Folge 10

  • Folge 10/​2017

    Folge 10
    Ob die alltäglichen Abgründe von nebenan oder der exotische Kick ferner Welten: Westart live nimmt Sie mit auf eine Entdeckertour durch unbekanntes Terrain. Zu Gast bei Thomas Hermanns sind der Autor Heinz Strunk, der Ausstellungsmacher Kasper König, die Ameisenbärenforscherin Lydia Möcklinghoff, der Slampoet Sebastian 23 und die Soulsängerin China Moses. Von Losern und Glückssuchern: Heinz Strunks Roman „Jürgen“: Heinz Strunk ist ein Multitalent: Musiker, Entertainer, Schauspieler und Schriftsteller. Gleich sein erstes Buch, der 2004 erschienene autobiografische Roman „Fleisch ist mein Gemüse“, stand monatelang auf der Bestsellerliste. Im vergangenen Jahr erhielt er für „Der goldene Handschuh“, seinen abgründigen Tatsachenroman über den Hamburger Serienmörder Fritz Honka, den renommierten Wilhelm-Raabe-Literaturpreis. Jetzt ist sein achtes Buch erschienen. Mit „Jürgen“ nimmt er uns mit in die unbekannte Welt der Parkwächter, Speed-Dater und Liebessucher von nebenan. Die ARD hat das Buch mit Heinz Strunk in der Titelrolle gerade verfilmt. Zurzeit ist der Autor mit einer großen Multimedia-Show auf Tour und vorher bei Westart live zu Gast. Wie Kunst die Stadt verwandelt: Kasper König über die Skulptur Projekte 2017: Sie ist in diesem Jahr das wichtigste Kunst-Event im Westen: die internationale Ausstellung Skulptur Projekte in Münster. Erfunden hat sie der Kurator und ehemalige Museumsdirektor Kasper König 1977. Seither verwandelt sich die westfälische Metropole alle zehn Jahre einen Sommer lang in ein aufregendes Freilichtmuseum, das immer wieder für Gesprächsstoff und manchmal auch für Zoff sorgt. Wenige Wochen vor dem Start verrät Kasper König im Westart live-Studio, worauf sich die Münsteraner und die zahlreichen Besucher freuen können, wie er sie überraschen und womit er diesmal ihre Streitlust entfachen will. Liebeserklärung an Supernasen: die Zoologin und Science Slammerin Lydia Möcklinghoff: „Ameisenbären sind dumm, aber charmant“, sagt die Zoologin Lydia Möcklinghoff, die das Verhalten der vom Aussterben bedrohten Tiere erforscht. Viel Zeit hat die Autorin und Science Slammerin in der brasilianischen Savanne verbracht und dort auch andere erstaunliche Kreaturen beobachtet, die mit unglaublichen Tricks ums Überleben kämpfen. Ihr Buch „Die Supernasen“ ist eine Liebeserklärung an den Ameisenbären und ein starkes Plädoyer für den Artenschutz. Denn es nimmt die Leser nicht nur mit zu den Tieren, sondern auch zu den Menschen, die sich in das Abenteuer Wildnis stürzen, um die Natur zu schützen. Über ihre Arbeit und ihre Begeisterung für das Leben im brasilianischen Busch schreibt die Bonner Wissenschaftlerin nicht nur Bücher; sie tritt auch bei Science Slams auf. Was das ist, können die Zuschauer bei Westart live entdecken. Raus mit der Sprache: der Slampoet Sebastian 23: Was Science Slammer können, können Slampoeten schon lange. Schließlich waren sie das Vorbild für die Nachwuchsforscher, auf der Bühne um die Gunst des Publikums zu kämpfen. Einer der erfolgreichsten Poetry Slammer Deutschlands und immer wieder gern gesehener Gast bei Westart live ist Sebastian 23. Sein Name steht für Wortakrobatik und begnadeten Wortwitz. Am Niederrhein geboren und in Bochum zu Hause, schreibt er Gedichte, Geschichten und Lieder und hat eine Menge Preise gewonnen. Darunter den Prix Pantheon, die St. Ingberter Pfanne und den
    Cloppenburger Klappklotz. Zurzeit ist Sebastian 23 mit seiner SoloSlamShow auf Deutschlandtournee. Das Private ist politisch: die Kanzler und ihre Familien: Von Adenauer bis Merkel: Sieben Kanzler und eine Kanzlerin haben die Bundesrepublik Deutschland bisher regiert. Sie kommen aus unterschiedlichen Milieus, vertreten konträre politische Positionen und haben auch in ihrem Privatleben verschiedene Wege gewählt. Konrad Adenauer, der Patriarch, hatte acht Kinder. Helmut Kohl, Vater zweier Söhne, demonstrierte das Ideal der klassischen Kleinfamilie. Gerhard Schröder lebte während seiner Amtszeit mit einer Patchwork-Familie. Angela Merkel hat keine Kinder und einen Mann, der als Professor Karriere gemacht hat. Das alles klingt privat, hat aber weitreichende Folgen. Wie sehr das Familienleben der Kanzler die deutsche Politik geprägt hat, darüber haben die beiden Journalisten Jochen Arntz und Holger Schmale ein Buch geschrieben. „Dancing Beethoven“: die Neunte getanzt: Aus der ganzen Welt sind Tänzer und Musiker nach Japan gereist, um Beethovens 9. Sinfonie als Ballett auf die Bühne zu bringen. „Alle Menschen werden Brüder“, heißt es in Schillers Ode „An die Freude“, die Beethoven vertonte. In Maurice Béjarts Choreografie wird diese Utopie getanzte Wirklichkeit, umgesetzt vom weltberühmten Béjart Ballet Lausanne zusammen mit dem Tokyo Ballet und dem Israel Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Zubin Mehta. Die spanische Filmemacherin Arantxa Aguirre hat neun Monate lang die ebenso schweißtreibenden wie leidenschaftlichen Proben bis hin zur spektakulären Aufführung in Tokio begleitet. Am 13. April kommt ihr Dokumentarfilm „Dancing Beethoven“ in die Kinos. Zwischen Wasser und Wüste: iranische Kulturschätze in Bonn: Nun sind sie doch in Deutschland zu sehen: wertvolle Kunstwerke aus dem Iran. Allerdings nicht die moderne Kunst, die in der Berliner Gemäldegalerie gezeigt werden sollte, sondern Jahrtausende alte Schätze aus der Frühzeit der iranischen Kulturen. Kampfszenen, wilde Tiere und mythische Wesen: Die Ausstellung zeigt Zeugnisse aus einer in Europa wenig bekannten Bilderwelt, in der die Kultur des persischen Weltreichs wurzelt. Besondere Highlights sind Exponate aus den Gräbern zweier elamischer Prinzessinen und aufsehenerregende Funde aus den Gräberfeldern von Jiroft, die zum ersten Mal außerhalb des Irans präsentiert werden. Zu sehen ist die Schau vom 13. April bis zum 20. August in der Bundeskunsthalle Bonn. Soul-Diva on Tour: die Sängerin China Moses: Sie hat den Soul jazziger und den Jazz souliger gemacht: die amerikanische R’n’B-Sängerin China Moses. 1996, gerade mal 16 Jahre alt, brachte sie ihre erste Single „Time“ heraus. Mittlerweile hat die Tochter der Jazzsängerin Dee Dee Bridgewater mehrere Alben veröffentlicht, darunter 2009 „This One’s For Dinah“, eine Hommage an die legendäre Dinah Washington aus der goldenen Ära des Jazz. Jetzt erscheint ihr neues Album „Nightintales“, auf dem ausschließlich Eigenkompositionen zu hören sind. Ausdrucksstarke Songs, die von Liebe und Leidenschaft, Mut und Enttäuschung erzählen. Auf ihrer Welttournee tritt sie im Mai und Juni auch in Deutschland auf. Vorher aber macht sie bei Westart live Station. Der Gipfel mit Scheck: Hymne oder Verriss? Unser Literaturkritiker Denis Scheck nimmt sich diesmal zwei sehr unterschiedliche Bücher vor: Werner Biermanns Adenauer-Biografie, die zum 50. Todestag des rheinischen Weltpolitikers erschienen ist, und Martin Suters Roman „Elefant“. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Mo. 10.04.2017 WDR

Sendetermine

Mo. 10.04.2017
22:40–00:00
22:40–
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