2026, Folge 1⁠–⁠15

  • Folge 1 (30 Min.)
    „Du bist Teil der Geschichte“: Westart aus dem Haus der Geschichte in Bonn: Die neue Dauerausstellung im Haus der Geschichte in Bonn lädt Besucher und Besucherinnen ein, sich selbst in der Geschichte der Bundesrepublik zu verorten, ihre Perspektiven einzubringen und ihre eigenen Spuren zu hinterlassen. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni trifft zum Westart-Auftakt im neuen Jahr Ruth Rosenberger, die Kuratorin der Ausstellung. Gemeinsam entdecken sie die mehr als 3.800 Objekte der Ausstellung, welche die Geschichte der Bundesrepublik greifbar machen. Ein selbst gebautes Fluchtflugzeug, eine Puppenwiege aus der Nachkriegszeit, ein Ford Transit aus dem Leben einer Einwandererfamilie oder ein Baumhaus als Zeichen für Umweltproteste – die interaktive Ausstellung zeigt, wie jeder und jede in einem demokratischen Rechtsstaat Geschichte durch eigenes Handeln prägt. Oliver Wnuk feat. Kriegundfreitag – eine Leseshow: Unter dem Titel „Besser wird’s nicht – Eine Leseshow übers Stolpern, Staunen und Sich-Zusammenreißen“ treten Schauspieler und Autor Oliver Wnuk und Cartoonist kriegundfreitag auf. In der multimedialen Leseshow treffen persönliche Texte auf projizierte Cartoons; es geht um Liebe und Zweifel, Lärm und Leere und das kleine Glück dazwischen. „Headless“ – Marianna Simnett im Max Ernst Museum Brühl: In traumartigen Bildwelten, der Erforschung des Unbewussten und der Ablehnung von Rationalität und Logik der Künstlerin Marianna Simnett zeigt sich eine enge Verbindung zum Surrealismus. Die Ausstellung versammelt multidisziplinäre Werke aus Malerei, Skulptur, Video, Künstlicher Intelligenz und Musik. Es entsteht ein zugleich verstörendes und verführerisches Labyrinth aus zersplitterten Realitäten und unheimlichen Begegnungen, zu sehen ab 31. Januar. Divertissementchen 2026: „E Levve för Kölle“ in der Oper Köln: Zum 150. Geburtstag Konrad Adenauers widmet die Bühnenspielgemeinschaft „Cäcilia Wolkenburg“ im Kölner Männer-Gesang-Verein dem Kölner Original ein ganz besonderes Karnevalsdivertissementchen: Bis zum 17. Februar verwandelt sich das Staatenhaus in eine Musical-Bühne für kölsche Geschichte und Humor. Über hundert ehrenamtliche Mitwirkende, Schauspieler, Sänger und Tänzer bringen Adenauers Leben auf die Bühne. Das WDR Fernsehen zeigt das Divertissementchen am 14. Februar um 10:45 Uhr. Gemeinsam ins Chaos – Der Film Sabbatical: In ihrem Debütfilm erzählt Judith Angerbauer von einer dysfunktionalen Paarbeziehung vor der winterlichen Kulisse Griechenlands. Robert (Trystan Pütter) und seine Partnerin Tara (Seyneb Saleh) wollen sich gemeinsam mit ihrer Tochter Nia eine Auszeit nehmen und ans Meer fahren, die Dreisamkeit genießen. Doch auch während des Urlaubs sorgen der Job und die familiären Konflikte für Spannungen. Das Psychogramm einer komplizierten Familienkonstellation wurde unter Beteiligung von WDR/​ arte realisiert, Kinostart ist am 5. Februar. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 31.01.2026 WDR
  • Folge 2 (30 Min.)
    Vom Kirchenraum zum Kunstort: Westart zu Besuch in der KreativKathedrale Trudi in Essen: Im Essener Norden ist gerade vieles im Umbruch. Die ehemalige St.-Gertrud-Kirche ist jetzt „Kreativkathedrale“ – und Herzstück des neuen Kreativ Campus Essen City Nord. Hinter diesem etwas sperrigen Begriff verbergen sich spektakuläre 4000 Quadratmeter Innenräume: eine Theaterbühne, Lehrsäle, Werkstätten und Ateliers der Hochschule der Bildenden Künste. Hier soll bald nicht nur gelehrt werden, sondern ein neuer Kultur-Hotspot für alle entstehen. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni nimmt uns mit an diesen besonderen Kunstort – der auch Spielstätte des Snowdance Independent Film Festivals ist. Vom 4. bis 8. Februar stellt das renommierte Festival unabhängige Filmschaffende aus der ganzen Welt in den Mittelpunkt und die KreativKathedrale „Trudi“ wird zum ungewöhnlichen Kino. Im Überwachungsstaat – Dokumentarfilm „The spies among us“ beim Snowdance Independent Film Festival Essen: Peter Keup will herausfinden, wer in der Familie für die „Staatssicherheit“ tätig war. Dafür setzt er sich sogar mit einem ehemaligen „Stasi“-Funktionär an einen Tisch. Der Dokumentarfilm „The spies among us“ wirft einen Blick in die inneren Abläufe der DDR, die mit der „Stasi“ ein gefürchtetes und effizientes Instrument zur Unterdrückung missliebiger Mitbürger betrieb. Ein authentischer und spannender Film, der die eiskalte Rücksichtslosigkeit des Stasi-Regimes am Familienschicksal von Peter Keup nachzeichnet und die Gefahren eines datengesteuerten Überwachungsstaates offenlegt. Der Weg des größten Widerstandes – Künstler Fabian Knecht verhüllt die Langen Foundation Neuss: Seit Beginn der russischen Invasion im Jahr 2022 sind handgeknüpfte Tarnnetze zu einer der verbreitetsten Ausdrucksformen zivilen Widerstands in der Ukraine geworden. Der Künstler Fabian Knecht bringt mit seiner Installation eine Spur des Krieges und zivilen Widerstands nach Neuss und verhüllt das Museumsgebäude der Langen Foundation mit 60 solcher Tarnnetze. In seiner Installation werden sie zu einem Bild der Fürsorge, Verletzlichkeit und verschwommenen Grenzen zwischen zivilem Leben und Krieg. Die Schatten des Leistungsturnens – „Die Routinen“ von Son Lewandowski: In ihrem Debütroman „Die Routinen“ seziert die Kölner Autorin Son Lewandowski eine Welt, von der jeder ahnt, dass sie hart ist, aber niemand sieht oder sehen will, wie ausbeutend ein System ist, auf dem so viel Glitzer und Glanzspray liegt: die Welt der Leistungsturnerinnen. Auf kraftvolle Weise erzählt Son Lewandowski von Sport und Politik, von fragilen Beziehungen und den Grenzen des eigenen, alternden Körpers. Die Autorin ist nominiert für den lit.cologne-Debütpreis 2026. Indigene Perspektiven: De/​Collections Memories from Turtle Island im Museum Ludwig in Köln: Anlässlich des 250. Jahrestags der US-Unabhängigkeit im Jahr 2026 richtet das Museum Ludwig den Blick auf indigene Gegenentwürfe zur US-Geschichte. Die Ausstellung HIER UND JETZT: De/​Collecting Memories from Turtle Island konfrontiert historische Amerikabilder mit zeitgenössischen Positionen der indigenen Künstlerinnen Marie Watt und Wendy Red Star. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 07.02.2026 WDR
  • Folge 3 (30 Min.)
    Zu Besuch im Kunstpalast Düsseldorf Der Kunstpalast Düsseldorf präsentiert bis zum 25. Mai 2026 die Ausstellung „Community. Fotografie und Gemeinschaft.“ Die Schau widmet sich dem vielschichtigen Verhältnis zwischen dem Medium Fotografie und dem Phänomen Gemeinschaft, historisch wie aktuell. Im Zentrum der Ausstellung stehen Bilder, die zeigen, wie Menschen Zugehörigkeit darstellen, erleben, inszenieren, hinterfragen. Der Fußballfanclub, die Familie, der Karnevalsverein, Menschen streben danach, Teil einer Gruppe zu sein. Die Fotografie hält seit ihrer Erfindung diesen Drang fest. Die Ausstellung vereint angewandte und künstlerische Positionen, die das Thema Gemeinschaft beleuchten, mit subtiler Ironie, beeindruckender Solidarität oder analytischer Präzision. In den ausgestellten Arbeiten werden formale Bildordnungen ebenso sichtbar wie soziale Dynamiken, die Nähe erzeugen oder Grenzen markieren. Ein Schwerpunkt der Schau liegt auf der fotografischen Sammlung des Kunstpalastes, ergänzt durch internationale Leihgaben. Westart-Moderatorin Mona Ameziane trifft die Künstlerin Cate Lartey und die Fotografin Juliane Herrmann. Gemeinsam erkunden sie die Ausstellung und machen ein Gruppenfoto. Denn: Das Museum lädt die Besuchenden aktiv dazu ein, Teil der Schau zu werden. Eigene Gemeinschaftsbilder können in die Ausstellung eingebracht werden, wodurch ein dynamisches Archiv aktueller Zugehörigkeitsgefühle entsteht. Neues Buch von Frank Goosen: Lovely Rita Frank Goosen liefert mit seinem Roman „Lovely Rita“ ein warmherziges, urkomisches und zugleich tiefgründiges Porträt eines fast ausgestorbenen Lebensraums, der traditionellen Eckkneipe im Ruhrgebiet. Im Mittelpunkt des Buchs steht eine Kneipe, die kurz vor der Schließung steht. Kurz vor dem Aus treffen hier eine Vielzahl skurriler Stammgäste aufeinander. Der wahre Geist des Hauses ist Rita Urbaniak – genannt Lovely Rita – , die Kneipenwirtin, die das Lokal seit den 1970er-Jahren führt. Goosen verwebt in seinem Roman die Lebensgeschichten dreier unkonventioneller Frauen und entfaltet dabei ein liebevolles Panorama des Menschlichen, das von Humor, Melancholie und einer großen Portion Ruhrgebiets-Charme geprägt ist. Die Kneipe wird zur Bühne für Begegnungen, Erinnerungen und die Frage, was es bedeutet, Gemeinschaft, Heimat und Zugehörigkeit zu finden, auch in Zeiten des Wandels. „Dat Wasser vun Kölle es Jot“ – Uraufführung im Schauspiel Köln Unter der Regie von Calle Fuhr zeigt das Schauspiel Köln mit „Dat Wasser vun Kölle es Jot“ eine Aufführung, die Krimi, Musik und investigativen Journalismus zu einem ungewöhnlichen Theaterabend verwebt. Im Mittelpunkt steht ein rätselhafter Fund einer toten Aktivistin am Ufer des Rheins. Die Ermittler decken ein dichtes Netz aus Umweltverschmutzung, Online-Drohungen und geheimen Firmendaten, das bis zu einem Chemiekonzern reicht, auf. Wasser und ganz besonders der Rhein, hat für die Kölner Seele eine emotionale Bedeutung: Er ist Mythos, Lebensraum und wiederkehrendes Motiv in Liedern und Geschichten. Gespickt mit rheinischem Liedgut und getragen von einer packenden Handlung, macht sich das Ensemble daran, die Recherchen des investigativen Medienhauses CORRECTIV auf die Bühne zu bringen. Neuer Film: „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ Der Regisseur Nicolas Steiner hat mit seinem ersten Spielfilm eine Tragikomödie inszeniert, in der die Schatten der Vergangenheit bis in die Gegenwart reichen und zu Literatur werden. Steiner schafft in schwarzweißen Bildern eine fast surreale, kafkaeske Gegenwartswelt, mit brutalistisch-anmutenden Bauten und kantigen Wohnklötzen, während er die Szenen in der Vergangenheit in warmen Farben wiederaufleben lässt. Mit einer hochkarätigen Besetzung verfilmt der Regisseur das Drehbuch der Schriftstellerin Bettina Gundermann mit vielen skurrilen Einfällen und Anspielungen. Das Ballett „Frida“ am Theater Dortmund Das Theater Dortmund präsentiert die Deutschlandpremiere des Balletts „Frida“, ein Bühnenwerk über Leben, Kunst und Widerstand der legendären mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo. Das Ballett würdigt in eindrucksvollen, nicht-linearen Bildern die vielschichtige Biografie und das künstlerische Werk Kahlos. Schmerz, Leidenschaft und kreative Schaffenskraft werden in kraftvollen Tanzsequenzen sichtbar, die von ihren berühmtesten Gemälden und prägenden Lebensmomenten inspiriert sind. Die Choreografie von Annabelle Lopez verbindet Tanz mit Anklängen an Malerei und Emotionalität und schafft so ein Bühnenbild, das ebenso farbenprächtig wie introspektiv ist. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 14.02.2026 WDR
  • Folge 4 (30 Min.)
    Hinter den Kulissen des Musicals „Judith und das Wunder der Schöpfung“ Das neue Musical „Judith – und das Wunder der Schöpfung“ feiert in der Dortmunder Westfalenhalle seine Uraufführung. Rund 3.000 Sängerinnen und Sänger aus ganz NRW stehen auf der Bühne und schaffen ein musikalisches Großereignis Im Mittelpunkt des Musicals steht die Gemeinschaft: Menschen aller Generationen und Bevölkerungsschichten setzen sich mit den Herausforderungen unserer Zeit auseinander und feiern das Wunder des Lebens. „Judith und das Wunder der Schöpfung“ ist ein Projekt der Stiftung Creative Kirche. Westart Moderatorin Siham El-Maimouni blickt hinter die Kulissen in der Dortmunder Westfalenhalle. Neuer Film mit Iris Berben und Heiner Lauterbach „Ein fast perfekter Antrag“ Was passiert, wenn ein eigenwilliger Witwer nach 40 Jahren seiner Jugendliebe wieder begegnet – und diesmal alles richtig machen will? Vor 40 Jahren hatte er ihr einen Heiratsantrag gemacht und war spektakulär gescheitert. „Ein fast perfekter Antrag“ bringt die Stars Iris Berben und Heiner Lauterbach erstmals als Liebespaar auf die große Leinwand. Mit komödiantischem Timing erzählt der Film von großen Gefühlen, verpassten Chancen und der zeitlosen Frage: Ist es für die Liebe wirklich jemals zu spät? Neues Buch von Dinçer Güçyeter Dinçer Güçyeter, geb. 1979 in Nettetal, unternimmt in seinem neuen Buch „Fake Gucci-Jogginghose auf der Lesebühne – der Prolet als Literatursternchen“ eine zutiefst ehrliche Reise in sein Ich und blickt demütig und kritisch auf den Literaturbetrieb und seinen eigenen Weg. Er reflektiert mit wachem Geist seine Rolle als Verleger des Elif Verlags sowie als vielfach ausgezeichneter Lyriker und Romanautor. Wie waren die Anfänge der Verlagsgründung parallel zum Brotberuf? Das Abklappern der Buchhandlungen mit einem Rucksack voller Bücher? Wann und in welchem Milieu entstanden die ersten Zeilen und der feste Wille, Autor und Verleger zu sein? Und wie geht man mit Erfolg um? Peter Hujar – „Eyes Open in the Dark“ in der Bundeskunsthalle Bonn Der Fotograf Peter Hujar (1934⁠–⁠1987) war eine zentrale Figur der New Yorker Downtown-Szene der 1970er und 1980er Jahre. Peter Hujars Hauptinteresse galt der Porträtfotografie – er fotografierte seine Freund*innen, Liebhaber, Menschen aus seiner Umgebung mit einer eindrucksvollen Intimität und emotionalen Tiefe. Als Hujar an einer AIDS-bedingten Lungenentzündung starb, war sein Werk weitgehend unbekannt. Heute jedoch zählt Peter Hujar zu den wichtigen Fotografen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. „Open house: Kulturszene Gelsenkirchen“ im Kunstmuseum Zum Auftakt des Jahres 2026 richtet das Kunstmuseum Gelsenkirchen den Blick auf die lebendige Kunstszene Gelsenkirchens. Präsentiert werden aktuelle Arbeiten von Künstler*innen, die in Gelsenkirchen geboren sind, hier leben und arbeiten oder die Stadt als wichtigen Ort ihres künstlerischen Wirkens geprägt haben. Mit dieser Ausstellung zeigt das Kunstmuseum Gelsenkirchen, wie reich und dynamisch die Gelsenkirchener Kunstszene ist und welche künstlerische Energie in ihr steckt. Westart trifft den Künstler Philipp Valenta, der an der Schau teilnimmt, und stellt seine Konzeptkunst vor. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 21.02.2026 WDR
  • Folge 5 (30 Min.)
    Zu Besuch im Museum Morsbroich in Leverkusen Zum 75sten Geburtstag wagt das Museum Morsbroich ein radikales Experiment: Das Museum öffnet sich mit seiner Ausstellung „Chained to the Rhythm – Von Mensch und Natur“ für das, was sonst draußen bleiben muss – Sonnenlicht, Wind und Wetter, Pflanzen und Tiere, außergewöhnliche Werke und ungewöhnliches Verhalten. Morsbroich beeindruckt mit seiner einzigartigen Verbindung von Natur und Kultur, von historischer Architektur und zeitgenössischer Kunst. 1951 wurde es als erstes Museum für moderne Kunst in der noch jungen Bundesrepublik gegründet Westart-Moderator Thilo Jahn erkundet mit dem Kurator Fritz Emslander die Ausstellung und trifft die Künstlerin Gabriela Oberkofler, die über einen Zeitraum von drei Jahren eine dauerhafte, raumgreifende Wandmalerei entwarf. Von der Rokoko-Stuckdecke des einstigen Damensalons ausgehend, überwuchert ihre Arbeit nach und nach die Wand und bringt Pflanzliches, Tierisches und Menschliches in Beziehung zueinander. Fotobuch #053KIDS Im Duisburger Stadtteil Hochfeld lebt mehr als die Hälfte aller Minderjährigen in Armut. Sie und ihre Familien stammen aus vielen verschiedenen Ländern – aber sie nutzen die Ziffern 053, Teil der örtlichen Postleitzahl, als Zeichen ihrer Zugehörigkeit. Der Fotograf Toby Binder hat Hochfelder Jugendliche – die 053-Kids – über Jahre begleitet, ihren Alltag dokumentiert, ihr Leben sichtbar gemacht. Binder hat die Erfahrung sozialer Ungerechtigkeit, ihren Kampf um Identität, aber auch Freundschaft und Wünsche meisterhaft ins Bild gesetzt. Der Fotoband ist nun im Verlag Dietz erschienen. Sport-Doku „On the wave“ Der Dokumentarfilm erzählt eine faszinierende und ungewöhnliche Geschichte im Profisport: die von Sebastian Steudtner. Er folgt seinem Traum, die größte Welle der Welt zu surfen. Dem Kölner Regisseur Peter Wolf gelingt ein intimes Portrait eines Grenzgängers und Außenseiters, der trotz aller Rückschläge zum Pionier wird und die Welt des Surfens für immer verändert. Eine Erzählung über Extreme, Rekorde und das Streben nach Glück. Gaukler, Provokateur, Narr: Tyll am Schauspiel Düsseldorf Daniel Kehlmanns Bearbeitung des Eulenspiegel-Mythos spielt in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Tyll Ulenspiegel, legendärer Schelm und Volksheld, zieht gemeinsam mit der Bäckerstochter Nele kreuz und quer durch Europa, durch eine aus den Fugen geratene Welt.. Als fahrende Gauklertruppe spielen sieben Studierenden des Düsseldorfer Schauspielstudios der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig in der Regie von André Kaczmarczyk. Der Abend erzählt voll Humor und Hoffnung davon, was uns in dunklen Zeiten überleben lässt. Yasmine M’Barek „I feel you“ auf der Litcologne Pop Haben wir verlernt, empathisch zu sein? Haben Turbokapitalismus, das Internet und die weltpolitische Lage dazu geführt, dass wir uns nur noch um uns selber sorgen? Diese Fragen stellt die Journalistin, Podcasterin und Schriftstellerin Yasmine M’Barek in ihrem Buch „I feel you“. Mit Schärfe, Humor und analytischer Klarheit plädiert die Autorin für ein gesellschaftliches Wiederentdecken der Empathie – politisch, privat und popkulturell. Die Litcologne Pop ist ausverkauft – Westart verlost zwei Tagestickets für den Samstag. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 28.02.2026 WDR
  • Folge 6 (30 Min.)
    Auf den Spuren von Günther Uecker: Westart zu Besuch im Arp Museum Bahnhof Rolandseck Seine ikonischen Nagelbilder machten Günther Uecker weltberühmt; als prägende Persönlichkeit der Künstlergruppe ZERO revolutionierte er die Kunst der Nachkriegszeit. Nun zeigt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck die erste Ausstellung nach seinem Tod und zugleich die letzte, an der er noch selbst mitgewirkt hat. Uecker war dem Künstlerbahnhof Rolandseck eng verbunden: In den 1960er Jahren war er einer von vielen Vertretern der rheinischen Kulturszene, die das verlassene Gebäude zu einem Ort für Kunst, Musik und Literatur machten. Das in dieser Zeit entstandene Nagelrelief „Bett zum Aufwachen“ befindet sich etwa noch heute in der Museumssammlung. Westart-Moderatorin Mona Ameziane begibt sich im Arp Museum auf die Spuren von Günther Uecker und bewundert Werke aus sieben Jahrzehnten seines Schaffens – Arbeiten, die der Verletzlichkeit der Welt gewidmet sind – Ausdruck eines Lebenswerks, das Frieden, Empathie und menschliche Verantwortung reflektiert. Aufbruch ins Wirtschaftswunder: Opulenter Bildband zeigt Geschichte Nordrhein-Westfalens Straßenmusiker in Köln, Marktleben in Münster, Textilarbeiterinnen in Bielefeld, Badetage am Rhein bei Bonn und Arbeiter vor dem Hochofen in Duisburg: In den Jahrzehnten des Wandels nach dem Zweiten Weltkrieg entstand ein Land zwischen Tradition und Tempo, Industrie und Idylle, Bergbau und Biedermeier. Dieses Nordrhein-Westfalen von den 1920ern bis in die 1960er-Jahre zeigt jetzt ein opulenter Bildband des Greven Verlags. Rund 200 bislang unbekannte Fotografien aus dem Werk von Paul Wolff und Alfred Tritschler, zwei der bedeutendsten Fotografen ihrer Zeit, erzählen von harter Arbeit, wachsendem Wohlstand und der Suche nach einem besseren Leben. Sie zeigen ein NRW im Übergang: mal grau vom Staub der Industrie, mal bunt vom neuen Konsum, immer voller Energie. Ein einzigartiger fotografischer Blick auf die Geschichte des Landes – klug komponiert und mit feinem Gespür für den Alltag der Menschen. Live at the Hollywood Bowl: Neues Album der Kölner Indie-Band Fortuna Ehrenfeld Fortuna Ehrenfeld haben sich beharrlich ihre eigene DNA einer subkulturellen Spezies gehäkelt: Elegant und unbeeindruckt bricht die Kölner Indie-Band die Sprachbarrieren. Martin Bechler, der mit Schlafanzug und Federboa auf der Bühne steht, ist der Kopf, Texter und Komponist. Erst mit Ende 40 hat er sich mit eigenen Songs in die Öffentlichkeit gewagt. Zehn Jahre später hat Fortuna Ehrenfeld ein treues Publikum aus allen Altersschichten. Zwischen Abgründen und Hoffnung haben sie ihren eigenen Sound und ihre eigene Poesie gefunden. Nun hat sich Bechler mit Jenny Thiele und Jannis Bentler wieder zum ursprünglichen Trio formiert und am 6. März erscheint ihr neues Album „Live at the Hollywood Bowl“ – nach eigenen Angaben „eine kolossale Selbstanzeige und schallende Ohrfeige für die KI im Schnullerstadium“. Lit.Cologne: Stefanie de Velasco schreibt eine Liebeserklärung an die Wechseljahre Die grauen Haare waren ein Schock, dann kam der Schlafentzug und diese unkontrollierte Wut auf alles und jeden, aber Wechseljahre? – das ist doch übertrieben, dachte die Schriftstellerin Stefanie de Velasco und fühlte sich radikal verunsichert. Niemand bereitet Frauen auf diese Phase vor. Sie ist gesellschaftlich derart negativ konnotiert, dass man sie lieber totschweigt. In Heiß erzählt Stefanie de Velasco auf sehr persönliche Weise von einem der größten Tabus unserer Gesellschaft: der Menopause – mit all ihren Schrecken, aber auch ihrer Verheißung. Denn was wäre, wenn diese Zeit eine lebendige Neuorientierung wäre, ein Aufbruch in eine neue, kraftvolle Identität? Stefanie de Velasco verpasst unserem Bild von den Wechseljahren ein dringend fälliges Makeover und ist mit ihrer Liebeserklärung an die Wechseljahre am 12. März zu Gast bei der Lit.Cologne. Vom Ende der Einsamkeit: Schauspiel Bochum bringt Benedict Wells Beststeller auf die Bühne Crash. Plötzlich ist alles anders. Von einem Moment auf den anderen. Die Zukunft neu, das Leben fremd. Nachdem die Eltern von Liz, Marty und Jules Moreau bei einem Autounfall tragisch umkommen, verlieren sich die Geschwister aus den Augen. Sie kommen auf ein Internat, in verschiedene Wohnblöcke und entfremden sich. Jules, der Jüngste der drei Geschwister, findet in seiner Einsamkeit Halt bei Alva. Er verliebt sich in sie, doch auch sie verlieren sich nach dem Ende der Schulzeit. Dreißig Jahre später erinnert sich Jules daran, wer er war, wer er wurde und wer er eigentlich mal sein wollte. Der niederländische Regisseur Guy Clemens bringt Benedict Wells Erfolgsroman zehn Jahre später auf die Bühne des Schauspielhauses Bochum: ein Stück über Liebe, Verlust und das Ringen mit der eigenen Vergangenheit. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 07.03.2026 WDR
  • Folge 7 (30 Min.)
    Zu Besuch im Museum Ludwig Köln Das Museum Ludwig Köln wird 50 Jahre alt und feiert diesen Geburtstag mit einer großen Retrospektive der legendären japanischen Künstlerin Yayoi Kusama. Die Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine spannende Reise durch Kusamas gesamtes Schaffen mit über 300 Arbeiten, von der ersten Zeichnung bis heute, und durch eine Vielzahl künstlerischer Medien, wie Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation, Mode, Performance und Literatur. Über die gesamte Wechselausstellungsfläche des Museum Ludwig hinaus bespielt die Ausstellung auch weitere Bereiche des Hauses wie die Dachterrasse mit Domblick. Eine neue, eigens für die Ausstellung konzipierte immersive Rauminstallation mit integriertem Infinity Mirror Room füllt den größten Saal des Museums. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni trifft Stephan Diederich, den Kurator der Ausstellung, und erfährt, warum Punkte und Kürbisse in Yayoi Kusamas Werk eine große Rolle spielen. Der Direktor des Museum Ludwig Köln, Yilmaz Dziewior, erläutert, warum das Kölner Museum seit 50 Jahren zu den bedeutendsten Museen der Welt gehört. Neuer Roman „Rausch“ von Nuran David Calis Im neuen Roman „Rausch“ von Nuran David Calis wächst die Hauptfigur wie der Autor selbst als Kind von Einwanderern in der westfälischen Provinz auf, in einer Welt, in der Zugehörigkeit keine Selbstverständlichkeit ist. Als Erwachsener ist der Protagonist Ufuk Regisseur. seine Freundin Johanna stammt aus vermögenden Verhältnissen, wo Ufuk ein Exot ist. Alles scheint richtig zu sein, doch bald drängt sich Politik in die Kunst, fressen sich soziale Spannungen ins Zwischenmenschliche. Ein Roman über Identität, Heimat und die Frage: Wo gehöre ich hin?“ Comic „Himmelblau“ von Pandora Magri Für ihre Abschlussarbeit an der FH Münster illustrierte Pandora Magri den autofiktionalen Comic „Himmelblau“ über den Heilungsprozess nach häuslicher Gewalt. Mit einem guten Gespür für das sensible Thema setzt Pandora Magri mit „Himmelblau“ den Opfern häuslicher Gewalt ein grafisches Denkmal. Mit dem Blau der Hoffnung zeichnet Pandora ihrer Protagonistin den Neuanfang – mit einem grellen Pink lässt sie die Schrecken der Vergangenheit hereinbrechen und Selbstzweifel die Kontrolle übernehmen. Magris Comic half ihr selbst, zu verarbeiten und soll auch anderen Opfern von häuslicher Gewalt helfen. Neuer Film „Mein Freund Barry“ Inspiriert von wahren Begebenheiten erzählt der Film die Geschichte des legendären Lawinenhundes Barry, der von 1800 bis 1814 lebte, über 40 Menschenleben gerettet haben soll und zum Symbol für die Lawinenrettung in den Alpen wurde. Im Mittelpunkt steht die fiktive Freundschaft zwischen Barry und dem Bauernkind Georg, der als Waise im Hospiz strandet, den jungen Hund aufzieht, sich zusammen mit ihm in den Schnee wagt und die gefährliche Welt der Alpen kennenlernt. Gedreht wurde der Film in den Schweizer Alpen und Köln, Regie führte der Bonner Markus Welter. Uraufführung „Oh Boy“ im Theater Paderborn Das Stück „Oh Boy“ beruht auf dem Film von 2012, der damals als Überraschungserfolg mit Preisen überhäuft wurde. Protagonist ist ein Studienabbrecher, der ziellos in den Tag lebt. „Oh Boy“ ist eine hintergründige Persiflage über die Strategie der inneren Kapitulation der Millenials, kombiniert mit einem absurden Parforceritt durch Berlin. Jetzt ist die turbulente Story, die das Berliner Lebensgefühl einfängt, auf der Bühne zu erleben. Die Hauptrolle spielt der gebürtige Düsseldorfer Roman Mucha, die Bühnenfassung schrieb der Siegener Klaus Krückemeyer. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 14.03.2026 WDR
  • Folge 8 (30 Min.)
    Zu Besuch im Gasometer in Oberhausen Die neue Ausstellung „Mythos Wald“ im Gasometer Oberhausen zeigt eine Welt voller rätselhafter Lebensformen. Fotos und Filme von kleinsten Lebewesen bis zum Mammutbaum, eine Akustikreise durch die morgendlich erwachenden Wälder auf fünf Kontinenten sowie spannende Exponate lassen den Zauber von Waldlandschaften lebendig werden. In unterschiedlichen Ausstellungskapiteln zeigt der Gasometer Waldgebiete von Brasilien über den Kongo bis nach Europa und widmet sich dabei der einzigartigen Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt, aber auch den indigenen Völkern, deren Habitat im Wald immer kleiner wird. Westartart-Moderatorin Siham El-Maimouni trifft die Macher einer 40 Meter hohen Lichtskulptur, die für die unsichtbaren Prozesse im Inneren des Baumes und die vielen komplexen Wechselwirkungen zwischen Wurzeln, Stamm und Krone steht. Die Kuratorin Jeannette Schmitz weckt mit ihrer Ausstellung das Bewusstsein für den Zustand unserer Erde und sensibilisiert Besuchende für die Zukunft des Waldes. „Mythos Wald“ reiht sich in die erfolgreichen Großausstellungen des Gasometers wie etwa „Planet Ozean“ oder „Das zerbrechliche Paradies“ ein. Neuer Roman von Christoph Peters: „Entzug“ Am Anfang des Romans steht ein Schriftsteller, der trinkt, um zu schreiben, denken, fühlen zu können. Der irgendwann nur noch trinkt, um zu trinken, bis zu dem Punkt, an dem die Frage lautet: Trinken und sterben oder aufhören und leben? Er beschließt, sich in eine Klinik einweisen zu lassen. „Entzug“ ist ein schonungslos ehrlicher Roman, er handelt von der komplizierten Logistik der Abhängigkeit, vom Betrug an den Menschen, die einem am wichtigsten sind, vom Betrug an sich selbst. Der aus Kalkar stammende, vielfach ausgezeichnete Autor Christoph Peters erzählt voller Hoffnung vom Weg heraus aus der Hölle der Sucht, zurück in ein Leben, das auch nüchtern wert ist, gelebt zu werden. Debütalbum „Virgin Lake“ von Philine Sonny Wucht und Wut, Verzweiflung und Heilung: das alles findet sich auf Philine Sonnys Debütalbum „Virgin Lake“. Die in Unna aufgewachsene und in Bochum lebende Musikerin hat das Album komplett geschrieben und produziert. Sie stellt hier ihre musikalischen und erzählerischen Fähigkeiten unter Beweis – und erzählt ihre persönliche Geschichte von Wachstum, Entfremdung von der Familie und Heilung Don Karlos am Theater Bonn Don Karlos, eins von Schillers berühmtesten Werken, ist Polit-Thriller und Familiendrama, Kammerspiel und Welttheater, changiert zwischen Soap und Suspense, ist House of Cards im Versmaß. Der Regisseur und Dramatiker Felix Krakau hat sich einen Namen mit Fort – und Überschreibungen von Klassikern gemacht. Ohne das Original aus dem Blick zu lassen, überträgt er die Gedanken von Schiller in die Gegenwart und versucht eine Ahnung davon zu bekommen, wie die Gesellschaft aussehen könnte, die kommen wird. Wer scheitert hier an welchen Idealen und brauchen wir einen gesellschaftlichen Umsturz? Was bedeutet die beschworene „aufklärerische Gedankenfreiheit“ heute noch? Aus Leidenschaft. Die Sammlung Agathe und Maximilian Weishaupt in Ahlen Aus welcher Motivation sammeln Menschen Kunst? Im besten Falle aus Leidenschaft! Das Ehepaar Maximilian und Agathe Weishaupt begann Mitte der 1980er-Jahre im engen persönlichen Kontakt mit Künstlern und Galeristen mit dem Aufbau einer Sammlung. Diese umfasst heute zahlreiche hochkarätige Werke der internationalen Gegenwartskunst und wurde bislang nur selten öffentlich gezeigt. Die Präsentation im Kunstmuseum Ahlen wurde in enger Zusammenarbeit mit Agathe Weishaupt erarbeitet, die die Sammlung nach dem Tod ihres Mannes weiter betreut. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 21.03.2026 WDR
  • Folge 9 (30 Min.)
    Müll und mehr: Westart zu Besuch im Dortmunder U Was passiert mit dem Müll einer globalisierten Konsumgesellschaft – und wer trägt die Folgen? Die Schau „Müll. Eine Ausstellung über die globalen Wege des Abfalls“ im Museum Ostwall widmet sich den weltweiten Routen von Abfall und ihren sozialen, ökologischen und politischen Auswirkungen. Gezeigt werden rund 50 internationale Kunstwerke des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter zwei eigens für die Ausstellung entwickelte Auftragsarbeiten. Das Museum Ostwall ist aber nicht die einzige Institution im Dortmunder U. Die ehemalige Brauerei wurde zum Kultur- und Kreativzentrum umgebaut und bildet über die sieben Etagen eine Schnittstelle für Kunst, Bildung, Forschung und Unterhaltung sowie für analoge und digitale Kreativität. So ermöglicht das Dortmunder U eine zeitgemäße Beschäftigung mit aktuellen gesellschaftlichen Themen und ist ein weithin sichtbares Zeichen für gelungenen Strukturwandel. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni erkundet das Dortmunder U, die unterschiedlichen Institutionen darin und blickt von der Dachterrasse über Dortmund. In „Müll. Eine Ausstellung über die globalen Wege des Abfalls“ erfährt sie, wie kreativ Künstler*innen sich mit dem Thema auseinandersetzen – und blickt nachdenklich auf unseren Konsum. Der Chronist des Ruhrgebiets: Adolf Winkelmann wird 80 Die „fliegenden Bilder“ am Dortmunder U – sie stammen von ihm: Adolf Winkelmann. Zum Kulturhauptstadtjahr 2010 hat er die wechselnden Filmaufnahmen rund um das Dach der ehemaligen Brauerei entwickelt. Sie laufen noch immer, mehr als 200 sind es inzwischen. Seit über 60 Jahren dreht Adolf Winkelmann Filme, zunächst Experimentalfilme, später Spielfilme in denen er das Ruhrgebiet als Schauplatz etablierte. Mit trockenem Humor und viel Liebe schuf er ein Portrait der Region in der er fast sein ganzes Leben verbrachte. Am 10. April 2026 wird der Filmemacher Adolf Winkelmann 80. Geburtstag und Bühnenjubiläum: Der Musiker Wolfgang Niedecken SEX WORK: Ausstellung über die Kulturgeschichte der Sexarbeit in Bonn Dirnen, Kurtisanen und Nackttänzerinnen spielten in der bildenden Kunst lange Zeit vorrangig eine Rolle als Motiv, wurden allenfalls als Musen wahrgenommen. Die Ausstellung SEX WORK in der Bonner Bundeskunsthalle unternimmt einen Perspektivwechsel und erzählt die Kulturgeschichte der Sexarbeit gemeinsam mit einem Kollektiv forschender Sexarbeiter:innen, orientiert an einem zentralen Prinzip: Nichts über uns ohne uns. Die Schau zeigt, dass Sexarbeiter:innen auch eine schöpferische, künstlerische Rolle einnehmen, ermöglicht historische und aktuelle Einblicke und lädt so dazu ein, neue Perspektiven auf ein von Vorurteilen und Tabus geprägtes Thema zu gewinnen. „Toxische Männer“: Uraufführung des neuen Stücks von Konstantin Küspert in Münster Männer und Frauen passen einfach nicht zusammen! Dies hat die Künstliche Intelligenz KIM festgestellt, die in der Zukunft die Welt regiert. Deshalb trennt sie die Bevölkerung auf, Männer und Frauen leben fortan getrennt voneinander. Kinder werden durch künstliche Befruchtung gezeugt, alle haben einen Job, Geld existiert nicht mehr, die Menschen sind healthy und happy. Bis sich Widerstand regt: Eine Frau und ein Mann schaffen eine geheime Verbindung über den Atlantik und schmieden einen Plan, um KIM abzuschalten. Mit „Toxische Männer“ hat der vielfach ausgezeichnete Dramatiker Konstantin Küspert eine Science-Fiction-Komödie geschrieben, die nach der Rolle von Technologie in totalitären Machtstrukturen fragt und Freiheit gegen vermeintliche Sicherheit abwägt. Regisseurin Cilli Drexel inszeniert die Uraufführung für das Theater Münster. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 28.03.2026 WDR
  • Folge 10 (30 Min.)
    Gebaut für die Heiligen Drei Könige: Westart zu Besuch im Kölner Dom Er ist weltweit bekannt und ein Bauwerk der Superlative: Der Kölner Dom. Sechs Millionen Menschen besuchen ihn jährlich, er hat die größte je gebaute Kirchenfassade und eine Bauzeit von 632 Jahren. Dieses prächtige Bauwerk gibt es nur, weil im Mittelalter die Reliquien der Heiligen Drei Könige nach Köln kamen, ihr Schrein ist noch heute das wertvollste Stück im Dom. Aber auch unter dem Kirchenbau gibt es einiges zu entdecken: In einem Bereich von rund 4000 qm finden sich Reste aus 2000 Jahren Stadtgeschichte. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni besucht am Ostersamstag das UNESCO Weltkulturerbe Kölner Dom und bewundert den wertvollen Dreikönigenschrein. Mit der Archäologin Ruth Stinnesbeck taucht sie aber auch ab unter den Dom und klettert hinauf bis aufs Dach. Amazonas am Rhein: Ausstellung „Amazônia. Indigene Welten“ in Bonn Amazonien ist berühmt und unbekannt zugleich. Auch wenn die ersten Kontakte bereits vor fünfhundert Jahren stattfanden, erscheint es Europäern bis heute als ein Ort voller Geheimnisse. Die Ausstellung „Amazônia. Indigene Welten“ in der Bonner Bundeskunsthalle hat sich zum Ziel gesetzt, die Komplexität dieser Region zu erfassen und die exotischen Vorstellungen abzubauen. 1000 Jahre alte Tonfiguren stehen aktueller Fotokunst gegenüber, ein ritueller Federschmuck zeitgenössischer Malerei. So werden der Kulturraum und seine Einwohner mit den Augen der Indigenen vorgestellt. Kulturkritik und Poetry Slam: „Benjamin im Stroboskop“ von Bernard Hoffmeister Zwischen Leistungsdruck, Selbstoptimierung, Scheitern und dem ständigen Gefühl, eigentlich mehr aus sich machen zu müssen: In seinem Debütroman erzählt Bernard Hoffmeister von dem 29jährigen Benjamin, der über Walter Benjamin promoviert. Er begleitet ihn durch den Großstadtalltag, die Uni-Bubbles, die Kultur- und vor allem die Poetry-Slam-Szene Düsseldorfs. Ohne klassische Handlung fängt „Benjamin im Stroboskop“ ein Lebensgefühl ein, in dem vor allem eines bleibt: die Frage nach dem Sinn. Poetische Maschinen: Rebecca Horn in Wuppertal Sie war die erste Frau, der das New Yorker Guggenheim Museum 1993 eine Einzelausstellung widmete und eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts: Rebecca Horn. Jetzt sind im Wuppertaler Skulpturenpark Waldfrieden 14 Arbeiten der 2024 verstorbenen Künstlerin zu sehen. Ein Konzertflügel, der seine Tasten verliert, zwei sich küssende Nashorn-Hörner oder eine Malmaschine – die retrospektiv angelegte Ausstellung „Emotion in Motion“ lässt mit den großformatigen kinetischen Skulpturen in die Poesie und den Witz von Rebecca Horn eintauchen. Habgierig: „Vom Fischer und seiner Frau“ als Tanzabend in Detmold Sie ist unersättlich, möchte erst eine Hütte, dann ein Schloss, König, Kaiser und Papst werden. Alles Wünsche, die Ilsebills Mann an einen Butt richten soll. Im Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ werden all ihre Wünsche erfüllt, bis sie so werden möchte wie Gott, dann ist der schöne Traum vorbei, sie lebt wieder in ihrem alten Leben. Das Landestheater Detmold hat diese Parabel über Habgier und Unmäßigkeit als Ballettabend in Auftrag gegeben. Choreografin Katharina Torwesten und Komponist Robert Lillinger haben ein Werk geschaffen, das musikalische Raffinesse mit psychologisch durchdachten Choreografien vereint. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 04.04.2026 WDR
  • Folge 11 (35 Min.)
    Lebendige Geschichte: Westart zu Besuch auf der Burg Altena Hoch über der Lenne und der Stadt thront sie: die Burg Altena. Ihre Ursprünge stammen aus dem Mittelalter, die heutige Gestalt der Burg aber ist vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Zur Ruine verfallen wurde sie wiederaufgebaut – schon damals gegen den Widerstand von Historikern, die die Authentizität des Bauwerks bedroht sahen. Heute ist Burg Altena ein Museum, das auf lebendige Art die Geschichte der Region vermittelt. Schon auf dem Weg mit dem Aufzug hoch auf die Burg erzählen Ritter, Zwerge und Handwerker Geschichten und Sagen. Oben angekommen, melden sich immer wieder virtuelle Zeitzeugen zu Wort, mit Anekdoten und Erläuterungen zu den Ausstellungsstücken vom mittelalterlichen Ritterleben über den Rohstoff der Region, das Eisenerz, bis zur allerersten Jugendherberge der Welt. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni klettert auf die Burg und lässt sich vom Direktor der Museen Altena, Stephan Sensen, den historischen Ort und seine Schätze zeigen. Dabei interessiert sie vor allem ein Thema: Wie gelingt es, die Burg Altena kulturell lebendig zu gestalten und spannend für so viele Besucher zu sein? Lebende Legende: Herbert Grönemeyer wird 70 „Bochum“, „Was soll das“ oder „Der Weg“: Herbert Grönemeyer hat den Soundtrack mehrerer Generationen geschrieben, die deutsche Popmusik nachhaltig geprägt – und ist eine lebende Legende des Ruhrgebietes. Die Dokumentation „Grönemeyer – Alles bleibt anders“ blickt anlässlich seines 70. Geburtstags mit Freunden und Weggefährten wie Toni Kroos oder Anke Engelke auf die Jahrzehnte seiner Karriere zurück. Zu sehen sind außerdem seltene Archivaufnahmen und Einblicke von engen Vertrauten in sein Leben. Kunst und Kampf: Lara Werths dystopische Bildwelten Wie Wimmelbilder wirken die Arbeiten von Lara Werth, die 2024 ihren Abschluss an der Düsseldorfer Kunstakademie machte. Mit Edding, Acrylmarker, Kreide, Ölstift und Tusche bringt sie phantasievolle dystopische Stadträume auf Papier, kombiniert mit Naturszenen. Doch Lara Werth ist nicht nur Künstlerin, sie ist auch professionelle Kampfsportlerin, war Weltmeisterin im Kickboxen und Muay-Thai Champion. Kampfsport und Kunst – zwei Welten, die bei ihr erstaunlich gut zusammenpassen. Aus dem Leben: „Das Glück der Tüchtigen“ im Kino Für Mira läuft es gut: ein liebevoller Mann, zwei Kinder und jetzt auch noch eine eigene Supermarktfiliale. Mit dem dafür notwendigen Startkredit beginnen die Halbwahrheiten und Notlügen, die Mira irgendwann über den Kopf wachsen. Doch als das Lügengebäude zusammenbricht und ihr alles um die Ohren fliegt, findet sie ihre Freiheit wieder. Der Film „Das Glück der Tüchtigen“, in dem Regisseur Franz Müller ganz normale Menschen mit bodenständigen Berufen in den Mittelpunkt rückt, thematisiert zugleich aktuelle gesellschaftsrelevante Diskurse und die Herausforderungen des heutigen Wirtschaftssystems. Alles wird gut? Tanzabend „Everything will be OK“ in Bielefeld Optimismus und Zuversicht – das sind zutiefst menschliche Bedürfnisse, in Zeiten von Kriegen und Katastrophen jedoch nur schwer zu befriedigen. Der international tätige Choreograf und Leiter der Tanzsparte des Theaters Bielefeld, Felix Landerer, erforscht mit dem zweiteiligen Tanzabend „Everything will be OK“ das Verlangen nach Hoffnung und einer positiven Zukunftsperspektive in einer Welt voller Chaos. So fordert er das Publikum heraus, sich zu positionieren zwischen Pessimismus und dem Glauben an ein Happy End. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 11.04.2026 WDR
  • Folge 12 (30 Min.)
    Adam Pendleton: Can I Be? – Westart zu Besuch in der Langen Foundation in Neuss Mit seinen Gemälden definiert er die Grenzen der Abstraktion neu: Adam Pendleton ist eine zentrale Figur der zeitgenössischen amerikanischen Kunst. Er schafft Gemälde, Zeichnungen, Videoarbeiten, Skulpturen und Installationen, die überlieferte Erzählungen über die Vergangenheit transformieren, starre historische Kategorien aufbrechen und so neue Möglichkeiten für die Zukunft eröffnen. Seine Arbeitsweise bezeichnet er als „Black Dada“ – ein kritisches Rahmenkonzept zur Erforschung der Beziehung zwischen Schwarzer Identität, Abstraktion und den historischen Avantgarden. Westart-Moderatorin Mona Ameziane trifft Pendleton in der Langen Foundation in Neuss – wo am 19. April seine umfassende Einzelausstellung „Can I be?“ eröffnet. Im Dialog mit der Architektur von Tadao Ando entfaltet sich die Schau als Meditation darüber, wie wir Form denken, erinnern und die Bedingungen der Gegenwart neu imaginieren können. Marie Jacquot: Die neue Chefdirigentin des WDR Sinfonieorchesters im Porträt Musikalische Tiefe, konsequente Arbeit und packende Gestaltung zeichnen Marie Jacquot als Dirigentin aus. Gleichermaßen auf der Konzert- wie der Opernbühne zu Hause, hat sich die gebürtige Pariserin innerhalb weniger Jahre international einen Namen gemacht. Zu ihren herausragenden Erfolgen in letzter Zeit zählen die enge Zusammenarbeit mit der Staatskapelle Dresden und die vielbeachtete Neuproduktion von Albéric Magnards „Guercœur“ an der Oper Frankfurt. Regelmäßig dirigiert Marie Jacquot Spitzenorchester in Europa, den USA und Asien. Zu Beginn der Spielzeit 2026/​27 tritt Jacquot nun als neue Chefdirigentin des WDR Sinfonieorchesters an. Westart hat sie vorab getroffen. Starkes Filmdebüt: „Sechswochenamt“ auf dem Internationalen Frauen Film Fest in Köln Ein letzter Atemzug, dann ist die Mutter tot, viel zu früh. Die Zeit steht still und markiert nicht das Ende, sondern den Beginn von Jacqueline Jansens autofiktionalem Spielfilm „Sechswochenamt“, der am 26. April beim Internationalen Frauen Film Fest in Köln und Dortmund sein Debüt feiert. Darin begleitet Jansen Tochter Lore in den Wochen nach dem Tod der Mutter, in denen sie mit Trauer, Bürokratie, Familienkonflikten und gesellschaftlichen Erwartungen zu ringen hat – und erzählt von der Einsamkeit, die einen nach dem Verlust eines geliebten Menschen umhüllt. Lore stemmt sich gegen Konventionen und findet darin ihren Weg, Abschied zu nehmen, auch von der eigenen Kindheit. Die 1994 in Erkelenz geborene Jansen ist seit 2013 als autodidaktische Filmemacherin tätig; ihr Spielfilmdebüt ist ein rheinisches Drama voller emotionaler Härte und leiser Komik. Das Ende des deutschen Fernsehens: Satiriker und Autor Sebastian Hotz mit seinem zweiten Roman „Sidekick“ Seine gesellschaftskritischen und treffsicheren Postings werden täglich von Millionen Menschen gelesen, sein Debütroman „Mindset“ war ein Bestseller – jetzt hat Sebastian Hotz als El Hotzo ein neues Buch geschrieben: Über das Ende des deutschen Fernsehens als unterhaltsames Roadmovie. Nach Jahrzehnten der TV-Geschichte ist es so weit: Der legendäre Showmaster Falk Anders kündigt seinen Ruhestand an und Sidekick Boris – stets unterlegener Sparringspartner und Trottel vom Dienst wittert seine Chance. Programmchefin Marianne hat allerdings ganz andere Pläne. „Sidekick“ ist ein gekonntes Spiel mit kultigen TV-Figuren und den Kulturkämpfen unserer Gegenwart, in der Ähnlichkeiten mit realen Personen selbstverständlich rein zufällig sind. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 18.04.2026 WDR
  • Folge 13 (30 Min.)
    Stadt-Theater: Westart geht mit dem Theater Hagen in die Stadt Ein lebendiger Produktions- und Begegnungsraum für die Hagener Bürger und Bürgerinnen – das möchte das Theater Hagen sein. Und es geht raus zu den Leuten: Ob beim letzten Saison-Heimspiel der Basketballmannschaft Phoenix Hagen, wo das Orchester den Einlauf begleitet oder beim Projekt „Scratch“, bei dem Laien mit professionellen Musikern und Musikerinnen innerhalb eines Tages zum Chor werden, Mozart einstudieren und am Abend aufführen. Aber natürlich gibt es auch ein ganz klassisches Bühnenprogramm zwischen Schauspiel, Oper und Ballett, wie „ZwischenLand“, in dem Choreograf Taulant Shehu zahlreiche Facetten des Themas Migration erkundet. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni erfährt, wie vielfältig das Theater Hagen künstlerisch und organisatorisch ist und lässt sich vom Intendanten, Søren Schuhmacher, erzählen, wie er die Hagenerinnen und Hagener für seine Bühne begeistern möchte. Papier-Poesie: Nam June Paik Award für Michael Beutler Das Kunstmuseum Gelsenkirchen verwandelt sich in eine Papierfabrik: Der Künstler Michael Beutler verarbeitet alte Bücher und Kataloge zu Pulpe und schöpft daraus lange Papierbahnen. Aus ihnen baut Beutler neue Räume in das Kunstmuseum Gelsenkirchen. Dabei bleiben Maschinen, Werkzeuge und Produktionsabläufe immer sichtbar. Für das Konzept zu seiner raumgreifenden Installation „Tapetenwechsel“ erhält Michael Beutler den mit 25.000 Euro dotierten Kunstpreis der Kunststiftung NRW – Nam June Paik Award 2026. Verwurzelt: „Ein Ort, der bleibt“ von Sandra Lüpkes Es ist ein besonderer Ort: Der Botanische Garten in Istanbul. Einst wurde er von einem aus Münster in die Türkei emigrierten jüdischen Botaniker angelegt, nun soll eine junge deutsche Stadtplanerin über die Zukunft des Parks entscheiden. Bestseller-Autorin Sandra Lüpkes hat mit „Ein Ort, der bleibt“ einen Roman über Vergänglichkeit, Neubeginn und Hoffnung geschrieben – und darüber, was es heißt, in der Fremde Wurzeln zu schlagen. Stars aus dem Pott: „Vier von Hier“ auf Kinotour Joachim Król, Dietmar Bär, Peter Lohmeyer und Armin Rohde – vier der bekanntesten deutschen Schauspieler. Sie alle stammen aus dem Ruhrgebiet. Die Dokumentation „Vier von Hier“ von Regisseur Christoph Rüter zeichnet ihre Lebenswege nach, die weit über die Region hinausführen. Der Film lässt sie an ihre Wurzeln zurückkehren, zeigt ihre Heimatverbundenheit und biographische Verbindungen und geht nun auf Kinotour durch das Ruhrgebiet. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 25.04.2026 WDR
  • Folge 14 (30 Min.)
    Lebenswelten der griechischen Community: Westart zu Besuch im Hoesch-Museum in Dortmund Wie lebten junge Griechen vor 50 Jahren in Dortmund? Die beiden Fotografen Jürgen Spiler und Thomas Strenge bekamen 1976 einen seltenen Einblick in die Lebenswelt einer ersten Migrantengeneration: In kontrastreichem Schwarz-Weiß zeigen ihre Fotos Momente aus Freizeit, Schule, Arbeit und Familie, aber auch Arbeitslosigkeit und Armut. Als zu trostlos und zu wenig positiv wurden die Aufnahmen vor 50 Jahren kritisiert. Eigentlich waren sie produziert für Auslandskulturtage mit dem Partnerland Griechenland, das sich positiv präsentieren wollte, als Reiseland mit der Kultur der Antike. Der Alltag der griechischen Community in Dortmund war dort kein erwünschtes Thema. Und so musste dieser Schatz erst wiederentdeckt werden: Die Direktorin des Hoesch-Museums fand sie zufällig bei einer anderen Recherche im Archiv. Jetzt ist die Schau „Wie’s innen aussieht, geht niemand was an …“ auf dem Gelände des ehemaligen Stahlwerks Hoesch zu sehen. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni besucht die Ausstellung im Hoesch-Museum Dortmund. Dort unterhält sie sich mit den Fotografen und einem der damals jugendlichen Protagonisten über das Projekt. Museumsdirektorin Isolde Parussel erzählt ihr, wie sie die Fotos wiederentdeckt hat und zeigt ihr das Museum – auch das größte Ausstellungsstück: ein Einfamilienhaus aus Stahl! Demenz-Drama mit feinem Humor: „Der verlorene Mann“ Hanne und Bernd führen eine glückliche, wenngleich etwas eingefahrene Ehe. An einem Winternachmittag steht plötzlich Hannes Ex-Mann Kurt vor der Tür – überzeugt davon, er wäre noch mit ihr verheiratet. Der schlimme Verdacht bestätigt sich: Kurt hat Alzheimer. Eine Heimunterbringung scheitert, also bleibt er und bringt neben schmerzhaften Erinnerungen und neuen Problemen auch eine ungewohnte Leichtigkeit in die Ehe von Hanne und Bernd. „Der verlorene Mann“, unter anderem mit Harald Krassnitzer, Dagmar Manzel und August Zirner, ist das Spielfilmdebüt von Welf Reinhart und ab 7. Mai im Kino. Wunderwaffe: Dr. Pop meint „Macht Musik!“ Wer regelmäßig unter der Dusche singt, hat ein besseres Immunsystem. Und wenn ältere Menschen zum ersten Mal Klavier lernen, können sie besser einparken. Der Musikwissenschaftler und Kabarettist Dr. Pop, alias Markus Henrik, schreibt unterhaltsam über die Wunderwaffe Musik, die klüger und glücklicher machen kann. Das Buch „Macht Musik!“ beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und ist gleichermaßen Appell wie Analyse. Herausforderung für die Sinne: Anish Kapoor in Duisburg Gigantische Maschinen schleudern eine rote Masse quer durch den Raum, Zerrspiegel verwirren die Wahrnehmung des eigenen Selbst und tiefschwarze Pigmente schlucken alles Licht: Der Künstler Anish Kapoor schafft Werke, die Materialien an ihre Grenzen führen und die Sinne der Besucherinnen und Besucher herausfordern. Für sein visionäres Lebenswerk wird er nun mit dem Wilhelm-Lehmbruck-Preis ausgezeichnet. Aus diesem Anlass zeigt das Duisburger Lehmbruck Museum eine Ausstellung mit 16 Werken Anish Kapoors aus fünf Jahrzehnten. Zwischen den Welten: Uraufführung „Maus, Geld, Gespenst“ von Sunan Gu Fünf Personen und ein Geflecht von Geschichten um Verlust, Schuld und Schmerz: Zwischen Berlin und Beijing ist „Maus, Geld, Gespenst“ von Sunan Gu angesiedelt. Für dieses Theaterstück zwischen den Kulturen, über Rassismus und Diskriminierung, aber auch über die Suche nach Antworten in einer zerklüfteten Welt erhielt die in Beijing geborene und in Berlin lebende Autorin den neuen „Volksbühnenpreis für Theaterliteratur“. Am 7. Mai wird „Maus, Geld, Gespenst“ im Rahmen der Ruhrfestspiele Recklinghausen im Grillo-Theater Essen uraufgeführt. (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 02.05.2026 WDR
  • Folge 15 (35 Min.)
    Westart zu Besuch im belgischen Brügge Das mittelalterliche Zentrum der westflandrischen Hauptstadt ist seit dem Jahr 2000 UNESCO-Weltkulturerbe. Ab dem 8. Mai ist Brügge um eine überregional bedeutende Institution reicher: BRUSK, der neue künstlerische Hotspot, eine Kunsthalle für Ausstellungen und Veranstaltungen auf höchstem Niveau. Zur Eröffnung gibt es zwei hochkarätige Ausstellungen: Werke des international gefeierten Pionier KI-basierter Kunst Refik Anadol werden in einer Einzelausstellung gezeigt. Zudem gibt es die renommierte kulturhistorische Ausstellung „Bigger Picture“, mit der Brügge zu den Ursprüngen seiner internationalen Identität als kosmopolitische Stadt zurückkehrt. Westartart-Moderatorin Mona Ameziane schaut sich in BRUSK um, erkundet Brügge bei einer Bootstour und stürzt sich ins touristische Gewimmel. Der Künstler STROOK: Poetische Reflexionen Stefaan De Croock alias STROOK findet mit Collagen, Skulpturen, Installationen und Gemälde international große Beachtung. Er beschäftigt sich mit dem Thema Zeit und setzt sich mit Vergänglichkeit auseinander. Das zeigt sich in der Wahl seiner Materialien: verwittertes Holz, alter Marmor, widerstandsfähiger Stahl, zerbrechliche Keramiken. Die Schattierungen, die Farbe und das Relief bilden einen ästhetischen Abdruck all dessen, was das Material jemals überstanden hat, lassen Zeit sichtbar werden. Für die geheimnisvolle Frau an der Fassade von ’t Santpoortje verwendete der Straßenkünstler Materialien − Türen, Markisen, Fußböden und Möbel, die zum Teil mindestens 300 Jahre alt sind − aus mehreren alten Häusern in Brügge. Architektur und Overtourism in Brügge „Brügge sehen und sterben“ – der fast 20 Jahre alte Film hat die Stadt nicht nur weltberühmt gemacht, sondern auch zu einem Ort, der auf der Bucket List vieler Menschen steht, sie in den mittelalterliche Stadtkern zieht. Heilig-Blut-Basilika, das aus dem 14. Jahrhundert stammende Rathaus, der Beginenhof, die Liebfrauenkirche, der Pulverturm, die Nepomukbrücke … das ist nur eine kleine Auswahl der architektonischen Sehenswürdigkeiten Brügges. Brügge hat im Stadtkern rund 20.000 Einwohner – und jährlich über acht Millionen Besucher, überwiegend Tagestouristen. Die bringen Geld in die Stadt, zugleich kämpft Brügge mit den Schattenseiten der Besucherströme. Tatsächlich zählt Brügge zu den überfülltesten Orten in Europa. Doch wie ist es aktuell, als Tourist in Brügge zu sein? Und wie reagieren die Einwohner auf Besucher? Auf den Spuren der flämischen Primitiven in Brügge Hans Memling und Jan van Eyck – die beide im 15. Jahrhundert in Brügge gearbeitet haben – zählen zu den bekanntesten Vertretern der sogenannten „Flämischen Primitiven“. Der Begriff ist missverständlich – tatsächlich haben sie die Malerei im 15. Jahrhundert stark weiterentwickelt. Mit ihren Werken beginnt eine neue Ära der Malerei, die sich durch minutiös-realistische Details auszeichnet. Van Eyck war einer der ersten, der das Potential der Ölfarben ausschöpfte und farbenreich malte. Wer waren also diese „Flämischen Primitiven“, die einem hier überall begegnen? (Text: WDR)
    Deutsche TV-Premiere Sa. 09.05.2026 WDR

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