nüchterne und pragmatische Chefärztin der Station P2 der Berliner Rosental-Klinik. Mit ihr arbeiten Dr. Peter Baumann (Thomas Huber), der bis zur Selbstaufgabe für seine Patienten kämpft und dabei sich und seine Familie vernachlässigt, Dr. Patrick McMurphy (John Keogh), ein ironisch-humorvoller Querdenker, die junge, idealistische Dr. Franziska Braun (Yvonne Johna), die energische Schwester Elke Schrader (Katharina Blaschke) und der sarkastische Pfleger Robert Müller (Alexander Hauff).

    Zu den Patienten gehören der aggressive Karl Dombrowski (Dirk Nocker), der sich für den König der Station hält, Amanda Moos (Yasmina Djaballah), die mit Stargetue ihre Selbstzweifel überspielt, die Schizophrene Lena Kowacz (Jennipher Antoni), die einen dunklen Begleiter, Armin (Borys Ponew), imaginiert, Magnus Uhland (Henning Peker), der am Tourette-Syndrom leidet und die Station nur freiwillig immer wieder besucht, Felix Fischer (Tom Jahn), der sich aufgrund einer Hirnschädigung wie ein Kind verhält, aber ein phänomenales Zahlengedächtnis hat, Stefan Paul (Artur Albrecht), der unter einem Sauberkeitszwang leidet, sowie der paranoide Erich Schäfer (Günter Junghans).

    Sat.1-Chef Martin Hoffmann nannte Die Anstalt „das mutigste und innovativste Serienvorhaben der letzten Jahre“, weil zum ersten Mal überhaupt die Psychiatrie den Schauplatz einer Arztserie bildete. Es war eine Gratwanderung zwischen Irrenwitzen und Aufklärung. Die erste Folge behandelte anhand einer Zwangseinweisung u. a. das Thema, wie schwer zwischen „verrückt“ und „normal“ zu unterscheiden ist: Verhält sich der Patient verrückt, weil er in die Psychiatrie eingewiesen wurde, oder wurde er eingewiesen, weil er verrückt ist?

    Leider war dem breiten Publikum – trotz gewaltiger Werbeanstrengungen von Sat.1 – die Antwort egal: Es schaltete ab. Der Sender versuchte Mitte Oktober 2002 noch, durch eine Vorverlegung der Sendezeit am Donnerstag von 21.15 Uhr auf 20.15 Uhr etwas zu retten, brach das Psychoexperiment dann aber vorzeitig ab. Nur 14 der produzierten 26 Folgen wurden gezeigt. Vorher gewann die Serie noch den „Lilly Schizophrenia Award 2002“ für ihre realistische Darstellung psychischer Erkrankungen.

    Bereits ein Jahr vorher lief der Pilotfilm „Die Mutter meines Mannes“.