2026, Folge 16–30
Folge 16/2026
Folge 16 (30 Min.)Verblüffend viel Kunst: Westart zu Besuch in Siegen Vor 25 Jahren wurde es eröffnet: Das Museum für Gegenwartskunst in Siegen. Ein Haus mit einer bemerkenswerten Sammlung internationaler Kunst fernab der großen Zentren. Basis ist die große Privatsammlung einer Mäzenin mit Werken unter anderem von Francis Bacon, Maria Lassnig oder Sigmar Polke. Es findet sich aber auch viel Kunst mit regionalen Bezügen im Museum. Gefeiert wird das Jubiläum mit der Ausstellung „25 Jahre, 25 Werke“, die die Entwicklung des Museums anhand von 25 ausgewählten Arbeiten zeigt.Der ganz aktuellen Kunst widmet sich der Kunstverein Siegen – und das auch außerhalb klassischer Ausstellungsräume: So zeigt die Schau „_ – - STADT“ die Leerstelle auf, die ein geschlossenes Kaufhaus hinterlässt. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni fährt mit dem Hübbelbummler-Bus durch Siegen, feiert mit Direktor Thomas Thiel 25 Jahre Museum für Gegenwartskunst und lässt sich von der Leiterin des Kunstvereins Siegen, Jennifer Cierlitza, erzählen, wie sie mit Kunst die Stadt erobert. Abschied: Das Ende der Faltfiguren-Sammlung von Erwin Hapke So etwas hatte man noch nicht gesehen: Nach dem Tod Erwin Hapkes 2016 fand sich in seinem Haus eine wundersame Welt von Faltfiguren aus Papier. Alle Wände über und über beklebt mit Insekten, Säugetieren, Menschenfiguren oder Architekturen, alle Flächen vollgestellt. Dem Wunsch Hapkes, das Haus als Gesamtkunstwerk zu erhalten, konnten die Erben nicht entsprechen. Das Haus wurde verkauft, die Faltkunst eingelagert. Aber auch das ist keine Lösung: Das Papier ist anfällig für Schimmel, Nagetiere nutzen es als Nistmaterial, die Massen der filigranen Faltfiguren sind nicht zu bewahren. Jetzt sind sie ein letztes Mal in einer Ausstellung zu sehen und sollen dann verbrannt werden. Das traurige Ende einer Geschichte, die Westart von Anfang an begleitet hat. Verbrechen im ewigen Eis: Uraufführung von „Polaris“ Ein Verbrechen an einem ganz und gar außergewöhnlichen Ort: einer Forschungsstation in der Antarktis. Diese reale Begebenheit macht Regisseur Jan-Christoph Gockel zum Ausgangspunkt seiner Theaterproduktion „Polaris“, die sich mit Naturgewalten beschäftigt, mit Einsamkeit und damit, wie Menschen unter Extrembedingungen funktionieren. Zur Recherche ist Gockel mit einem künstlerischen Forschungsteam auf die Neumayer-Station III in der Antarktis gereist. Das Stück wird am 16.5. bei den Ruhrfestspielen uraufgeführt. Ein Leben ist nicht genug: Dokuserie über Xatar Aus der Geflüchteten-Unterkunft in die deutschen Charts: Xatar war als Goldräuber im Knast, war Geschäftsmann und Musiker und wurde zu einer nationalen Rap-Ikone. Völlig überraschend starb er vor einem Jahr mit nur 43 Jahren. Die ARD-Dokuserie „XATAR – Ein Leben ist nicht genug“ blickt hinter das öffentliche Bild von Xatar und begibt sich auf die Suche nach dem Menschen Giwar Hajabi – zwischen Inszenierung, Widersprüchen, Brüchen, Verfehlungen und Sehnsüchten. Heavy Metal Festival in der Provinz: Der Dokumentarfilm „Ehrenamt“ „Bist du hart genug für das Sauerland?“ ist das „Metal Diver Festival“ in Marsberg überschrieben. Die zwölfte Ausgabe war dieses Jahr zu erleben, jedes Jahr mit Heavy Metal Bands, die vorher dort noch nicht gespielt haben. Und das alles komplett ehrenamtlich von einem Verein organisiert. Der Dokumentarfilm „Ehrenamt“ von Regisseur Daniel Hofmann erlaubt einen Einblick in die Organisation eines solchen Festivals und zeigt, wie es die Kulturlandschaft Südwestfalens bereichert hat. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 16.05.2026 WDR Folge 17/2026
Folge 17 (30 Min.)Westart unterwegs mit dem Bananensprayer am Niederrhein Vor 40 Jahren sprühte Thomas Baumgärtel seine erste Banane an eine Kölner Galerie. Seitdem vermehrt sich die Spraybanane als Zeichen für Kunst und Kultur nicht nur in Deutschland. Der Bananensprayer feiert nun das Jubiläum mit einem außergewöhnlichen Kunstprojekt: Unter dem Motto „Freiheit für die Kunst“ verwandelt die Niederrheintour 2026 seine Heimatregion in einen Ausstellungsraum. 40 Museen, Galerien und kulturelle Institutionen zeigen parallel Werkgruppen aus vier Jahrzehnten von Baumgärtels Schaffen.Denn neben seinem Bananenprojekt hat Baumgärtel ein breites Œuvre geschaffen – von Malerei über Grafik und Installation bis zu politischer Kunst, Street Art und performativen Aktionen. Westart-Moderator Thilo Jahn besucht mit dem Bananensprayer Thomas Baumgärtel den Niederrhein, schaut sich einige Stationen der Ausstellungsreihe „Freiheit für die Kunst“ an – und sprüht seine erste eigene Banane. Universaltalent: Ausstellung von Armin Mueller-Stahl in Schloss Moyland Die meisten kennen Armin Mueller-Stahl als Schauspieler, der mit Rainer Werner Fassbinder oder Heinrich Breloer, aber auch in Hollywood arbeitete. Eigentlich aber wollte er Musiker werden, heute ist der 95-Jährige Maler. Die Ausstellung „Nacht und Tag auf der Erde“ in Schloss Moyland bietet Einblicke in seine Biografie und sein vielfältiges Werk. Die Präsentation umfasst eine große Bandbreite von Gemälden, über druckgrafische Zyklen, neue Arbeiten auf Papier bis zu den jüngsten Porträts jüdischer Freunde und Weggefährten. Westart hat Armin Mueller-Stahl anlässlich der Ausstellung in seinem Atelier bei Lübeck besucht. Headlines, Hypes und Herzschmerz: Dokuserie über die BRAVO Die Zeitschrift BRAVO prägte über Jahrzehnte die Identität von Millionen von Jugendlichen in Deutschland. Exklusive Geschichten machten Teenie-Idole groß, begleiteten ihre Karrieren und setzen Trends. Dr. Sommer klärte auf und die Foto-Love-Story sorgte für Orientierung in der Pubertät. Eine dreiteilige Doku-Serie in der ARD Mediathek beleuchtet die Entwicklung des Hefts zwischen 1991 und 2015, von der Hochphase als wöchentliches Massenphänomen mit 1,5 Millionen verkauften Exemplaren bis zum schmerzhaften Bedeutungsverlust durch Internet und Social Media. Flucht vor dem Krieg: der Roman „Eddos goldenes Lächeln“ Ein kleines verarmtes Dorf voller Geheimnisse, Rituale und Aberglauben im südlichen Sudan. Dort wächst Lucy auf. Als ihre Mutter Eddo stirbt, flieht Lucy vor dem Krieg in den Norden, nach Khartum. Doch die politischen Unruhen des Landes holen sie auch in der Stadt ein und bedrohen ihre neue Heimat. Die Autorin des Romans „Eddos goldenes Lächeln“, Stella Gaitano, wuchs in Karthum auf. Wegen ihrer politischen Haltung und ihrer öffentlichen Äußerungen wurde sie mit dem Tode bedroht und 2022 ins Writers-in-Exile-Programm aufgenommen. Seither lebt sie mit ihren zwei Söhnen in Kamen. Abgründe der Vergangenheit: Der Film „Tod meiner Jugend“ Kai Peter ist Hausmeister an der Schule seines Sohnes – derselben, die er einst selbst besuchte. Alles wirkt perfekt: ein sicherer Job, eine liebevolle Familie. Doch Kai spürt eine innere Unruhe, die Vergangenheit frisst sich immer mehr in sein stabiles Leben. Nur langsam entschlüsselt sich in Timo Jacobs Film „Tod meiner Jugend“, was Kai in seiner Kindheit widerfahren ist – und er arbeitet es ausgerechnet auf der Comedy-Bühne auf. Am 28. Mai startet der Film, der auf einer wahren Geschichte beruht, in den Kinos. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 23.05.2026 WDR Folge 18/2026
Folge 18 (30 Min.)Westart besucht die Schlösser Augustusburg und Falkenlust Es ist prächtig und verspielt, übervoll und doch leicht: Das berühmte Treppenhaus von Balthasar Neumann in Schloss Augustusburg in Brühl. Zahlreiche Staatsgäste sind die Stufen hinaufgeschritten, denn während der Bonner Republik gab der Bundespräsident in Schloss Augustusburg Empfänge. Als die ersten bedeutenden Schöpfungen im Rokoko-Stil in Deutschland sind Schloss Augustusburg und das zugehörige Jagdschloss Falkenlust seit 1984 Welterbe. Die im 18. Jahrhundert errichtete Sommerresidenz des Kölner Kurfürsten Clemens August war über ein Jahrhundert lang Vorbild für viele Fürstenhöfe und zeugt noch heute von einer höfischen Pracht voller Glanz und Glamour.Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni besucht die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl, bewundert die Pracht des Rokoko und steigt die Treppe herauf wie früher die Staatsgäste. Das Internet und wir: Ausstellung von Jon Rafman in Düsseldorf Google Street View, Künstliche Intelligenz oder die Plattform Second Life: Der Künstler Jon Rafman geht in seinen Arbeiten der Frage nach, wie Internet und digitale Technologien unsere Gesellschaft verändern. Der Kanadier ist einer der wegweisenden Künstler des digitalen Zeitalters, der mit scharfem Blick analysiert und humorvoll überspitzt – und dabei immer die neuesten technologischen Werkzeuge verwendet. Die Ausstellung „Main Stream Media“ in der Kunstsammlung NRW – K21 ist Rafmans erste Einzelausstellung in einem deutschen Museum und gibt in sechs Kapiteln einen Überblick über sein Werk der letzten 18 Jahre. Enkel eines Kriegsverbrechers: das Buch „Hitlers Gefolgsmann“ Opfer, Täter oder Mitläufer? Welche Rolle die Eltern, Großeltern oder Urgroßeltern im Nationalsozialismus eingenommen haben, ist eine nie auserzählte Frage. Für Axel Spilcker war es immer klar: Sein Großvater Robert Ley war Reichorganisationsleiter der NSDAP und baute die Deutsche Arbeitsfront zum größten NS-Verband auf. Im Nürnberger Prozess war er einer der 24 Hauptangeklagten. In seinem Buch „Hitlers Gefolgsmann“ erzählt Spilcker nicht nur von seinem Großvater, sondern auch vom Umgang mit einem solchen Erbe in der Familie. Phantastisch: „Die unendliche Geschichte“ in Düsseldorf Ein Kind schlägt ein Buch auf und findet darin den Eingang zu einer Welt, die nur existiert, solange wir an sie glauben. Phantásien ist bedroht durch die Krankheit der kindlichen Kaiserin und das Nichts, der junge Jäger Atréju möchte sie und das Reich retten und der Menschenjunge Bastian Balthasar Bux verliert sich immer mehr in der Geschichte, so dass er Hilfe benötigt, um wieder nach Hause zu finden. Michael Endes Fantasy-Klassiker „Die unendliche Geschichte“ in der Regie von Roger Vontobel ist die letzte Inszenierung dieser Spielzeit und der zehnjährigen Intendanz von Wilfried Schulz am Düsseldorfer Schauspielhaus. Zur Hälfte spielt das Stück im Theatersaal, nach der Pause geht es Open Air auf dem Vorplatz weiter. Ohnmächtig: der Film „Ich verstehe Ihren Unmut“ Heike, Objektleiterin in einer Reinigungsfirma, vermittelt täglich zwischen Kunden, Unternehmensleitung und Reinigungspersonal. Die Ansprüche der Auftraggeber und die Bedingungen der Arbeitswelt im Niedriglohnsektor drohen, sie zu erdrücken. Gedreht mit Laien-Darstellern wirkt der Spielfilm „Ich verstehe Ihren Unmut“ fast wie eine Dokumentation und wie ein Kommentar auf Friedrich Merz’ Äußerungen über Deutsche, die angeblich zu wenig arbeiten würden. Das Spielfilm-Debüt von Regisseur Kilian Armando Friedrich lief in der Sektion Panorama der diesjährigen Berlinale, ab dem 4. Juni ist er im Kino zu sehen. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 30.05.2026 WDR Folge 19/2026
Folge 19 (30 Min.)Westart aus dem Atelier des Fotografen Hans Georg Esch in Hennef Er fotografiert die Architekturen der Welt: Megacitys wie Hongkong, Dubai oder New York, überwältigend in ihrer Fülle, dabei gestochen scharf bis ins Detail. Auch einzelne Bauwerke, wie den Mariendom in Neviges, den neuen Flughafen in Abu Dhabi oder den Kölner Dom fotografiert HGEsch. Dabei schafft er keine nüchterne Dokumentation, sondern er arbeitet mit dem Licht und sucht andere Blickwinkel als die übliche Zentralperspektive. Mit seinem Team und viel Ausrüstung reist HGEsch seit 1989 um die Welt, sein Atelier aber befindet sich im kleinen Stadt Blankenberg, einem Ortsteil von Hennef.Der Neubau aus regionaler Grauwacke fügt sich in das historische Ensemble der Umgebung ein und erhielt die Auszeichnung vorbildlicher Bauten in Nordrhein-Westfalen 2025. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni besucht HGEsch in seinem preisgekrönten Fotoatelier und bekommt einen Einblick in die aufwendige Arbeit des Architekturfotografen und seines Teams. „Trink aus, wir müssen gehen!“: Das letzte Album der Toten Hosen Neun Jahre mussten die Fans warten, bis es erscheint: Das neue Studioalbum der Toten Hosen. Es soll zugleich ihr letztes sein – „Trink aus, wir müssen gehen!“ heißt es programmatisch. 1982 in Düsseldorf gegründet machten die Hosen mit „Bis zum bitteren Ende“, „Hier kommt Alex“ oder „Alles aus Liebe“ massentauglichen Punk und blicken auf fast 45 Jahre erfolgreiche Bandgeschichte. Mit dem neuen Album schließt sich auch optisch ein Kreis: Das Covermotiv ist wieder ein Opel Rekord, wie bei der ersten LP „Opel-Gang“, dieses Mal allerdings gestaltet von Fotografie-Superstar Andreas Gursky. Gefühl der Zeit: Einsamkeit Sie gilt als eine der großen Herausforderungen unserer Gesellschaft – persönlich wie politisch: Einsamkeit. Anders als oft angenommen, sind nicht nur die Alten einsam, sondern es ist fast schon eine „Volkskrankheit“. Die Psychologin Maike Luhmann von der Ruhr-Universität Bochum ist eine der profiliertesten Einsamkeitsforscherinnen Deutschlands und bündelt in ihrem Buch „Einsamkeit – Warum sie uns alle betrifft“ den Stand der Forschung. Sie untersucht, wann Einsamkeit gefährlich wird, welche Rolle die Lebensweise spielt, welchen Einfluss die Digitalisierung hat und wie eine Gesellschaft aussehen müsste, die der Einsamkeit wirksam begegnet. Im Rahmen der über Einsamkeit und Lebenssinn. Philcologne diskutiert Maike Luhmann mit Michael Zichy am 13. Juni in Köln über Einsamkeit und Lebenssinn. Ungewöhnlicher Ort: „Die Dreigroschenoper“ in der Kokerei Hansa Das Schauspiel Dortmund muss wegen Bauarbeiten ausziehen und entdeckt neue Spielräume. Die Premiere von Bertolt Brechts „Dreigroschenoper“ in der Regie von Intendantin Julia Wissert findet im Salzlager der Kokerei Hansa statt – die im gleichen Jahr in Betrieb genommen wurde, in dem auch die Uraufführung der Dreigroschenoper stattfand: 1928. Der Ort ist aber nicht nur Kulisse, sondern Resonanzraum und gibt der Handlung eine zweite Ebene. In seiner Geschichte von harter Arbeit, Disziplin, ökonomischen Zwängen und moralischen Grenzbereichen spiegeln sich die sozialen Konflikte des Stücks. Geheimnisvoll: Ein Escape Game im Museum Was passiert nachts im Museum, wenn die Säle leer und die Türen verschlossen sind? Ist es still? Oder gibt es ein verborgenes Leben der Ausstellungsstücke? Das können Kinder und Erwachsene im LVR-Landesmuseum Bonn erfahren. Beim Escape Game „Nachtwache“ ersetzen die Besucher einen ausgefallenen Nachtwächter und übernehmen seinen Rundgang. Bei der Rätseljagd durch Zeiten und Epochen vom Faustkeil der Steinzeit bis zum Ölgemälde aus dem 17. Jahrhundert müssen Geheimnisse entschlüsselt werden, bevor am Morgen die Besucher kommen. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 06.06.2026 WDR Folge 20/2026
Folge 20 (30 Min.)Zu Besuch in der Abtei Maria Laach Westart stattet der Abtei Maria Laach einen Besuch ab. Die Benediktinerabtei mit ihrer sechstürmigen Klosterkirche gilt als eins der schönsten romanischen Baudenkmäler Deutschlands. Die Abtei, deren Mönche 20 Betriebe eigenwirtschaftlich führen, zieht mehr als 500.000 Besucher im Jahr an. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni besucht die Bibliothek der Abtei, die als eine der besterhaltenen Bibliotheksbauten des 19. Jahrhunderts in der Nachfolge der großen barocken Klosterbibliotheken gilt. Außerdem trifft sie den Mönch und Bildhauer Bruder Stephan Oppermann in seinem Atelier, das sich in der Abtei befindet und ergründet, was die aktuelle Faszination für den Gemeinschaftsgedanken des Benediktinerordens ausmacht.Ich will nicht arbeiten: Graphic Novel von Nele Jongeling Mit ihrer Graphic Novel „Ich will nicht arbeiten“ legt die Düsseldorferin Nele Jongeling eine satirische und hochaktuelle Auseinandersetzung mit der modernen Arbeitswelt und der Generation Z vor. Das im Verlag Reprodukt erschienene Werk verbindet Gesellschaftskritik, Medienparodie und persönlichen Identitätskonflikt zu einer ebenso unterhaltsamen wie nachdenklichen Geschichte. Porträtfilm Bärbel Bohley: Tagebuch einer Auflehnung Vor 15 Jahren starb Bärbel Bohley, eine der Hauptfiguren der Bürgerrechtsbewegung in der DDR. Nach einer Demonstration bürgerten die Machthaber sie aus. Nach sechs Monaten gelang es ihr, die Rückkehr in die DDR zu erzwingen. Die Erfahrungen des Exils hatte die damals 43-Jährige in einem Tagebuch festgehalten. Die in Köln lebenden Filmemacher Fosco Dubini und Barbara Marx orientieren sich in ihrem Porträtfilm „Bärbel Bohley – Tagebuch einer Auflehnung“ an diesem Zeugnis. Schlossfestspiele Neersen: Miss Merkel „Mein Theater – meine Heimat“ heißt das Motto der diesjährigen Schlossfestspiele Neersen. Vor der eindrucksvollen Schlosskulisse in Willich-Neersen entsteht jeden Sommer ein einzigartiges Open-Air-Erlebnis, das Theaterliebhaber weit über Nordrhein-Westfalen hinaus anzieht. Im Mittelpunkt steht dabei die Krimi-Komödie „Miss Merkel – Mord in der Uckermark“, mit Schauspielerin und Komikerin Tanja Schumann in der Hauptrolle. Ihre Darstellung verspricht eine Mischung aus pointierter Satire, Charme und feinsinnigem Humor. Happy birthday: 25 Jahre Lichtkunstmuseum Unna Mit LIGHT DIALOGUES präsentiert das Zentrum für Internationale Lichtkunst (ZFIL) eine Ausstellung, die sich konsequent dem zentralen Medium des Hauses widmet: dem Licht selbst. Im Fokus stehen dabei die gestalterischen und technischen Mittel, mit denen Künstler Licht einsetzen, um Wirkung, Atmosphäre und Bedeutung zu erzeugen. Rund 20 ikonische Arbeiten treten in Beziehung zueinander und machen unterschiedliche künstlerische Strategien im Umgang mit Licht sichtbar. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 13.06.2026 WDR Folge 21/2026
Folge 21 (30 Min.)Zu Besuch auf der Insel Hombroich Westart besucht das einmalige Museum Insel Hombroich, das seinen vierzigsten Geburtstag feiert. Auf dem 64 Hektar großen Gelände finden die Besucher, eingebettet in wilder Natur, Architektur und Kunst: eine einmalige Verbindung. Im Landschaftspark gibt es elf begehbaren Skulpturen, mit Werken der europäischen Moderne sowie archäologischen Artefakten – von Rembrandt über Schwitters und Yves Klein bis Gustav Klimt ist auf der Insel in der Erft das Who ist Who der Kunst zu bestaunen.Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni trifft den Gärtner Christian Bieber, der den märchenhaften Park pflegt, und lässt sich von der Leiterin Ricarda Dick die frisch sanierten Gebäude zeigen. Außerdem stellt Westart den Maler Georg Schmidt vor, der auf der Insel seit über dreißig Jahren sein Atelier hat. Neue Ausstellung: „Radikale Hoffnung“ im Kunstmuseum Gelsenkirchen Was haben Bergarbeiterstreiks, feministische Protestbewegungen und zeitgenössische Kunst gemeinsam? Dieser Frage widmet sich die internationale Gruppenausstellung „Radikale Hoffnung. Kunst und Arbeitskampf“ im Kunstmuseum Gelsenkirchen. Die Schau verbindet historische und aktuelle Perspektiven auf Arbeit, Widerstand und gesellschaftlichen Wandel. Dabei zeigt sie eindrucksvoll, dass Arbeitskämpfe nicht nur politische und wirtschaftliche Ereignisse sind, sondern auch kulturelle Ausdrucksformen hervorbringen können. Neues Album: „Piraten“ von Grenzkontrolle Die Kölner Punk-Band Grenzkontrolle hat ihre neues Album „Piraten“ veröffentlicht. Der Titel verweist auf die Kölner Edelweißpiraten, die Jugendgruppen, die während der Zeit des Nationalsozialismus Widerstand leisteten. Für Grenzkontrolle ist diese Gruppe Ausgangspunkt für Fragen nach Zivilcourage, Solidarität und gesellschaftlicher Verantwortung in der Gegenwart, verpackt im Sound des Punks aus den subversiven 1980ern. Neues Buch: „Terror von rechts“ von Barbara Manthe Mit ihrem Buch „Terror von rechts. Die Geschichte einer andauernden Gefahr“ dokumentiert Barbara Manthe den Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik. Dabei verfolgt sie die Entwicklung rechter Gewalt von den Nachkriegsjahren bis in die Gegenwart und macht vor allem aus der Opferperspektive deutlich, dass rechtsterroristische Strukturen keineswegs ein neues Phänomen sind. Vielmehr zieht sich die Gewaltgeschichte des rechten Extremismus wie ein roter Faden durch die Geschichte der Bundesrepublik. Das Buch ist im C.H. Beck Verlag erschienen. Neuer Film: „Ingeborg Bachmann – Jemand, der einmal ich war“ Der Dokumentarfilm „Jemand, der einmal ich war“ der Kölner Regisseurin Regina Schilling zeichnet ein vielschichtiges Porträt der österreichischen Autorin, die im Juni 2026 100 Jahre alt geworden wäre. Ingeborg Bachmann gilt als eine der bedeutendsten Stimmen der der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur, ihr Werk ist voller Widersprüche. Die Mischung aus Dokumentation und Inszenierung versucht, das Werk und das Leben von Ingeborg Bachmann – verkörpert von Sandra Hüller – zu fassen. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 20.06.2026 WDR Folge 22/2026
Folge 22 (30 Min.)Zu Besuch auf der Manifesta 16 Ruhr Westart besucht die Manifesta 16: Die Wanderbiennale macht bis zum 04. Oktober erstmals Halt im Ruhrgebiet. Im Mittelpunkt der diesjährigen Ausgabe stehen ehemalige und wenig genutzte Kirchengebäude der Nachkriegszeit. Diese Bauwerke werden im Rahmen der Biennale zu Orten des kulturellen Austauschs, der Begegnung und des gemeinschaftlichen Handelns umgewandelt. Über 100 Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt zeigen auf der Manifesta ihre Visionen zur Wiederbelebung leerstehender Kirchengebäude. Die Manifesta knüpft damit an die besondere Geschichte einer Region an, die seit Jahrzehnten für Wandel, Vielfalt und Innovation steht.Westart-Moderatorin Mona Ameziane trifft die Gründerin der Manifesta Hedwig Fijen sowie die Künstlerin Lili Lake, die in der Markuskirche in Essen eine Klanginstallation aufgebaut hat. Die Pfarrerin Valeria Dankwerth der umgewidmeten Markuskirche erzählt davon, wie es ist, wenn Kirchen aufgegeben werden, weil es zu wenig Gläubige gibt. „Mindset Los Angeles – Frank Gehry und die Cool School“ im Museum Marta Mit „Mindset Los Angeles“ zeigt das Marta Herford eine neue Ausstellung, die Frank Gehry nicht nur als Star-Architekten und -Designer, sondern als Produkt einer wilden, experimentierfreudigen Los-Angeles-Kunstszene präsentiert. Im Zentrum steht Gehrys frühe Prägung durch die legendäre „Cool School“ – jenes lose, seit den späten 1950er Jahren in L.A. entstandene Milieu aus Kunst, Materialexperiment und Gegenkultur, das sich von Beat-Energie und Studiomentalität speiste. Das Museum selbst ist für die Schau, die bis zum 10. Januar 2027 zu sehen ist, eine perfekte Bühne, schließlich ist das Marta Herford eine von Frank Gehry entworfene, schwungvoll verschachtelte Bauskulptur. „Hotel Celentano – Sommerreise durch ein anderes Italien“ – neues Buch von Eric Pfeil In seinem neuen Reisebuch unternimmt der aus Bergisch Gladbach stammende Bestseller-Autor Eric Pfeil abermals eine Italienreise. Was, fragt er, ist eigentlich mit all den legendären italienischen Orten aus Musik und Film: Lassen sie sich ebenso bereisen wie die Strände, die römischen Ruinen und die hochgelobten Restaurants? Wo genau drehte Adriano Celentano seine Filme? Wo verbrachte Marcello Mastroianni regelmäßig seinen Urlaub? Was ist heute an diesen Orten los? Eric Pfeil bastelt sich seine eigene Italien-Karte mit zahlreichen wenig besungenen Orten und fährt los. „Hotel Celentano“ erscheint bei Kiepenheuer & Witsch. NRWskulptur – eine App führt zu Kunst im öffentlichen Raum Auf die Schnelle Kunstwerke entdecken? Kein Problem, verspricht das Kultursekretariat NRW Gütersloh, denn die NRWskulptur App, digitaler Wegweiser zu mehr als 700 kuratierten Skulpturen in NRW, steht zum kostenlosen Download bereit. NRWskulptur ist eine einzigartige Sammlung für Kunstinteressierte, Touristen, (Rad-) Wandernde und viele mehr. Es gibt immer wieder neue und ungewöhnliche Objekte zu entdecken, zu denen die App Infos liefert. Besonders praktisch: Als digitaler Wegweiser navigiert die App zu den Kunstwerken und führt mit konkreten Routenvorschlägen von Skulptur zu Skulptur. Westart-Reporter Thilo Jahn schwingt sich aufs Rad und entdeckt Kunstwerke rund um den Aasee. Filmstart: 23.000 Leben Inspiriert von der wahren Geschichte der Organisation „Jugend Rettet“ erzählt das Drama „23 000 Leben“ von einer Gruppe Jugendlicher, die nicht länger tatenlos zusehen will, wie unzählige Menschen auf ihrer Flucht nach Europa im Mittelmeer sterben. Ohne Erfahrung in der Seenotrettung starten sie eine Crowdfundingkampagne, kaufen ein altes Schiff und retten damit über 23.000 Menschen das Leben. Doch was als gemeinsame Mission voller Hoffnung und Entschlossenheit beginnt, stellt ihr Verständnis von Recht und Gerechtigkeit schon bald auf eine harte Probe. In der Hauptrolle ist der aus Bergisch Gladbach stammende Louis Hofmann zu sehen. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 27.06.2026 WDR Folge 23/2026
Folge 23 (30 Min.)Westart aus dem Kröller-Müller Museum im niederländischen Otterlo Sie stammt aus Essen-Horst und hat eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Niederlande aufgebaut: Helene Kröller-Müller. Das nach ihr benannte Museum verfügt über die zweitgrößte Van-Gogh-Sammlung der Welt und liegt inmitten des niederländischen Nationalparks De Hoge Veluwe. Wer das Museum besucht, kann aber mehr sehen als van Gogh und Natur: Über 20.000 Werke umfasst die Sammlung heute, mit Schwerpunkt auf dem 19. und 20. Jahrhundert.Besonders sehenswert ist auch der Skulpturengarten mit über 200 Skulpturen von der klassischen Moderne bis in die Gegenwart unter anderem von Auguste Rodin, Claes Oldenburg, Richard Serra oder Joep van Lieshout – und einem Spielplatz für Kinder und Erwachsene: dem „Jardin d’émail“ von Jean Dubuffet. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni macht einen Ausflug in die Niederlande, besucht das Kröller-Müller Musem, schlendert durch den Skulpturengarten – und natürlich fährt sie auch mit einem der weißen Leihfahrräder durch die Binnendünen. Umfangreich: Die Van-Gogh-Sammlung im Kröller-Müller Museum Sonnenblumen und Sternenhimmel: Selbst wer nie ein Original gesehen hat, kennt die Werke von Vincent van Gogh. Heute ist er einer der populärsten Künstler überhaupt, zu Lebzeiten aber war er wenig erfolgreich. Nach seinem frühen Tod 1890 stieg der Ruhm rasch an, eine der ersten Sammlerinnen war Helene Kröller-Müller. Zwischen 1908 und 1922 erwarb sie 88 Gemälde und 172 Papierarbeiten. In der Regel sind nur 30 bis 40 der Gemälde im Museum zu sehen, in der Ausstellung „Van Gogh, All our Paintings“ vom 15. September 2026 bis 3. Januar 2027 werden alle 88 zugleich gezeigt. Rebellisch: Hommage an David Bowie bei der Ruhrtriennale Gewalttätige Jugendgangs terrorisieren die Städte; es ist eine verrohte Gesellschaft, in der zwischenmenschliche Beziehungen verboten sind, Entfremdung und Isolation gesetzlich verordnet werden. Ein junges Paar leistet Widerstand und erschafft sich seine eigene Utopie innerhalb des repressiven Regimes. Für die Ruhrtriennale kreieren Regisseur Ivo Van Hove und Choreograf Sidi Larbi Cherkaoui ein neues Musiktheater mit Songs von David Bowie: In „Rebel Rebel“ kann das Paar siegen, allein weil es sich liebt. Außergewöhnlich: „Gastarbeiter“-Kindheit im besetzen Haus Köln, Anfang der 1980er-Jahre. Baran wächst in einer Welt der Gegensätze auf. Sein Vater Merter kam als Gastarbeiter aus Anatolien nach Deutschland. Hier arbeitet er auf dem Bau – und lebt zugleich seine Liebe zur Disco. Seine Großmutter Berfin spricht nur Kurdisch, aber versteht sich mit allen. In Selim Özdogans Roman „Ihr kriegt uns hier nicht raus“ zieht die Familie ausgerechnet in ein besetztes Haus und ihre Welt prallt auf alternative Lebensentwürfe. Zwischen Plenum, Demos und Häuserkampf entsteht eine Gemeinschaft, die es eigentlich nicht geben dürfte. Radikal: Spielfilmdebüt „Der Heimatlose“ von Kai Stänike 14 Jahre war Hein weg, dann kehrt er in sein Heimatdorf zurück. Doch dort scheint niemand ihn zu kennen: Nicht seine demente Mutter, nicht seine sehr viel jüngere Schwester oder sein bester Freund aus Jugendtagen. Er muss sich einem Prozess stellen in dem er seine Identität beweisen soll – und der das Dorf spalten wird. Inmitten von sichtbar hölzernen Kulissen entwickelt sich ein brechtsches Lehrstück über die Beschönigung der Vergangenheit und die Konfrontation mit der Wahrheit. Das radikale Spielfilmdebüt „Der Heimatlose“ von Regisseur Kai Stänicke aus Werdohl feierte seine Premiere auf der Berlinale und kommt am 27. August in die Kinos. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 22.08.2026 WDR Folge 24/2026
Folge 24 (30 Min.)Westart von der Ausstellung „Unheimliche Verschiebungen“ in Dortmund Gestapelte Klimaanlagen in einer Kirche, eine Anzeigetafel für die heißesten Städte der Welt im Bahnhof oder eine Art Fitnessstudio in einem ehemaligen Ladenlokal: Unter dem Titel „Unheimliche Verschiebungen“ nehmen 15 Arbeiten in der Dortmunder Innenstadt Bezug auf Themen der Zeit. Neun Stationen sind fußläufig vom Dortmunder Hauptbahnhof aus zu erreichen und laden zu einem Kunst-Spaziergang ein, der irritiert und zum Nachdenken anregt. Die von Urbane Künste Ruhr im Rahmen der Ruhrtriennale im öffentlichen Raum veranstaltete Ausstellung ist noch bis zum 4. Oktober zu sehen. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni startet am Dortmunder Hauptbahnhof und streift durch die Stadt. Sie spricht mit Künstlern und der Kuratorin von „Unheimliche Verschiebungen“ und lässt sich vom Troubadour für das Ruhrgebiet etwas vorsingen.Musikalische Begegnungen: „Der Troubadour“ reist durchs Ruhrgebiet Der Troubadour ist unterwegs – von Stadt zu Stadt, von Auftritt zu Auftritt, durch das gesamte Ruhrgebiet. Im Mittelpunkt aber steht die Begegnung mit den Menschen vor Ort. Es ist ein musikalisches Experiment, bei dem Gespräche, Gastfreundschaft und gemeinsame Erlebnisse in das Repertoire aus Liedern, Texten und Geschichten einfließen. Riah Knight ist Sängerin, Performerin und Singer-Songwriterin. Für das Troubadour-Projekt reist sie noch bis zum 10. September gemeinsam mit Christian Löffel durch das Ruhrgebiet und tritt als Straßensängerin auf. Arbeiterkindheit im Pott: „Mutti, komma ans Fernster“ Als Leiter des Paritätischen Wohlfahrtsverbands kämpfte Ulrich Schneider für die Schwachen in der Gesellschaft. Er selbst ist ein klassischer Bildungsaufsteiger, war Arbeiterkind im Ruhrgebiet, machte Abitur, studierte und promovierte. In „Mutti, komma ans Fenster“ blickt er auf seine Kindheit zurück, erzählt von Eltern, die sich aufrieben, von Müttern, die alles zusammenhielten, von Vätern, die früh verschlissen wurden. Sein Buch ist eine Milieustudie, die mit Wärme und Genauigkeit Stolz, Solidarität, Härte und die bescheidene Großzügigkeit der damaligen Zeit schildert. Spielerischer Dialog: „RI TE“ bei der Ruhrtriennale Anziehung und Abstoßung, Öffnen und Sich-Zurückziehen, Bewegungen beginnen und enden abrupt: Die Choreografie „RI TE“ ist kein klassisches Duett, sondern ein spielerischer Dialog in Körpersprache. In der Produktion trifft eine der innovativsten Choreografinnen der Gegenwart, die auf den Kapverden geborene Marlene Monteiro Freitas, auf einen der bedeutendsten Flamencotänzer, den Spanier Israel Galván. In einer minimalistischen Kulisse agieren die beiden in phantasievoller Konkurrenz und verständiger Eintracht. Singen gegen die Einsamkeit: Der Kneipenchor „Altbierstimmen“ Es geht nur um den Spaß! Einfach zusammen singen, ohne richtig singen können zu müssen: Mit diesem Ziel haben Julia Böhm und Wibke Müller 2023 in Düsseldorf den Kneipenchor „Altbierstimmen“ gegründet. Ohne Notenlehre und Aufnahmehürden die werden die Pop- und Indie-Klassiker einmal monatlich in der Kneipe geprobt – und dann auch aufgeführt, zum Beispiel am Büdchentag am 5.9. im Düsseldorfer „Reinraum“. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 29.08.2026 WDR Folge 25/2026
Folge 25 (30 Min.)Westart im Kunstmuseum Bochum: „Das öffentliche Grün“ Ein Park gehört allen – richtig? Zum 150. Geburtstag des Bochumer Stadtparks widmet sich das Kunstmuseum Bochum mit der Gruppenausstellung „Das öffentliche Grün“ einem Ort, an dem sich täglich ganz unterschiedliche Menschen begegnen: „Hier wird flaniert, gespielt, geträumt.“ Die Ausstellung nimmt den Park als gemeinschaftlich genutzten Raum in den Blick und stellt die Frage, wie wir heute mit geteiltem Raum und gemeinsamen Ressourcen umgehen. Dafür verlässt die Kunst auch die Museumsräume und breitet sich in den Stadtpark aus. Die Ausstellung ist noch bis zum 1. November zu sehen. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni erkundet die Ausstellung und den Stadtpark und spricht darüber, was ein Park als gemeinschaftlicher Ort für eine Stadtgesellschaft bedeuten kann. Beteiligt sind mehr als 20 Künstlerinnen und Künstler, darunter Anikẹ Joyce Sadiq, Black Archive Germany, Lin May Saeed und Marina Naprushkina.Marina Abramović: „Balkan Erotic Epic“ bei der Ruhrtriennale Erotik, Spiritualität, Tod und Fruchtbarkeit: In „Balkan Erotic Epic“ setzt sich Marina Abramović mit Mythen und Ritualen ihrer Heimat auseinander. Bei der diesjährigen Ruhrtriennale verwandelt Marina Abramović ihr Werk „Balkan Erotic Epic“ in eine vierstündige, immersive Performance. In 13 Szenen verbinden sich Performance, Tanz und Gesang mit vergessenen Fruchtbarkeitsund Todesritualen der Balkanregion. Das Publikum bewegt sich dabei frei durch die Inszenierung und erlebt die verschiedenen Szenen aus nächster Nähe. (3.9.-11.9.2026, Kraftzentrale, Landschaftspark Duisburg-Nord) Gesellschaftsroman mit bitterbösem Humor: „German Glück“ von Simon Urban Ein brennender Tesla, ein Luxusresort in der deutschen Provinz und sieben Menschen, deren Leben aus den Fugen geraten ist: In seinem neuen Roman „German Glück“ erzählt Simon Urban von einer Gesellschaft, die sich an ihren eigenen Wohlstand klammert. Im Hotel „Eden“ treffen eine vom Shitstorm verbrannte TV-Komikerin, ein Tabakmanager, ein Zwillingspaar und weitere Figuren aufeinander. Zwischen Wellness, Abstiegsängsten und absurden Lebensentwürfen entsteht ein bitterböser und zugleich komischer Blick auf die deutsche Gegenwart. (erscheint am: 03.09.2026, 400 Seiten) Angst als Comedy: „eine show halt“ im COMEDIA Theater Köln Wie behält man den Humor, wenn die Zeiten unruhig werden? Das fünfköpfige Ensemble „eine show halt“ macht daraus ein Programm: ANGST ANGST ANGST ANGST. Carolin Worbs, Leah Sartoris, Susi Bumms, Magnus Paul und Miguel Robitzky verbinden Sketch-Comedy, Parodien und Musik. Dabei fragen sie, wovor eine Gesellschaft eigentlich Angst hat. Ob sich diese Angst vielleicht am besten gemeinsam weglachen lässt? Die Show ist vom 12. bis 14. September im COMEDIA Theater Köln zu sehen. 40 Jahre Allerweltskino: Filme für globale Perspektiven Seit 40 Jahren bringt das Allerweltskino internationale Filmkultur und gesellschaftlichen Dialog nach Köln. Entstanden ist es 1986 aus einem Zusammenschluss film- und interkulturell interessierter Menschen. Von Beginn an wollte die Initiative Filme aus und über Länder des Globalen Südens zeigen und damit den stereotypen Darstellungen des klassischen Hollywood-Kinos andere Perspektiven entgegensetzen. Zum Jubiläum blickt das Allerweltskino auf rund 2.000 gezeigte Filme und zahlreiche Festivals, Filmreihen und Kooperationen zurück. Gefeiert wird unter anderem mit der dreiteiligen Dokumentation „YOUTH“ des chinesischen Regisseurs Wang Bing im Filmforum NRW sowie mit weiteren Filmen im Off Broadway. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 05.09.2026 WDR Folge 26/2026
Folge 26 (30 Min.)Westart im Colonius in Köln zum „Tag des offenen Denkmals“ Er ist eines der Wahrzeichen Kölns: Der Colonius. Mit seiner Höhe von 266 Metern ist er das höchste Gebäude der Stadt und der höchste Fernsehturm in NRW. 1981 eingeweiht, sind die einstige Aussichtsplattform und das Drehrestaurant aufgrund von Brandschutzproblemen seit 1999 für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. 2022 wurde der Fernsehturm zum Denkmal erklärt. Warum der Colonius immer noch gebraucht wird und wie eine zukünftige Nutzung aussehen kann, erfährt Westart-Moderatorin Mona Ameziane von Benedikt Albers von der Deutschen Funkturm GmbH, die den Colonius betreibt. Zu Besuch auf den Turm kommen Peter und Stephan Brings, deren Band in diesem Jahr 35.Geburtstag feiert.Niki de Saint Phalle „Dream Machine“ im Kunstpalast Düsseldorf Eine Künstlerin, die sich nicht an Regeln halten wollte: Mit „Dream Machine“ widmet der Kunstpalast Düsseldorf der französisch-amerikanischen Künstlerin Niki de Saint Phalle (1930–2002) eine große Ausstellung. Vom 10. September 2026 bis zum 7. Februar 2027 sind im Kunstpalast mehr als 100 Werke zu sehen. Die Ausstellung zeigt nicht nur ihre farbenprächtigen, „Nanas“, sondern vor allem Saint Phalles künstlerische Selbstbehauptung und ihren Kampf gegen gesellschaftliche Vorstellungen von Weiblichkeit. 35 Jahre Brings Kaum eine Band ist so eng mit Köln verbunden wie Brings. Ihre Lieder erzählen von Köln, vom Alltag, Feiern und dem Lebensgefühl am Rhein. Sie sind Rockband und Karnevalsband – und zugleich eine Gruppe mit klarer gesellschaftlicher Haltung, und das seit 35 Jahren. Bereits 1992 beteiligten sich Brings am Kölner Konzert „Arsch huh – Zäng ussenander“, das sich gegen Rassismus und rechte Gewalt richtete. Bis heute positionierten sich die Musiker immer wieder gegen Ausgrenzung und für eine offene Gesellschaft. Westart hat das Brings-Konzert auf dem Roncalliplatz am Dom begleitet. Neuer Roman von Benedikt Gollhardt „Alter Ego“ Was, wenn wir nicht die sind, für die wir uns halten? Was, wenn unser Denken, unsere Gefühle und sogar unsere Entscheidungen nicht allein von unserem eigenen Willen bestimmt werden? Mit seinem neuen Thriller „Alter Ego“ stellt Benedikt Gollhardt eine verstörende Frage nach der Grenze zwischen Mensch und Mikroorganismus. Im Mittelpunkt steht Simon, ein Familienvater und Teamleiter, dessen Leben durch eine schwere Erkrankung aus den Fugen gerät. Eine neuartige Behandlung mit Bakterien rettet ihm zunächst das Leben – doch danach beginnt eine unheimliche Veränderung. Gollhardt verbindet die Thrillerhandlung mit einem wissenschaftlich hochinteressanten Thema: dem Mikrobiom des Menschen. Ruhrtriennale „Deutscher Herbst“ von Christopher Rüpping Was bedeutet Freiheit, wenn eine Gesellschaft gerade erst aus einer Katastrophe hervorgegangen ist? Und was passiert, wenn die Erinnerung an die Vergangenheit langsam verblasst? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Uraufführung „Deutscher Herbst“ von Christopher Rüping bei der Ruhrtriennale 2026. Grundlage bildet der Reisebericht „Deutscher Herbst“ des Schweden Stig Dagerman, der 1946 durch das zerstörte Deutschland reiste. Christopher Rüping nimmt Dagermans Blick auf und stellt eine Gesellschaft, die zunehmend den Boden unter den Füßen verliert, ins Zentrum seines Stücks: zwischen Geschichtsvergessenheit, Zukunftsangst und der Sorge vor einem Erstarken rechter Kräfte. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 12.09.2026 WDR Folge 27/2026
Folge 27 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Sa. 19.09.2026 WDR Folge 28/2026
Folge 28 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Sa. 26.09.2026 WDR Folge 29/2026
Folge 29 (35 Min.)Deutsche TV-Premiere Sa. 10.10.2026 WDR Folge 30/2026
Folge 30 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Sa. 17.10.2026 WDR
zurückweiter
Erhalte Neuigkeiten zu Westart direkt auf dein Handy. Kostenlos per App-Benachrichtigung. Kostenlos mit der fernsehserien.de App.
Alle Neuigkeiten zu Westart und weiteren Serien
deiner Liste findest du in deinem
persönlichen Feed.
TV Wunschliste informiert dich kostenlos, wenn Westart online als Stream verfügbar ist oder im Fernsehen läuft.Erinnerungs-Service per
E-Mail
