2026, Folge 19–35
Folge 19/2026
Folge 19 (30 Min.)Westart aus dem Atelier des Fotografen Hans Georg Esch in Hennef Er fotografiert die Architekturen der Welt: Megacitys wie Hongkong, Dubai oder New York, überwältigend in ihrer Fülle, dabei gestochen scharf bis ins Detail. Auch einzelne Bauwerke, wie den Mariendom in Neviges, den neuen Flughafen in Abu Dhabi oder den Kölner Dom fotografiert HGEsch. Dabei schafft er keine nüchterne Dokumentation, sondern er arbeitet mit dem Licht und sucht andere Blickwinkel als die übliche Zentralperspektive. Mit seinem Team und viel Ausrüstung reist HGEsch seit 1989 um die Welt, sein Atelier aber befindet sich im kleinen Stadt Blankenberg, einem Ortsteil von Hennef.Der Neubau aus regionaler Grauwacke fügt sich in das historische Ensemble der Umgebung ein und erhielt die Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen 2025. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni besucht HGEsch in seinem preisgekrönten Fotoatelier und bekommt einen Einblick in die aufwendige Arbeit des Architekturfotografen und seines Teams. „Trink aus, wir müssen gehen!“: Das letzte Album der Toten Hosen Neun Jahre mussten die Fans warten, bis es erscheint: Das neue Studioalbum der Toten Hosen. Es soll zugleich ihr letztes sein – „Trink aus, wir müssen gehen!“ heißt es programmatisch. 1982 in Düsseldorf gegründet machten die Hosen mit „Bis zum bitteren Ende“, „Hier kommt Alex“ oder „Alles aus Liebe“ massentauglichen Punk und blicken auf fast 45 Jahre erfolgreiche Bandgeschichte. Mit dem neuen Album schließt sich auch optisch ein Kreis: Das Covermotiv ist wieder ein Opel Rekord, wie bei der ersten LP „Opel-Gang“, dieses Mal allerdings gestaltet von Fotografie-Superstar Andreas Gursky. Gefühl der Zeit: Einsamkeit Sie gilt als eine der großen Herausforderungen unserer Gesellschaft – persönlich wie politisch: Einsamkeit. Anders als oft angenommen, sind nicht nur die Alten einsam, sondern es ist fast schon eine „Volkskrankheit“. Die Psychologin Maike Luhmann von der Ruhr-Universität Bochum ist eine der profiliertesten Einsamkeitsforscherinnen Deutschlands und bündelt in ihrem Buch „Einsamkeit – Warum sie uns alle betrifft“ den Stand der Forschung. Sie untersucht, wann Einsamkeit gefährlich wird, welche Rolle die Lebensweise spielt, welchen Einfluss die Digitalisierung hat und wie eine Gesellschaft aussehen müsste, die der Einsamkeit wirksam begegnet. Im Rahmen der über Einsamkeit und Lebenssinn. Philcologne diskutiert Maike Luhmann mit Michael Zichy am 13. Juni in Köln über Einsamkeit und Lebenssinn. Ungewöhnlicher Ort: „Die Dreigroschenoper“ in der Kokerei Hansa Das Schauspiel Dortmund muss wegen Bauarbeiten ausziehen und entdeckt neue Spielräume. Die Premiere von Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ in der Regie von Intendantin Julia Wissert findet im Salzlager der Kokerei Hansa statt – die im gleichen Jahr in Betrieb genommen wurde, in dem auch die Uraufführung der Dreigroschenoper stattfand: 1928. Der Ort ist aber nicht nur Kulisse, sondern Resonanzraum und gibt der Handlung eine zweite Ebene. In seiner Geschichte von harter Arbeit, Disziplin, ökonomischen Zwängen und moralischen Grenzbereichen spiegeln sich die sozialen Konflikte des Stücks. Geheimnisvoll: Ein Escape Game im Museum Was passiert nachts im Museum, wenn die Säle leer und die Türen verschlossen sind? Ist es still? Oder gibt es ein verborgenes Leben der Ausstellungsstücke? Das können Kinder und Erwachsene im LVR-Landesmuseum Bonn erfahren. Beim Escape Game „Nachtwache“ ersetzen die Besucher einen ausgefallenen Nachtwächter und übernehmen seinen Rundgang. Bei der Rätseljagd durch Zeiten und Epochen vom Faustkeil der Steinzeit bis zum Ölgemälde aus dem 17. Jahrhundert müssen Geheimnisse entschlüsselt werden, bevor am Morgen die Besucher kommen. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 06.06.2026 WDR Folge 20/2026
Folge 20 (30 Min.)Zu Besuch in der Abtei Maria Laach Westart stattet der Abtei Maria Laach einen Besuch ab. Die Benediktinerabtei mit ihrer sechstürmigen Klosterkirche gilt als eins der schönsten romanischen Baudenkmäler Deutschlands. Die Abtei, deren Mönche 20 Betriebe eigenwirtschaftlich führen, zieht mehr als 500.000 Besucher im Jahr an. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni besucht die Bibliothek der Abtei, die als eine der besterhaltenen Bibliotheksbauten des 19. Jahrhunderts in der Nachfolge der großen barocken Klosterbibliotheken gilt. Außerdem trifft sie den Mönch und Bildhauer Bruder Stephan Oppermann in seinem Atelier, das sich in der Abtei befindet und ergründet, was die aktuelle Faszination für den Gemeinschaftsgedanken des Benediktinerordens ausmacht.Ich will nicht arbeiten: Graphic Novel von Nele Jongeling Mit ihrer Graphic Novel „Ich will nicht arbeiten“ legt die Düsseldorferin Nele Jongeling eine satirische und hochaktuelle Auseinandersetzung mit der modernen Arbeitswelt und der Generation Z vor. Das im Verlag Reprodukt erschienene Werk verbindet Gesellschaftskritik, Medienparodie und persönlichen Identitätskonflikt zu einer ebenso unterhaltsamen wie nachdenklichen Geschichte. Porträtfilm Bärbel Bohley: Tagebuch einer Auflehnung Vor 15 Jahren starb Bärbel Bohley, eine der Hauptfiguren der Bürgerrechtsbewegung in der DDR. Nach einer Demonstration bürgerten die Machthaber sie aus. Nach sechs Monaten gelang es ihr, die Rückkehr in die DDR zu erzwingen. Die Erfahrungen des Exils hatte die damals 43-Jährige in einem Tagebuch festgehalten. Die in Köln lebenden Filmemacher Fosco Dubini und Barbara Marx orientieren sich in ihrem Porträtfilm „Bärbel Bohley – Tagebuch einer Auflehnung“ an diesem Zeugnis. Schlossfestspiele Neersen: Miss Merkel „Mein Theater – meine Heimat“ heißt das Motto der diesjährigen Schlossfestspiele Neersen. Vor der eindrucksvollen Schlosskulisse in Willich-Neersen entsteht jeden Sommer ein einzigartiges Open-Air-Erlebnis, das Theaterliebhaber weit über Nordrhein-Westfalen hinaus anzieht. Im Mittelpunkt steht dabei die Krimi-Komödie „Miss Merkel – Mord in der Uckermark“, mit Schauspielerin und Komikerin Tanja Schumann in der Hauptrolle. Ihre Darstellung verspricht eine Mischung aus pointierter Satire, Charme und feinsinnigem Humor. Happy birthday: 25 Jahre Lichtkunstmuseum Unna Mit LIGHT DIALOGUES präsentiert das Zentrum für Internationale Lichtkunst (ZFIL) eine Ausstellung, die sich konsequent dem zentralen Medium des Hauses widmet: dem Licht selbst. Im Fokus stehen dabei die gestalterischen und technischen Mittel, mit denen Künstler Licht einsetzen, um Wirkung, Atmosphäre und Bedeutung zu erzeugen. Rund 20 ikonische Arbeiten treten in Beziehung zueinander und machen unterschiedliche künstlerische Strategien im Umgang mit Licht sichtbar. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 13.06.2026 WDR Folge 21/2026
Folge 21 (30 Min.)Zu Besuch auf der Insel Hombroich Westart besucht das einmalige Museum Insel Hombroich, das seinen vierzigsten Geburtstag feiert. Auf dem 64 Hektar großen Gelände finden die Besucher, eingebettet in wilder Natur, Architektur und Kunst: eine einmalige Verbindung. Im Landschaftspark gibt es elf begehbaren Skulpturen, mit Werken der europäischen Moderne sowie archäologischen Artefakten – von Rembrandt über Schwitters und Yves Klein bis Gustav Klimt ist auf der Insel in der Erft das Who ist Who der Kunst zu bestaunen.Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni trifft den Gärtner Christian Bieber, der den märchenhaften Park pflegt, und lässt sich von der Leiterin Ricarda Dick die frisch sanierten Gebäude zeigen. Außerdem stellt Westart den Maler Georg Schmidt vor, der auf der Insel seit über dreißig Jahren sein Atelier hat. Neue Ausstellung: „Radikale Hoffnung“ im Kunstmuseum Gelsenkirchen Was haben Bergarbeiterstreiks, feministische Protestbewegungen und zeitgenössische Kunst gemeinsam? Dieser Frage widmet sich die internationale Gruppenausstellung „Radikale Hoffnung. Kunst und Arbeitskampf“ im Kunstmuseum Gelsenkirchen. Die Schau verbindet historische und aktuelle Perspektiven auf Arbeit, Widerstand und gesellschaftlichen Wandel. Dabei zeigt sie eindrucksvoll, dass Arbeitskämpfe nicht nur politische und wirtschaftliche Ereignisse sind, sondern auch kulturelle Ausdrucksformen hervorbringen können. Neues Album: „Piraten“ von Grenzkontrolle Die Kölner Punk-Band Grenzkontrolle hat ihre neues Album „Piraten“ veröffentlicht. Der Titel verweist auf die Kölner Edelweißpiraten, die Jugendgruppen, die während der Zeit des Nationalsozialismus Widerstand leisteten. Für Grenzkontrolle ist diese Gruppe Ausgangspunkt für Fragen nach Zivilcourage, Solidarität und gesellschaftlicher Verantwortung in der Gegenwart, verpackt im Sound des Punks aus den subversiven 1980ern. Neues Buch: „Terror von rechts“ von Barbara Manthe Mit ihrem Buch „Terror von rechts. Die Geschichte einer andauernden Gefahr“ dokumentiert Barbara Manthe den Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik. Dabei verfolgt sie die Entwicklung rechter Gewalt von den Nachkriegsjahren bis in die Gegenwart und macht vor allem aus der Opferperspektive deutlich, dass rechtsterroristische Strukturen keineswegs ein neues Phänomen sind. Vielmehr zieht sich die Gewaltgeschichte des rechten Extremismus wie ein roter Faden durch die Geschichte der Bundesrepublik. Das Buch ist im C.H. Beck Verlag erschienen. Neuer Film: „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ Der Dokumentarfilm „Jemand, der einmal ich war“ der Kölner Regisseurin Regina Schilling zeichnet ein vielschichtiges Porträt der österreichischen Autorin, die im Juni 2026 100 Jahre alt geworden wäre. Ingeborg Bachmann gilt als eine der bedeutendsten Stimmen der der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur, ihr Werk ist voller Widersprüche. Die Mischung aus Dokumentation und Inszenierung versucht, das Werk und das Leben von Ingeborg Bachmann – verkörpert von Sandra Hüller – zu fassen. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 20.06.2026 WDR Folge 22/2026
Folge 22 (30 Min.)Zu Besuch auf der Manifesta 16 Ruhr Westart besucht die Manifesta 16: Die Wanderbiennale macht bis zum 04. Oktober erstmals Halt im Ruhrgebiet. Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe stehen ehemalige und wenig genutzte Kirchengebäude der Nachkriegszeit. Diese Bauwerke werden im Rahmen der Biennale zu Orten des kulturellen Austauschs, der Begegnung und des gemeinschaftlichen Handelns umgewandelt. Über 100 Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt zeigen auf der Manifesta ihre Visionen zur Wiederbelebung leerstehender Kirchengebäude. Die Manifesta knüpft damit an die besondere Geschichte einer Region an, die seit Jahrzehnten für Wandel, Vielfalt und Innovation steht.Westart-Moderatorin Mona Ameziane trifft die Gründerin der Manifesta Hedwig Fijen sowie die Künstlerin Lili Lake, die in der Markuskirche in Essen eine Klanginstallation aufgebaut hat. Die Pfarrerin Valeria Dankwerth der umgewidmeten Markuskirche erzählt davon, wie es ist, wenn Kirchen aufgegeben werden, weil es zu wenig Gläubige gibt. „Mindset Los Angeles – Frank Gehry und die Cool School“ im Museum Marta Mit „Mindset Los Angeles“ zeigt das Marta Herford eine neue Ausstellung, die Frank Gehry nicht nur als Star-Architekten und -Designer, sondern als Produkt einer wilden, experimentierfreudigen Los-Angeles-Kunstszene präsentiert. Im Zentrum steht Gehrys frühe Prägung durch die legendäre „Cool School“ – jenes lose, seit den späten 1950er Jahren in L.A. entstandene Milieu aus Kunst, Materialexperiment und Gegenkultur, das sich von Beat-Energie und Studiomentalität speiste. Das Museum selbst ist für die Schau, die bis zum 10. Januar 2027 zu sehen ist, eine perfekte Bühne, schließlich ist das Marta Herford eine von Frank Gehry entworfene, schwungvoll verschachtelte Bauskulptur. „Hotel Celentano – Sommerreise durch ein anderes Italien“ – neues Buch von Eric Pfeil In seinem neuen Reisebuch unternimmt der aus Bergisch Gladbach stammende Bestseller-Autor Eric Pfeil abermals eine Italienreise. Was, fragt er, ist eigentlich mit all den legendären italienischen Orten aus Musik und Film: Lassen sie sich ebenso bereisen wie die Strände, die römischen Ruinen und die hochgelobten Restaurants? Wo genau drehte Adriano Celentano seine Filme? Wo verbrachte Marcello Mastroianni regelmäßig seinen Urlaub? Was ist heute an diesen Orten los? Eric Pfeil bastelt sich seine eigene Italien-Karte mit zahlreichen wenig besungenen Orten und fährt los. „Hotel Celentano“ erscheint bei Kiepenheuer & Witsch. NRWskulptur – eine App führt zu Kunst im öffentlichen Raum Auf die Schnelle Kunstwerke entdecken? Kein Problem, verspricht das Kultursekretariat NRW Gütersloh, denn die NRWskulptur App, digitaler Wegweiser zu mehr als 700 kuratierten Skulpturen in NRW, steht zum kostenlosen Download bereit. NRWskulptur ist eine einzigartige Sammlung für Kunstinteressierte, Touristen, (Rad-) Wandernde und viele mehr. Es gibt immer wieder neue und ungewöhnliche Objekte zu entdecken, zu denen die App Infos liefert. Besonders praktisch: Als digitaler Wegweiser navigiert die App zu den Kunstwerken und führt mit konkreten Routenvorschlägen von Skulptur zu Skulptur. Westart-Reporter Thilo Jahn schwingt sich aufs Rad und entdeckt Kunstwerke rund um den Aasee. Filmstart: 23.000 Leben Inspiriert von der wahren Geschichte der Organisation „Jugend Rettet“ erzählt das Drama „23 000 Leben“ von einer Gruppe Jugendlicher, die nicht länger tatenlos zusehen will, wie unzählige Menschen auf ihrer Flucht nach Europa im Mittelmeer sterben. Ohne Erfahrung in der Seenotrettung starten sie eine Crowdfundingkampagne, kaufen ein altes Schiff und retten damit über 23.000 Menschen das Leben. Doch was als gemeinsame Mission voller Hoffnung und Entschlossenheit beginnt, stellt ihr Verständnis von Recht und Gerechtigkeit schon bald auf eine harte Probe. In der Hauptrolle ist der aus Bergisch Gladbach stammende Louis Hofmann zu sehen. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 27.06.2026 WDR Folge 23/2026
Folge 23 (30 Min.)Westart aus dem Kröller-Müller Museum im niederländischen Otterlo Sie stammt aus Essen-Horst und hat eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Niederlande aufgebaut: Helene Kröller-Müller. Das nach ihr benannte Museum verfügt über die zweitgrößte Van-Gogh-Sammlung der Welt und liegt inmitten des niederländischen Nationalparks De Hoge Veluwe. Wer das Museum besucht, kann aber mehr sehen als van Gogh und Natur: Über 20.000 Werke umfasst die Sammlung heute, mit Schwerpunkt auf dem 19. und 20. Jahrhundert.Besonders sehenswert ist auch der Skulpturengarten mit über 200 Skulpturen von der klassischen Moderne bis in die Gegenwart unter anderem von Auguste Rodin, Claes Oldenburg, Richard Serra oder Joep van Lieshout – und einem Spielplatz für Kinder und Erwachsene: dem „Jardin d’émail“ von Jean Dubuffet. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni macht einen Ausflug in die Niederlande, besucht das Kröller-Müller Musem, schlendert durch den Skulpturengarten – und natürlich fährt sie auch mit einem der weißen Leihfahrräder durch die Binnendünen. Umfangreich: Die Van-Gogh-Sammlung im Kröller-Müller Museum Sonnenblumen und Sternenhimmel: Selbst wer nie ein Original gesehen hat, kennt die Werke von Vincent van Gogh. Heute ist er einer der populärsten Künstler überhaupt, zu Lebzeiten aber war er wenig erfolgreich. Nach seinem frühen Tod 1890 stieg der Ruhm rasch an, eine der ersten Sammlerinnen war Helene Kröller-Müller. Zwischen 1908 und 1922 erwarb sie 88 Gemälde und 172 Papierarbeiten. In der Regel sind nur 30 bis 40 der Gemälde im Museum zu sehen, in der Ausstellung „Van Gogh, All our Paintings“ vom 15. September 2026 bis 3. Januar 2027 werden alle 88 zugleich gezeigt. Rebellisch: Hommage an David Bowie bei der Ruhrtriennale Gewalttätige Jugendgangs terrorisieren die Städte; es ist eine verrohte Gesellschaft, in der zwischenmenschliche Beziehungen verboten sind, Entfremdung und Isolation gesetzlich verordnet werden. Ein junges Paar leistet Widerstand und erschafft sich seine eigene Utopie innerhalb des repressiven Regimes. Für die Ruhrtriennale kreieren Regisseur Ivo Van Hove und Choreograf Sidi Larbi Cherkaoui ein neues Musiktheater mit Songs von David Bowie: In „Rebel Rebel“ kann das Paar siegen, allein weil es sich liebt. Außergewöhnlich: „Gastarbeiter“-Kindheit im besetzen Haus Köln, Anfang der 1980er-Jahre. Baran wächst in einer Welt der Gegensätze auf. Sein Vater Merter kam als Gastarbeiter aus Anatolien nach Deutschland. Hier arbeitet er auf dem Bau – und lebt zugleich seine Liebe zur Disco. Seine Großmutter Berfin spricht nur Kurdisch, aber versteht sich mit allen. In Selim Özdogans Roman „Ihr kriegt uns hier nicht raus“ zieht die Familie ausgerechnet in ein besetztes Haus und ihre Welt prallt auf alternative Lebensentwürfe. Zwischen Plenum, Demos und Häuserkampf entsteht eine Gemeinschaft, die es eigentlich nicht geben dürfte. Radikal: Spielfilmdebüt „Der Heimatlose“ von Kai Stänike 14 Jahre war Hein weg, dann kehrt er in sein Heimatdorf zurück. Doch dort scheint niemand ihn zu kennen: Nicht seine demente Mutter, nicht seine sehr viel jüngere Schwester oder sein bester Freund aus Jugendtagen. Er muss sich einem Prozess stellen in dem er seine Identität beweisen soll – und der das Dorf spalten wird. Inmitten von sichtbar hölzernen Kulissen entwickelt sich ein brechtsches Lehrstück über die Beschönigung der Vergangenheit und die Konfrontation mit der Wahrheit. Das radikale Spielfilmdebüt „Der Heimatlose“ von Regisseur Kai Stänicke aus Werdohl feierte seine Premiere auf der Berlinale und kommt am 27. August in die Kinos. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 22.08.2026 WDR Folge 24/2026
Folge 24 (30 Min.)Westart von der Ausstellung „Unheimliche Verschiebungen“ in Dortmund Gestapelte Klimaanlagen in einer Kirche, eine Anzeigetafel für die heißesten Städte der Welt im Bahnhof oder eine Art Fitnessstudio in einem ehemaligen Ladenlokal: Unter dem Titel „Unheimliche Verschiebungen“ nehmen 15 Arbeiten in der Dortmunder Innenstadt Bezug auf Themen der Zeit. Neun Stationen sind fußläufig vom Dortmunder Hauptbahnhof aus zu erreichen und laden zu einem Kunst-Spaziergang ein, der irritiert und zum Nachdenken anregt. Die von Urbane Künste Ruhr im Rahmen der Ruhrtriennale im öffentlichen Raum veranstaltete Ausstellung ist noch bis zum 4. Oktober zu sehen. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni startet am Dortmunder Hauptbahnhof und streift durch die Stadt. Sie spricht mit Künstlern und der Kuratorin von „Unheimliche Verschiebungen“ und lässt sich vom Troubadour für das Ruhrgebiet etwas vorsingen.Musikalische Begegnungen: „Der Troubadour“ reist durchs Ruhrgebiet Der Troubadour ist unterwegs – von Stadt zu Stadt, von Auftritt zu Auftritt, durch das gesamte Ruhrgebiet. Im Mittelpunkt aber steht die Begegnung mit den Menschen vor Ort. Es ist ein musikalisches Experiment, bei dem Gespräche, Gastfreundschaft und gemeinsame Erlebnisse in das Repertoire aus Liedern, Texten und Geschichten einfließen. Riah Knight ist Sängerin, Performerin und Singer-Songwriterin. Für das Troubadour-Projekt reist sie noch bis zum 10. September gemeinsam mit Christian Löffel durch das Ruhrgebiet und tritt als Straßensängerin auf. Arbeiterkindheit im Pott: „Mutti, komma ans Fernster“ Als Leiter des Paritätischen Wohlfahrtsverbands kämpfte Ulrich Schneider für die Schwachen in der Gesellschaft. Er selbst ist ein klassischer Bildungsaufsteiger, war Arbeiterkind im Ruhrgebiet, machte Abitur, studierte und promovierte. In „Mutti, komma ans Fenster“ blickt er auf seine Kindheit zurück, erzählt von Eltern, die sich aufrieben, von Müttern, die alles zusammenhielten, von Vätern, die früh verschlissen wurden. Sein Buch ist eine Milieustudie, die mit Wärme und Genauigkeit Stolz, Solidarität, Härte und die bescheidene Großzügigkeit der damaligen Zeit schildert. Spielerischer Dialog: „RI TE“ bei der Ruhrtriennale Anziehung und Abstoßung, Öffnen und Sich-Zurückziehen, Bewegungen beginnen und enden abrupt: Die Choreografie „RI TE“ ist kein klassisches Duett, sondern ein spielerischer Dialog in Körpersprache. In der Produktion trifft eine der innovativsten Choreografinnen der Gegenwart, die auf den Kapverden geborene Marlene Monteiro Freitas, auf einen der bedeutendsten Flamencotänzer, den Spanier Israel Galván. In einer minimalistischen Kulisse agieren die beiden in phantasievoller Konkurrenz und verständiger Eintracht. Singen gegen die Einsamkeit: Der Kneipenchor „Altbierstimmen“ Es geht nur um den Spaß! Einfach zusammen singen, ohne richtig singen können zu müssen: Mit diesem Ziel haben Julia Böhm und Wibke Müller 2023 in Düsseldorf den Kneipenchor „Altbierstimmen“ gegründet. Ohne Notenlehre und Aufnahmehürden die werden die Pop- und Indie-Klassiker einmal monatlich in der Kneipe geprobt – und dann auch aufgeführt, zum Beispiel am Büdchentag am 5.9. im Düsseldorfer „Reinraum“. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 29.08.2026 WDR Folge 25/2026
Folge 25 (30 Min.)Westart im Kunstmuseum Bochum: „Das öffentliche Grün“ Ein Park gehört allen – richtig? Zum 150. Geburtstag des Bochumer Stadtparks widmet sich das Kunstmuseum Bochum mit der Gruppenausstellung „Das öffentliche Grün“ einem Ort, an dem sich täglich ganz unterschiedliche Menschen begegnen: „Hier wird flaniert, gespielt, geträumt.“ Die Ausstellung nimmt den Park als gemeinschaftlich genutzten Raum in den Blick und stellt die Frage, wie wir heute mit geteiltem Raum und gemeinsamen Ressourcen umgehen. Dafür verlässt die Kunst auch die Museumsräume und breitet sich in den Stadtpark aus. Die Ausstellung ist noch bis zum 1. November zu sehen. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni erkundet die Ausstellung und den Stadtpark und spricht darüber, was ein Park als gemeinschaftlicher Ort für eine Stadtgesellschaft bedeuten kann. Beteiligt sind mehr als 20 Künstlerinnen und Künstler, darunter Anikẹ Joyce Sadiq, Black Archive Germany, Lin May Saeed und Marina Naprushkina.Marina Abramović: „Balkan Erotic Epic“ bei der Ruhrtriennale Erotik, Spiritualität, Tod und Fruchtbarkeit: In „Balkan Erotic Epic“ setzt sich Marina Abramović mit Mythen und Ritualen ihrer Heimat auseinander. Bei der diesjährigen Ruhrtriennale verwandelt Marina Abramović ihr Werk „Balkan Erotic Epic“ in eine vierstündige, immersive Performance. In 13 Szenen verbinden sich Performance, Tanz und Gesang mit vergessenen Fruchtbarkeitsund Todesritualen der Balkanregion. Das Publikum bewegt sich dabei frei durch die Inszenierung und erlebt die verschiedenen Szenen aus nächster Nähe. (3.9.-11.9.2026, Kraftzentrale, Landschaftspark Duisburg-Nord) Gesellschaftsroman mit bitterbösem Humor: „German Glück“ von Simon Urban Ein brennender Tesla, ein Luxusresort in der deutschen Provinz und sieben Menschen, deren Leben aus den Fugen geraten ist: In seinem neuen Roman „German Glück“ erzählt Simon Urban von einer Gesellschaft, die sich an ihren eigenen Wohlstand klammert. Im Hotel „Eden“ treffen eine vom Shitstorm verbrannte TV-Komikerin, ein Tabakmanager, ein Zwillingspaar und weitere Figuren aufeinander. Zwischen Wellness, Abstiegsängsten und absurden Lebensentwürfen entsteht ein bitterböser und zugleich komischer Blick auf die deutsche Gegenwart. (erscheint am: 03.09.2026, 400 Seiten) Angst als Comedy: „eine show halt“ im COMEDIA Theater Köln Wie behält man den Humor, wenn die Zeiten unruhig werden? Das fünfköpfige Ensemble „eine show halt“ macht daraus ein Programm: ANGST ANGST ANGST ANGST. Carolin Worbs, Leah Sartoris, Susi Bumms, Magnus Paul und Miguel Robitzky verbinden Sketch-Comedy, Parodien und Musik. Dabei fragen sie, wovor eine Gesellschaft eigentlich Angst hat. Ob sich diese Angst vielleicht am besten gemeinsam weglachen lässt? Die Show ist vom 12. bis 14. September im COMEDIA Theater Köln zu sehen. 40 Jahre Allerweltskino: Filme für globale Perspektiven Seit 40 Jahren bringt das Allerweltskino internationale Filmkultur und gesellschaftlichen Dialog nach Köln. Entstanden ist es 1986 aus einem Zusammenschluss film- und interkulturell interessierter Menschen. Von Beginn an wollte die Initiative Filme aus und über Länder des Globalen Südens zeigen und damit den stereotypen Darstellungen des klassischen Hollywood-Kinos andere Perspektiven entgegensetzen. Zum Jubiläum blickt das Allerweltskino auf rund 2.000 gezeigte Filme und zahlreiche Festivals, Filmreihen und Kooperationen zurück. Gefeiert wird unter anderem mit der dreiteiligen Dokumentation „YOUTH“ des chinesischen Regisseurs Wang Bing im Filmforum NRW sowie mit weiteren Filmen im Off Broadway. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 05.09.2026 WDR Folge 26/2026
Folge 26 (30 Min.)Westart im Colonius in Köln zum „Tag des offenen Denkmals“ Er ist eines der Wahrzeichen Kölns: Der Colonius. Mit seiner Höhe von 266 Metern ist er das höchste Gebäude der Stadt und der höchste Fernsehturm in NRW. 1981 eingeweiht, sind die einstige Aussichtsplattform und das Drehrestaurant aufgrund von Brandschutzproblemen seit 1999 für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. 2022 wurde der Fernsehturm zum Denkmal erklärt. Warum der Colonius immer noch gebraucht wird und wie eine zukünftige Nutzung aussehen kann, erfährt Westart-Moderatorin Mona Ameziane von Benedikt Albers von der Deutschen Funkturm GmbH, die den Colonius betreibt. Zu Besuch auf den Turm kommen Peter und Stephan Brings, deren Band in diesem Jahr 35.Geburtstag feiert.Niki de Saint Phalle „Dream Machine“ im Kunstpalast Düsseldorf Eine Künstlerin, die sich nicht an Regeln halten wollte: Mit „Dream Machine“ widmet der Kunstpalast Düsseldorf der französisch-amerikanischen Künstlerin Niki de Saint Phalle (1930–2002) eine große Ausstellung. Vom 10. September 2026 bis zum 7. Februar 2027 sind im Kunstpalast mehr als 100 Werke zu sehen. Die Ausstellung zeigt nicht nur ihre farbenprächtigen, „Nanas“, sondern vor allem Saint Phalles künstlerische Selbstbehauptung und ihren Kampf gegen gesellschaftliche Vorstellungen von Weiblichkeit. 35 Jahre Brings Kaum eine Band ist so eng mit Köln verbunden wie Brings. Ihre Lieder erzählen von Köln, vom Alltag, Feiern und dem Lebensgefühl am Rhein. Sie sind Rockband und Karnevalsband – und zugleich eine Gruppe mit klarer gesellschaftlicher Haltung, und das seit 35 Jahren. Bereits 1992 beteiligten sich Brings am Kölner Konzert „Arsch huh – Zäng ussenander“, das sich gegen Rassismus und rechte Gewalt richtete. Bis heute positionierten sich die Musiker immer wieder gegen Ausgrenzung und für eine offene Gesellschaft. Westart hat das Brings-Konzert auf dem Roncalliplatz am Dom begleitet. Neuer Roman von Benedikt Gollhardt „Alter Ego“ Was, wenn wir nicht die sind, für die wir uns halten? Was, wenn unser Denken, unsere Gefühle und sogar unsere Entscheidungen nicht allein von unserem eigenen Willen bestimmt werden? Mit seinem neuen Thriller „Alter Ego“ stellt Benedikt Gollhardt eine verstörende Frage nach der Grenze zwischen Mensch und Mikroorganismus. Im Mittelpunkt steht Simon, ein Familienvater und Teamleiter, dessen Leben durch eine schwere Erkrankung aus den Fugen gerät. Eine neuartige Behandlung mit Bakterien rettet ihm zunächst das Leben – doch danach beginnt eine unheimliche Veränderung. Gollhardt verbindet die Thrillerhandlung mit einem wissenschaftlich hochinteressanten Thema: dem Mikrobiom des Menschen. Ruhrtriennale „Deutscher Herbst“ von Christopher Rüpping Was bedeutet Freiheit, wenn eine Gesellschaft gerade erst aus einer Katastrophe hervorgegangen ist? Und was passiert, wenn die Erinnerung an die Vergangenheit langsam verblasst? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Uraufführung „Deutscher Herbst“ von Christopher Rüping bei der Ruhrtriennale 2026. Grundlage bildet der Reisebericht „Deutscher Herbst“ des Schweden Stig Dagerman, der 1946 durch das zerstörte Deutschland reiste. Christopher Rüping nimmt Dagermans Blick auf und stellt eine Gesellschaft, die zunehmend den Boden unter den Füßen verliert, ins Zentrum seines Stücks: zwischen Geschichtsvergessenheit, Zukunftsangst und der Sorge vor einem Erstarken rechter Kräfte. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 12.09.2026 WDR Folge 27/2026
Folge 27 (30 Min.)Westart live vom Eröffnungsfest der Kölner Bühnen Mit einem großen Fest eröffnen in Köln das Opernhaus und das Schauspielhaus. 14 Jahre war das Ensemble aus den 1950er Jahren am Offenbachplatz in der Innenstadt eine Baustelle, wurde aufwendig saniert. Dabei wurde der Originalzustand wiederhergestellt, so wie es der Architekt Wilhelm Riphahn in der Nachkriegszeit ersonnen hatte: Als festliche Gebäude für die darstellende Kunst, die radikal mit tradierten Sehgewohnheiten brachen und ganz demokratisch einen Zugang zur Kultur für alle ermöglichten.Doch es wurde nicht nur renoviert, sondern auch viel neu gebaut. So wurde unter dem Dirk-Bach-Platz eine eigene Kinderoper errichtet, eine goldene Schatzkiste, die neben Musiktheater für die Kleinsten auch Kammeropern beheimaten wird. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni meldet sich live vom Eröffnungsfest und spricht dort mit der Mezzosopranistin Dalia Schaechter, die seit 30 Jahren im Kölner Ensemble ist, mit dem Künstler Merlin Bauer, der sich für eine Sanierung und gegen den Abriss des Schauspielhauses einsetzte, sowie mit Brigitta Gillessen, die seit 2014 die Kölner Kinderoper leitet. Auch die weiteren Beiträge der Sendung drehen sich ganz um die Wiedereröffnung der Bühnen Köln: Diese Farben! Ein Blick in Oper und Schauspielhaus Thilo Jung lässt sich von Opernintendanten Hein Mulders durch die Oper führen und besucht mit dem Intendanten des Schauspiels, Kay Voges, das Schauspielhaus. Neben einer Bühnentechnik mit neuen Möglichkeiten und größerer Barrierearmut beeindrucken beide Gebäude mit ihrer schlichten Eleganz und mit dem wiederhergestellten originalen Farbkonzept. So gibt das Publikum in der Oper künftig Jacken und Mäntel an einer Garderobe mit leuchtend blauer Rückwand ab, an der die Metallhaken wie Skulpturen wirken und der beliebte Erfrischungsraum im Schauspielhaus strahlt in zartem Gelb. Jetzt aber wirklich! Der Umzug vom Interim an den Offenbachplatz Die Oper Köln kehrt zurück in den Bau von Wilhelm Riphahn: raus aus Interim auf der anderen Rheinseite zurück ins Zentrum der Stadt. Eine Fernsehdokumentation begleitet Sängerinnen und Sänger, Chor, Gürzenich-Orchester, Kostüm, Bühnenbild und Bühnentechnik beim Umzug bis kurz vor die Premiere von Richard Strauss’ „Der Rosenkavalier“ im frisch renovierten Haus. Sie erzählt dabei von Aufwand, Komplikationen aber auch von Hoffnungen und Enttäuschungen – und von der Frage, was ein Ort mit den Menschen macht, die dort arbeiten. Nicht mit uns! Der Protest gegen den Abriss des Schauspielhauses Ursprünglich sollte nur das Opernhaus saniert werden, für das nebenan liegende Schauspielhaus war ein Abriss geplant, der Wettbewerb für den Neubau an gleicher Stelle bereits entschieden. Nach Unklarheiten um die Kosten formierte sich um die damalige Schauspiel-Intendantin Karin Beier die Initiative „Mut zur Kultur“, die sich vehement für den Erhalt und die Sanierung des Schauspielhauses von Wilhelm Riphahn aus dem Jahr 1962 einsetzte. Mit Veranstaltungen, Demonstrationen und einem Karnevalswagen waren sie letztendlich erfolgreich: Das Schauspielhaus wurde nicht abgerissen, sondern wird jetzt wiedereröffnet. Viel zu teuer! Sanierungsdrama letzter Akt Geplant war eine Wiedereröffnung von Oper und Schauspielhaus schon 2015, diverse Male wurde sie – teilweise sehr kurzfristig – verschoben. Die Gesamtkosten werden am Ende wohl bei 1,5 Milliarden Euro liegen, ursprünglich geplant waren Baukosten von 253 Millionen Euro. Doch wer ist verantwortlich für Kostensteigerung und Bauzeitverzögerung? Eine Dokumentation aus der Sendereihe „Die Story“ zeigt auf, wie es zu dem Bauskandal kommen konnte. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 19.09.2026 WDR Folge 28/2026
Folge 28 (30 Min.)Westart von der Ausstellung „Asia Pop“ im NRW-Forum Düsseldorf Düsseldorf wird mit der neuen Ausstellung „Asia Pop“ im NRW-Forum zum Treffpunkt der globalen Popkultur. Bis zum 23. Mai 2027 nimmt die Schau Besuchende mit auf eine Reise durch die ostasiatische Popkultur mit Musik, Film, Games, Mode, Beauty, Mangas und Alltagskultur. Zu entdecken sind Kawaii-Ikonen wie Hello Kitty, Animationswelten von Studio Ghibli, K-Pop-Stars wie BTS und erfolgreiche Games. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni trifft Charlotte Ickler, die Kuratorin der Ausstellung. Gemeinsam singen sie Karaoke und klären, was Konsum mit Popkultur zu tun hat.Uraufführung „In bester Lage“ am Schauspiel Köln Mit „In bester Lage“ eröffnet das Schauspiel Köln seine neue Spielzeit am Offenbachplatz. Die Uraufführung des Stücks von Kristof Magnusson und Gunnar Klack nimmt eine Eigentümerversammlung zum Ausgangspunkt für eine Komödie über Geld, Besitz und die Unfähigkeit, sich zu einigen. Denn in „In bester Lage“ treffen Menschen aufeinander, die zwar im selben Haus wohnen, aber in völlig unterschiedlichen Lebenswelten. Die Inszenierung will zeigen, wie sich im Mikrokosmos einer Eigentümergemeinschaft größere gesellschaftliche Entwicklungen widerspiegeln – von sozialer Ungleichheit über Investitionsstau bis hin zu der Frage, wie eine pluralistische Gesellschaft überhaupt noch zu gemeinsamen Entscheidungen kommt. Neues Buch „Das Vogelhaus“ von Jan Weiler Ein Haus, eine verlorene Heimat und die Frage, wie viel Vergangenheit in einem Menschen steckt: Mit „Das Vogelhaus“ erzählt der in Düsseldorf geborene Schriftsteller Jan Weiler eine Geschichte über Heimkehr, Erinnerung und die Dinge, vor denen man nicht für immer davonlaufen kann. Ein Brief seiner Mutter führt Leonard Beck zurück an den Niederrhein – in jene Gegend, die er vor Jahren hinter sich gelassen hat. In der alten Heimat stößt er auf ein Haus, das er längst vergessen glaubte: das sogenannte Vogelhaus. Zwischen Erinnerungen an seine Jugend und den Ereignissen der Gegenwart entwickelt sich eine Geschichte über verdrängte Erlebnisse, alte Beziehungen und die Frage, welche Wahrheiten wir manchmal erst viele Jahre später erkennen können. Der Roman ist im Heyne Verlag erschienen. Filmstart „Watching People Watching Birds“ Die Zahl und die Diversität der Vögel gehen weltweit dramatisch zurück. Gleichzeitig entdecken immer mehr Menschen die Welt der Vögel für sich: Sie alle haben eine ganz eigene Geschichte, die sie zu Birdwatchern gemacht hat. Der Blick durchs Fernglas ist dabei auch eine Suche nach etwas Ursprünglichem, Einzigartigem, Wahrem. Der Film der in Witten lebenden Regisseure Ulrike Franke und Michael Loeken wendet den Blick von den Vögeln zurück auf die Menschen, die sich mit ihrer Liebe zu den Vögeln und ihrer Hingabe zur Natur begeistern. Umweltpolitisch brisant, ernst, aber auch humorvoll, zeichnet der Film in cineastischen Bildern und intensiven Soundwelten das Bild einer Gesellschaft in einer großen Krisen- und Umbruchsituation. Der Film wird zur Erzählung von Zweifel und Hoffnung, Leben und Tod, vom Bleiben und Verschwinden. Und die Vögel werden auf eine berauschende Art zur Metapher für den Zustand der Welt. Neue Ausstellung „Immendorff“ im Kunstpalast Düsseldorf Mit der ersten umfassenden Retrospektive in Immendorffs Wahlheimatstadt Düsseldorf, wo er jahrzehntelang studierte, lehrte und arbeitete, rückt ihn der Kunstpalast zurück ins Blickfeld. Rund 120 Werke aus fünf Jahrzehnten zeichnen seinen Weg von den Anfängen an der Düsseldorfer Kunstakademie bis zu den letzten im dortigen Atelier entstandenen Arbeiten nach. Die chronologisch aufgebaute Ausstellung vereint Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen sowie Dokumentationen von Immendorffs Aktionen. Ergänzendes Archiv- und Fotomaterial, Skizzen, Schriften und Presseausschnitte vermitteln ein lebendiges Bild seines weit gefassten Kunstverständnisses und seines vielschichtigen Blicks auf die Welt. Die Ausstellung wird am 25. September eröffnet. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 26.09.2026 WDR Folge 29/2026
Folge 29 (35 Min.)Westart im Verein Culture Without Borders in Kaarst Kunst als Neuanfang: Ein Kulturhof am Rande von Kaarst wird zum Zuhause für Kunstschaffende, die ihre Heimat verlassen mussten. Seit 2018 bietet der Verein Culture Without Borders e.V. hier Kunstschaffenden aus Krisenregionen nicht nur Unterkunft, sondern auch Raum und Materialien. Im „Park der Sinne“ treffen ihre Arbeiten auf Natur und machen das Gelände sowohl zu einem besonderen Ort der Begegnung als auch zu einem beliebten Ausflugsziel. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni besucht den Kulturhof und trifft Helge Achenbach, der die Initiative gegründet hat.Der ehemalige Kunstberater machte einst mit einem der größten Kunstbetrugsskandale Deutschlands Schlagzeilen. Heute engagiert er sich für geflüchtete Kunstschaffende und widmet sich selbst der Malerei. „Along the Color Line“: Spuren einer transatlantischen Moderne Wer hat die europäische Moderne geprägt – und wer wurde dabei übersehen? Anlässlich seines 50-jährigen Bestehens widmet sich das Museum Ludwig der Kunst der internationalen Schwarzen Diaspora und setzt sie in Beziehung zur europäischen Moderne. Internationale Leihgaben und Werke aus der eigenen Sammlung – von Malerei und Skulptur bis zu Zeichnung, Literatur und Musik – treten in einen Dialog und erzählen von künstlerischem Austausch über Kontinente und Kulturen hinweg. Die Ausstellung fragt nach historischen Lücken, vergessenen Protagonistinnen und Protagonisten und den Perspektiven, die in der Kunstgeschichte lange unsichtbar blieben. Sie ist bis zum 7. März 2027 im Museum Ludwig zu sehen. Auf den Spuren der Mutter: Der Roman „Tamara, bei Licht betrachtet“ von Sarah Meyer-Dietrich Der Tod ihrer Mutter bringt Maries Leben ins Wanken. Tamara hat sich schon zu Lebzeiten immer wieder entzogen, war in Berlin, während Marie im Ruhrgebiet blieb. Nach ihrem Freitod macht sich Marie auf die Suche nach Entscheidungen und Geheimnissen ihrer Mutter. Ihre Reise führt sie von der Lausitz über Berlin bis nach Gelsenkirchen – und dabei entdeckt sie, dass sie Tamara ähnlicher ist, als ihr lieb ist. In ihrem neuen Roman „Tamara, bei Licht betrachtet“ erzählt die im Ruhrgebiet lebende Schriftstellerin Sarah Meyer-Dietrich von Mutter-Tochter-Beziehungen, familiären Prägungen und der Frage, wie viel von den eigenen Eltern in einem selbst weiterlebt. Der Bluesmusiker Chris Kramer Er ist einer der besten Blues-Harper Deutschlands: Chris Kramer beherrscht die Mundharmonika virtuos und wurde bereits sechsmal mit dem German Blues Award als „Best Blues-Harp“ ausgezeichnet. Mit seinem Trio „Beatbox ‚n‘ Blues“ bringt Kramer frischen Schwung in den Blues und verbindet traditionelle Klänge mit modernem Beatboxing. Gemeinsam mit dem zweifachen deutschen Beatbox-Meister Kevin Oneal und Gitarrist Sean Athen hat er das neue Live-Album „Way Down South“ veröffentlicht. Jetzt geht das Trio auf Tour. Ein Jahrhundert unter einem Dach: Der Film „Die Heimsuchung“ Ein Haus, ein Jahrhundert, unzählige Lebensgeschichten: In „Die Heimsuchung“ erzählt Regisseur Volker Schlöndorff nach dem Roman von Jenny Erpenbeck von einem Haus an einem märkischen See, dass über Jahrzehnte Schauplatz unterschiedlicher Lebensgeschichten war. Generation für Generation verändern sich die Bewohner, ihre Träume und Hoffnungen. Während draußen die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche des 20. Jahrhunderts ihren Lauf nehmen, bleibt das Haus stiller Zeuge einer bewegten Zeit. Filmstart ist am 15. Oktober 2026. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 10.10.2026 WDR Folge 30/2026
Folge 30 (30 Min.)Westart aus der Draiflessen Collection in Mettingen Die Draiflessen Collection, ein von der Unternehmerfamilie Brenninkmeijer gegründetes Museum, verfügt über eine hochkarätige Sammlung, zu der beispielsweise Bücher und Zeichnungen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert und Arbeiten der Bildenden Kunst gehören. Im Zentrum der neuen Ausstellung unter dem Titel „Erinnerungen aufschlagen“ steht die Fotografie, verknüpft mit der Familiengeschichte, Identität und Erinnerung. Die ausstellenden Künstler spiegeln in ihren Arbeitsweisen die typischen Praktiken des Fotoalbums wider.Sie hinterfragen, wie persönliche Narrative konstruiert werden, wer als Teil einer Familie gilt und wie sozialpolitische oder geografische Umstände diese privaten Geschichten prägen. Westart-Moderatorin Mona Ameziane trifft Olesja Nein, einer der Kuratorinnen der Ausstellung und blättert mit ihr durch Fotoalben. Irrläufer – Was will der weiße Wal im Rhein? – Neue Graphic Novel von Patrick Spät und Sheree Domingo Duisburg, Mai 1966: Im völlig verschmutzen Rhein taucht ein weißer Wal auf. Ganz offensichtlich ein Irrläufer, leben Belugas doch in arktischen Gewässern. Noch am selben Tag beginnt der damalige Duisburger Zoodirektor Dr. Wolfgang Gewalt eine beispiellose Hetzjagd auf den Wal, die ausführlich von Medien und Schaulustigen begleitet wird. Die Ereignisse rund um den verirrten Beluga gelten als wichtiger Wendepunkt der deutschen Umweltbewegung, es erwachte ein öffentliches Bewusstsein für den Tier- und Umweltschutz. In ausdrucksstarken Aquarellzeichnungen rückt das Comic-Duo Sheree Domingo und Patrick Spät den Beluga ins Zentrum seiner Erzählung und nimmt dabei auch die Mentalität der spießigen und selbstherrlichen Wirtschaftswunder-BRD aufs Korn. August Sander 150: Landschaftsgartenprojekt „Im Tal“ von Erwin Wortelkamp August Sander, der rund 30 Jahre in Köln gelebt hat, würde in diesem Jahr 150 werden. Der Bildhauer Erwin Wortelkamp hat auf 100.000 Quadratmetern, von Bauern zusammengekauft, seit 1986 eine riesige Naturgartenlandschaft entwi-ckelt, mitten im Westerwald. Das Projekt „Im Tal“ zeigt, wie Landschaft durch künstlerische Intervention neu wahrgenommen werden kann, ohne ihre Ge-schichte und Eigenart zu verlieren. Es gibt dort neben vielen anderen Kunstwer-ken einen besonderen Ausstellungsraum, der August Sander gewidmet ist und als weltweit erstes August Sander Museum gilt. Elf Fotografien werden dort prä-sentiert, die im Westerwald entstanden sind und mit den Menschen und der Landschaft dort verbunden sind. Uraufführung: „Ein Übertritt“ von Elfriede Jelinek am Schauspiel Düsseldorf „Ein Übertritt“, von Elfriede Jelinek zum 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs verfasst, stellt die Frage nach dem menschlichen Wesen – was also macht uns Menschen im Allgemeinen und im Besonderen aus? Und wo nach dem menschlichen Wesen gefragt wird, ist die Frage nach menschlichen Unwesen nicht weit. Mit Assoziationsreichtum dem sprachlichen Unbewussten auf der Spur, untersucht „Ein Übertritt“ Verwandlungen und Verwechslungen, Übertritte von einer Wesensform in die andere. Tiere werden zu Menschen und Menschen zu Bestien, Geister und Wiedergänger erwachen zu neuer Handlungsfähigkeit. Die Möglichkeit eines Übertritts von Diktatur zu Demokratie, von Demokratie zu Diktatur, von Krieg zu Frieden und von Frieden zu Krieg wird sprachkritisch-witzig und finster-orakelnd auf die Probe gestellt. Regie führt der vielfach ausgezeichnete Jelinek-Regisseur Jossi Wieler. Nezaket Ekici erhält den MO_Kunstpreis 2026 Die Performance-Künstlerin Nezaket Ekici erhält den mit 20.000 Euro dotierten MO_Kunstpreis 2026 des Museum Ostwall im Dortmunder U. Ekici, 1970 im tür-kischen Kırşehir geboren, kam als Kind nach Duisburg. Sie war Meisterschüle-rin von Marina Abramović und arbeitet in den Bereichen Performance, Video, Installation und Fotografie. In ihren Werken verbindet sie persönliche Erinnerun-gen oft mit großen Themen wie Migration, Identität, Religion und Geschlechter-rollen. Zu der Auszeichnung gehört eine Ausstellung: Unter dem Titel „Was war, was bleibt“ ist sie bis 14. Februar 2027 im MO_Schaufenster zu sehen. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 17.10.2026 WDR Folge 31/2026
Folge 31 (30 Min.)Westart aus dem Geschichtspark in Balve Westart besucht den Geschichtspark in Balve im Sauerland. Der Park lädt dazu ein, regionale Geschichte zu erleben und eine Verbindung zu Gegenwart und Zukunft zu knüpfen. Die Adelsfamilie von Landsberg-Velen baute hier neben dem opulenten Wasserschloß Wocklum auch die Luisenhütte, die als älteste Holzkohle-Hochofenanlage in Deutschland gilt. Hier trifft Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni Chiara Langer vom Märkischen Kreis und erfährt, wie die Luisenhütte bis in die Gegenwart wirkt.Außerdem wandert sie auf dem histori-schen Wanderweg, besucht das hier ansässige Museum für Frühgeschichte und trifft den Bürgermeister Hubertus Mühling, der die größte Kulturhöhle Deutschlands zeigt. Neues Museum für Punk in Düsseldorf Fünfzig Jahre nach der Geburtsstunde des Punk eröffnet das Punk Museum im TMD Theatermuseum Hofgartenhaus in Düsseldorf. Hier wird Punk nicht als nostalgische Rückschau gezeigt, sondern als lebendige Bewegung. Es werden die Ursprünge des Punk in New York und London vorgestellt, und richtet den Blick auf Düsseldorf, Hamburg und Berlin – Städte, in denen Punk, Kunst, Mode und alternative Gesellschaftskonzepte auf einzigartige Weise zusammenfanden. Der Ratinger Hof mit D.A.F., Fehlfarben, Male oder Die Toten Hosen steht exemplarisch für eine kreative Energie, deren Wirkung bis heute weltweit nachhallt. Kuratiert wird die Ausstellung von Jaeki Hildisch, der unter seinem Punknamen „Jaeki Eldorado“ als erster Punk Deutschlands gilt. Dokumentarfilm über Wolf Biermann Der legendäre Liedermacher Wolf Biermann hat schon immer polarisiert – bis heute. Seit über 60 Jahren sorgt die poetische Kraft seiner Texte für kleine und große politische Beben. Und so ist die Musik der Ausgangspunkt, sich dieser Jahrhundertpersönlichkeit filmisch zu nähern. Biermann erklärt die Welt, indem er sie unablässig in Frage und gerne auf den Kopf stellt. Und bewahrt dabei Haltung. Die Kamera begleitet den 90-Jährigen bei der Begegnung mit jungen Künstler:innen, Politiker:innen sowie seiner Familie und verwebt dieses Material mit ikonischen, teils unveröffentlichten Archivaufnahmen. So entsteht ein mitreißendes und sehr persönliches Kaleidoskop eines Lebens, eine einzigartige Biografie eines einzigartigen Menschen. Denn: Mit keinem lebenden Künstler ist deutsch-deutsche Geschichte so eng verbunden wie mit Wolf Biermann. Kinostart ist am 29.10.2026. Dokumentation No Angels – Das sind WIR Ein Casting, fünf junge Frauen und plötzlich Nummer eins: Die No Angels blicken in einer neuen ARD-Dokumentation auf 25 Jahre Bandgeschichte zurück. In der dreiteiligen Reihe „No Angels – Das sind wir“ geht es um den schnellen Aufstieg der Girlgroup, aber auch um Trennungen, Comebacks, Druck und persönliche Krisen. Nadja Benaissa, Lucy Diakovska, Sandy Mölling und Jessica Wahls erinnern sich darin an ihre Anfänge bei der Castingshow „Popstars“. Dort wurden sie im Jahr 2000 gemeinsam mit Vanessa Petruo für die Band ausgewählt. Schon die Debütsingle „Daylight in Your Eyes“ schaffte es auf Platz eins der Charts. Weitere Hits, Millionen verkaufte Tonträger und ausverkaufte Konzerte folgten. Ein Jahr lang begleitet die Doku die Musikerinnen auf dem Weg zu ihrem 25-jährigen Bandjubiläum. Zwischen Proben, Erinnerungen und sehr persönlichen Gesprächen blicken die vier Frauen auf die Erfolge aber auch Tiefpunkte ihres gemeinsamen Weges zurück. Portrait der Künstlerin Kirsten Becken Die Fotografin und bildende Künstlerin Kirsten Becken, geboren in Kleve, ver-bindet Fotografie, Film und Malerei zu einer vielschichtigen künstlerischen Pra-xis. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit weiblichen Perspektiven, gesell-schaftlichen Rollenbildern und der Frage, wie Menschen sich selbst sehen und von anderen wahrgenommen werden. Dabei geht es ihr nicht allein um die äs-thetische Darstellung eines Motivs, sondern auch um die Geschichten, Gefühle und gesellschaftlichen Vorstellungen, die sich in Bildern verbergen. Ihr Kunst-film „Ihre Geister“ mit Superstar Sandra Hüller sorgte für Furore. Aktuell ist Kirs-ten Becken unter anderem mit Arbeiten in der Ausstellung „Self on Stage“ im Museum Goch vertreten. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 24.10.2026 WDR Folge 32/2026
Folge 32 (30 Min.)Westart in den Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum Ein Campus mit eigener Sammlung: die Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum beherbergen Werke von internationalem Rang – darunter Arbeiten von Josef Albers, Alberto Giacometti und Joseph Beuys sowie Fotografien von Bernd und Hilla Becher, Andreas Gursky und Thomas Struth. Ergänzt wird die Sammlung durch antike Schätze aus Griechenland, Rom und Persien sowie einer umfangreichen Münzsammlung. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni erkundet die vielfältigen Sammlungen und besucht die Ausstellung „Kunst, Geld, Skandal – was von der WestLB übrig bleibt“.Studierende beleuchten darin die Geschichte der einstigen Landesbank und ihrer Kunstsammlung. Nach der Abwicklung der WestLB im Jahr 2012 gelangten zahlreiche Werke in verschiedene Museen, darunter auch an die Ruhr-Universität. Was erzählen sie über das Verhältnis von Kunst und Geld und den Niedergang eines Finanzinstituts? Die Ausstellung ist noch bis zum 22. November zu sehen. Köln und der Traum vom Automobil: Der Bildband „Motorcolonia“ Köln kann natürlich mehr als Karneval: Die Stadt ist auch ein Zentrum der deutschen Motorisierungsgeschichte. Hier legte Nikolaus Otto 1876 mit der Entwicklung des Viertaktmotors einen wichtigen Grundstein für die Motorisierung der Welt. In „Motorcolonia“ nimmt der Kabarettist und Autor Jürgen Becker seine Leser mit auf eine ebenso unterhaltsame wie überraschende Reise durch Kölns automobile Vergangenheit – vom Urknall der Motorisierung bis zum ruhenden Verkehr. „Block 10“: Medizinische Experimente in Auschwitz Im Konzentrationslager Auschwitz werden hunderte jüdische Frauen Opfer grausamer medizinischer Experimente. Anfang 1943 richtet die SS dafür im Stammlager den sogenannten Block 10 ein. Es ist ein abgeschotteter Ort systematischer Gewalt, an dem Frauen misshandelt, verstümmelt und ihrer Zukunft beraubt werden. Der Film erzählt ihre Geschichten aus der Perspektive der Betroffenen und zeichnet ein vielstimmiges Bild von Leid, Überlebenswillen und Menschlichkeit unter unmenschlichen Bedingungen. Der Film mit Bibiana Beglau, Axel Prahl und Christian Berkel kommt am 5. November in die Kinos. Forsythe und Eyal an der Deutschen Oper am Rhein Zwei prägende Handschriften des zeitgenössischen Tanzes treffen an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf aufeinander: William Forsythes „In the Middle, Somewhat Elevated“ und Sharon Eyals „Strong“. Forsythes Choreografie stellt die klassische Ballettsprache auf den Kopf: roh, überraschend und voller elektrisierender Dynamik. Eyal entwirft mit „Strong“ eine hypnotische Tanzwelt mit repetitiven Bewegungen, pulsierenden elektronischen Klängen und einem hochenergetischen Ensemblekörper. Beide Werke zeigen, wie unterschiedlich und radikal zeitgenössischer Tanz mit Bewegungen, Rhythmus und Raum umgehen kann. Der Roman „Erde“ von Sven Hillenkamp Wie findet man seinen Platz in der Welt, die einem keinen Halt gibt? In seinem Romandebut „Erde“ erzählt der aus Bonn stammende Soziologe und Philosoph Sven Hillenkamp von Jan, dessen Leben von Verlusten und schwierigen Familienverhältnissen geprägt ist. Auf der Suche nach Geborgenheit und einem festen Selbstbild scheitert er immer wieder: in der Liebe, in Freundschaften und an seinen politischen Überzeugungen. Zwischen Sehnsucht und Wirklichkeit verliert Jan zunehmend die Orientierung. Hillenkamps Roman ist als Auftakt einer auf drei Bände angelegten Reihe konzipiert. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 31.10.2026 WDR Folge 33/2026
Folge 33 (35 Min.)Deutsche TV-Premiere Sa. 07.11.2026 WDR Folge 34/2026
Folge 34 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Sa. 14.11.2026 WDR Folge 35/2026
Folge 35 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Sa. 21.11.2026 WDR
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