2025/2026, Folge 14–26
Folge 14 (2025/2026)
Folge 14 (30 Min.)„Grund und Boden“: Westart aus dem K21 in Düsseldorf: Wohnen, Besitzen, Bewahren und Teilen – das K21 in Düsseldorf widmet sich mit der Ausstellung „Grund und Boden. Wie wir miteinander leben“ der Frage, wie gerechtes Zusammenleben und eine nachhaltige Zukunft heute möglich sind. Einst war der Boden Grundlage von Identität, Heimat und ökonomischer Sicherheit, in der Moderne wurde er zur ausbeutbaren Ressource und zum Spekulationsobjekt. In unserem Umgang mit dem Boden spiegeln sich gesellschaftliche Machtverhältnisse und ökologische Krisen wider. Die Ausstellung im Düsseldorfer K21 präsentiert 34 internationale Künstler*innen und Kollektive und verortet sich bewusst in dem Ort, an dem sie stattfindet: im ehemaligen Ständehaus und ersten gebauten Parlamentsgebäude im Rheinland, das seit 2002 Museum ist.Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni begleitet Kurator Kolja Reichert bei den Aufbauarbeiten, trifft Alex Wissel, der in seinem Wandgemälde über die Bauernkriege im 16.Jht. Parallelen zu heute zieht, schaut der kurdisch-stämmigen Künstlerin Havîn Al-Sîndy beim Bau eines Lehmhauses zu, das an das ehemalige Haus ihrer Familie im Irak erinnert und begegnet der 89-jährigen Düsseldorfer Künstlerin Chris Reinecke, die sich schon in den 60-er und 70-er Jahren für Mieterrechte und soziale Teilhabe engagierte. „Millionen Fake – Jagd auf die Kunstfälscher“: True-Crime-Serie in der ARD-Mediathek: Es war einer der spektakulärsten Kunstfälscher-Skandale Europas: über Jahre hinweg überschwemmte der niederländische Bildhauer Robert Driessen den internationalen Kunstmarkt mit hunderten gefälschten Giacometti-Skulpturen. 2009 gingen dem Stuttgarter LKA 13 gefälschte Objekte des Schweizer Künstlers Alberto Giacometti ins Netz. Was als Routinefall begann, entpuppte sich als einer der größten Kunstbetrugsfälle der europäischen Nachkriegs-geschichte. Wie ein globales Netz aus Täuschung, Gier und Kunstverstand zusammenbrach, davon erzählt die dreiteilige ARD- Serie „Millionen Fake – Jagd auf die Kunstfälscher“. Anlässlich der Kölner Premiere hat Westart mit Regisseur und Autor Stefano Strocchi gesprochen. „Antichristie“ in Dortmund: Kieran Joel stellt Mithu Sanyals Bestseller auf die Bühne: Nach seiner bildstarken Düsseldorfer Inszenierung von Mithu Sanyals gefeiertem Debütroman „Identitti“ über Identität und strukturellen Rassismus, stellt Regisseur Kieran Joel jetzt den zweiten Roman der gefeierten Autorin, Journalistin und Kulturwissenschaftlerin auf die Bühne des Dortmunder Theaters. In „Antichristie“ reist die Drehbuchautorin Durga durch die Zeit und findet sich als junger indischer Revolutionär Sanjeev mitten im gewaltsamen, antikolonialen Widerstand gegen das britische Empire im London des Jahres 1906 wieder. Wie schon die Romanvorlage spielt auch das Bühnenstück humorvoll mit den Konventionen des Kriminalromans und wirft einen anderen Blick auf die europäische Kolonialgeschichte. Westart hat den Regisseur bei den Proben getroffen. Am 29.November feiert „Antichristie“ seine Uraufführung in Dortmund. Bilder, die bewegen: Portrait des Dortmunder Fotograf Maximilian Mann: In Kassel geboren, lebt und arbeitet Maximilian Mann, 33, in Dortmund. Hier hat er studiert und das DOCKS-Kollektiv für Fotografie gegründet. Er ist Mitglied der Laif-Agentur, arbeitet als Dokumentar-und Portraitfotograf für nationale und internationale Magazine. Für seine seriellen Arbeiten über soziale Veränderungen, ökologische Krisen, Klima- und Umwelthemen ist er auch als freelancer unterwegs, hat den Braunkohleabbau im Rheinland dokumentiert, die Flutkatstrophe im Ahrtal, die Landflucht in der Mongolei oder das Austrocknen des Urmiasees im Iran. Er gehört zu den gefragtesten Fotojournalisten, wird ausgestellt, ist vielfach preisgekrönt. Unlängst mit dem „Deutschen Friedenspreis für Fotografie“ für seine Reportage über das Friedensdorf Oberhausen, das Kinder aus Krisen-und Kriegsgebieten medizinisch versorgt. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 22.11.2025 WDR Folge 15 (2025/2026)
Folge 15 (30 Min.)„Du bist Teil der Geschichte“: Westart aus dem Haus der Geschichte in Bonn: Die neue Dauerausstellung im Haus der Geschichte in Bonn lädt Besucher und Besucherinnen ein, sich selbst in der Geschichte der Bundesrepublik zu verorten, ihre Perspektiven einzubringen und ihre eigenen Spuren zu hinterlassen. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni trifft zum Westart-Auftakt im neuen Jahr Ruth Rosenberger, die Kuratorin der Ausstellung. Gemeinsam entdecken sie die mehr als 3.800 Objekte der Ausstellung, welche die Geschichte der Bundesrepublik greifbar machen. Ein selbst gebautes Fluchtflugzeug, eine Puppenwiege aus der Nachkriegszeit, ein Ford Transit aus dem Leben einer Einwandererfamilie oder ein Baumhaus als Zeichen für Umweltproteste – die interaktive Ausstellung zeigt, wie jeder und jede in einem demokratischen Rechtsstaat Geschichte durch eigenes Handeln prägt.Oliver Wnuk feat. Kriegundfreitag – eine Leseshow: Unter dem Titel „Besser wird’s nicht – Eine Leseshow übers Stolpern, Staunen und Sich-Zusammenreißen“ treten Schauspieler und Autor Oliver Wnuk und Cartoonist kriegundfreitag auf. In der multimedialen Leseshow treffen persönliche Texte auf projizierte Cartoons; es geht um Liebe und Zweifel, Lärm und Leere und das kleine Glück dazwischen. „Headless“ – Marianna Simnett im Max Ernst Museum Brühl: In traumartigen Bildwelten, der Erforschung des Unbewussten und der Ablehnung von Rationalität und Logik der Künstlerin Marianna Simnett zeigt sich eine enge Verbindung zum Surrealismus. Die Ausstellung versammelt multidisziplinäre Werke aus Malerei, Skulptur, Video, Künstlicher Intelligenz und Musik. Es entsteht ein zugleich verstörendes und verführerisches Labyrinth aus zersplitterten Realitäten und unheimlichen Begegnungen, zu sehen ab 31. Januar. Divertissementchen 2026: „E Levve för Kölle“ in der Oper Köln: Zum 150. Geburtstag Konrad Adenauers widmet die Bühnenspielgemeinschaft „Cäcilia Wolkenburg“ im Kölner Männer-Gesang-Verein dem Kölner Original ein ganz besonderes Karnevalsdivertissementchen: Bis zum 17. Februar verwandelt sich das Staatenhaus in eine Musical-Bühne für kölsche Geschichte und Humor. Über hundert ehrenamtliche Mitwirkende, Schauspieler, Sänger und Tänzer bringen Adenauers Leben auf die Bühne. Das WDR Fernsehen zeigt das Divertissementchen am 14. Februar um 10:45 Uhr. Gemeinsam ins Chaos – Der Film Sabbatical: In ihrem Debütfilm erzählt Judith Angerbauer von einer dysfunktionalen Paarbeziehung vor der winterlichen Kulisse Griechenlands. Robert (Trystan Pütter) und seine Partnerin Tara (Seyneb Saleh) wollen sich gemeinsam mit ihrer Tochter Nia eine Auszeit nehmen und ans Meer fahren, die Dreisamkeit genießen. Doch auch während des Urlaubs sorgen der Job und die familiären Konflikte für Spannungen. Das Psychogramm einer komplizierten Familienkonstellation wurde unter Beteiligung von WDR/ arte realisiert, Kinostart ist am 5. Februar. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 31.01.2026 WDR Folge 16 (2025/2026)
Folge 16 (30 Min.)Vom Kirchenraum zum Kunstort: Westart zu Besuch in der KreativKathedrale Trudi in Essen: Im Essener Norden ist gerade vieles im Umbruch. Die ehemalige St.-Gertrud-Kirche ist jetzt „Kreativkathedrale“ – und Herzstück des neuen Kreativ Campus Essen City Nord. Hinter diesem etwas sperrigen Begriff verbergen sich spektakuläre 4000 Quadratmeter Innenräume: eine Theaterbühne, Lehrsäle, Werkstätten und Ateliers der Hochschule der Bildenden Künste. Hier soll bald nicht nur gelehrt werden, sondern ein neuer Kultur-Hotspot für alle entstehen. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni nimmt uns mit an diesen besonderen Kunstort – der auch Spielstätte des Snowdance Independent Film Festivals ist. Vom 4. bis 8. Februar stellt das renommierte Festival unabhängige Filmschaffende aus der ganzen Welt in den Mittelpunkt und die KreativKathedrale „Trudi“ wird zum ungewöhnlichen Kino.Im Überwachungsstaat – Dokumentarfilm „The spies among us“ beim Snowdance Independent Film Festival Essen: Peter Keup will herausfinden, wer in der Familie für die „Staatssicherheit“ tätig war. Dafür setzt er sich sogar mit einem ehemaligen „Stasi“-Funktionär an einen Tisch. Der Dokumentarfilm „The spies among us“ wirft einen Blick in die inneren Abläufe der DDR, die mit der „Stasi“ ein gefürchtetes und effizientes Instrument zur Unterdrückung missliebiger Mitbürger betrieb. Ein authentischer und spannender Film, der die eiskalte Rücksichtslosigkeit des Stasi-Regimes am Familienschicksal von Peter Keup nachzeichnet und die Gefahren eines datengesteuerten Überwachungsstaates offenlegt. Der Weg des größten Widerstandes – Künstler Fabian Knecht verhüllt die Langen Foundation Neuss: Seit Beginn der russischen Invasion im Jahr 2022 sind handgeknüpfte Tarnnetze zu einer der verbreitetsten Ausdrucksformen zivilen Widerstands in der Ukraine geworden. Der Künstler Fabian Knecht bringt mit seiner Installation eine Spur des Krieges und zivilen Widerstands nach Neuss und verhüllt das Museumsgebäude der Langen Foundation mit 60 solcher Tarnnetze. In seiner Installation werden sie zu einem Bild der Fürsorge, Verletzlichkeit und verschwommenen Grenzen zwischen zivilem Leben und Krieg. Die Schatten des Leistungsturnens – „Die Routinen“ von Son Lewandowski: In ihrem Debütroman „Die Routinen“ seziert die Kölner Autorin Son Lewandowski eine Welt, von der jeder ahnt, dass sie hart ist, aber niemand sieht oder sehen will, wie ausbeutend ein System ist, auf dem so viel Glitzer und Glanzspray liegt: die Welt der Leistungsturnerinnen. Auf kraftvolle Weise erzählt Son Lewandowski von Sport und Politik, von fragilen Beziehungen und den Grenzen des eigenen, alternden Körpers. Die Autorin ist nominiert für den lit.cologne-Debütpreis 2026. Indigene Perspektiven: De/Collections Memories from Turtle Island im Museum Ludwig in Köln: Anlässlich des 250. Jahrestags der US-Unabhängigkeit im Jahr 2026 richtet das Museum Ludwig den Blick auf indigene Gegenentwürfe zur US-Geschichte. Die Ausstellung HIER UND JETZT: De/Collecting Memories from Turtle Island konfrontiert historische Amerikabilder mit zeitgenössischen Positionen der indigenen Künstlerinnen Marie Watt und Wendy Red Star. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 07.02.2026 WDR Folge 17 (2025/2026)
Folge 17 (30 Min.)Zu Besuch im Kunstpalast Düsseldorf Der Kunstpalast Düsseldorf präsentiert bis zum 25. Mai 2026 die Ausstellung „Community. Fotografie und Gemeinschaft.“ Die Schau widmet sich dem vielschichtigen Verhältnis zwischen dem Medium Fotografie und dem Phänomen Gemeinschaft, historisch wie aktuell. Im Zentrum der Ausstellung stehen Bilder, die zeigen, wie Menschen Zugehörigkeit darstellen, erleben, inszenieren, hinterfragen. Der Fußballfanclub, die Familie, der Karnevalsverein, Menschen streben danach, Teil einer Gruppe zu sein.Die Fotografie hält seit ihrer Erfindung diesen Drang fest. Die Ausstellung vereint angewandte und künstlerische Positionen, die das Thema Gemeinschaft beleuchten, mit subtiler Ironie, beeindruckender Solidarität oder analytischer Präzision. In den ausgestellten Arbeiten werden formale Bildordnungen ebenso sichtbar wie soziale Dynamiken, die Nähe erzeugen oder Grenzen markieren. Ein Schwerpunkt der Schau liegt auf der fotografischen Sammlung des Kunstpalastes, ergänzt durch internationale Leihgaben. Westart-Moderatorin Mona Ameziane trifft die Künstlerin Cate Lartey und die Fotografin Juliane Herrmann. Gemeinsam erkunden sie die Ausstellung und machen ein Gruppenfoto. Denn: Das Museum lädt die Besuchenden aktiv dazu ein, Teil der Schau zu werden. Eigene Gemeinschaftsbilder können in die Ausstellung eingebracht werden, wodurch ein dynamisches Archiv aktueller Zugehörigkeitsgefühle entsteht. Neues Buch von Frank Goosen: Lovely Rita Frank Goosen liefert mit seinem Roman „Lovely Rita“ ein warmherziges, urkomisches und zugleich tiefgründiges Porträt eines fast ausgestorbenen Lebensraums, der traditionellen Eckkneipe im Ruhrgebiet. Im Mittelpunkt des Buchs steht eine Kneipe, die kurz vor der Schließung steht. Kurz vor dem Aus treffen hier eine Vielzahl skurriler Stammgäste aufeinander. Der wahre Geist des Hauses ist Rita Urbaniak – genannt Lovely Rita – , die Kneipenwirtin, die das Lokal seit den 1970er-Jahren führt. Goosen verwebt in seinem Roman die Lebensgeschichten dreier unkonventioneller Frauen und entfaltet dabei ein liebevolles Panorama des Menschlichen, das von Humor, Melancholie und einer großen Portion Ruhrgebiets-Charme geprägt ist. Die Kneipe wird zur Bühne für Begegnungen, Erinnerungen und die Frage, was es bedeutet, Gemeinschaft, Heimat und Zugehörigkeit zu finden, auch in Zeiten des Wandels. „Dat Wasser vun Kölle es Jot“ – Uraufführung im Schauspiel Köln Unter der Regie von Calle Fuhr zeigt das Schauspiel Köln mit „Dat Wasser vun Kölle es Jot“ eine Aufführung, die Krimi, Musik und investigativen Journalismus zu einem ungewöhnlichen Theaterabend verwebt. Im Mittelpunkt steht ein rätselhafter Fund einer toten Aktivistin am Ufer des Rheins. Die Ermittler decken ein dichtes Netz aus Umweltverschmutzung, Online-Drohungen und geheimen Firmendaten, das bis zu einem Chemiekonzern reicht, auf. Wasser und ganz besonders der Rhein, hat für die Kölner Seele eine emotionale Bedeutung: Er ist Mythos, Lebensraum und wiederkehrendes Motiv in Liedern und Geschichten. Gespickt mit rheinischem Liedgut und getragen von einer packenden Handlung, macht sich das Ensemble daran, die Recherchen des investigativen Medienhauses CORRECTIV auf die Bühne zu bringen. Neuer Film: „Sie glauben an Engel, Herr Drowak?“ Der Regisseur Nicolas Steiner hat mit seinem ersten Spielfilm eine Tragikomödie inszeniert, in der die Schatten der Vergangenheit bis in die Gegenwart reichen und zu Literatur werden. Steiner schafft in schwarzweißen Bildern eine fast surreale, kafkaeske Gegenwartswelt, mit brutalistisch-anmutenden Bauten und kantigen Wohnklötzen, während er die Szenen in der Vergangenheit in warmen Farben wiederaufleben lässt. Mit einer hochkarätigen Besetzung verfilmt der Regisseur das Drehbuch der Schriftstellerin Bettina Gundermann mit vielen skurrilen Einfällen und Anspielungen. Das Ballett „Frida“ am Theater Dortmund Das Theater Dortmund präsentiert die Deutschlandpremiere des Balletts „Frida“, ein Bühnenwerk über Leben, Kunst und Widerstand der legendären mexikanischen Künstlerin Frida Kahlo. Das Ballett würdigt in eindrucksvollen, nicht-linearen Bildern die vielschichtige Biografie und das künstlerische Werk Kahlos. Schmerz, Leidenschaft und kreative Schaffenskraft werden in kraftvollen Tanzsequenzen sichtbar, die von ihren berühmtesten Gemälden und prägenden Lebensmomenten inspiriert sind. Die Choreografie von Annabelle Lopez verbindet Tanz mit Anklängen an Malerei und Emotionalität und schafft so ein Bühnenbild, das ebenso farbenprächtig wie introspektiv ist. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 14.02.2026 WDR Folge 18 (2025/2026)
Folge 18 (30 Min.)Hinter den Kulissen des Musicals „Judith und das Wunder der Schöpfung“ Das neue Musical „Judith – und das Wunder der Schöpfung“ feiert in der Dortmunder Westfalenhalle seine Uraufführung. Rund 3.000 Sängerinnen und Sänger aus ganz NRW stehen auf der Bühne und schaffen ein musikalisches Großereignis Im Mittelpunkt des Musicals steht die Gemeinschaft: Menschen aller Generationen und Bevölkerungsschichten setzen sich mit den Herausforderungen unserer Zeit auseinander und feiern das Wunder des Lebens. „Judith und das Wunder der Schöpfung“ ist ein Projekt der Stiftung Creative Kirche.Westart Moderatorin Siham El-Maimouni blickt hinter die Kulissen in der Dortmunder Westfalenhalle. Neuer Film mit Iris Berben und Heiner Lauterbach „Ein fast perfekter Antrag“ Was passiert, wenn ein eigenwilliger Witwer nach 40 Jahren seiner Jugendliebe wieder begegnet – und diesmal alles richtig machen will? Vor 40 Jahren hatte er ihr einen Heiratsantrag gemacht und war spektakulär gescheitert. „Ein fast perfekter Antrag“ bringt die Stars Iris Berben und Heiner Lauterbach erstmals als Liebespaar auf die große Leinwand. Mit komödiantischem Timing erzählt der Film von großen Gefühlen, verpassten Chancen und der zeitlosen Frage: Ist es für die Liebe wirklich jemals zu spät? Neues Buch von Dinçer Güçyeter Dinçer Güçyeter, geb. 1979 in Nettetal, unternimmt in seinem neuen Buch „Fake Gucci-Jogginghose auf der Lesebühne – der Prolet als Literatursternchen“ eine zutiefst ehrliche Reise in sein Ich und blickt demütig und kritisch auf den Literaturbetrieb und seinen eigenen Weg. Er reflektiert mit wachem Geist seine Rolle als Verleger des Elif Verlags sowie als vielfach ausgezeichneter Lyriker und Romanautor. Wie waren die Anfänge der Verlagsgründung parallel zum Brotberuf? Das Abklappern der Buchhandlungen mit einem Rucksack voller Bücher? Wann und in welchem Milieu entstanden die ersten Zeilen und der feste Wille, Autor und Verleger zu sein? Und wie geht man mit Erfolg um? Peter Hujar – „Eyes Open in the Dark“ in der Bundeskunsthalle Bonn Der Fotograf Peter Hujar (1934–1987) war eine zentrale Figur der New Yorker Downtown-Szene der 1970er und 1980er Jahre. Peter Hujars Hauptinteresse galt der Porträtfotografie – er fotografierte seine Freund*innen, Liebhaber, Menschen aus seiner Umgebung mit einer eindrucksvollen Intimität und emotionalen Tiefe. Als Hujar an einer AIDS-bedingten Lungenentzündung starb, war sein Werk weitgehend unbekannt. Heute jedoch zählt Peter Hujar zu den wichtigen Fotografen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. „Open house: Kulturszene Gelsenkirchen“ im Kunstmuseum Zum Auftakt des Jahres 2026 richtet das Kunstmuseum Gelsenkirchen den Blick auf die lebendige Kunstszene Gelsenkirchens. Präsentiert werden aktuelle Arbeiten von Künstler*innen, die in Gelsenkirchen geboren sind, hier leben und arbeiten oder die Stadt als wichtigen Ort ihres künstlerischen Wirkens geprägt haben. Mit dieser Ausstellung zeigt das Kunstmuseum Gelsenkirchen, wie reich und dynamisch die Gelsenkirchener Kunstszene ist und welche künstlerische Energie in ihr steckt. Westart trifft den Künstler Philipp Valenta, der an der Schau teilnimmt, und stellt seine Konzeptkunst vor. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 21.02.2026 WDR Folge 19 (2025/2026)
Folge 19 (30 Min.)Zu Besuch im Museum Morsbroich in Leverkusen Zum 75sten Geburtstag wagt das Museum Morsbroich ein radikales Experiment: Das Museum öffnet sich mit seiner Ausstellung „Chained to the Rhythm – Von Mensch und Natur“ für das, was sonst draußen bleiben muss – Sonnenlicht, Wind und Wetter, Pflanzen und Tiere, außergewöhnliche Werke und ungewöhnliches Verhalten. Morsbroich beeindruckt mit seiner einzigartigen Verbindung von Natur und Kultur, von historischer Architektur und zeitgenössischer Kunst. 1951 wurde es als erstes Museum für moderne Kunst in der noch jungen Bundesrepublik gegründet Westart-Moderator Thilo Jahn erkundet mit dem Kurator Fritz Emslander die Ausstellung und trifft die Künstlerin Gabriela Oberkofler, die über einen Zeitraum von drei Jahren eine dauerhafte, raumgreifende Wandmalerei entwarf.Von der Rokoko-Stuckdecke des einstigen Damensalons ausgehend, überwuchert ihre Arbeit nach und nach die Wand und bringt Pflanzliches, Tierisches und Menschliches in Beziehung zueinander. Fotobuch #053KIDS Im Duisburger Stadtteil Hochfeld lebt mehr als die Hälfte aller Minderjährigen in Armut. Sie und ihre Familien stammen aus vielen verschiedenen Ländern – aber sie nutzen die Ziffern 053, Teil der örtlichen Postleitzahl, als Zeichen ihrer Zugehörigkeit. Der Fotograf Toby Binder hat Hochfelder Jugendliche – die 053-Kids – über Jahre begleitet, ihren Alltag dokumentiert, ihr Leben sichtbar gemacht. Binder hat die Erfahrung sozialer Ungerechtigkeit, ihren Kampf um Identität, aber auch Freundschaft und Wünsche meisterhaft ins Bild gesetzt. Der Fotoband ist nun im Verlag Dietz erschienen. Sport-Doku „On the wave“ Der Dokumentarfilm erzählt eine faszinierende und ungewöhnliche Geschichte im Profisport: die von Sebastian Steudtner. Er folgt seinem Traum, die größte Welle der Welt zu surfen. Dem Kölner Regisseur Peter Wolf gelingt ein intimes Portrait eines Grenzgängers und Außenseiters, der trotz aller Rückschläge zum Pionier wird und die Welt des Surfens für immer verändert. Eine Erzählung über Extreme, Rekorde und das Streben nach Glück. Gaukler, Provokateur, Narr: Tyll am Schauspiel Düsseldorf Daniel Kehlmanns Bearbeitung des Eulenspiegel-Mythos spielt in der Zeit des Dreißigjährigen Krieges. Tyll Ulenspiegel, legendärer Schelm und Volksheld, zieht gemeinsam mit der Bäckerstochter Nele kreuz und quer durch Europa, durch eine aus den Fugen geratene Welt.. Als fahrende Gauklertruppe spielen sieben Studierenden des Düsseldorfer Schauspielstudios der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig in der Regie von André Kaczmarczyk. Der Abend erzählt voll Humor und Hoffnung davon, was uns in dunklen Zeiten überleben lässt. Yasmine M’Barek „I feel you“ auf der Litcologne Pop Haben wir verlernt, empathisch zu sein? Haben Turbokapitalismus, das Internet und die weltpolitische Lage dazu geführt, dass wir uns nur noch um uns selber sorgen? Diese Fragen stellt die Journalistin, Podcasterin und Schriftstellerin Yasmine M’Barek in ihrem Buch „I feel you“. Mit Schärfe, Humor und analytischer Klarheit plädiert die Autorin für ein gesellschaftliches Wiederentdecken der Empathie – politisch, privat und popkulturell. Die Litcologne Pop ist ausverkauft – Westart verlost zwei Tagestickets für den Samstag. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 28.02.2026 WDR Folge 20 (2025/2026)
Folge 20 (30 Min.)Auf den Spuren von Günther Uecker: Westart zu Besuch im Arp Museum Bahnhof Rolandseck Seine ikonischen Nagelbilder machten Günther Uecker weltberühmt; als prägende Persönlichkeit der Künstlergruppe ZERO revolutionierte er die Kunst der Nachkriegszeit. Nun zeigt das Arp Museum Bahnhof Rolandseck die erste Ausstellung nach seinem Tod und zugleich die letzte, an der er noch selbst mitgewirkt hat. Uecker war dem Künstlerbahnhof Rolandseck eng verbunden: In den 1960er Jahren war er einer von vielen Vertretern der rheinischen Kulturszene, die das verlassene Gebäude zu einem Ort für Kunst, Musik und Literatur machten.Das in dieser Zeit entstandene Nagelrelief „Bett zum Aufwachen“ befindet sich etwa noch heute in der Museumssammlung. Westart-Moderatorin Mona Ameziane begibt sich im Arp Museum auf die Spuren von Günther Uecker und bewundert Werke aus sieben Jahrzehnten seines Schaffens – Arbeiten, die der Verletzlichkeit der Welt gewidmet sind – Ausdruck eines Lebenswerks, das Frieden, Empathie und menschliche Verantwortung reflektiert. Aufbruch ins Wirtschaftswunder: Opulenter Bildband zeigt Geschichte Nordrhein-Westfalens Straßenmusiker in Köln, Marktleben in Münster, Textilarbeiterinnen in Bielefeld, Badetage am Rhein bei Bonn und Arbeiter vor dem Hochofen in Duisburg: In den Jahrzehnten des Wandels nach dem Zweiten Weltkrieg entstand ein Land zwischen Tradition und Tempo, Industrie und Idylle, Bergbau und Biedermeier. Dieses Nordrhein-Westfalen von den 1920ern bis in die 1960er-Jahre zeigt jetzt ein opulenter Bildband des Greven Verlags. Rund 200 bislang unbekannte Fotografien aus dem Werk von Paul Wolff und Alfred Tritschler, zwei der bedeutendsten Fotografen ihrer Zeit, erzählen von harter Arbeit, wachsendem Wohlstand und der Suche nach einem besseren Leben. Sie zeigen ein NRW im Übergang: mal grau vom Staub der Industrie, mal bunt vom neuen Konsum, immer voller Energie. Ein einzigartiger fotografischer Blick auf die Geschichte des Landes – klug komponiert und mit feinem Gespür für den Alltag der Menschen. Live at the Hollywood Bowl: Neues Album der Kölner Indie-Band Fortuna Ehrenfeld Fortuna Ehrenfeld haben sich beharrlich ihre eigene DNA einer subkulturellen Spezies gehäkelt: Elegant und unbeeindruckt bricht die Kölner Indie-Band die Sprachbarrieren. Martin Bechler, der mit Schlafanzug und Federboa auf der Bühne steht, ist der Kopf, Texter und Komponist. Erst mit Ende 40 hat er sich mit eigenen Songs in die Öffentlichkeit gewagt. Zehn Jahre später hat Fortuna Ehrenfeld ein treues Publikum aus allen Altersschichten. Zwischen Abgründen und Hoffnung haben sie ihren eigenen Sound und ihre eigene Poesie gefunden. Nun hat sich Bechler mit Jenny Thiele und Jannis Bentler wieder zum ursprünglichen Trio formiert und am 6. März erscheint ihr neues Album „Live at the Hollywood Bowl“ – nach eigenen Angaben „eine kolossale Selbstanzeige und schallende Ohrfeige für die KI im Schnullerstadium“. Lit.Cologne: Stefanie de Velasco schreibt eine Liebeserklärung an die Wechseljahre Die grauen Haare waren ein Schock, dann kam der Schlafentzug und diese unkontrollierte Wut auf alles und jeden, aber Wechseljahre? – das ist doch übertrieben, dachte die Schriftstellerin Stefanie de Velasco und fühlte sich radikal verunsichert. Niemand bereitet Frauen auf diese Phase vor. Sie ist gesellschaftlich derart negativ konnotiert, dass man sie lieber totschweigt. In Heiß erzählt Stefanie de Velasco auf sehr persönliche Weise von einem der größten Tabus unserer Gesellschaft: der Menopause – mit all ihren Schrecken, aber auch ihrer Verheißung. Denn was wäre, wenn diese Zeit eine lebendige Neuorientierung wäre, ein Aufbruch in eine neue, kraftvolle Identität? Stefanie de Velasco verpasst unserem Bild von den Wechseljahren ein dringend fälliges Makeover und ist mit ihrer Liebeserklärung an die Wechseljahre am 12. März zu Gast bei der Lit.Cologne. Vom Ende der Einsamkeit: Schauspiel Bochum bringt Benedict Wells Beststeller auf die Bühne Crash. Plötzlich ist alles anders. Von einem Moment auf den anderen. Die Zukunft neu, das Leben fremd. Nachdem die Eltern von Liz, Marty und Jules Moreau bei einem Autounfall tragisch umkommen, verlieren sich die Geschwister aus den Augen. Sie kommen auf ein Internat, in verschiedene Wohnblöcke und entfremden sich. Jules, der Jüngste der drei Geschwister, findet in seiner Einsamkeit Halt bei Alva. Er verliebt sich in sie, doch auch sie verlieren sich nach dem Ende der Schulzeit. Dreißig Jahre später erinnert sich Jules daran, wer er war, wer er wurde und wer er eigentlich mal sein wollte. Der niederländische Regisseur Guy Clemens bringt Benedict Wells Erfolgsroman zehn Jahre später auf die Bühne des Schauspielhauses Bochum: ein Stück über Liebe, Verlust und das Ringen mit der eigenen Vergangenheit. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 07.03.2026 WDR Folge 21 (2025/2026)
Folge 21 (30 Min.)Zu Besuch im Museum Ludwig Köln Das Museum Ludwig Köln wird 50 Jahre alt und feiert diesen Geburtstag mit einer großen Retrospektive der legendären japanischen Künstlerin Yayoi Kusama. Die Ausstellung nimmt die Besucher mit auf eine spannende Reise durch Kusamas gesamtes Schaffen mit über 300 Arbeiten, von der ersten Zeichnung bis heute, und durch eine Vielzahl künstlerischer Medien, wie Malerei, Zeichnung, Skulptur, Installation, Mode, Performance und Literatur. Über die gesamte Wechselausstellungsfläche des Museum Ludwig hinaus bespielt die Ausstellung auch weitere Bereiche des Hauses wie die Dachterrasse mit Domblick.Eine neue, eigens für die Ausstellung konzipierte immersive Rauminstallation mit integriertem Infinity Mirror Room füllt den größten Saal des Museums. Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni trifft Stephan Diederich, den Kurator der Ausstellung, und erfährt, warum Punkte und Kürbisse in Yayoi Kusamas Werk eine große Rolle spielen. Der Direktor des Museum Ludwig Köln, Yilmaz Dziewior, erläutert, warum das Kölner Museum seit 50 Jahren zu den bedeutendsten Museen der Welt gehört. Neuer Roman „Rausch“ von Nuran David Calis Im neuen Roman „Rausch“ von Nuran David Calis wächst die Hauptfigur wie der Autor selbst als Kind von Einwanderern in der westfälischen Provinz auf, in einer Welt, in der Zugehörigkeit keine Selbstverständlichkeit ist. Als Erwachsener ist der Protagonist Ufuk Regisseur. seine Freundin Johanna stammt aus vermögenden Verhältnissen, wo Ufuk ein Exot ist. Alles scheint richtig zu sein, doch bald drängt sich Politik in die Kunst, fressen sich soziale Spannungen ins Zwischenmenschliche. Ein Roman über Identität, Heimat und die Frage: Wo gehöre ich hin?“ Comic „Himmelblau“ von Pandora Magri Für ihre Abschlussarbeit an der FH Münster illustrierte Pandora Magri den autofiktionalen Comic „Himmelblau“ über den Heilungsprozess nach häuslicher Gewalt. Mit einem guten Gespür für das sensible Thema setzt Pandora Magri mit „Himmelblau“ den Opfern häuslicher Gewalt ein grafisches Denkmal. Mit dem Blau der Hoffnung zeichnet Pandora ihrer Protagonistin den Neuanfang – mit einem grellen Pink lässt sie die Schrecken der Vergangenheit hereinbrechen und Selbstzweifel die Kontrolle übernehmen. Magris Comic half ihr selbst, zu verarbeiten und soll auch anderen Opfern von häuslicher Gewalt helfen. Neuer Film „Mein Freund Barry“ Inspiriert von wahren Begebenheiten erzählt der Film die Geschichte des legendären Lawinenhundes Barry, der von 1800 bis 1814 lebte, über 40 Menschenleben gerettet haben soll und zum Symbol für die Lawinenrettung in den Alpen wurde. Im Mittelpunkt steht die fiktive Freundschaft zwischen Barry und dem Bauernkind Georg, der als Waise im Hospiz strandet, den jungen Hund aufzieht, sich zusammen mit ihm in den Schnee wagt und die gefährliche Welt der Alpen kennenlernt. Gedreht wurde der Film in den Schweizer Alpen und Köln, Regie führte der Bonner Markus Welter. Uraufführung „Oh Boy“ im Theater Paderborn Das Stück „Oh Boy“ beruht auf dem Film von 2012, der damals als Überraschungserfolg mit Preisen überhäuft wurde. Protagonist ist ein Studienabbrecher, der ziellos in den Tag lebt. „Oh Boy“ ist eine hintergründige Persiflage über die Strategie der inneren Kapitulation der Millenials, kombiniert mit einem absurden Parforceritt durch Berlin. Jetzt ist die turbulente Story, die das Berliner Lebensgefühl einfängt, auf der Bühne zu erleben. Die Hauptrolle spielt der gebürtige Düsseldorfer Roman Mucha, die Bühnenfassung schrieb der Siegener Klaus Krückemeyer. (Text: WDR) Deutsche TV-Premiere Sa. 14.03.2026 WDR Folge 22 (2025/2026)
Folge 22 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Sa. 21.03.2026 WDR Folge 23 (2025/2026)
Folge 23 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Sa. 28.03.2026 WDR Folge 24 (2025/2026)
Folge 24 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Sa. 04.04.2026 WDR Folge 25 (2025/2026)
Folge 25 (35 Min.)Deutsche TV-Premiere Sa. 11.04.2026 WDR Folge 26 (2025/2026)
Folge 26 (30 Min.)Deutsche TV-Premiere Sa. 18.04.2026 WDR
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