Deutschland sucht den Superstar

Deutschland sucht den Superstar

D 2002–
Deutsche Erstausstrahlung: 09.11.2002 RTL
Alternativtitel: DSDS

In Deutschland sucht den Superstar (DSDS) geht es um den einen Traum von vielen Menschen: Superstar sein. Aus 10.000 oder mehr Bewerbern scheiden Runde für Runde welche aus. Am Ende sind nur noch 10 übrig und treten in den Mottoshows auf. Nun liegt es an den Zuschauern, wer der neue Superstar wird.

In der ersten Staffel gewann Alexander Klaws („Take me tonight“; „Stay with me“; „Free like the wind“), in der zweiten Elli Erl („This is my life“), in der dritten Staffel Tobias Regner („I still burn“), in der vierten Mark Medlock („Now or never“ , „Summer Love“), in der fünften Staffel Thomas Godoj („Love is you“), in der sechsten Staffel Daniel Schuhmacher („Anything But Love“). Die siebte Staffel gewann Mehrzad Marashi („Don’t Believe“), die achte Pietro Lombardi („Call My Name“). In der neunten Staffel war der Schweizer Luca Hänni („Don’t Think About Me“) siegreich. Die zehnte Staffel gewann mit Beatrice Egli („Mein Herz“) ebenfalls eine Kandidatin aus der Schweiz.

Adaption von Pop Idol
Deutschland sucht den Superstar auf DVD
Deutschland sucht den Superstar – Community
Lukas am 31.07.2014: Also ich fand die 11 Staffel nicht so toll. Wann steht endlich die Jury für die 12 Staffel fest? Bitte gibt es bekannt
Lisa-Fan am 27.05.2013: Schade. LIsa Wohlgemuth hat nicht gewonnen. Ich persönlich finde sie viel besser als beatrice, die immer nur schlager singt, und wenn beide den gleichen song gesungen ätten hätte lisa bestimmt gewonnen.
Manfred G. (geb. 1962) am 05.05.2013: Toll,toll,toll !!! Diesmal stehen zwei Mädels im Finale. Damit steht fest: Frauenpower setzt sich nach neun Jahren endlich durch. UND: Der deutsche Schlager hat auch den Weg zu DSDS gefunden. Ich bin normalerweise nicht so sehr der DSDS Gucker. Doch meine Favoritin stand von Anfang an fest und hoffe, das Beatrice Egli gewinnt. Dieses Mädel hat eine Ausstrahlung, welche einfach ansteckend ist. Dennoch: Glückwunsch für Ricardo Bielecki zum 3. Platz. Außerdem bin ich der Meinung, es sollte viel mehr Landessprachlich gesungen werden. Auch im Radio. Doch leider werden wir, besonders im musikalischen Bereich, immer mehr “VERENGLISCHT“. Was für ein Aufschrei würde durch das Land gehen, wenn 65 oder mehr Prozent der Musik russisch wäre. Vor allem: Ob sich die Engländer oder Amerikaner sich NUR russische Musik in ihrem eigenen Land gefallen lassen würden? Aber bei uns in Deutschland stört sich keiner an zu viel „“Englisch“ in der Musik.
Discomaus84 (geb. 1984) am 27.04.2012: Hallo Leute, wer von euch schaut sich das Finale morgen an :) Ich bin schon total gespannt, wer der Sieger sein wird. Komme mir vor wie bei der WM, Deutschland gegen Schweiz :) und natürlich bin ich für Daniele Negroni (auch wenns italienisch ist :P). Die Erdbeerlounge sieht das genauso wie ich, dass er einfach gewinnen muss. Falls ihr Interesse habt, könnt ihr ja da mal online gehen.
Deemah4ever (geb. 1989) am 26.03.2012: Ich glaub ich spinne! Hamed Anousheh ist ausgeschieden. Warum gerade er? Die beste Stimme! Er sollte Superstar werden. Dann soll wenigstens Luca Hänni den Sieg erringen.
Deutschland sucht den Superstar – News
Mitwirkende
ModerationMichelle HunzikerStaffel I/II
 Carsten SpengemannStaffel I/II
 Marco SchreylStaffel III - IX
 Tooske RagasStaffel III/IV
 Nazan EckesStaffel X -
 Raul RichterStaffel X
SonstigeDieter BohlenJury
 Thomas M. SteinJury (Staffel I/II)
 Shona FraserJury (Staffel I/II)
 Thomas BugJury (Staffel I/II)
 Sylvia KollekJury (Staffel III)
 Heinz HennJury (Staffel III/IV)
 Anja LukasederJury (Staffel IV/V)
 Andreas LäskerJury (Staffel V)
 Nina EichingerJury (Staffel VI/VII)
 Volker NeumüllerJury (Staffel VI/VII)
 Fernanda BrandaoJury (Staffel VIII)
 Patrick NuoJury (Staffel VIII)
 Natalie HorlerJury (Staffel IX)
 Bruce DarnellJury (Staffel IX)
 Tom KaulitzJury (Staffel X)
 Bill KaulitzJury (Staffel X)
 Mateo JaschikJury (Staffel X)
 Andrea BergmannGastjurorin (Staffel X)
 Mietze KatzJury (Staffel XI)
 Marianne RosenbergJury (Staffel XI)
 Prince Kay OneJury (Staffel XI)
 HeinoJury (Staffel XII)
 Antoine KonradJury (Staffel XII)
 Mandy CapristoJury (Staffel XII)
Dies und das
Aus dem Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier (Stand 2005):

Talentshow und die Fernsehsensation des Jahres 2003.

Im Rahmen von 15 Abendshows wird ein Nachwuchssänger gesucht, der zum Star aufgebaut werden soll. Unter allen Bewerbern (60 000 allein für die erste Staffel) trifft eine Jury (Popstar und Produzent Dieter Bohlen; der damalige Chef der Plattenfirma BMG, Thomas M. Stein; der Radiomoderator Thomas Bug und die englische Musikjournalistin Shona Fraser) eine Vorauswahl; in mehreren Castingrunden wird schließlich auf 30 Kandidaten reduziert, die sich in der Show bewähren und ab jetzt der Telefonabstimmung durch die Fernsehzuschauer stellen müssen. Die letzten zehn treten in großen Live-Abendshows gegeneinander an. Der jeweils Letztplatzierte scheidet aus, die anderen treten in der nächsten Sendung mit neuen Liedern an. Die Platzierungsreihenfolge der im Wettbewerb verbleibenden Kandidaten wird nie bekannt gegeben. Die Jury sitzt bei jedem Auftritt und kommentiert ihn, maßgeblich ist jedoch die Telefonabstimmung. Im großen Finale schließlich wählen die Zuschauer zwischen den beiden verbliebenen Kandidaten ihren Superstar. Der Gesamtsieger erhält einen Plattenvertrag und muss ein Lied singen, das Dieter Bohlen geschrieben hat.

Die Idee war zwar auch in Deutschland nicht neu – die RTL 2-Reihe Popstars hatte bereits zwei erfolgreiche Gruppen hervorgebracht, andere Reihen waren gefloppt -, doch das Vorbild für diese spezielle Veranstaltung war die britische Show „Pop Idol“, die als „American Idol“ auch schon erfolgreich in die USA exportiert worden war. Auch in Deutschland wurde sie eine Quotensensation. RTL zeigte in der ersten Staffel die Zusammenschnitte der Castings samstags um 19.10 Uhr mit guten, aber nicht überragenden Quoten. Zu sehen waren darin überwiegend Teenager, die mangelndes Talent durch Selbstüberschätzung zu kompensieren versuchten und von Dieter Bohlen rüde abgefertigt wurden. Erst die Entscheidungsshows mit den Live-Auftritten, samstags um 21.15 Uhr, machten die Show zu einem Großereignis, und das trotz der Moderatoren Michelle Hunziker und Carsten Spengemann, der ebenfalls mangelndes Talent durch Selbstüberschätzung wettmachte.

Weil immer nur ein Kandidat ausschied und die Zuschauer zu den übrigen eine Beziehung aufbauen konnten, stieg die Einschaltquote von Woche zu Woche an und gipfelte schließlich bei fast 13 Millionen Zuschauern in der vorletzten Show am 15. Februar 2003, eine Zahl, die das Finale drei Wochen später am 8. März 2003 knapp verfehlte. Die eigentlich auf eine Stunde angesetzten Live-Shows hielten ihre Sendezeit nie ein und überzogen in der Spitze um fast eine Stunde. RTL sah es gern, denn auf diese Weise konnten die hohen Quoten über einen längeren Zeitraum gehalten werden. Eine Stunde nach Ende der Show folgten noch einmal 20 Minuten (es war in der Regel gegen Mitternacht), in denen das Abstimmungsergebnis verkündet wurde. Davon profitierten die Comedyshows Krüger sieht alles und Olm!, die von den Superstars umklammert wurden und ebenfalls Rekordquoten erzielten.

Gesamtsieger der ersten Staffel wurde Alexander Klaws, dessen Song „Take Me Tonight“ umgehend Platz eins der Charts erreichte. Zuvor hatte bereits der Song „We Have A Dream“, den alle zehn Finalteilnehmer gemeinsam aufgenommen hatten, wochenlang den ersten Platz belegt. Eigentlicher Star der ersten Staffel war jedoch der Drittplatzierte Daniel Küblböck, ein 17-jähriger Bayer, dessen Stimme ungefähr so viel Wohlklang hatte wie eine ICE-Bremse, der durch sein kindlich-quirliges und verstörend-androgynes Auftreten jedoch sofort zum Publikumsliebling wurde und die Menschen polarisierte. „Bild“ erfand für ihn die Bezeichnung „schräger Daniel“, eine riesige Fangemeinde versammelte sich hinter ihm, doch schließlich entschied in der vorletzten Sendung die Mehrheit gegen ihn und wählte Alexander und Juliette Schoppmann ins Finale. Daniels Single „You Drive Me Crazy“, die nur zwei Wochen nach der Alexanders erschien, löste Alexander auf Platz eins der Charts ab. Auch sein Hit stammte aus Bohlens Feder. Juliette veröffentlichte ebenfalls eine Single, wollte aber musikalisch nichts mehr mit Bohlen zu tun haben. Ihr „Calling You“ erschien einige Monate später und erreichte knapp die Top 10. Auch andere Finalrundenteilnehmer schafften den Sprung in die Charts.

Im Sog des Erfolgs überschwemmten noch im Sommer 2003 etliche weitere Talentshows den Bildschirm, die erfolgreichste unter den Kopien war Star Search in Sat.1, die ähnlichsten Fame Academy bei RTL 2 und Die Deutsche Stimme im ZDF.

Am 3. September 2003 startete RTL die zweite Staffel und zeigte die Casting-Shows jetzt mittwochs um 20.15 Uhr, ebenfalls als Shows, in denen die Fernsehzuschauer unter den Top 50 ihre Finalkandidaten auswählten. Die zugehörige Ergebnissendung unterbrach am gleichen Abend stern tv. Die Mottoshows liefen wieder am Samstag und blieben weit hinter den Quotenerwartungen zurück, erreichten jetzt kaum noch fünf Millionen Zuschauer und wurden zum Teil von Ausstrahlungen alter Spielfilme auf Sat.1 geschlagen. Auch der Gesprächswert war weg, Charterfolge der Teilnehmer waren nicht mit früheren vergleichbar, die Gewinnerin hieß Elli Erl.

Dennoch begann RTL im Frühjahr 2005 mit der Suche nach Kandidaten für eine dritte Staffel. Ein Begleitmagazin zur Sendung lief auf dem RTL-Schwestersender Vox.

Deutschland sucht den Superstar erhielt den Deutschen Fernsehpreis 2003 (beste Unterhaltungssendung).

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